EMR versus Schwerbehindertenrente

von
Martina

Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

In meiner letzten "Renteninformation" ist u.a. die Höhe der EMR angegeben, jedoch nicht die Höhe der Schwerbehindertenrente. Wie hoch bitte ist die Schwerbehindertenrente?

Was bitte sind bei beiden Renten jeweils die Vorteile und die Nachteile?

Zu welcher Rente raten mir die Experten des Forums?

Viele Grüsse
Martina

von
Peter T.

Wie kommen Sie darauf, eine Erwerbsminderungsrente steht Ihnen zu?
Beantragen können Sie diese natürlich...
Aber wenn ich die 26 Wochen krank lese, habe ich schon böse Befürchtungen...

von
Martina

Zitiert von: Peter T.
Wie kommen Sie darauf, eine Erwerbsminderungsrente steht Ihnen zu?
Beantragen können Sie diese natürlich...
Aber wenn ich die 26 Wochen krank lese, habe ich schon böse Befürchtungen...

Mein Hausarzt und die meine Fachärzte raten mir zur Beantragung einer Rente, kennen sich jedoch im Detail nicht mit den Vorteilen und Nachteilen der jeweiligen Rentenart aus. Darum frage ich hier im Expertenforum nach.

von
KSC

In einer Renteninformation finden Sie nie den Wert der "Schwerbehindertenrente weil die Renteninformation nur die EM Rente und den Stand der RegelAR beschreibt.

Wer die Höhe der AR für schwerbehinderte menschen zum Tag xx.xx.202x wissen will muss diese Berechnung gesondert anfordern.

Entweder im persönlichen Gespräch (das jetzt wieder landauf landab möglich wird / 3G beachten!) oder per Telefon oder per Online Anfrage auf der DRV Homepage.

Allgemein gesagt wird eine EM Rente immer höher sein als eine gleichzeitig beginnende Altersrente, weil bei der EM Rente die Zurechnungszeit dafür sorgt dass Beiträge (derzeit) bis 65+9 hochgerechnet werden während es bei der Altersrente diese Hochrechnung (=geschenkte Zeit) nicht gibt.

Da aber nicht jeder schwerbehinderte Mensch auch erwerbsgemindert ist (der querschnittsgelähmte Verwaltungsmensch kann auch im Rolli am Schreibtisch arbeiten) wäre halt im Einzelfall zu klären ob neben der Schwerbehinderung auch Erwerbsminderung vorliegt.

Das geschieht im Rentenantrag, wobei ein EM Verfahren in aller Regel mindestens 3-6 Monate dauert, wärend eine Altersrente durchaus auch innerhalb von 1-4 Wochen beschieden sein kann.

Reicht diese Info?

PS: jetzt aber bitte nicht das berühmte DRV basching anstimmen weil viele Altersrenten auch länger brauchen, gell ihr lieben Menschen bei der DRV Bund.....

von
Martina

Zitiert von: KSC

Da aber nicht jeder schwerbehinderte Mensch auch erwerbsgemindert ist (der querschnittsgelähmte Verwaltungsmensch kann auch im Rolli am Schreibtisch arbeiten) wäre halt im Einzelfall zu klären ob neben der Schwerbehinderung auch Erwerbsminderung vorliegt.

Das geschieht im Rentenantrag, wobei ein EM Verfahren in aller Regel mindestens 3-6 Monate dauert, wärend eine Altersrente durchaus auch innerhalb von 1-4 Wochen beschieden sein kann.

Reicht diese Info?

Hallo KSC,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Meinen Sie die Altersrente ist besser als die EMR und die Schwerbehindertenrente?

Kann ich denn mit 58 Jahren überhaupt schon die Altersrente beantragen?

Habe ich Sie so richtig verstanden, wenn ich die Schwerbehindertenrente beantrage, prüft die DRV auch automatisch ob ich erwerbsgemindert bin? Und falls ich dann erwerbsgemindert sein sollte, erhalte ich ohne Antrag dann die Erwerbsminderungsrente?

Viele Grüsse
Martina

von
KSC

Nein ich glaube bislang haben Sie gar nicht viel verstanden.

Wenn Sie 58 Jahre alt sind, sind Sie Jg 1962 oder 1963 - dann ist eine Alterstrente eh erst mit 61 plus 8 oder 10 Monaten möglich, also erst in 3 oder 4 Jahren.

So gesehen stellt sich doch momentan eh nur die Frage ob Sie erwerbsgemindert sind oder nicht.

Schönes WE

von
W°lfgang

> Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

Hallo Martina,

geboren am?

