EMR Erhöhung ab 01.01.2018 gültig oder nur ein Gesetzesentwurf?

von
Piti52

Hallo,

irgendwo im Internet habe ich gelesen das die EMR ab 01.01.2018 erhöht wird, stimmt das?
Ich beziehe seit 01.09.2016 eine volle befristete EMR und habe zum 30.10.2017 den ersten Rentenbeitrag ausgezahlt bekommen.
Nun das wäre ja nicht schlecht, wenn zum 01.01.2018 die EMR erhöht wird.
Oder gilt das nur für Neurentner, die ab 01.01.2018 diese beantragen?
Wenn das so ist, dann wären wir ja als Bestandsrentner im Hintertreffen bzw. wären benachteiligt.

Was ist da nun dran?

Gruß Piti52

von
Fortitude one

Hallo Piti52,

bitte schauen Sie mal hier:

https://www.ihre-vorsorge.de/nachrichten/lesen/steigende-renten-mehr-steuern.html?no_cache=1&cHash=6c488104b2b2fc88eee12e8b4ab1f45b

Im Frühling soll das Gesetz verabschiedet werden. Und wenn es Renten Erhöhungen geben wird, dann meistens zum 01.07. eines Jahres.
Momentan liegt der RW bei 31,03 .
Und geplant fürs nächste Jahr um ca. 3,1% im Westen. Dann wäre der RW 31,99 .

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
Rufus

Da haben Sie irgendwo etwas falsches gelesen. Renten werden immer zum 01.Juli erhöht, am 01.01. wird der Regelsatz für SGB II und SGB XII Betroffene erhöht.

von
Piti52

Ok.
Dann habe ich da irgendwas falsch gelesen.

Trotzdem Danke für die schnelle Antwort.

Gruß Piti52

von
W*lfgang

Zitiert von: Piti52
Ok.
Dann habe ich da irgendwas falsch gelesen.

Trotzdem Danke für die schnelle Antwort.

Gruß Piti52

Hallo Piti52,

Sie werden sicher schon richtig gelesen haben, dass bei NEU-EM-Rentner die Zurechnungszeit Zug um Zug ab 2018 auf 65 steigt/abhängig vom künftigen Rentenbeginn/damit auch die Rente im Vergleich zu 'laufenden EM-Renten/Bestandsrentner', was aber mit der turnusmäßigen Rentenanpassung zum 01.07. nicht zu tun hat.

Verbesserungen wie auch Verschlechterungen wirken sich auf bereits laufenden Renten grundsätzlich nicht aus - und ja, auch Ihre Rente wird nicht Zug um Zug mit fiktiven Versicherungszeiten/Zurechnungszeit bis 65 'ergänzt'/erhöht.

Gruß
w.

von
Die-letzte-Instanz

Gab/gibt es nicht so etwas wie ein grundsätzliches Schlechterstellungsverbot (vielleicht im BGB?).

Heißt das es muss sich wer finden, der das durch alle Instanzen durchklagt?

Gibt es nicht irgendeine elegante Lösung, um die Anpassung von Bestandsrenten an diese ´besseren´ Konditionen, die ja letztlich eine Korrektur eines früheren Versäumnisses bedeuten, herbeizuführen?

Ich leb ja nun schon einige Tage, aber von wahrlichen Verbesserungen hab ich immer nur gehört, naja, abgesehen vom europäischen Burgfrieden ...

von
Fastrentner

Zitiert von: Die-letzte-Instanz
Gab/gibt es nicht so etwas wie ein grundsätzliches Schlechterstellungsverbot (vielleicht im BGB?).

Heißt das es muss sich wer finden, der das durch alle Instanzen durchklagt?

Gibt es nicht irgendeine elegante Lösung, um die Anpassung von Bestandsrenten an diese ´besseren´ Konditionen, die ja letztlich eine Korrektur eines früheren Versäumnisses bedeuten, herbeizuführen?

Ich leb ja nun schon einige Tage, aber von wahrlichen Verbesserungen hab ich immer nur gehört, naja, abgesehen vom europäischen Burgfrieden ...

Glauben Sie etwa, Sie wären der Erste, dem diese Idee kommt?
Nach meinem Wissen, wurden entsprechende Anträge von den höchsten Deutschen Gerichten abgelehnt. Der Gesetzgeber hat hier einen „breiten“ Gestaltungsspielraum.
Die genauen Quellen kann Ihnen hier sicher auch noch jemand mitteilen.
Ändern wird das aber nichts!

von Experte Experten-Antwort

Hallo Piti52,

eine generelle Erhöhung von Renten wegen Erwerbsminderung zum 01.01.2018 gibt es nicht. Ich nehme an, Sie haben von der Verlängerung der Zurechnungszeit gelesen, die ab 01.01.2018 stufenweise eingeführt wird und regelmäßig zu höheren Erwerbsminderungsrenten (bzw. höheren Renten wegen Todes) führt.

