EMR Gutachter schreibt 3-6 Stunden auf zuletzt ausgeüten Beruf

von
Rolf

Guten Tag,

ich wurde von der DRV wegen meinem seit 2018 laufenden EMR-Verfahrens erneut zu einem Gutachter geschickt.
Der schreibt, dass ich 3-6 Stunden täglich auf meinem letzten Beruf arbeiten könnte.

Zuvorige Gutachten kamen zu dem Ergebnis, dass ich nur noch unter 3 Stunden täglich allgemein arbeitsfähig wäre.

Was sagt nun konkret das neue Gutachten bezüglich dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus ?
Gelte ich für den dann auch für 3-6 Stunden täglich arbeitsfähig oder gar über 6 Stunden ?

Mich verwundert jetzt erstmal das neue Gutachten, weil es plötzlich nur noch die arbeitsfähigkeit für meinen Beruf bewertet.

von
Geduld

Wie wäre es denn, die Entscheidung Ihres Rententrägers abzuwarten, statt vorher Spekulationen (und mehr kann dieses Forum bei medizinischen Komponenten nicht bieten) herauszufordern, die Ihnen letztendlich keine Sicherheit bieten werden.
Auch wenn es schwerfällt. Geduld bewahren!

von
Bruno

Zitiert von: Rolf
Guten Tag,

ich wurde von der DRV wegen meinem seit 2018 laufenden EMR-Verfahrens erneut zu einem Gutachter geschickt.
Der schreibt, dass ich 3-6 Stunden täglich auf meinem letzten Beruf arbeiten könnte.

Zuvorige Gutachten kamen zu dem Ergebnis, dass ich nur noch unter 3 Stunden täglich allgemein arbeitsfähig wäre.

Was sagt nun konkret das neue Gutachten bezüglich dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus ?
Gelte ich für den dann auch für 3-6 Stunden täglich arbeitsfähig oder gar über 6 Stunden ?

Mich verwundert jetzt erstmal das neue Gutachten, weil es plötzlich nur noch die arbeitsfähigkeit für meinen Beruf bewertet.

Die RV prüft umfänglich und hat dabei nicht nur die Berentung auf dem Schirm, sondern auch mögliche Maßnahmen wie Rehabilitation oder Umschulungen.Dabei könnte es durchaus eine Rolle spielen, ob Ihre derzeitige Tätigkeit noch machbar ist, oder nicht.

von
Rolf

Ich dachte nur, da gibt es vielleicht eine gesetzliche Regelung die das klar definiert.

So in der Art, wer 3-6 Stunden täglich für seinen Beruf arbeitsfähig eingestuft wird, der gilt dann auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt als über 6 Stunden arbeitsfähig.

Ich bin 1962 geboren.

von
Rolf

Hallo Bruno.

der Gutachter hat auf dem Formular alles wie LTA oder Reha durchweg mit "Nein" angekreuzt.

von
Recht21

Hallo Rolf,

das Gutachter <>3,6 Std. hin und her ist manchmal, wie Monopoly
bei den Damen und Herren Dr.
Ich würde das Gutachten (Anknüpfungstatsachen) mal fachlich
kontrollieren lassen ggf. deinen behandelten Ärzte zur Stellungsnahme vorliegen.

Du kannst ja selber mal schauen, ob du mit dem Inhalt
"dakor" gehen kannst.

Der allg. Arbeitsmarkt ist auch so eine "Lachnummer"
Telefonist, Museumswärter, Parplatzwärter, Pförtner etc.(auch Nebenpforte) alla 70-80 ggf. 90 Jahre vorhanden.
Wenn ich diese Geschwafel machmal in Urteile lesen, dann
grenzt dies m. e. an Willkür.

Ein z. B. Pförtner heute (eher eine Wachperson mit Ausbildung)
muss Fit und Beweglich sein, Personenkontrollen durchführen, erste Hilfe leisten, Objekte kontrollieren etc.

Grüße

von
Hecht

Zitiert von: Recht21
Hallo Rolf,

das Gutachter <>3,6 Std. hin und her ist manchmal, wie Monopoly
bei den Damen und Herren Dr.
Ich würde das Gutachten (Anknüpfungstatsachen) mal fachlich
kontrollieren lassen ggf. deinen behandelten Ärzte zur Stellungsnahme vorliegen.

Du kannst ja selber mal schauen, ob du mit dem Inhalt
"dakor" gehen kannst.

