Erwerbsgemindertenrente

von
Barbara

Guten Tag.
Wer keine Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet, für den erlischt nach 2 Jahren der Anspruch auf die Erwerbsgemindertenrente.
Fall 1
1. Wie ist das, wenn wenn man vor Fristablauf dieser 2 Jahre einen Antrag auf Erwerbsgemindertenrente stellt, stoppt dann diese Frist ?
2. Sagen wir mal, alles benötigt 3 Jahre, weil ich vor dem Sozialgericht klagen werde, gegen die e.v. Ablehnung, fängt dann die 2 Jahres Frist an neu zu laufen ?
3. Oder ist nach dem Entscheid, der e.v. Ablehnung durch das Sozialgerichtes, nach ca. 3 Jahren, der Erwerbsgemindertenschutz durch die Rentenversicherung sofort erloschen ?

Fall 2
4. Kann man durch freiwillige Einzahlungen des Mindestbetrages in die Rentenversicherung den Erwerbsgemindertenschutz beibehalten ?

Danke !

von
Babsi

Zitiert von: Barbara
Guten Tag.
Wer keine Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet, für den erlischt nach 2 Jahren der Anspruch auf die Erwerbsgemindertenrente.
Fall 1
1. Wie ist das, wenn wenn man vor Fristablauf dieser 2 Jahre einen Antrag auf Erwerbsgemindertenrente stellt, stoppt dann diese Frist ?
2. Sagen wir mal, alles benötigt 3 Jahre, weil ich vor dem Sozialgericht klagen werde, gegen die e.v. Ablehnung, fängt dann die 2 Jahres Frist an neu zu laufen ?
3. Oder ist nach dem Entscheid, der e.v. Ablehnung durch das Sozialgerichtes, nach ca. 3 Jahren, der Erwerbsgemindertenschutz durch die Rentenversicherung sofort erloschen ?

Fall 2
4. Kann man durch freiwillige Einzahlungen des Mindestbetrages in die Rentenversicherung den Erwerbsgemindertenschutz beibehalten ?

Danke !

Na Barbara ist es mal wieder soweit.

Fall 1:

Geh an die frische Luft, das Wetter ist schön.

Fall 2:

Nimm Deine Pillen

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Barbara

zunächst einmal kann man den Schutz der Erwerbsminderungsrente durch freiwillige Beiträge nur aufrecht erhalten, wenn bereits vor dem 01.01.1984 mindestens für 5 Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurden und seit dem 01.01.1984 jeder (!) Monat lückenlos mit rentenrechtlichen Zeiten belegt ist.

Bei der Prüfung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente - 36 Monate Pflichtbeiträge innerhalb der letzten 5 Jahre - handelt es sich nicht um eine Frist, sondern um einen festen Zeitraum, der vor Eintritt des Leistungsfalles der Erwerbsminderung gebildet wird.
Sollte man also in dem von Ihnen genannten Beispiel den Rentenantrag stellen, dann bezieht man sich ja auf einen möglichen Leistungsfall, aufgrund dessen die Erwerbsminderung und die damit zusammenhängenden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen geprüft werden. In einem möglichen anschließenden Klageverfahren wird immer noch abgestellt auf diesen Termin des Leistungsfalles der Erwerbsminderung geprüft.
Rentenantrags-, Widerspruchs- und Klageverfahren stoppen nicht den Ablauf des 5-Jahres-Zeitraumes und setzen keine neuen Fristen.

von
=//=

"Rentenantrags-, Widerspruchs- und Klageverfahren stoppen nicht den Ablauf des 5-Jahres-Zeitraumes und setzen keine neuen Fristen."

Sofern die Anwartschaft für die Erwerbsminderungsrente durch freiwillige Beiträge erhalten werden kann, ist das m.E. schon der Fall.

von
Barbara

Danke für die Antworten !
Ich habe keine der benannten Bedingungen zur Aufrechterhaltung der Erwerbsminderungsrente weder vor 84 noch nach 84 erfüllt.

Kann man den EM-Versicherungschutz mit einem 450€-, Mini- Job erhalten, wenn man für, in die Rente e.v. zuzahlt ?

Vielen Dank für nette Antworten, Barbara !

Zitiert von: Experte/in
Hallo Barbara

zunächst einmal kann man den Schutz der Erwerbsminderungsrente durch freiwillige Beiträge nur aufrecht erhalten, wenn bereits vor dem 01.01.1984 mindestens für 5 Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurden und seit dem 01.01.1984 jeder (!) Monat lückenlos mit rentenrechtlichen Zeiten belegt ist.

Bei der Prüfung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente - 36 Monate Pflichtbeiträge innerhalb der letzten 5 Jahre - handelt es sich nicht um eine Frist, sondern um einen festen Zeitraum, der vor Eintritt des Leistungsfalles der Erwerbsminderung gebildet wird.
Sollte man also in dem von Ihnen genannten Beispiel den Rentenantrag stellen, dann bezieht man sich ja auf einen möglichen Leistungsfall, aufgrund dessen die Erwerbsminderung und die damit zusammenhängenden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen geprüft werden. In einem möglichen anschließenden Klageverfahren wird immer noch abgestellt auf diesen Termin des Leistungsfalles der Erwerbsminderung geprüft.
Rentenantrags-, Widerspruchs- und Klageverfahren stoppen nicht den Ablauf des 5-Jahres-Zeitraumes und setzen keine neuen Fristen.

von
Schade

Ja, wenn Sie sich vom Minijob 3,6% abziehen lassen sind Sie pflichtversichert und erwerben zählende Beiträge.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Barbara,

Pflichtbeiträge aus einem Minijob erhalten den Schutz der Erwerbsminderungsrente weiter aufrecht.
Es darf somit keine Befreiung von der Versicherungspflicht im Minijob erfolgen.