Entzug Behindertenausweis und Rente

von
Paul

Guten Tag,
habe heute vom Versorgungsamt Post erhalten. Anhörungsverfahren da man den GDB von 60 auf 30 runtersetzten möchte da der Krebs geheilt ist.
Bin jetzt total erschrocken da ich für August meine Altersrente für Behinderte mit Abzug geplant hatte. Habe auch schon einen Termin auf dem Rentenamt im Mai zur Beantragung.
Falls es zum Entzug des Ausweises kommt gilt dann für mich die Schutzfrist und es würde mit der Rente klappen.
Sage danke vorab für Antworten und wünsche ein schönes Wochenende.
Gruß Paul

von
Hallo Paul

gelesen habe ich hier im Forum, dass es Schutzfristen für die Einreichung des Rentenbeitrages gibt.
Per Einschreiben mit Rückantwortschein würde ich formlos den Antrag zur Rente stellen. Nicht erst mit dem Termin Mai und im Gespräch mit der DRV bekommen Sie so nichts schriftlich bestätigt.

Machen Sie es sofort schriftlich per Einschreiben.

Was nützt Ihnen nacher Ihre Aussage ? Nichts

Es werden sicher vernünftigere Antworten kommen ?

Grüsse

Wie ist es möglich eine Heilung vom Krebs überhaupt festzustellen ?
Tolle Sache ? Gute Besserung

von
W*lfgang

Hallo Paul,

eine Anhörungsverfahren ist noch kein 'Entziehungsbescheid' mit dann Folge Verlust des GdB.

Sie brauchen schlicht Zeit, um zum Zeitpunkt des Rentenbeginns noch den mind. Gdb50 zu haben. Das geht so:

Lassen Sie die Frist für die Anhörung einfach verstreichen. Danach wird ein 'Bescheid' über die Feststellung des neuen GdB erfolgen - gegen den legen Sie Widerspruch ein (ohne Begründung *), zunächst zur Fristwahrung einfach so mit einem Satz 'Widerspruch') - und nicht gleich am ersten Tag, sondern gegen Ende der Monatsfrist !!!

Das Widerspruchsverfahren sichert Ihnen den weiteren Bestand der Schwerbehinderteneigenschaft zu - und so langsam vergehen die Monate.

Sie brauchen die Schwerbehinderteneigenschaft am 01.08.2018, was eine wirklich kurze Zeit in diesem Verfahren ist. Erst wenn ein rechtskräftiger Bescheid des Versorgungsamtes zur Entziehung/GdBu50 vorliegt, gelten Sie nachgehende im 'Entziehungsmonat' + 3 volle weitere Monate noch als GdB50+ ...auch für die Rentenversicherung.

Wie gesagt, ist wirklich nur ein kurzer 'Überbrückungszeitraum' mit etwas Schriftwechsel - das 'Rentenamt' sollte diese Kenntnisse haben und Sie bis zur Altersrente für schwerbehinderte Menschen begleiten können.

Gruß
w.

*) für die folgende Aufforderung zur Begründung können Sie noch Akteneinsicht verlangen und das Verfahren weiter in die Länge ziehen

PS: Wenn Sie bisher immer noch Ihren Schwerbehindertenausweis haben – und der Rentenantrag wird ja in den nächsten Tagen/Mai aufgenommen/Kopie davon und fertig – kräht kein Hahn/DRV danach, was hintendran passiert ...formell/rechtssicher sollten Sie den oben vorgeschlagenen Weg allerdings gehen.

von
Franz Josef

Zitiert von: W*lfgang

PS: Wenn Sie bisher immer noch Ihren Schwerbehindertenausweis haben – und der Rentenantrag wird ja in den nächsten Tagen/Mai aufgenommen/Kopie davon und fertig – kräht kein Hahn/DRV danach, was hintendran passiert ...formell/rechtssicher sollten Sie den oben vorgeschlagenen Weg allerdings gehen.

Gewöhnlich ist man Behörden gegenüber dazu VERPFLICHTET, Änderungen der Verhältnisse, die für die beantragte Leistung erheblich sein können, unverzüglich mitzuteilen.

Deshalb ist dieser Tipp von @W*lfgang als Anstiftung zu einer kriminellen Handlung zu werten, im günstigsten Fall unseriös!

Erstaunlich, was hier manchmal für seltsame Ratschläge von DRV-Mitarbeitern erteilt werden....

von
Fastrentner

Zitiert von: Franz Josef
Zitiert von: W*lfgang

PS: Wenn Sie bisher immer noch Ihren Schwerbehindertenausweis haben – und der Rentenantrag wird ja in den nächsten Tagen/Mai aufgenommen/Kopie davon und fertig – kräht kein Hahn/DRV danach, was hintendran passiert ...formell/rechtssicher sollten Sie den oben vorgeschlagenen Weg allerdings gehen.