Der allg. Arbeitsmarkt ist auch so eine "Lachnummer"
Telefonist, Museumswärter, Parplatzwärter, Pförtner etc.(auch Nebenpforte) alla 70-80 ggf. 90 Jahre vorhanden.
Wenn ich diese Geschwafel machmal in Urteile lesen, dann
grenzt dies m. e. an Willkür.

Ein z. B. Pförtner heute (eher eine Wachperson mit Ausbildung)
muss Fit und Beweglich sein, Personenkontrollen durchführen, erste Hilfe leisten, Objekte kontrollieren etc.

Grüße

Da sagen Sie was, der Einfallsreichtum vermeintlicher Tätigkeiten kannte einst keine Grenzen,es wurden teilweise abenteuerliche Verrichtungen benannt. Selbst wenn nur ein einziger AG es anbot, wurde darauf verwiesen. Mittlerweile müssen allerdings eine gewisse Anzahl derartiger Arbeitsplätze auf dem Arbeitsmarkt angeboten werden. Telefonist existiert glaube überhaupt nicht mehr, tja und Pförtner... Bei uns gibt es einen riesigen Chemie-Park mit zig Zufahrten. Pforten gibt es dort nur ohne Personal.

Experten-Antwort

Hallo Rolf,

da Sie nach dem 01.01.1962 geboren sind, kommt eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit für Sie nicht mehr in Betracht. Zu prüfen ist, ob Sie unter Berücksichtigung Ihrer gesundheitlichen Einschränkungen irgendeiner Tätigkeit unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts nachgehen können. Schauen Sie noch einmal im Gutachten nach, ob nicht doch irgendwo eine Aussage zur Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt getroffen wird. Ansonsten ist "Geduld" zuzustimmen, dass Sie die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers abwarten sollten. Dieser berücksichtigt bei seiner Entscheidung nicht nur das letzte Gutachten, sondern alle bereits vorliegenden medizinischen Befunde.

von
Rolf

Nein, zum allgemeinen Arbeitsmarkt steht im Gutachten überhaupt nichts.
Sondern die 3-6 Stunden beziehen sich auf meinen Beruf.
Weil ich 1962 geboren bin, finde ich das auch so komisch.
Ich denke, schon deshalb ist das Gutachten anfechtbar.
Eigentlich unbrauchbar.

Ich hoffe, dass ich endlich mal einen ersten Bescheid bekomme.
Und wenn der dann meinen Vorstellungen nicht entspricht, lege ich dann aber mit einem Anwlalt, Widerspruch ein.
Der kann das Gutachten dann immer noch zerpflücken.

Oder hat ein Gutachten so was wie ein Ablaufdatum ?
So dass, wenn es noch ewig bis zum Bescheid dauert, das nicht mehr anfechtbar wäre ?

von
Jana

Woher haben Sie das Gutachten überhaupt?

Normalerweise geht es erst an die DRV.

von
B&W

Zitiert von: Jana
Woher haben Sie das Gutachten überhaupt?

Normalerweise geht es erst an die DRV.

Und wird teilweise auch auf Anfrage überhaupt nicht zugesendet.

von
Rolf

Ich habe das bei der DRV angefordert, dass sie es zu meinem Hausarzt schicken sollen, dort habe ich es dann abgeholt.
Es dauerte dann über 3 Monate, bis es dort war.

Direkt darf das die DRV mir nicht schicken, weil der Arzt das Gutachten mit einem besprechen soll.

In der Theorie, für so was nimmt sich doch heute kein Arzt mehr bei einem Kassenpatienten Zeit.
Dadurch verdient er nichts.
Mir hat es die Sprechstundenhilfe einfach gegeben, das wars.

von
Geduld

Wie ich schon erwähnte. Alle bisherigen Antworten sind spekulativ. Sie werden abwarten müssen.

von
Wartende1975

"Ich wurde von der DRV wegen meinem seit 2018 laufenden EMR-Verfahrens erneut zu einem Gutachter geschickt.
Der schreibt, dass ich 3-6 Stunden täglich auf meinem letzten Beruf arbeiten könnte."

