Erwerbsminderung nur bei ununterbroche Krankschreibung

von
David

Hallo,

War vier Monate krank, eine Woche wieder arbeiten und erst dann auf Dauer krank...

Warum zählt nicht die erste Krankschreibung als Leistungsfall sondern durch die eine Woche wieder arbeiten, erst vier Monate später.

Ist das so richtig, oder kann man sagen es kann auch vier Monate ehr angefangen haben der Leistungsfall

von
DRV

Das müssen Sie den sozialmedizinischen Dienst Ihres zuständigen Rententrägers fragen. Hier kann Ihnen das niemand beantworten.

von
David

Zitiert von: DRV
Das müssen Sie den sozialmedizinischen Dienst Ihres zuständigen Rententrägers fragen. Hier kann Ihnen das niemand beantworten.

Das war die Antwort!
Die sagten hier war die Erwerbsminderung unterbrochen.

Aber es war nur eine halbe Woche, war drei Tage Erwerbstätig Arbeiten.

Danach ging gar nichts mehr.

Also jede Unterbrechung der Krankschreibung, automatisch eine Unterbrechung der Erwerbsminderung, auch wenn es nur drei Tage waren?

von
Ulli

Ich hab damals 9 Monate noch mal gearbeitet, trotzdem war der Beginn des Leistungsfall davor, vor den 9 Monaten.
Normalerweise hat die DRV 3 Varianten zum Beginn des Leistungsfalls
1. Rehaantragsdatum
2. Antragsdatum Erwerbsminderungsrente (selten)
3. Beginn der Krankmeldung

Jenachdem was am wahrscheinlichsten für den Leistungsfall ist.
Eine zwischenzeitlich Arbeitsaufnahme ist da kaum relevant.

von
DRV

Zitiert von: David
Zitiert von: DRV
Das müssen Sie den sozialmedizinischen Dienst Ihres zuständigen Rententrägers fragen. Hier kann Ihnen das niemand beantworten.

Das war die Antwort!
Die sagten hier war die Erwerbsminderung unterbrochen.

Aber es war nur eine halbe Woche, war drei Tage Erwerbstätig Arbeiten.

Danach ging gar nichts mehr.

Also jede Unterbrechung der Krankschreibung, automatisch eine Unterbrechung der Erwerbsminderung, auch wenn es nur drei Tage waren?

Nochmal. Hier im Forum antwortet kein Mediziner des sozialmedizinischen Dienstes und selbst wenn, keiner kennt Ihren individuellen Vorgang. Sie werden sich darüber mit Ihrem zuständigen Rententräger auseinandersetzen müssen.

von
David

Zitiert von: Ulli
Ich hab damals 9 Monate noch mal gearbeitet, trotzdem war der Beginn des Leistungsfall davor, vor den 9 Monaten.
Normalerweise hat die DRV 3 Varianten zum Beginn des Leistungsfalls
1. Rehaantragsdatum
2. Antragsdatum Erwerbsminderungsrente (selten)
3. Beginn der Krankmeldung

Jenachdem was am wahrscheinlichsten für den Leistungsfall ist.
Eine zwischenzeitlich Arbeitsaufnahme ist da kaum relevant.

Hallo Ulli,

also bei mir wurde der Regelfall angewendet, dass die Erwerbsminderung bzw. Krankschreibung sechs Monate ununterbrochen dein muss.

Ein Tag Unterbrechung, so fängt im der Regel der Fall neu an? Also muss noch mal von vorn sechs Monate vergehen...

Danke für die Info ..

von
KSC

Wo haben Sie denn das mit den 6 Monaten her?

Ich stelle mir gerade vor, dass gestern ein 58 jähriger Dachdecker vom Dach gefallen ist, heute stellen die Ärzte fest dass er irreparabel querschnittsgelähmt ist, im Koma liegt er auch und beim Fallen hat er sich beide Augen verletzt und ist fast blind.

Und der soll 6 Monate warten sollen bis Ärzte feststellen können dass er erwerbsgemindert und ein Rentenfall ist?

Halte das für eine gewagte These - aber seis drum im Forum kann das eh nicht geklärt werden.

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
Wo haben Sie denn das mit den 6 Monaten her?

Ich stelle mir gerade vor, dass gestern ein 58 jähriger Dachdecker vom Dach gefallen ist, heute stellen die Ärzte fest dass er irreparabel querschnittsgelähmt ist, im Koma liegt er auch und beim Fallen hat er sich beide Augen verletzt und ist fast blind.

