Erneute Reha bei Verschlimmerung

von
Puschel

Guten Tag!
Ich bin seit Juni 2016 in Psychologischer Behandlung und war letztes Jahr 8 Wochen in der Klinik(Psychiatrie). Seit dem bin ich weiter in Behandlung. Im März 2017 hatte ich ein 8 Wöchige Reha, die tat mir auch ganz gut. Leider bessert sich mein Zustand nicht. Im Juni 2017 hatte ich eine Panikattacke, die sich wie ein Herzinfarkt gezeigt hatte. Ich war dann 1 Woche zur Kontrolle auf der Kartiologie, aber die Ärzte meinten, dies kam von der Psyche. Jetzt bin ich seit Ende Juni wieder im KH, auf der Psychiatrie. Bei der Entlassung aus der Reha wurde mir eine neue Reha-Maßnahme empfohlen bei Verschlechterung. In der Klinik würden sie mir eine erneute Reha empfehlen.
Wie stehen da meine Chancen?

von
Fastrentner

Ganz ehrlich?
Das kann doch niemand in einem Forum beurteilen.
Wenn eine medizinische Begründung vorliegt, stellen Sie einen Antrag auf Reha und warten Sie die Entscheidung ab.
Alles weitere ist Spekulation und hilft Ihnen nicht weiter.

von
Fortitude one

Hallo Puschel,

wenn ich sagen würde, die Chancen stehen gut für Sie, wäre das sehr Blauäugig. Sogenau weis das keiner. Stellen Sie den Antrag, dann sind Sie einen Schritt weiter.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Puschel,

ebenso wie „Fastrenter“ und „Fortitude one“ kann ich hierzu leider keine Aussage machen. Ich kann Ihnen insoweit auch nur empfehlen, einen entsprechenden Antrag zu stellen, um Klarheit in dieser Frage zu erhalten.

von
Sternchen

Hallo,

natürlich kann man auch nach kurzer Zeit einen erneuten Reha-Antrag stellen, wenn eine dringende medizinische Indikation vorliegt.
Hierzu meine Erfahrungen:
Ich war letztes Jahr 2016 zur Reha in einer psychosomatischen Klink für 5 Wochen. Anschließend bin ich wieder zur Arbeit gegangen. Ich werde seit Dezember 2015 von einem Psychologen bis jetzt begleitet. Leider habe ich einen schweren Rückfall erlitten, so dass ich seit November 2016 wieder im Krankenstand bin. Im März 2017 hat mich meine Krankenkasse aufgefordert erneut einen Reha-Antrag zu stellen, nachdem ich von einem Gutachter des MDK in Augenschein genommen wurde und dieser es als dringend erforderlich erachtet hat, da mir sonst sogar Erwerbsunfähigkeit droht. Dies tat ich dann auch. Im April kam dann die Ablehnung mit der Begründung dass ich nicht rehabilitationsbedürftig sei (null acht fünfzig Ablehnung). Ich hab dann noch im April Widerspruch eingelegt. Seitdem zieht sich das Ganze wie Kaugummi. Mir wurde vom DRV Bund erst mitgeteilt, dass sie einen Gutachter beauftragen möchten und ich den Reha-bericht vom Vorjahr dem Gutachter zu Verfügung stellen soll und sie dazu meine Zustimmung benötigen, die hab ich natürlich gegeben. Nach weiteren zwei Wochen wurde mir dann der Gutachter bekannt gegeben. Dieser hat sich dann nach weiteren drei Wochen bei mir gemeldet in Form eines Einladungsschreibens. Der Termin hätte erst 1,5 Monate später sein sollen. Daraufhin hab ich ihn angeschrieben und gebeten den Termin noch einmal wohlwollend zu prüfen, was er auch tat, ich bekam einen neuen Termin. Dieser fand dann am 05.Juli 2017 statt und dauerte 2,5 Std..
Ich hab ihn dann gefragt bis wann er das Gutachten an den DRV Bund verschicken wird. Er meinte spätestens am 15.07.2017. Seitdem warte ich jetzt schon geschlagene 7 Wochen auf eine Reaktion des DRV Bund. Natürlich habe ich auch schon mehrfach angerufen um nach dem Bearbeitungsstatus zu fragen.Doch die Antwort ist immer die selbe sollte man es schaffen telefonisch überhaupt mal durch zu kommen.
Aussage, das Gutachten wäre noch nicht da. Ich hab natürlich nochmal Kontakt mit dem Gutachter aufgenommen, der hat mir bestätigt, dass das Gutachten wie besprochen am 15.07.2017 an den DRV Bund ging. Die DRV Bund hat mir erklärt, dass es bis zu 10 Tage dauern kann nach Posteingang bis das Gutachten dann dem Sachbearbeiter als Scan vorliegt. Dazu kam noch die Aussage ich könnte mein Leben doch wie gewohnt weiterleben unabhängig vom Bearbeitungsstatus. Da war ich platt, ich stehe kurz vor der Arbeitslosigkeit und sollte mich bewerben, was ich aber nicht kann, da es mir sehr schlecht geht und ich dringend diese Reha brauche.
Wie du siehst braucht man einen sehr langen Atem, Resultat ungewiss.