Hallo Rolf, ihr Schreiben erschreckt mich. Mein Antrag ist aus Januar 2019 und mein Eindruck wächst, dass man so lange weiter zu Gutachtern geschickt wird, bis endlich" passend" befundet wird. Ich hatte die Hoffnung, dass ich bald einen Bescheid bekomme... Aber wenn ich lese, dass es noch länger dauern kann. Ich drücke Ihnen die Daumen.
Gruß, Betty

von
Berufe

Zitiert von: Recht21
Hallo Rolf,

das Gutachter <>3,6 Std. hin und her ist manchmal, wie Monopoly
bei den Damen und Herren Dr.
Ich würde das Gutachten (Anknüpfungstatsachen) mal fachlich
kontrollieren lassen ggf. deinen behandelten Ärzte zur Stellungsnahme vorliegen.

Du kannst ja selber mal schauen, ob du mit dem Inhalt
"dakor" gehen kannst.

Der allg. Arbeitsmarkt ist auch so eine "Lachnummer"
Telefonist, Museumswärter, Parplatzwärter, Pförtner etc.(auch Nebenpforte) alla 70-80 ggf. 90 Jahre vorhanden.
Wenn ich diese Geschwafel machmal in Urteile lesen, dann
grenzt dies m. e. an Willkür.

Ein z. B. Pförtner heute (eher eine Wachperson mit Ausbildung)
muss Fit und Beweglich sein, Personenkontrollen durchführen, erste Hilfe leisten, Objekte kontrollieren etc.

Grüße

Kritisieren Sie im Grunde nicht einfach, dass veralteete Berufsbezeichnungen verwendet werden, denn wenn man statt Pförtner : Mitarbeiter am Empfang (bei Behörden, Versicherungen und ähnlichen Einrichtungen) oder statt Telefonistin das ganze dann Callcenter Mitarbeiter nennt, dann ändert das doch nichts daran, dass es diese Berufe gibt.

Und wenn Sie nach Corona mal in ein Museum gehen würden, wüssten Sie , dass es dort sehr wohl einige Leute gibt die nur darauf achten, dass die Ausstellungsstücke (Bilder usw.) nicht angefasst werden und ansonsten nur rumstehen.

von
Rolf

Hallo Wartende,

ich verstehe das auch nicht.
Die Geduld wird total überstrapaziert und man lebt in totaler Ungewissheit wie es weiter geht.
Ich bekomme inzwischen auch kein Geld mehr, ALG1 ist nach der Nahtlosigkeit ebenso fertig.
Ich bin alleinstehend und lebe jetzt von gespartem Geld.
Kann sich in der DRV überhaupt jemand vorstellen, wie das ist ?
Psychisch macht das einen alles noch zusätzlich kaputt.

Ich versteh auch nicht, wie ein Profi ein so misslungenes Gutachten fabrizieren kann.
Ein Gutachten, das überhaupt nicht zu meinem Geburtsjahr passt und damit wertlos ist.

von
Schade

Jetzt haben Sie 15 Antworten erhalten und wissen nicht mehr als nach der 1. Antwort.

Egal wie - hier im Forum kommen Sie keinen Schritt weiter.
Sie müssen die Entscheidung abwarten, wie lange sie auch dauert.

Tipp: wenn 3-6 Stunden möglich sind können Sie versuchen so einen Job zu bekommen.....aber auch dabei kann Ihnen niemand im Forum helfen.

von
Siehe hier

Zitiert von: Rolf
Hallo Wartende,

ich verstehe das auch nicht.
Die Geduld wird total überstrapaziert und man lebt in totaler Ungewissheit wie es weiter geht.
Ich bekomme inzwischen auch kein Geld mehr, ALG1 ist nach der Nahtlosigkeit ebenso fertig.
Ich bin alleinstehend und lebe jetzt von gespartem Geld.
Kann sich in der DRV überhaupt jemand vorstellen, wie das ist ?
Psychisch macht das einen alles noch zusätzlich kaputt.

Ich versteh auch nicht, wie ein Profi ein so misslungenes Gutachten fabrizieren kann.
Ein Gutachten, das überhaupt nicht zu meinem Geburtsjahr passt und damit wertlos ist.

Warum misslungenes Gutachten und passt nicht zu Ihrem Jahrgang?
Wenn ein Gutachter ERST auf den Jahrgang schaut und dann begutachtet, ist er nicht unabhängig.
So hat er lediglich festgestellt, dass Sie in Ihrem bisherigen Beruf....
Kann auch dazu führen, dass Ihnen eine Umschulungsmaßnahme angeboten wird (LTA)...
Und auch wenn das ALG I ausgeschöpft ist, können Sie sich mit Ihrem Restleistungsvermögen beim Jobcenter melden. Außer Ihre Ersparnisse sind so hoch, dass Sie sämtliche Schonvermögen überschreiten, das ist aber hier nicht von Interesse oder Belang.