Und der soll 6 Monate warten sollen bis Ärzte feststellen können dass er erwerbsgemindert und ein Rentenfall ist?

Halte das für eine gewagte These - aber seis drum im Forum kann das eh nicht geklärt werden.

Nun, erst mal wäre der wirklich schwer gebeutelte Dachdecker für 78 Wochen durch die Krankengeldzahlung der Krankenkasse abgedeckt. Somit würde der arme Mann diese ominösen 6 Monate Wartezeit grundsätzlich nach Ihrer These locker überstehen.

Puh, da hat er aber Glück im Unglück.

Gruß
w.

von
KSC

....und erneut hat er dann Glück dass ihn die AOK sofort auffordert einen Rehaantrag zu stellen, der umgehend in einen Rentenantrag umgedeutet wird und schon hat er das Glück Rentner zu werden.......

Ums eventuell günstigere Krankengeld gings mir doch nicht, ich wollte lediglich aufzeigen dass das mit "6 Monaten" komisch ist....

von
BVB

Zitiert von: KSC
....und erneut hat er dann Glück dass ihn die AOK sofort auffordert einen Rehaantrag zu stellen, der umgehend in einen Rentenantrag umgedeutet wird und schon hat er das Glück Rentner zu werden.......

So ist es!
Zitiert von: W*lfgang

Nun, erst mal wäre der wirklich schwer gebeutelte Dachdecker für 78 Wochen durch die Krankengeldzahlung der Krankenkasse abgedeckt. Somit würde der arme Mann diese ominösen 6 Monate Wartezeit grundsätzlich nach Ihrer These locker überstehen.

Vielleicht kann der werte @W*lfgang ja mal den passenden Gesetzestext dazu liefern, der die Krankenkassen dazu zwingt, 78 Wochen lang kommentarlos Krankengeld zu zahlen, bevor sie zu einem Reha-Antrag auffordern dürfen.
Falls er das nicht kann, sollte er sich künftig besser mit solchen gewagten Aussagen zurückhalten.

Vielen Dank!

von
W*lfgang

Zitiert von: BVB
Zitiert von: KSC
....und erneut hat er dann Glück dass ihn die AOK sofort auffordert einen Rehaantrag zu stellen, der umgehend in einen Rentenantrag umgedeutet wird und schon hat er das Glück Rentner zu werden.......

So ist es!
Zitiert von: W*lfgang

Nun, erst mal wäre der wirklich schwer gebeutelte Dachdecker für 78 Wochen durch die Krankengeldzahlung der Krankenkasse abgedeckt. Somit würde der arme Mann diese ominösen 6 Monate Wartezeit grundsätzlich nach Ihrer These locker überstehen.

Vielleicht kann der werte @W*lfgang ja mal den passenden Gesetzestext dazu liefern, der die Krankenkassen dazu zwingt, 78 Wochen lang kommentarlos Krankengeld zu zahlen, bevor sie zu einem Reha-Antrag auffordern dürfen.
Falls er das nicht kann, sollte er sich künftig besser mit solchen gewagten Aussagen zurückhalten.

Vielen Dank!

Vielleicht könnten Sie mal nur kurz anreißen wer denn hier, im Falle des Koma-Patienten, den Reha-Antrag stellt? Und auf welcher Basis bei einem im Koma liegenden Patienten hier die Rehafähigkeit gegeben wäre.

Falls er das nicht können, sollten Sie sich künftig besser mit solchen gewagten Aussagen zurückhalten.

Gruß
w.

von
David

[quote=318902]Wo haben Sie denn das mit den 6 Monaten her?

/quote]

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/01_sozialmedizin_forschung/01_sozialmedizin/08_sozmed_glossar/Functions/Glossar.html?nn=238412&cms_lv2=238954&cms_lv3=214606

Auf nicht absehbare Zeit
Eine Erwerbsminderung ist grundsätzlich erst dann rentenrechtlich relevant, wenn sie „auf nicht absehbare Zeit“ vorliegt (§ 43 SGB VI- Gesetzliche Rentenversicherung). Im Hinblick auf § 101 SGB VI ist hierunter ein Zeitraum von mindestens 6 Kalendermonaten zu verstehen (Rechtsprechung des Bundessozialgerichts), nach der genannten Vorschrift wird die Rente nicht vor Beginn des 7. Kalendermonats nach Eintritt der Erwerbsminderung geleistet. Bei einer Erwerbsminderung von weniger als 6 Monaten Dauer kommt es daher nicht zu einer Rentenleistung.