Wie W*lfgang bereits richtig angemerkt hat, sind von der Verlängerung der Zurechnungszeit aber nur Renten mit einem Beginn ab 01.01.2018 betroffen.

von Experte Experten-Antwort

Zitiert von: Die-letzte-Instanz
Gab/gibt es nicht so etwas wie ein grundsätzliches Schlechterstellungsverbot (vielleicht im BGB?).

Heißt das es muss sich wer finden, der das durch alle Instanzen durchklagt?

Gibt es nicht irgendeine elegante Lösung, um die Anpassung von Bestandsrenten an diese ´besseren´ Konditionen, die ja letztlich eine Korrektur eines früheren Versäumnisses bedeuten, herbeizuführen?

Ich leb ja nun schon einige Tage, aber von wahrlichen Verbesserungen hab ich immer nur gehört, naja, abgesehen vom europäischen Burgfrieden ...


Hallo "Die-letzte-Instanz",

Es gibt im Grundgesetz den Gleichbehandlungsgrundsatz nach Art. 3. Gesetzliche Regelungen dürfen gegen diesen Gleichbehandlungsgrundsatz nicht verstoßen. Wenn Sie der Meinung sind, dass die Nichtanwendung der verlängerten Zurechnungszeit bei Bestandsrenten gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt, können sie dagegen klagen.

von
Holger

Zitiert von: Piti52
Hallo,

irgendwo im Internet habe ich gelesen das die EMR ab 01.01.2018 erhöht wird, stimmt das?
Ich beziehe seit 01.09.2016 eine volle befristete EMR und habe zum 30.10.2017 den ersten Rentenbeitrag ausgezahlt bekommen.
Nun das wäre ja nicht schlecht, wenn zum 01.01.2018 die EMR erhöht wird.
Oder gilt das nur für Neurentner, die ab 01.01.2018 diese beantragen?
Wenn das so ist, dann wären wir ja als Bestandsrentner im Hintertreffen bzw. wären benachteiligt.

Was ist da nun dran?

Gruß Piti52

Hallo Piti52

Ich und viele andere sind noch mehr im Hintertreffen und noch mehr benachteiligt da wir vor Juli 2014 erkrankt sind und deshalb nicht mal wie Sie die Zurechnungszeit bis 62 erhalten.

Gruß Holger

von
Unwissende

Zitiert von: mialein
Und merke:
Die Anwendung von neuen Tatbeständen auf bereits bestehende Sachverhalte erfolgt immer nur, wenn dies zu Lasten der Verbraucher ist, niemals jedoch zu Lasten der Sozialkassen.
Siehe hierzu auch "Krankenkassenbeiträge auf Direktversicherungen".

Das ist doch Unsinn!

Bestes Beispiel: Mütterrente. Da gab's auch für Bestandsrentner einen kräftigen Geldsegen in Milliardenhöhe!

von
Jacko

Zitiert von: Unwissende
Zitiert von: mialein
Und merke:
Die Anwendung von neuen Tatbeständen auf bereits bestehende Sachverhalte erfolgt immer nur, wenn dies zu Lasten der Verbraucher ist, niemals jedoch zu Lasten der Sozialkassen.
Siehe hierzu auch "Krankenkassenbeiträge auf Direktversicherungen".

Das ist doch Unsinn!

Bestes Beispiel: Mütterrente. Da gab's auch für Bestandsrentner einen kräftigen Geldsegen in Milliardenhöhe!

Wurde aber 1:1 von der Witwenrente wieder abgezogen.

von
Unwissende

Zitiert von: Jacko

Wurde aber 1:1 von der Witwenrente wieder abgezogen.

Ach Jacko, wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich lieber nicht äußern:

1. Nicht jeder Bestandsrentner bezieht eine Witwenrente.
2. Dann muss das anzurechnende Einkommen erst mal den Freibetrag überschreiten.
3. Weiterhin werden nur 40 % des Einkommens angerechnet.

Fazit: einen 1:1 Abzug von einer eventuell gezahlten Witwenrente gab und gibt es in keinen Fall.

von
memyself

Wurde doch schon vom Gericht so bestätigt, dass das rechtmässig ist. Natürlich verletzt das den Gleichbehandlungsgrundsatz, aber:

je nach Renteneintritt wird auch die Steuerlast berechnet, und da stellen sich Bestandsrentner besser.

Späterer Renteneintritt - höhere Rente - höhere Steuer
früherer Renteneintritt - niedrigere Rente - niedrigere Steuer

So habe ich das verstanden und ich glaube, am Ende, relativiert sich der Unterschied. Und bei EM Rentnern geht es auch um die Gesundheit.

Gleichbehandlung ist auch bei der Steuer nicht. Soll man dann auch dagegen klagen?