Entgeltumwandlung senkt Rente

von
Ich habe vorgesorgt

Sehr geehrte Experten,

ich kese immer wieder, dass Entgeltumwandlung den Rentenanspruch senkt.
Jetzt habe ich ein sclechtes Gewissen, ob ich alles richtig gemacht habe. Vor sehr langer Zeit, hat man mir eingebläut- du musst unbedingt zu Deiner gesetzlichen Rente eine Betriebsrente abschließen - .
Das habe ich getan.

Und jetzt warnt sogar die DRV davor,dass es zu weitreichenden Auswirkungen" kommt, wenn beitragsfreie Altersvorsorge über den Betrieb ausgeweitet würden.

Vrrstehe ich das Richtig, wenn ich damals keine Betriebsrente abgeschlossen hätte, dann wäre heute meine volle EMR bzw. meine Altersrente, deutlich höher?

Ich werde das Gefühl nicht los, egal was man macht, es ist verkeht. Aber auf der anderen Seite ist es ja logisch. Wenn die AN immer mehr in der privaten Altersvorsorge investieren, dann fehlt es zwangsläufig woanders, nämlich in der gesetzlichen Rentenkasse.

Wie ist da Ihre Meinung? Betriebsrente zus. zur gesetzl. Rente ja oder nein?
Danke.

Mit freundlichen Grüßen

von
SE

Erst angelockt – dann abgezockt
Direktversicherungsgeschädigte siehe unter:

https://www.dvg-ev.org/%C3%BCber-uns/

von
Direktversicherungsgeschädigter

6,3 Millionen Bundesbürger den Rat der Politik befolgt und eine Direktversicherung oder andere Formen der betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen. Teile des Gehalts werden so fürs Alter angespart. Dass viele auf ihre Verträge auch noch den vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag abführen müssen, – also neben ihrem Anteil auch noch den des Arbeitgebers –, haben sie nicht gewusst. In aller Regel kommt das böse Erwachen erst bei Auszahlung des Kapitals.

von
Schiko-Konrad Schießl

Versuche es, mit der Rechenmethode Müntefering-Volksschule Sauerland zu erklären:
Bei 37873 Durchschnittsverdienst- vorläufig- im Jahre 2018 ergeben sich mit 1 EP.
32,03 Rente.
Angenommen monatlich 500 Direktversicherung der zu berechnende Du.Verdienst(37873-6000 31873) 26,96 Rentengutschrift, mithin 5,07 weniger Rentengutschrift, somit in 45 Jahren
monatlich 228,75 geringere Monatsrente.
Feinheiten wie Abgabenersparnis für die 6000 im Jahr sowie durch jährliche Rentenanhebung
hierbei nicht berücksichtigt.

MfG.

von
Groko

Zitiert von: Schiko-Konrad Schießl
Versuche es, mit der Rechenmethode Müntefering-Volksschule Sauerland zu erklären:
Bei 37873 Durchschnittsverdienst- vorläufig- im Jahre 2018 ergeben sich mit 1 EP.
32,03 Rente.
Angenommen monatlich 500 Direktversicherung der zu berechnende Du.Verdienst(37873-6000 31873) 26,96 Rentengutschrift, mithin 5,07 weniger Rentengutschrift, somit in 45 Jahren
monatlich 228,75 geringere Monatsrente.
Feinheiten wie Abgabenersparnis für die 6000 im Jahr sowie durch jährliche Rentenanhebung
hierbei nicht berücksichtigt.

MfG.

Ein Durchnittsverdienender kann sich 500 Euro Direktversicherung leisten, das Milchmädchen ist ein Mathe - Professor gegen Dich.

von
Schiko-Konrad Schießl

Es war Absicht, einen hohen Betrag zu nennen, in Wirklichkeit sind ja 6000 im Jahr gar
nicht begünstigt, wollte nur den Rechnungsweg aufzeichnen.

MfG.

von
Groko

Zitiert von: Schiko-Konrad Schießl
Es war Absicht, einen hohen Betrag zu nennen, in Wirklichkeit sind ja 6000 im Jahr gar
nicht begünstigt, wollte nur den Rechnungsweg aufzeichnen.

MfG.

Warum mußt Du dann einen utopischen Betrag nennen?

von
W*lfgang

Hallo Ich habe vorgesorgt,

viele werden damals wohl mit den üblichen 100 EUR Entgeltumwandlung in diese Altersvorsorge eingestiegen sein und dafür 50 EUR effektiv berappt haben, weil die anderen 50 EUR Sofort-Ersparnis von Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sind - über eine damit verbundene Reinvestierung/Anlage will ich jetzt nicht philosophieren, um dann in der Auszahlungsphase die erforderlichen Abgaben auszugleichen ;-)

Der 'Verlust' von 1200 EUR rentenversicherungspflichtigem Entgelt/Jahr führt zu einem überschaubarem Renten-Malus - rd. 5 EUR mtl. Natürlich sinkt in Summe die 'Rendite' der priv. Altersvorsorge etwas ab (seriöse Kapitaleinsammler hätten darüber informiert, oder DRV-Berater ;-)) ...im Bereich von geschätzt 0,5 %. Na und, hätten Sie auf diesem Weg keine private Altersvorsorge betrieben/das Geld verzockt, gebe es im Alter auch keinen laufenden 100+ mtl. oben drauf – oder hätten anderweitig ein Kapital bei risikoarm null % Verzinsung angesammelt.