Gewöhnlich ist man Behörden gegenüber dazu VERPFLICHTET, Änderungen der Verhältnisse, die für die beantragte Leistung erheblich sein können, unverzüglich mitzuteilen.

Deshalb ist dieser Tipp von @W*lfgang als Anstiftung zu einer kriminellen Handlung zu werten, im günstigsten Fall unseriös!

Erstaunlich, was hier manchmal für seltsame Ratschläge von DRV-Mitarbeitern erteilt werden....

Auch wenn es Ihnen nicht in den Kram passt. Die von W*lfgang beschriebene Verfahrensweise ist korrekt, völlig legal und letztendlich im Sinne der Versicherten.
Anstiftung zu einer „kriminellen“ Handlung? Lachhaft! Sind Sie sicher, dass Sie sich mit ihrem äußerst dürftigen Rentenwissen hier melden sollten? Sie laufen Gefahr, sich der Lächerlichkeit preis zu geben.

von
KSC

....und außerdem ist W*lfgang kein DRV Mitarbeiter.....

von
Versorgungsamt

Zitiert von: Paul
Guten Tag,
habe heute vom Versorgungsamt Post erhalten. Anhörungsverfahren da man den GDB von 60 auf 30 runtersetzten möchte da der Krebs geheilt ist.
Bin jetzt total erschrocken da ich für August meine Altersrente für Behinderte mit Abzug geplant hatte. Habe auch schon einen Termin auf dem Rentenamt im Mai zur Beantragung.
Falls es zum Entzug des Ausweises kommt gilt dann für mich die Schutzfrist und es würde mit der Rente klappen.
Sage danke vorab für Antworten und wünsche ein schönes Wochenende.
Gruß Paul

Hallo,

eine Planung im voraus ist immer schlecht.
Wie gut das die Medizin heute alles möglich macht und Sie haben Ihren Krebs besiegt. Die AR für Schwerbehinderte ist doch sekundär.

Mfg

von
Paul

Guten Morgen möchte mich bei allen für die Antworten bedanken.
Also wenn ich alles richtig verstanden habe dürfte es ja klappen.
LG Paul

von
Fastrentner

Zitiert von: Paul
Guten Morgen möchte mich bei allen für die Antworten bedanken.
Also wenn ich alles richtig verstanden habe dürfte es ja klappen.
LG Paul

Schreiben Sie in den Anhörungsbogen des Versorgungsamtes einfach rein, dass Sie demnächst unter Vorlage Ihres noch vorhandenen Schwerbehindertenausweises einen Rentenantrag stellen werden und dass es der DRV danach egal sein wird, wenn die Schwerbehinderteneigenschaft noch vor dem offiziellen Rentenbeginn entzogen wird.

Sicherheitshalber sollten Sie aber noch mal bei der DRV anfragen, ob das tatsächlich stimmt.

von
Nicht Schwerbehinderter

Zitiert von: Paul
Guten Tag,
habe heute vom Versorgungsamt Post erhalten. Anhörungsverfahren da man den GDB von 60 auf 30 runtersetzten möchte da der Krebs geheilt ist.
Bin jetzt total erschrocken da ich für August meine Altersrente für Behinderte mit Abzug geplant hatte. Habe auch schon einen Termin auf dem Rentenamt im Mai zur Beantragung.
Falls es zum Entzug des Ausweises kommt gilt dann für mich die Schutzfrist und es würde mit der Rente klappen.
Sage danke vorab für Antworten und wünsche ein schönes Wochenende.
Gruß Paul

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Genesung!

Wer nicht (mehr) schwerbehindert ist, hat logischerweise auch keinen Anspruch auf eine vorgezogene Rente wegen Schwerbehinderung.

Was ist daran so schwer zu verstehen?

Die hier teilweise gegebenen Tipps lassen einem die Haare zu Berge stehen.
Und sollte es tatsächlich keine Rolle spielen, wenn zum Zeitpunkt des Rentenbeginns keine Schwerbehinderung mehr vorliegt, dann gehört diese seltsame Regelung dringend auf den Prüfstand!

Freundliche Grüße von jemandem,
der noch nie schwerbehindert war und somit gar nicht erst auf die Idee kam, eine vorgezogene Rente wegen Schwerbehinderung zu beantragen!

von
Ernie & Bert

[quote=295019]
.... Erst wenn ein rechtskräftiger Bescheid des Versorgungsamtes zur Entziehung/GdBu50 vorliegt, gelten Sie nachgehende im 'Entziehungsmonat' + 3 volle weitere Monate noch als GdB50+ ...auch für die Rentenversicherung.....
quote]

Hier ist doch alles gesagt.