Sofern Sie noch nicht Alter 65+ erreicht haben, wird die EM-Rente etwas höher ausfallen. Das Verfahren kann sich allerdings sehr lange (Monate/Jahre) hinziehen, die Altersrente mit GdB wird im Normalfall unter 2 Monaten bewilligt. ALLERDINGS gibt es DRV-Träger, die das Altersrentenverfahren zunächst aussetzen, um zuerst über die EM-Rente zu entscheiden ...falls beide Rente parallel beantragt werden.

Gruß
w.

von
Alfons

Zitiert von: Martina
Zitiert von: KSC

Da aber nicht jeder schwerbehinderte Mensch auch erwerbsgemindert ist (der querschnittsgelähmte Verwaltungsmensch kann auch im Rolli am Schreibtisch arbeiten) wäre halt im Einzelfall zu klären ob neben der Schwerbehinderung auch Erwerbsminderung vorliegt.

Das geschieht im Rentenantrag, wobei ein EM Verfahren in aller Regel mindestens 3-6 Monate dauert, wärend eine Altersrente durchaus auch innerhalb von 1-4 Wochen beschieden sein kann.

Reicht diese Info?

Hallo KSC,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Meinen Sie die Altersrente ist besser als die EMR und die Schwerbehindertenrente?

Kann ich denn mit 58 Jahren überhaupt schon die Altersrente beantragen?

Habe ich Sie so richtig verstanden, wenn ich die Schwerbehindertenrente beantrage, prüft die DRV auch automatisch ob ich erwerbsgemindert bin? Und falls ich dann erwerbsgemindert sein sollte, erhalte ich ohne Antrag dann die Erwerbsminderungsrente?

Viele Grüsse
Martina

Ja, klar können Sie mit 58 Jahren (auch z.B. mit 30 Jahren) die Altersrente beantragen. Sie wird Ihnen nur nicht bewilligt. ;-)

von
Uschi

Zitiert von: Martina
Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

Für die Schwerbehindertenrente muss man Schwerbehindert(GdB mind. 50)sein,dass stimmt und das sind Sie wohl auch. Aber das ist es nicht alleine, zudem müssen Sie ein gewisses Alter(61+)haben und dazu 35 Beitragsjahre. Wenn diese drei Dinge erfüllt sind, können Sie diese Rentenart beantragen. Sind Sie noch nicht so alt, gibt es nur eine Berentung aus gesundheitlichen Gründen, die Erwerbsminderungsrente. Dafür muss Ihr Leistungsvermögen für sämtliche Tätigkeiten, die der allgemeine Arbeitsmarkt so hergibt, unter 6 Stunden für eine halbe und unter 3 Stunden für eine volle Rente gesunken sein. Momentan können Sie also, wie es schon gesagt wurde, nur über die Schiene Erwerbsminderung eine Rente bekommen.

von
Martina

Zitiert von: W°lfgang
> Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

Hallo Martina,

geboren am?

Sofern Sie noch nicht Alter 65+ erreicht haben, wird die EM-Rente etwas höher ausfallen. Das Verfahren kann sich allerdings sehr lange (Monate/Jahre) hinziehen, die Altersrente mit GdB wird im Normalfall unter 2 Monaten bewilligt. ALLERDINGS gibt es DRV-Träger, die das Altersrentenverfahren zunächst aussetzen, um zuerst über die EM-Rente zu entscheiden ...falls beide Rente parallel beantragt werden.

Gruß
w.

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich bin am 27.06.1963 geboren.

Das ist aber ein sehr grosser Unterschied, ob das Verfahren nur Monate dauert oder Jahre.

Was kann ich tun, dass das Verfahren nicht Jahre dauert??

Viele Grüsse
Martina

von
Martina

Zitiert von: Uschi
Zitiert von: Martina
Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

Für die Schwerbehindertenrente muss man Schwerbehindert(GdB mind. 50)sein,dass stimmt und das sind Sie wohl auch. Aber das ist es nicht alleine, zudem müssen Sie ein gewisses Alter(61+)haben und dazu 35 Beitragsjahre. Wenn diese drei Dinge erfüllt sind, können Sie diese Rentenart beantragen. Sind Sie noch nicht so alt, gibt es nur eine Berentung aus gesundheitlichen Gründen, die Erwerbsminderungsrente. Dafür muss Ihr Leistungsvermögen für sämtliche Tätigkeiten, die der allgemeine Arbeitsmarkt so hergibt, unter 6 Stunden für eine halbe und unter 3 Stunden für eine volle Rente gesunken sein. Momentan können Sie also, wie es schon gesagt wurde, nur über die Schiene Erwerbsminderung eine Rente bekommen.