Hätte man Prostatakrebs der erfolgreich behandelt wurde bekommt man im Anschluß direkt eine Reha und ein Jahr später ohne das man sich großartig darum kümmern muss noch mal eine Reha ohne Probleme und Gutachten.

Hat man hingegen eine psychische Erkrankung, bei mir mittlerweile schwere Depressionen muss man darum kämpfen Hilfe zu bekommen.

Aufgrund der Erkrankung habe ich meinen Arbeitsplatz verloren da ich meinen Job nicht mehr adäquat ausüben kann und eine Umbesetzung nicht möglich war. Mit meiner beruflichen Qualifikation wäre es kein Problem einen neuen Arbeitsplatz zu finden, dazu sollte man jedoch erst wieder soweit hergestellt sein, dass man den neuen Arbeitsplatz auch antreten kann. Sprich Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit im Idealfall.

Viel Glück und Erfolg bei der Antragstellung!

Grüße
Sternchen

von
Ernie

Zitiert von: Puschel
Guten Tag!

Wie stehen da meine Chancen?

Aufgrund ihrer Angaben tippe ich auf 60:40.

von
Sternchen

Hallo,

das ist schwer zu sagen. Bei jedem kann es anders laufen. Einmal im Monat tagt ein Widerspruchsausschuß bestehend aus drei 3 Personen ( 2 ehrenamtlichen Mitgliedern aus dem Kreis der Selbstverwaltung (Versicherter und Arbeitgeber) und einem hauptamtlichen Vertreter des Direktoriums, die nun Abschließend anhand des Gutachtens prüfen, ob die med. Reha bewilligt wird oder nicht. So wurde es mir am Telefon erklärt. Man findet die Info aber auch auf der Homepage des DRV Bund.
Sollte die med. Reha auch diesmal abgelehnt werden bleibt nur noch der Klageweg vor dem Sozialgericht was noch langwierig ist als das Ganze Prozedere seither. Ein wichtiger Partner für mich ist der VdK (Sozialverband), wo ich Mitglied bin. Vom Sozialverband wurde ich bis jetzt sehr gut betreut, vor allem in rechtlichen Fragen.

Aus meiner Sicht finde ich sehr schade, da viel Zeit verloren geht.
Bevor ich den Antrag gestellt hab hatte ich ja schon ein Gutachten des MDK der Krankenkasse und auch noch ein Gutachten beim MDK der ARGE. Alle kamen zum gleichen Ergebnis---> eine med. Reha ist zwingend und dringend erforderlich.

Ich lass mich jetzt einfach überraschen und hoffe das Beste für mich!

Einfach Antrag weg schicken und abwarten was geschieht.

Grüße
Sternchen

von
Groko

Zitiert von: Ernie
Zitiert von: Puschel
Guten Tag!

Wie stehen da meine Chancen?

Aufgrund ihrer Angaben tippe ich auf 60:40.

Die Quoten stehen auf 7 zu 3