Errechnung des frühestmöglichen vorzeitigen Renteneintritts ohne die Pflichtversicherung in der KVDR zu gefährdenrsicherung

von
Bernhard

Im Juni 2020 werde ich 55 Jahre alt. Ich bin verheiratet und habe 2 Töchter. Erstmals berufstätig wurde ich nach dem Studium am 1.4.1994. Von 10/1997 bis zum 1.3.2014 war ich privat, seitdem gesetzlich krankenversichert.

Wie (wo) rechne ich gesichert aus, ab welchem Zeitpunkt ich in die vorgezogene Rente gehen kann (mal ganz abgesehen von den dann entstehenden Abschlägen) aber die 9/10 Regelung der Krankenversicherung der Rentner (KVDR) erfülle.

von
Schorsch

Siehe dort:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Dienste/Online-Rechner/RentenbeginnUndHoehenRechner/rentenbeginnrechner_node.html

(Ganz runterscrollen !!)

MfG

von
Bernhardf

Zitiert von: Schorsch
Siehe dort:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Dienste/Online-Rechner/RentenbeginnUndHoehenRechner/rentenbeginnrechner_node.html

(Ganz runterscrollen !!)

MfG


#
danke für den Link, allerdings kann man hierrüber nur den eigentlich möglichen rentenbeginn errechnen und ggf. wie j´hoch die Abschläge ausfallen würden. Der Online-rechner geht nicht auf das Kernproblem ein, ob das renteneinstiegsdatum ausreicht, um in der zweiten Hälfte des Berufslebens mindestens 90% in der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen zu sein, und so in der KVDR pflichtversichert zu sein.

von
Schade

Die KV Frage klären Sie mit Ihrer Krankenkasse oder über ein Krankenkassenforum.

von
Klugpuper

Der Rentenbeginn ist unerheblich, es kommt auf das Datum des Rentenantrages an.

von
Berater

Allein die KK prüft die 9/10- Vorversicherungszeit und teilt das Ergebnis dann nach Rentenantragstellung dem zuständigen Rententräger mit.

von
Klugpuper

Gedankenspiel:

Rentenbeginn 01.07.2028
Rentenantrag 31.03.2028

Erwerbsleben (für 9/10)
01.04.1994 bis 31.03.2028
-> 34 Jahre
2. Hälfte somit 17 Jahre
90% somit 15,3 Jahre
- 2 Kinder = 9,3 Jahre
2014 + 9 Jahre = 2023

Ergebnis: KVdR klappt bei JEDER Altersrente

von
Jonny

Zitiert von: Bernhard
Im Juni 2020 werde ich 55 Jahre alt. Ich bin verheiratet und habe 2 Töchter. Erstmals berufstätig wurde ich nach dem Studium am 1.4.1994. Von 10/1997 bis zum 1.3.2014 war ich privat, seitdem gesetzlich krankenversichert.

Wie (wo) rechne ich gesichert aus, ab welchem Zeitpunkt ich in die vorgezogene Rente gehen kann (mal ganz abgesehen von den dann entstehenden Abschlägen) aber die 9/10 Regelung der Krankenversicherung der Rentner (KVDR) erfülle.

Ohne die pauschale Anrechnung von 3 Jahren für die Töchter, hätten Sie bei Antragstellung am 30.06.2028 in der zweiten Hälfte der Gesamtzeit vom 17.05.2011- 30.06.2028 erst 14 Jahre, 3 Monate und 29 Tage. Erforderlich sind aber 15 Jahre, 5 Monate und 1 Tag. Erst zusammen mit der pauschalen Anrechnung für die Kinder von 2 * 3 Jahren kommen Sie auf 20 Jahre, 3 Monate und 29 Tage. Somit wäre die KVdR-Voraussetzungen (wenn die dann immer noch so gelten) dann erfüllt, wenn Sie denn lückenlos in der GKV versichert bleiben.
Ist aber ja noch Zeit bis dahin. Aber bitte in der GKV bleiben.

von
Ganz sicher?

Zitiert von: Bernhard
Im Juni 2020 werde ich 55 Jahre alt. Ich bin verheiratet und habe 2 Töchter. Erstmals berufstätig wurde ich nach dem Studium am 1.4.1994. Von 10/1997 bis zum 1.3.2014 war ich privat, seitdem gesetzlich krankenversichert.