Hallo Uschi,

vielen Dank für Ihre sehr verständliche Antwort.

Da bin ich wohl falsch informiert worden.
Man sagte mir, auf Grund des GdB 60, bekäme ich die Schwerbehindertenrente. Alter 61+ und 35 Beitragsjahre wurden nicht genannt.

Da ich weiter AU bin und gar nicht mehr arbeiten kann, werde ich die wohl die Erwerbsminderungsrente beantragen müssen.

Viele Grüsse
Martina

von
Uschi

Zitiert von: Martina
Zitiert von: Uschi
Zitiert von: Martina
Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

Für die Schwerbehindertenrente muss man Schwerbehindert(GdB mind. 50)sein,dass stimmt und das sind Sie wohl auch. Aber das ist es nicht alleine, zudem müssen Sie ein gewisses Alter(61+)haben und dazu 35 Beitragsjahre. Wenn diese drei Dinge erfüllt sind, können Sie diese Rentenart beantragen. Sind Sie noch nicht so alt, gibt es nur eine Berentung aus gesundheitlichen Gründen, die Erwerbsminderungsrente. Dafür muss Ihr Leistungsvermögen für sämtliche Tätigkeiten, die der allgemeine Arbeitsmarkt so hergibt, unter 6 Stunden für eine halbe und unter 3 Stunden für eine volle Rente gesunken sein. Momentan können Sie also, wie es schon gesagt wurde, nur über die Schiene Erwerbsminderung eine Rente bekommen.

Hallo Uschi,

vielen Dank für Ihre sehr verständliche Antwort.

Da bin ich wohl falsch informiert worden.
Man sagte mir, auf Grund des GdB 60, bekäme ich die Schwerbehindertenrente. Alter 61+ und 35 Beitragsjahre wurden nicht genannt.

Da ich weiter AU bin und gar nicht mehr arbeiten kann, werde ich die wohl die Erwerbsminderungsrente beantragen müssen.

Viele Grüsse
Martina

Zu den 35 Jahren zählen nicht nur direkte Beiträge aus Beschäftigung, sondern auch Zeiten, in denen Sie Alg, Kranken-oder Übergangsgeld erhalten haben, Zeiten der Pflege oder Kindererziehungszeiten,Minijobs oder freiwillige Beiträge. Könnte alles in einem 58-jährigen Leben drinstecken. Ansonsten, wenn es nicht mehr geht, die Erwerbsminderungsrente. Da hat W*lfgang schon erwähnt, dass der Zeitrahmen u. U. größer ausfallen kann. Wichtig werden dabei aussagekräftige Befunde Ihrer Ärzte. Die RV wird sich ein umfassendes Bild über Ihren Gesundheitszustand verschaffen,Sie wahrscheinlich begutachten(kein Muss) lassen und dann entscheiden. Diese ganze Procedere braucht halt Zeit.

von
Schade

Man sagte mir, auf Grund des GdB 60, bekäme ich die Schwerbehindertenrente. Alter 61+ und 35 Beitragsjahre wurden nicht genannt.

Wer ist man? Ihr Frisör oder der Bäcker oder Tante Frieda? Ein DRV Mitarbeiter wird es wohl nicht gewesen sein.

Mit 58 und schon ein halbes Jahr krank sollte man sich doch eigentlich schon mal um das Thema Altersrente gekümmert haben, oder?
Wenn nicht wissen Sie es halt jetzt, grins - ist ja auch noch viel Zeit bis dahin.

von
Jürgen

Zitiert von: Martina
Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

In meiner letzten "Renteninformation" ist u.a. die Höhe der EMR angegeben, jedoch nicht die Höhe der Schwerbehindertenrente. Wie hoch bitte ist die Schwerbehindertenrente?

Was bitte sind bei beiden Renten jeweils die Vorteile und die Nachteile?

Zu welcher Rente raten mir die Experten des Forums?

Viele Grüsse
Martina

Hallo Martina,

da Sie länger als 26 Wochen krankgeschrieben sind, haben Sie nach der gängigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, einen Rechtsanspruch, auf eine Erwerbsminderungsrente.

Beweis: Urteil vom Bundessozialgericht vom 31. Oktober 2012

Aktenzeichen: B 13 R 107/12 B

Tipp:

Weisen Sie bereits bei der Beantragung der Erwerbsminderungsrente, auf dieses verbindliche BSG-Urteil hin.

Dies könnte vermutlich, die Bewilligung der Erwerbsminderungsrente beschleunigen.