Von Mai bis August sind es gerade mal 3 Monate, da geht doch ganz normal ohne "Tricks". Alles legal. Den Ball flach halten, nicht viel reden oder fragen, und keine Eile für Auskünfte ans Versorgungsamt.
Alles wird gut. Es ist ihr Recht die Rente für schwerbehinderte Menschen zu beanspruchen.
Meine Ehefrau und ich beziehen die gleiche Rente. Wir haben genug gearbeitet und kein Jammern wegen der 10,8% Kürzung.
Neider wird es immer und bei allem geben.

von
Karlsruhe

Zitiert von: KSC
....und außerdem ist W*lfgang kein DRV Mitarbeiter.....

Woher wollen Sie das Wissen? Und ist so schlimm, wenn man trotzdem ein DRV Mitarbeiter wäre!

Mfg

von
KSC

Nein es ist nicht schlimm wenn man DRV Mitarbeiter ist.

Aber der gute W*lfgang hat sich in der Vergangenheit schon eindeutig geäußert, dass er eben nicht bei der DRV arbeitet. Regelmäßige Leser des Forums wissen das, genauso wie die wissen, dass ich bei der DRV (BaWü) arbeite.

von
Karlsruhe

Zitiert von: KSC
Nein es ist nicht schlimm wenn man DRV Mitarbeiter ist.

Aber der gute W*lfgang hat sich in der Vergangenheit schon eindeutig geäußert, dass er eben nicht bei der DRV arbeitet. Regelmäßige Leser des Forums wissen das, genauso wie die wissen, dass ich bei der DRV (BaWü) arbeite.

Ich kenne Sie beide aus diesem Forum. Haben zusammen über 60 Jahre Berufserfahrung auf diesem Gebiet. Wollte nur sicherstellen, dass Sie sich nicht zufällig kennen.

von
Winnie Schäfer

Zitiert von: Karlsruhe
Zitiert von: KSC
Nein es ist nicht schlimm wenn man DRV Mitarbeiter ist.

Aber der gute W*lfgang hat sich in der Vergangenheit schon eindeutig geäußert, dass er eben nicht bei der DRV arbeitet. Regelmäßige Leser des Forums wissen das, genauso wie die wissen, dass ich bei der DRV (BaWü) arbeite.

Ich kenne Sie beide aus diesem Forum. Haben zusammen über 60 Jahre Berufserfahrung auf diesem Gebiet. Wollte nur sicherstellen, dass Sie sich nicht zufällig kennen.

Da liegen 495km dazwischen KSC und Wulfgang.

von
Karlsruhe

Zitiert von: Winnie Schäfer
Zitiert von: Karlsruhe
Zitiert von: KSC
Nein es ist nicht schlimm wenn man DRV Mitarbeiter ist.

Aber der gute W*lfgang hat sich in der Vergangenheit schon eindeutig geäußert, dass er eben nicht bei der DRV arbeitet. Regelmäßige Leser des Forums wissen das, genauso wie die wissen, dass ich bei der DRV (BaWü) arbeite.

Ich kenne Sie beide aus diesem Forum. Haben zusammen über 60 Jahre Berufserfahrung auf diesem Gebiet. Wollte nur sicherstellen, dass Sie sich nicht zufällig kennen.

Da liegen 495km dazwischen KSC und Wulfgang.

Hallo Winnie Schäfer,

wie kommst du gerade auf 495 KM? Trotz der Entfernung, könnten sich die beiden kennen. Entweder privat oder vielleicht auf ein Fachlehrgang.

Grüße

P.S. Winnie Schäfer war doch mal Trainer beim KSC

von
Nicht Schwerbehinderter

Zitiert von: Paul

Ich wünsche Ihnen von Herzen das Sie nie eine Behinderung oder schwere Krankheit bekommen und mental diese Dinge durchstehen müssen !

Sie selbst haben doch angegeben, dass Ihr Versorgungsamt offenbar davon ausgeht, dass keine Schwerbehinderung im Sinne des Schwerbehindertengesetzes mehr vorliegt.

Sollte sich das Versorgungsamt irren, dürfte es ein Leichtes sein, diesen Irrtum zu widerlegen.

Das Schwerbehindertenrecht schreibt zum Beispiel vor, dass Verbesserungen des Gesundheitszustandes der zuständigen Behörde unverzüglich angezeigt werden müssen, auch wenn das eine Reduzierung des GdB bedeutet.
Ein Wegfall der Schwerbehinderteneigenschaft darf der DRV aber angeblich folgenlos verschwiegen werden, wenn man eine vorgezogene Rente beansprucht, die eigentlich nur Schwerbehinderten zusteht?

DAS verstehe wer will. Ich verstehe das jedenfalls nicht!

