Erst Reha dann ALG1 und AU

von
Peter T

Hallo,

ich bin 59 Jahre alt, länger krank und bin jetzt ausgesteuert.
Während der Krankphase wurde ich von der KK aufgefordert einen Reha Antrag zu stellen.
Habe ich auch gemacht und war 5 Wochen zur Reha.
Entlassen aus der Reha wurde ich AU.
Für meinen Job wurde eine Leistungsfähigkeit von 3 - 6 Std. und für den allgemeinen Arbeitsmarkt mehr als 6 Std. attestiert.
Erwerbsminderungsrentenantrag habe ich gestellt. ( wegen Sonderregelung vor 1961 geboren )

Nun muss ich zum AA für den ALG1 Bezug.
Der MD der AA hat nun nach Aktenlage festgestellt, da ich ja laut Rehabericht dem allg. Arbeitsmarkt mehr als 3 Std. zur Verfügung stehe, und, trotz bestehender AU, nicht in diese Nahtlosigkeitsregel falle.
Ich musste mich also " gesund schreiben lassen " damit ich ALG1 Bezugsberechtigt bin.
Also von lange krank bis über Nacht genesen.

Da ist doch was faul und mir alles zu hoch.
Evtl. kann mir ja jemand einen Rat ect. geben.

von Experte/in Experten-Antwort

Sie sollten sich bei der Agentur für Arbeit im Rahmen Ihres verbliebenen Restleistungsvermögens arbeitslos melden, damit Ihr Lebensunterhalt sichergestellt wird.

von
Peter T

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Das habe ich auch so gemacht. Letztendlich bleibt einem ja nichts anders übrig.

Eine weitere Frage stellt sich mir dennoch:
Warum greift die Nahtlosigkeitsregel nicht bei mir ?
1. War schon zur Reha
2. Bin AU
3. Rentenantrag gestellt.
4. stelle meine restliche Leistung zur Verfügung.

von
Nahla

Zitiert von: Peter T

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Das habe ich auch so gemacht. Letztendlich bleibt einem ja nichts anders übrig.

Eine weitere Frage stellt sich mir dennoch:
Warum greift die Nahtlosigkeitsregel nicht bei mir ?
1. War schon zur Reha
2. Bin AU
3. Rentenantrag gestellt.
4. stelle meine restliche Leistung zur Verfügung.

Das kann Ihnen hier im Forum keiner wirklich beantworten. Holen Sie sich bei der AfA das vollständige Gutachten beim MDK ab (Teil A und Teil B), dort können Sie die Beurteilung des MDK ersehen, der Sie ja nach Aktenlage beurteilt hat. Der Sachbearbeiter erhält nur eine "neutrale" Einschätzung.

Bleiben Sie unbedingt weiter au und heben Sie sich diese AU-Bescheinigungen zu Hause auf.

Sie haben sich ja mit dem Schreiben der KK bei der AfA gemeldet und Alg nach der Nahtlosigkeitsregelung beantragt und sich somit der Vermittlung mit Ihrem "Restleistungsvermögen" zur Verfügung gestellt. Nun hat die AfA Ihnen eine Bewilligung geschickt? Evtl. nach § 136 SGB III? Das wäre nämlich richtig, es muss nicht zwingend der § 145 aufgeführt werden.

von
Herz1952

Hallo Peter T.

aus Erfahrung weis ich, dass unsere Sohn vom Arbeitsamt für 3-6 Stunden erwerbsfähig beurteilt wurde. Er sei für Rente noch zu jung. Er hat dann etwas später einen Rentenantrag gestellt. Die RV stellte fest, dass er aus gesundheitlichen Gründen voll Erwerbsgemindert war. ("unter 3 Std.).

Nahla hat ja schon geschrieben, wie es weitergehen kann, ohne zunächst größere finanzielle Einbußen.

Außerdem sind Reha-Berichte meistens "geschönt" und haben sogar bei der Beurteilung durch die RV relativ wenig Bedeutung.

Wenn Sie allerdings weiter AU sind, müsste eigentlich die Krankenkasse bezahlen. Sie hätten also frühzeitig Widerspruch gegen die Entscheidung der Krankenkasse einlegen sollen. Das Arbeitsamt hätte sich auch gefreut, dass es Sie nicht vermitteln müssen.

Es gibt auch Fälle, bei den die KK verurteilt wurde, dass sie weiterhin Krankengeld bezahlen müsse und nicht das Arbeitsamt belasten darf. Allerdings war die AU auch vom Arbeitsamt anerkannt worden.

von
herzstein

Zitiert von: Herz1952

Hallo Peter T.

aus Erfahrung weis ich, dass unsere Sohn vom Arbeitsamt für 3-6 Stunden erwerbsfähig beurteilt wurde. Er sei für Rente noch zu jung. Er hat dann etwas später einen Rentenantrag gestellt. Die RV stellte fest, dass er aus gesundheitlichen Gründen voll Erwerbsgemindert war. ("unter 3 Std.).

Nahla hat ja schon geschrieben, wie es weitergehen kann, ohne zunächst größere finanzielle Einbußen.

Außerdem sind Reha-Berichte meistens "geschönt" und haben sogar bei der Beurteilung durch die RV relativ wenig Bedeutung.

Wenn Sie allerdings weiter AU sind, müsste eigentlich die Krankenkasse bezahlen. Sie hätten also frühzeitig Widerspruch gegen die Entscheidung der Krankenkasse einlegen sollen. Das Arbeitsamt hätte sich auch gefreut, dass es Sie nicht vermitteln müssen.

Es gibt auch Fälle, bei den die KK verurteilt wurde, dass sie weiterhin Krankengeld bezahlen müsse und nicht das Arbeitsamt belasten darf. Allerdings war die AU auch vom Arbeitsamt anerkannt worden.


Deine ganze Familie liegt den Beitragszahlern auf der Tasche. Schmarotzer!