Erhöht eine Ausgleichszahlungen auch eine eventuelle EM Rente?

von
Marion

Hallo an Alle,
Ich habe wieder einmal eine Frage.
Gestern habe ich eine neue Info des Rententrägers erhalten.
Ich bin jetzt 54 Jahre und mir ist bekannt, dass meine aktuelle EM ca. 1,600 beträgt, die ich wahrscheinlich bzw. Ziemlich sicher, bald beantragen muss.
Eine Ausgleichszahlungen von ca. 44.000 würde mich in Hinblick auf die Altersrente auf einen Betrag von EUR 1.560 bringen, es wäre sozusagen Blödsinn, da meine Altersrente ja unter der EM liegt.

Aber hat diese Ausgleichszahlungen einen Einfluss auf die EM Rente?
Vorab schon alles vielen Dank an Alle, die Auskünfte aus diesem Forums haben mir schon viele Erkenntnisse gebracht, die mir geholfen haben.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag Marion,
ja, wenn die Ausgleichzahlung vor Eintritt der Erwerbsminderung erfolgt ist.

Denn aus dieser Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei einer vorzeitigen Altersrente wird ein Zuschlag an Entgeltpunkten ermittelt. Dies geschieht auch bei der Berechnung einer Rente wegen Erwerbsminderung. Damit erhöht sich die Summe der Entgeltpunkte und somit letztendlich auch der Monatsbetrag der Rente.

von
Phil

Hallo Marion,

eine erwartete Erwerbsminderungsrente von 1.600 Euro ist nicht schlecht. Da haben Sie gut verdient. Aber Sie wissen ja, daß in der EMR in den 1600 Euro eine Zurechnungszeit von 8 Jahren enthalten ist. Ich weiß nicht genau was Sie mit der Altersrente meinen. Die hat doch mit der Erwerbsminderungsrente nichts zu tun. Und Ihre Ausgleichszahlung kommt doch erdt zum tragen, wenn Sie tatsächlich erwerbs gemindert sind.

Mfg

von
=//=

Wenn Sie "wahrscheinlich oder ziemlich sicher" eine EM-Rente beantragen müssen, liegt der Leistungsfall evtl. in der Vergangenheit. Nach Eintritt des Leistungsfalles werden bei der EM-Rente aber keine Beitragszeiten mehr berücksichtigt, erst bei der Altersrente.

Wie hoch wäre denn Ihre Regelaltersrente (steht in der Renteninformation oder Rentenauskunft)?

Vorausgesetzt, Sie würden tatsächlich eine EM-RT erhalten, besteht bei der Umwandlung in die Altersrente ein Besitzschutz; d.h. die AR kann nicht niedriger werden als die EM-Rente.

Ich würde Ihnen einen Schritt nach dem anderen empfehlen und vorerst keine Ausgleichszahlung leisten. Ist ja doch eine Menge Geld.

Wenn Sie keinen Anspruch auf eine EM-Rente haben, können Sie sich diesen Schritt immer noch in einem persönlichen Beratungsgesprch bei der DRV überlegen.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag Marion und an alle übrigen Teilnehmer in diesem Chat,

zur Klarstellung seien folgende Hinweise erlaubt:
1. Die von Ihnen genannte „Ausgleichszahlung“ bzw. die Beiträge zum Ausgleich einer Minderung einer Altersrente infolge vorzeitiger Inanspruchnahme führen in der Rentenberechnung zu einem Zuschlag an Entgeltpunkten und nicht zu konkreten Beitragszeiten.
2. Dieser Zuschlag an Entgeltpunkten wird unabhängig von einer eventuellen Zurechnungszeit oder deren Bewertung ermittelt.
3. Für diese Beiträge bzw. der daraus ermittelte Zuschlag an Entgeltpunkten gilt, dass sie sich auf eine Rente wegen Erwerbsminderung nur auswirken, wenn die Erwerbsminderung nach der Beitragszahlung bzw. während eines entsprechenden Beitragsverfahrens eingetreten ist.
Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine volle oder teilweise Erwerbsminderung handelt.
4. Im Zweifelsfall sollten Sie sich zu dieser Thematik im Rahmen eines persönlichen Gesprächs bei der für Sie nächstgelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle beraten lassen:
Sie finden diese unter:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html