Alles Gute und viel Erfolg!

von
Schon wieder

Zitiert von: Jürgen
Zitiert von: Martina
Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

In meiner letzten "Renteninformation" ist u.a. die Höhe der EMR angegeben, jedoch nicht die Höhe der Schwerbehindertenrente. Wie hoch bitte ist die Schwerbehindertenrente?

Was bitte sind bei beiden Renten jeweils die Vorteile und die Nachteile?

Zu welcher Rente raten mir die Experten des Forums?

Viele Grüsse
Martina

Hallo Martina,

da Sie länger als 26 Wochen krankgeschrieben sind, haben Sie nach der gängigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, einen Rechtsanspruch, auf eine Erwerbsminderungsrente.

Beweis: Urteil vom Bundessozialgericht vom 31. Oktober 2012

Aktenzeichen: B 13 R 107/12 B

Tipp:

Weisen Sie bereits bei der Beantragung der Erwerbsminderungsrente, auf dieses verbindliche BSG-Urteil hin.

Dies könnte vermutlich, die Bewilligung der Erwerbsminderungsrente beschleunigen.

Alles Gute und viel Erfolg!

der Verweis auf dieses Urteil. Wir müssten demzufolge EM-Rentner en massé haben. Soviele Wochen AU heißt ersteimal gar nichts. Vielleicht wird der Betreffende nach 8 oder 9 Monaten wieder gesund? Es handelt sich hier eigentlich um eine Hintertür zur EM-Rente. Die Rente wird gewährt, weil bei derartigen Fehlzeiten nicht mehr von regelmäßiger Beschäftigung ausgegangen wird und das muss prognostisch so bleiben. Aufgrund der Gesundheit fehlt der AN regelmäßig länger wie ein halbes Jahr und daran wird sich voraussichtlich nichts ändern. Da kann man dann eine EM-Rente erhalten, obwohl die Einschätzung vielleicht lautet leichte Büroarbeiten, keine Rente. Man stelle sich vor, alle die einmalig 26 Wochen krank sind, werden berentet! Die RV prüft bei Antrag sowieso das gesamte Leistungsvermögen. Erfolgt eine Ablehnung, dann können Sie eventuell auf der Fehlzeitenschiene fahren, sofern diese dauerhaft bleiben. Wenn Sie der RV im Antrag schreiben, ich will Rente, weil ich 26 Wochen AU war, dann gute Nacht, Marie!

von
Tom

Zitiert von: Schon wieder
Zitiert von: Jürgen
Zitiert von: Martina
Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

In meiner letzten "Renteninformation" ist u.a. die Höhe der EMR angegeben, jedoch nicht die Höhe der Schwerbehindertenrente. Wie hoch bitte ist die Schwerbehindertenrente?

Was bitte sind bei beiden Renten jeweils die Vorteile und die Nachteile?

Zu welcher Rente raten mir die Experten des Forums?

Viele Grüsse
Martina

Hallo Martina,

da Sie länger als 26 Wochen krankgeschrieben sind, haben Sie nach der gängigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, einen Rechtsanspruch, auf eine Erwerbsminderungsrente.

Beweis: Urteil vom Bundessozialgericht vom 31. Oktober 2012

Aktenzeichen: B 13 R 107/12 B

Tipp:

Weisen Sie bereits bei der Beantragung der Erwerbsminderungsrente, auf dieses verbindliche BSG-Urteil hin.

Dies könnte vermutlich, die Bewilligung der Erwerbsminderungsrente beschleunigen.

Alles Gute und viel Erfolg!

der Verweis auf dieses Urteil. Wir müssten demzufolge EM-Rentner en massé haben. Soviele Wochen AU heißt ersteimal gar nichts. Vielleicht wird der Betreffende nach 8 oder 9 Monaten wieder gesund? Es handelt sich hier eigentlich um eine Hintertür zur EM-Rente. Die Rente wird gewährt, weil bei derartigen Fehlzeiten nicht mehr von regelmäßiger Beschäftigung ausgegangen wird und das muss prognostisch so bleiben. Aufgrund der Gesundheit fehlt der AN regelmäßig länger wie ein halbes Jahr und daran wird sich voraussichtlich nichts ändern. Da kann man dann eine EM-Rente erhalten, obwohl die Einschätzung vielleicht lautet leichte Büroarbeiten, keine Rente. Man stelle sich vor, alle die einmalig 26 Wochen krank sind, werden berentet! Die RV prüft bei Antrag sowieso das gesamte Leistungsvermögen. Erfolgt eine Ablehnung, dann können Sie eventuell auf der Fehlzeitenschiene fahren, sofern diese dauerhaft bleiben. Wenn Sie der RV im Antrag schreiben, ich will Rente, weil ich 26 Wochen AU war, dann gute Nacht, Marie!