Experten-Antwort

Hallo David,

der Begriff "Leistungsfall" bezeichnet im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung den Zeitpunkt, in dem sämtliche gesetzliche Voraussetzungen für eine Rentenleistung erfüllt sind. Im Feststellungsverfahren für eine Erwerbsminderung kommt es darauf an, ein konkretes Datum für den Eintritt einer leistungsrelevanten Einschränkung (Eintritt der Erwerbsminderung) zu bestimmen. Dieses Datum festzustellen, ist Aufgabe Ihres Rentenversicherungsträgers. Daher können wir Ihre Frage hier im Forum leider nicht pauschal beantworten. Unser Rat daher: wenden Sie sich bitte an Ihren Rentenversicherungsträger. Dieser ist Ihnen gerne bei der Beantwortung Ihrer offenen Fragen behilflich.

Mit freundlichen Grüßen

von
David

Zitiert von: Experte/in
Hallo David,

der Begriff "Leistungsfall" bezeichnet im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung den Zeitpunkt, in dem sämtliche gesetzliche Voraussetzungen für eine Rentenleistung erfüllt sind. Im Feststellungsverfahren für eine Erwerbsminderung kommt es darauf an, ein konkretes Datum für den Eintritt einer leistungsrelevanten Einschränkung (Eintritt der Erwerbsminderung) zu bestimmen. Dieses Datum festzustellen, ist Aufgabe Ihres Rentenversicherungsträgers. Daher können wir Ihre Frage hier im Forum leider nicht pauschal beantworten. Unser Rat daher: wenden Sie sich bitte an Ihren Rentenversicherungsträger. Dieser ist Ihnen gerne bei der Beantwortung Ihrer offenen Fragen behilflich.

Mit freundlichen Grüßen

Deren Antwort war ja, die Krankschreibung war unterbrochen durch die drei Tage Arbeit und erst danach war es ununterbrochen.

Erwerbsminderung muss sechs Monate ununterbrochen sein.

Anscheinend stimmt es so.
Auch wenn es manchmal eine Ausnahme gibt, selbst wenn man noch nein Monate arbeiten tut.

David

von
Daniel

Zitiert von: David
Zitiert von: Experte/in
Hallo David,

der Begriff "Leistungsfall" bezeichnet im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung den Zeitpunkt, in dem sämtliche gesetzliche Voraussetzungen für eine Rentenleistung erfüllt sind. Im Feststellungsverfahren für eine Erwerbsminderung kommt es darauf an, ein konkretes Datum für den Eintritt einer leistungsrelevanten Einschränkung (Eintritt der Erwerbsminderung) zu bestimmen. Dieses Datum festzustellen, ist Aufgabe Ihres Rentenversicherungsträgers. Daher können wir Ihre Frage hier im Forum leider nicht pauschal beantworten. Unser Rat daher: wenden Sie sich bitte an Ihren Rentenversicherungsträger. Dieser ist Ihnen gerne bei der Beantwortung Ihrer offenen Fragen behilflich.

Mit freundlichen Grüßen

Deren Antwort war ja, die Krankschreibung war unterbrochen durch die drei Tage Arbeit und erst danach war es ununterbrochen.

Erwerbsminderung muss sechs Monate ununterbrochen sein.

Anscheinend stimmt es so.
Auch wenn es manchmal eine Ausnahme gibt, selbst wenn man noch nein Monate arbeiten tut.

David

Ununterbrochen ust halt mal Ununterbrochen!

von
David

Zitiert von: Daniel
Zitiert von: David
Zitiert von: Experte/in

Ununterbrochen ust halt mal Ununterbrochen!

Nicht immer, siehe

Zitiert von: Ulli
Ich hab damals 9 Monate noch mal gearbeitet, trotzdem war der Beginn des Leistungsfall davor, vor den 9 Monaten.
Normalerweise hat die DRV 3 Varianten zum Beginn des Leistungsfalls
1. Rehaantragsdatum
2. Antragsdatum Erwerbsminderungsrente (selten)
3. Beginn der Krankmeldung

Jenachdem was am wahrscheinlichsten für den Leistungsfall ist.
Eine zwischenzeitlich Arbeitsaufnahme ist da kaum relevant.