Sind Sie sicher, dass Sie 1994 erstmalig (!) gearbeitet haben?
...da zählt nicht nur der erste "richtige" Beruf, sondern z.B. auch Studentenjobs o.ä.
Und für die erste Berufstätigkeit reicht schon ein einziger früherer Monat z.B. 10/87 (da waren Sie 22) und die ganze Rechnung passt nicht mehr.

von
Jonny

Beim Gedankenspiel von @Klugpuper bin ich mit einem Antrag Ende März 2028 bis zu den 90 % der 2. Hälfte und 15 Jahren und 3 Monaten + 20Tage ja noch dabei.

Aber die Vorversicherungszeit in der 2. Hälfte (dann beginnend mit April 2011), die erst im März 2014 anfägt umfasst ja wohl nur 14 Jahre und 1 Monat. Und die Kinderpauschale für 2 Kinder doch nur 6 Jahre. Insgesamt also 20 Jahre und 1 Monat von den erforderlichen 15 – 3 – 20.

Und natürlich hat @Ganz sicher mit seinem Hinweis auf den Beginn der Rahmenfrist völlig Recht. Diese beginnt auch mit Aufnahme einer Tätigkeit, die nicht zur Versicherungspflicht führte oder kein Recht zum freiwilligen Beitritt eröffnete, z. B. beim Eintritt in ein Beamtenverhältnis, den Freiwilligen Wehrdienst, ein Dienstverhältnis als Soldat auf Zeit oder als Berufssoldat, den Bundesfreiwilligendienst. Sie beginnt auch dann, wenn ein Student ein vorgeschriebenes Praktikum gegen Entgelt ableistete. Geht man z.B. von der Vollendung des 18. Lebensjahres im Juni 1983 aus, wird es äußerst knapp und kommt auf Tage an.

Genaues sagt Ihnen - dann - wirklich Ihre KK. Ach und noch eines: Sollte z.B. von den erforderlichen Jahren und Monaten noch 1 Jahr fehlen, reicht es nicht aus, noch ein Jahr länger versichert zu bleiben und dann den Rentenantrag zu stellen. Dadurch verschiebt sich nämlich die Rahmenfrist und eventuell ist mit dem 1 Jahr das dann geänderte erforderliche 9/10 immer noch nicht erfüllt.

von
****

"Wie (wo) rechne ich gesichert aus, ab welchem Zeitpunkt ich in die vorgezogene Rente gehen kann (mal ganz abgesehen von den dann entstehenden Abschlägen) aber die 9/10 Regelung der Krankenversicherung der Rentner (KVDR) erfülle."???

Hallo Bernhard,
in dem Du 1/2 Jahr vor dem beabsichtigtem Rentenbeginn 2028 oder später deine KK bittest, nach den dann geltenden gesetzlichen Bestimmungen, zu prüfen ob bei Rentenantragstellung am Datum XX.XX.2028 oder später die Vorversicherungszeit erfüllt ist.
Alles andere ist Kaffeesatzleserei.
Noch einen schönen Abend

von
W°lfgang

Zitiert von: ****
Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

...aber hypothetisch, wie im Rahmen einer vorausschauenden Gedankenspielerei von @Klugpuper und @Jonny dargestellt, schon mal eine wertvolle Hilfe, um das/die KVdR zum geplanten Rentenbeginn noch in Griff zu bekommen/ggf. mit moderater Verschiebung des Rentenbeginns /und/oder der Rentenantragsstellung nachzujustieren - nach heutigem Recht.

Andererseits eine 'nur' freiwillig mögliche KV ab Rentenbeginn sicherlich kein Beinbruch/finanzieller Nachteil sein muss, wenn lediglich die Rente (ab 1000+ EUR) der Beitragsbemessung zugrunde liegt. Andere/weitere Einkommensarten könnten dann allerdings zu einem höheren KV-Beitrag führen, als bei nur pflichtversicherten Rentner.

Frage kann eh erst abschließend kurz vor Rentenbeginn geklärt werden, um dann noch etwaige Änderungen aus SGB 5 berücksichtigen zu können.