Hören Sie doch bitte auf rum zu lamentieren.

Das Urteil ist eben halt so, dass bei mehr als 26 Wochen AU, ein Rechtsanspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht!

Höchstrichterliche BSG-Rechtsprechung halt.
Die gilt auch für die DRV!

Wenn der Betreffende nach 8 oder 9 Monaten wieder gesund sein sollte, gibt es eben keine Erwerbsminderungsrente mehr. Ist doch logisch, oder?

Warum gute Nacht, Marie, wenn man ergänzend bei Antragstellung auf das rechtskräftige (!) BSG-Urteil hinweist??

von
Peter T.

Was die Leute immer aus irgendwelchen Urteilen lesen.

AU: krank im derzeitgen Beruf. Erwerbsminderung: auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, also nicht mal als z.B. Pförtner noch arbeiten gehen möglich.
Sie wollen also behaupten, weil jemand als Dachdecker krank auf Rücken ist, kann er auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auch nicht mehr arbeiten? Dann schauen Sie mal, wie viele auf "Rücken" eine EM erhalten.

Und das Urteil "würdigt" einen krankheitsbedingten Ausfall "auf Dauer", mit mehr als 26 Wochen im Jahr, also eine Zukunftsprognose, bei sehr schweren chronischen Krankheiten.

Aber probieren Sie es, stellen Sie den Antrag oder fragen Sie mal, wie viele die EM abgelehnt bekommen haben, auch nach Widerspruch und Klage (also vor Gericht) mit weit mehr als 26 Monaten AU.
Da wird ihnen etwas auffallen... :-)

von
BSG-Fan

Zitiert von: Schon wieder
Zitiert von: Jürgen
Zitiert von: Martina
Guten Tag in die Expertenrunde,

ich bin länger als 26 Wochen durchgehend AU und habe einen GdB von 60. Ich könnte also, sowohl die EMR als auch die Schwerbehindertenrente beantragen.

In meiner letzten "Renteninformation" ist u.a. die Höhe der EMR angegeben, jedoch nicht die Höhe der Schwerbehindertenrente. Wie hoch bitte ist die Schwerbehindertenrente?

Was bitte sind bei beiden Renten jeweils die Vorteile und die Nachteile?

Zu welcher Rente raten mir die Experten des Forums?

Viele Grüsse
Martina

Hallo Martina,

da Sie länger als 26 Wochen krankgeschrieben sind, haben Sie nach der gängigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, einen Rechtsanspruch, auf eine Erwerbsminderungsrente.

Beweis: Urteil vom Bundessozialgericht vom 31. Oktober 2012

Aktenzeichen: B 13 R 107/12 B

Tipp:

Weisen Sie bereits bei der Beantragung der Erwerbsminderungsrente, auf dieses verbindliche BSG-Urteil hin.

Dies könnte vermutlich, die Bewilligung der Erwerbsminderungsrente beschleunigen.

Alles Gute und viel Erfolg!

Die Rente wird gewährt, weil bei derartigen Fehlzeiten nicht mehr von regelmäßiger Beschäftigung ausgegangen wird und das muss prognostisch so bleiben. Aufgrund der Gesundheit fehlt der AN regelmäßig länger wie ein halbes Jahr und daran wird sich voraussichtlich nichts ändern.

Wo bitte steht das (das muss prognostisch so bleiben, daran wird sich voraussichtlich nichts ändern) im BSG-Urteil?

Bitte nennen Sie jeweils die konkreten Ziffern im BSG-Urteil.

von
Andy

Zitiert von: Peter T.

Und das Urteil "würdigt" einen krankheitsbedingten Ausfall "auf Dauer", mit mehr als 26 Wochen im Jahr, also eine Zukunftsprognose, bei sehr schweren chronischen Krankheiten.

Sie haben das Urteil nicht verstanden, die mehr als 26 Wochen AU gelten nicht für die Zukunft.

Die mehr als 26 Wochen AU müssen zwingend bereits bei EMR-Antragsstellung vorliegen, um sicher einen Rechtsanspruch auf EMR zu realisieren.

von
KSC

Ist es jetzt der neue Sport im Forum dieses Urteil mit den 26 Wochen bei jeder EM Frage ins Spiel zu bringen?

Kann man ja machen, aber helfen tust dem Fragesteller gar nicht.

Oder war die Frage von der "angeblichen Martina" nur dazu da früher oder später Ihr Lieblingsthema zu platzieren?

Aber dann frage ich mich schon was dieser Schwachsinn soll?

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