Weiterhin gute Besserung!

von
Fortitude one

Zitiert von: Paul
Guten Tag,
habe heute vom Versorgungsamt Post erhalten. Anhörungsverfahren da man den GDB von 60 auf 30 runtersetzten möchte da der Krebs geheilt ist.
Bin jetzt total erschrocken da ich für August meine Altersrente für Behinderte mit Abzug geplant hatte. Habe auch schon einen Termin auf dem Rentenamt im Mai zur Beantragung.
Falls es zum Entzug des Ausweises kommt gilt dann für mich die Schutzfrist und es würde mit der Rente klappen.
Sage danke vorab für Antworten und wünsche ein schönes Wochenende.
Gruß Paul

Hallo Paul,

bitte schauen Sie mal hier:

https://www.vdk.de/deutschland/pages/teilhabe_und_behinderung/9196/der_schwerbehindertenausweis

Auszug:
So rät Bandtel Frauen und Männern, die kurz vor der Altersrente für Schwerbehinderte stehen, mit dem Antrag so lange zu warten, bis der Ruhestand begonnen hat. Umgekehrt sollten diejenigen, die ebenfalls diese Altersrente anstreben und denen eine Verringerung des GdB unter 50 droht, ein Verfahren so lange wie möglich hinauszögern. Denn hat die Rente erst einmal begonnen, ändert sich daran nichts mehr.

Der User W*lfgang hat Ihnen bereits sehr gute Tipps mitgeteilt.
Alles Gute.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

Experten-Antwort

Hallo User Paul,

Sie haben zunächst ein Anhörungsschreiben bekommen, aus dem hervorgeht, dass das Versorgungsamt Ihnen den GdB herabsetzen möchte. Wichtig für die Rentenbewilligung durch die Deutsche Rentenversicherung ist, dass im Zeitpunktdes gewünschten Rentenbeginns, hier August 2018, die Schwerbehinderteneigenschaft (GdB min. 50%) vorhanden sein muss.
Ob Sie die Ratschläge der anderen User annehmen, ist Ihre eigene Sache. Sollten Sie im Mai den Rentenantrag stellen, ob formlos oder formgerecht, ist Ihre Entscheidung.
Wenn Sie den Rentenantrag stellen, müssen Sie angeben, dass derzeit ein Verfahren beim Versorgungsamt anhängig sein Sollte Sich das Verfahren beim Versorgungsamt verzögern, verzögert sich auch die Bewilligung Ihrer gewünschten Altersrente für schwerbehinderte Menschen.
Falls Sie noch eine Beschäftigung ausüben, ist diese Überlegung bei der Beendigung Ihres Beschäftigungsverhältnisses einzuplanen. Gggfs. müssten Sie erst später Ihre Beschäftigung aufgeben. Hier ist ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber notwendig.

Eine verspätete oder keine Rentenzahlung ist bei Ihren finanziellen Planungen auf jeden Fall zu beachten.

von
Paul

Zitiert von: Experte/in
Hallo User Paul,

Sie haben zunächst ein Anhörungsschreiben bekommen, aus dem hervorgeht, dass das Versorgungsamt Ihnen den GdB herabsetzen möchte. Wichtig für die Rentenbewilligung durch die Deutsche Rentenversicherung ist, dass im Zeitpunktdes gewünschten Rentenbeginns, hier August 2018, die Schwerbehinderteneigenschaft (GdB min. 50%) vorhanden sein muss.
Ob Sie die Ratschläge der anderen User annehmen, ist Ihre eigene Sache. Sollten Sie im Mai den Rentenantrag stellen, ob formlos oder formgerecht, ist Ihre Entscheidung.
Wenn Sie den Rentenantrag stellen, müssen Sie angeben, dass derzeit ein Verfahren beim Versorgungsamt anhängig sein Sollte Sich das Verfahren beim Versorgungsamt verzögern, verzögert sich auch die Bewilligung Ihrer gewünschten Altersrente für schwerbehinderte Menschen.
Falls Sie noch eine Beschäftigung ausüben, ist diese Überlegung bei der Beendigung Ihres Beschäftigungsverhältnisses einzuplanen. Gggfs. müssten Sie erst später Ihre Beschäftigung aufgeben. Hier ist ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber notwendig.

Eine verspätete oder keine Rentenzahlung ist bei Ihren finanziellen Planungen auf jeden Fall zu beachten.

Hallo Experte, danke für Ihre Antwort. Habe noch eine Frage zur Schutzfrist. Sollte es zum Entzug des Ausweises kommen dann wäre ich in jedem Fall am 01.08. Nach meinem Kenntnisstand noch in der Schutzfrist und hätte somit Anspruch auf die Rente. Ist das richtig?
Danke für Antwort vorab.
Gruß Paul