Also nehmen Sie erst einmal den Ratschlag von @Geduld an und warten Sie ab, was dann tatsächlich entschieden wird, zumal Ihnen auch der @Experte bereits bestätigt hat, dass natürlich nicht nur dieses eine Gutachten ausschlaggebend ist.

Alles Gute!

von
Tschops

Zitiert von: Berufe
Zitiert von: Recht21
Hallo Rolf,

das Gutachter <>3,6 Std. hin und her ist manchmal, wie Monopoly
bei den Damen und Herren Dr.
Ich würde das Gutachten (Anknüpfungstatsachen) mal fachlich
kontrollieren lassen ggf. deinen behandelten Ärzte zur Stellungsnahme vorliegen.

Du kannst ja selber mal schauen, ob du mit dem Inhalt
"dakor" gehen kannst.

Der allg. Arbeitsmarkt ist auch so eine "Lachnummer"
Telefonist, Museumswärter, Parplatzwärter, Pförtner etc.(auch Nebenpforte) alla 70-80 ggf. 90 Jahre vorhanden.
Wenn ich diese Geschwafel machmal in Urteile lesen, dann
grenzt dies m. e. an Willkür.

Ein z. B. Pförtner heute (eher eine Wachperson mit Ausbildung)
muss Fit und Beweglich sein, Personenkontrollen durchführen, erste Hilfe leisten, Objekte kontrollieren etc.

Grüße

Kritisieren Sie im Grunde nicht einfach, dass veralteete Berufsbezeichnungen verwendet werden, denn wenn man statt Pförtner : Mitarbeiter am Empfang (bei Behörden, Versicherungen und ähnlichen Einrichtungen) oder statt Telefonistin das ganze dann Callcenter Mitarbeiter nennt, dann ändert das doch nichts daran, dass es diese Berufe gibt.

Und wenn Sie nach Corona mal in ein Museum gehen würden, wüssten Sie , dass es dort sehr wohl einige Leute gibt die nur darauf achten, dass die Ausstellungsstücke (Bilder usw.) nicht angefasst werden und ansonsten nur rumstehen.

Dann soll man das Ganze auch richtig benennen und nicht Begrifflichkeiten von neunzehnhundertfrühling nutzen. Und bitte nennen Sie das nicht "Berufe", dass sind niederste Niedertschops, die ihren Mann nicht ernähren. Ich hatte einst Fotokopierer als Verweisung, dass ganze Arbeitsamt wieherte schallend vor Gelächter. Telefonist und Callcenter ist wie Entenleerer und Oberarzt. Es ist mehr, als nur veraltete Begriffe, wenn auf etwas verwiesen wird, was es nicht (mehr) gibt. Aber wozu feilschen, dass Risiko der Vermittlung trägt eh die Arbeitslosen-und nicht die Rentenversicherung. Vielleicht können die durch Rätselraten herausfinden, was die RV mit ihren Bezeichnungen eigentlich meint!

von
Anglizismus

Zitiert von: Tschops
Zitiert von: Berufe
Zitiert von: Recht21
Hallo Rolf,

Und wenn Sie nach Corona mal in ein Museum gehen würden, wüssten Sie , dass es dort sehr wohl einige Leute gibt die nur darauf achten, dass die Ausstellungsstücke (Bilder usw.) nicht angefasst werden und ansonsten nur rumstehen.
Dann soll man das Ganze auch richtig benennen und nicht Begrifflichkeiten von neunzehnhundertfrühling nutzen. Und bitte nennen Sie das nicht "Berufe", dass sind niederste Niedertschops, die ihren Mann nicht ernähren. Ich hatte einst Fotokopierer als Verweisung, dass ganze Arbeitsamt wieherte schallend vor Gelächter. Telefonist und Callcenter ist wie Entenleerer und Oberarzt. Es ist mehr, als nur veraltete Begriffe, wenn auf etwas verwiesen wird, was es nicht (mehr) gibt. Aber wozu feilschen, dass Risiko der Vermittlung trägt eh die Arbeitslosen-und nicht die Rentenversicherung. Vielleicht können die durch Rätselraten herausfinden, was die RV mit ihren Bezeichnungen eigentlich meint!

Niedertschops??? oder meinen Sie Nieder-Jobs
eben alles Neuland!;-)