Insgesamt will und kann ich das nicht bewerten, wie 'schrecklich' damit die Auswirkungen in den Sozialsystem wirklich sind - da stehen ganz andere harte Faktoren in Bälde an, die zu Veränderungen führen werden.

Wer hat, soll sparen/zurücklegen ...über welchen Weg auch immer!

Gruß
w.

von
Mal nachgehakt

War die Entgeltumwandlung nicht auf 4% der BBG begrenzt?
Oder gilt im Sauerland etwas anderes?

Experten-Antwort

Die "ersparten" Rentenversicherungsbeiträge in eine betriebliche Altersvorsorge zu investieren ist letztlich nichts anderes als eine Wette, dass dieses Alterssicherungsystem auf Dauer höhere Erträge einbringt, als die gesetzliche Rentenversicherung bietet.

Ob Sie diese Wette gewonnen haben, wird man erst sagen können, wenn Sie das Rentenalter erreicht haben. Im Moment hat aber gerade die betriebliche Altersvorsorge mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, die avisierten Leistungen auch zu erbringen (siehe oben).

Selbst im Rentenalter können sich die Verhältnisse noch ändern, jedenfalls nehmen die Renten (so einigermaßen) an der Lohnentwicklung teil, während Renten der betrieblichen Altersversorgung das nicht zwangsläufig müssen (siehe § 16 BetrAV). Regelmäßig ist auch nur eine 1-prozentige Pauschalanpassung per anno vorgesehen.

Im Rahmen der Entgeltumwandlung müssen sie zudem bedenken, dass Sie auch Ihre Beiträge zur Arbeitslosen- und Krankenversicherung senken. Im Falle der Arbeitslosigkeit und Krankheit mindern die Entgeltumwandlung also auch dort die Leistungen. Wie hoch der finanzielle Verlust ist, ist dann abhängig von Ihrer Erwerbsdauer und ihrem Gesundheitszustand.

Ob sie unterm Strich mit der Entgeltumwandlung Geld verdienen, wird Ihnen somit niemand verlässlich sagen können.

von
Betriebsrentnersohn

Meine Eltern haben jeweils eine Betriebsrente eines großen Automobilkonzerns.
Seit sie Rentner in 2006 geworden sind, ist die monatliche Auszahlung der Betriebsrente um satte 1% gestiegen !
Trotz blendender Konjunktur.
Da kann man auch gar nichts dagegen machen, weil sich kein Arbeitgeber irgendwie auf eine Rentensteigerung im Vorfeld festlegen lässt.
Dazu kommt noch, dass daran zuvor keiner der zukünftigen Betriebsrentner denkt, aber diese Rente in die Überlegung mit einkalkuliert.
Fakt ist, die Rente hat dadurch im laufe der Jahre einen immer geringeren Wert.
Den Betrieben ist das im Nachhinein auch egal, ehemalige Mitarbeiter sind in Rente aus den Augen aus dem Sinn.
Das Werben mit der Betriebsrente ist nur der Honig um junge Skills anzulocken.

von
auch vorgesorgt

Hallo an
von Ich habe vorgesorgt

Leg deinen Vertrag still
Du wirst eine böse Überraschung erleben wenn du in die Auszahlungsphase kommst.
Mir gings jedenfalls so !
Kapital oder auch betriebliche Rente wird mit rund 18 % Kranken und Pflegeversicherung belastet. Dabei ist die Besteuerung auch noch zu beachten.
Wenn du allerdings privat versichert bist kannst du weiter einzahlen dann rentiert sich die Sache.

Grüsse

von
Unternehmer

Also für mich ist die Betriebsrente ein lohnendes Geschäft.
Je mehr die bei uns abschließen, um so besser.
Ich kann die Ausgaben dafür als Betriebsausgaben verbuchen.
Das senkt meinen zu versteuernden Gewinn.
Meine Rendite steigt.
Mein Mitarbeiter zahlt später, wenn er Rente bezieht, die Steuern und die Sozialversicherungen die eigentlich ich hätte zahlen müssen.
Besser kann es gar nicht laufen, ich liebe diesen doofen Staat !

von
auch vorgesorgt

Hallo

Volle Zustimmung !
Besser kann man diese Verarschung nicht beschreiben.
Leider merken es die meisten Leute erst wenn es in die Auszahlungsphase geht.

Grüße

von
Benno

Zitiert von: Unternehmer
Also für mich ist die Betriebsrente ein lohnendes Geschäft.
Je mehr die bei uns abschließen, um so besser.
Ich kann die Ausgaben dafür als Betriebsausgaben verbuchen.
Das senkt meinen zu versteuernden Gewinn.
Meine Rendite steigt.
Mein Mitarbeiter zahlt später, wenn er Rente bezieht, die Steuern und die Sozialversicherungen die eigentlich ich hätte zahlen müssen.
Besser kann es gar nicht laufen, ich liebe diesen doofen Staat !

Hallo

Das mit dem doofen Staat würde ich so nicht stehen lassen.
Der Staat ist nicht doof, er holt sich das Versäumte ja alles wieder.
Bei manchen sogar doppelt.
Doof sind eigentlich die Arbeitnehmer die diese Verträge für eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge abschließen.
Allerdings werden Sie zum großen Teil nicht ausreichend informiert, und deshalb übers Ohr gehauen.

Grüße
Ein Betroffener