Gruß
w.

von
Berater

In der Praxis ist es einem Rentenberater häufig eben nicht möglich, konkrete Angaben zur Erfüllung der Vorversicherungszeit zu machen, da der Versicherte rückwirkend betrachtet nicht mehr konkret sagen kann, wann und wo er pflicht-, freiwillig oder ggf. privat krankenversichert war und dies bei freiwilliger und privater Krankenversicherung gar nicht und selbst bei Pflichtversicherung häufig nur lückenhaft bei der Rentenversicherung dokumentiert ist.
Daher bleibt es bei hypothetischen Aussagen, die dem Versicherten letztendlich nicht helfen. Er ist daher für eine genaue und rechtlich verbindliche Aussage an seine Krankenkasse zu verweisen.

Wenn ein W°lfgang, Klugpuper, Jonny und andere meinen, Sie müssten derartige Auskünfte geben, sollen Sie das tun. Ob es allerdings eine Hilfe für den Versicherten darstellt zu orakeln, gerade wenn man die erforderliche Informationen nicht hat, wage ich aber zu bezweifeln.
Hier kann der Fragesteller auch unnötig in die Irre geführt werden.

Experten-Antwort

Guten Morgen Bernhard,

die Prüfung des Vorliegens der Voraussetzung für die KVdR erfolgt durch die Krankenkasse.
Wenden Sie sich daher mit Ihrem Anliegen bitte an Ihre Krankenkasse. Dort werden Ihre Fragen sicher beantwortet.

von
W°lfgang

Zitiert von: Berater
Wenn ein W°lfgang, Klugpuper, Jonny und andere meinen, Sie müssten derartige Auskünfte geben(...)

*hüstel ...ja andere/außerhalb DRV müssen diese Auskünfte geben können/das Wissen - googlen Sie mal nach Versicherungsamt :-)

Und da gehört auch vorausschauende Betrachtungsweise dazu, um kein Bockmist zulasten der Antragssteller zu bauen ...

Gruß
w.

von
Berater

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Berater
Wenn ein W°lfgang, Klugpuper, Jonny und andere meinen, Sie müssten derartige Auskünfte geben(...)

*hüstel ...ja andere/außerhalb DRV müssen diese Auskünfte geben können/das Wissen - googlen Sie mal nach Versicherungsamt :-)

Und da gehört auch vorausschauende Betrachtungsweise dazu, um kein Bockmist zulasten der Antragssteller zu bauen ...

Gruß
w.

Aber eben keine unzuverlässigen Aussagen. Diese können bezüglich einer Vorversicherungszeit für den Versicherten entscheidend sein. Daher ist gerade in den Fällen, in denen die Erfüllung der Vorversicherungszeit nicht sicher ist, was bei derartigen Nachfragen ja häufig so ist, an die Krankenkasse zu verweisen.
Und * hüstel...auch Versicherungsämter können und müssen derartige Auskünfte nicht geben, sondern nur an die zuständige Krankenkasse verweisen.
Ihre Behauptungen hier im Forum sind manchmal schon sehr abstrus.

von
Bernhard

Vielen Dank für die sehr konstruktiven Vorschläge und Hinweise:
@Schade: Frage mit der Krankenkasse: da muss man im Vorfeld viel Glück haben, wenn man eine unverbindliche Antwort erhalten will (bereits versucht)
@Berater: " KK prüft die 9/10- Vorversicherungszeit und teilt das Ergebnis dann nach Rentenantragstellung dem zuständigen Rententräger mit" ja klar, aber wenn man bei genügend Vorlauf (bin 55 J.) noch gestalterisch Spielräume hat (bspw. bei der Planung von Altersteilzeit) ist heute der richtige Zeitpunkt und ein Warten auf die Zustellung eines Ergebnis kurz vor dem renteneintritt in höchstem Maße unbefiredigend.
@Klugpuper: das Gedankenspiel muss ich prüfen ebenso @jonny den errechneten Umkehrzeitpunkt 17.5.2011 und damit den Beginn der relevanten Vorversicherungszeit
@ W°lfgang: der Hinweis auf SGB 5 als Grundlage ist mehr als berechtigt; wertvoll auch dein Hinweis auf das Versicherungsamt! (dem gehe ich nach)
@Ganz sicher sowie @jonny: der Hinweis hat mich tatsächlich verunsichert. Ja, ich habe nach dem Abi und vor dem Studium meinen Wehrdienst 10/83-12/84 (15 Monate) abgeleistet. Wenn der für den Berufsstart das magische Startdatum ist, dann ist es eh gegessen.

von
VersAmt

Zitiert von: Berater
Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Berater
Wenn ein W°lfgang, Klugpuper, Jonny und andere meinen, Sie müssten derartige Auskünfte geben(...)

*hüstel ...ja andere/außerhalb DRV müssen diese Auskünfte geben können/das Wissen - googlen Sie mal nach Versicherungsamt :-)

Und da gehört auch vorausschauende Betrachtungsweise dazu, um kein Bockmist zulasten der Antragssteller zu bauen ...

Gruß
w.

Aber eben keine unzuverlässigen Aussagen. Diese können bezüglich einer Vorversicherungszeit für den Versicherten entscheidend sein. Daher ist gerade in den Fällen, in denen die Erfüllung der Vorversicherungszeit nicht sicher ist, was bei derartigen Nachfragen ja häufig so ist, an die Krankenkasse zu verweisen.
Und * hüstel...auch Versicherungsämter können und müssen derartige Auskünfte nicht geben, sondern nur an die zuständige Krankenkasse verweisen.
Ihre Behauptungen hier im Forum sind manchmal schon sehr abstrus.

Es scheint, du hast noch nie ein Versicherungsamt von Innen gesehen.

von
Hase

Zitiert von: Bernhard
Vielen Dank für die sehr konstruktiven Vorschläge und Hinweise:
@Schade: Frage mit der Krankenkasse: da muss man im Vorfeld viel Glück haben, wenn man eine unverbindliche Antwort erhalten will (bereits versucht)
@Berater: " KK prüft die 9/10- Vorversicherungszeit und teilt das Ergebnis dann nach Rentenantragstellung dem zuständigen Rententräger mit" ja klar, aber wenn man bei genügend Vorlauf (bin 55 J.) noch gestalterisch Spielräume hat (bspw. bei der Planung von Altersteilzeit) ist heute der richtige Zeitpunkt und ein Warten auf die Zustellung eines Ergebnis kurz vor dem renteneintritt in höchstem Maße unbefiredigend.
@Klugpuper: das Gedankenspiel muss ich prüfen ebenso @jonny den errechneten Umkehrzeitpunkt 17.5.2011 und damit den Beginn der relevanten Vorversicherungszeit
@ W°lfgang: der Hinweis auf SGB 5 als Grundlage ist mehr als berechtigt; wertvoll auch dein Hinweis auf das Versicherungsamt! (dem gehe ich nach)
@Ganz sicher sowie @jonny: der Hinweis hat mich tatsächlich verunsichert. Ja, ich habe nach dem Abi und vor dem Studium meinen Wehrdienst 10/83-12/84 (15 Monate) abgeleistet. Wenn der für den Berufsstart das magische Startdatum ist, dann ist es eh gegessen.

https://bavers.de/Aktuelles-aus-der-Praxis/KVdR/

Hier können sie mal unverbindlich mit der KVdR experimentieren, wie der Hase laufen könnte..

von
Berater

Zitiert von: VersAmt
Zitiert von: Berater
Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Berater
Wenn ein W°lfgang, Klugpuper, Jonny und andere meinen, Sie müssten derartige Auskünfte geben(...)

*hüstel ...ja andere/außerhalb DRV müssen diese Auskünfte geben können/das Wissen - googlen Sie mal nach Versicherungsamt :-)

Und da gehört auch vorausschauende Betrachtungsweise dazu, um kein Bockmist zulasten der Antragssteller zu bauen ...

Gruß
w.

Aber eben keine unzuverlässigen Aussagen. Diese können bezüglich einer Vorversicherungszeit für den Versicherten entscheidend sein. Daher ist gerade in den Fällen, in denen die Erfüllung der Vorversicherungszeit nicht sicher ist, was bei derartigen Nachfragen ja häufig so ist, an die Krankenkasse zu verweisen.
Und * hüstel...auch Versicherungsämter können und müssen derartige Auskünfte nicht geben, sondern nur an die zuständige Krankenkasse verweisen.
Ihre Behauptungen hier im Forum sind manchmal schon sehr abstrus.

Es scheint, du hast noch nie ein Versicherungsamt von Innen gesehen.

Ich denke häufiger als Sie, da Sie deren Aufgaben nicht kennen.