Erwerbsminderungsrente

von
Anke

Hallo,

wie lange muß ich arbeitsunfähig sein, um eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten?

von
Schmidt

50 Jahre ...

von
Martin

Zitiert von: Anke
Hallo,

wie lange muß ich arbeitsunfähig sein, um eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten?

Hallo Anke,

wenn Sie länger als 26 Wochen krankgeschrieben sind, haben Sie nach der gängigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, einen Rechtsanspruch, auf eine Erwerbsminderungsrente.

Beweis: Urteil vom Bundessozialgericht vom 31. Oktober 2012

Aktenzeichen: B 13 R 107/12 B

Tipp:

Weisen Sie bereits bei der Beantragung der Erwerbsminderungsrente, auf dieses verbindliche BSG-Urteil hin.

Dies könnte vermutlich, die Bewilligung der Erwerbsminderungsrente beschleunigen.

Alles Gute und viel Erfolg!

von
Jürgen

Zitiert von: Martin
Zitiert von: Anke
Hallo,

wie lange muß ich arbeitsunfähig sein, um eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten?

Hallo Anke,

wenn Sie länger als 26 Wochen krankgeschrieben sind, haben Sie nach der gängigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, einen Rechtsanspruch, auf eine Erwerbsminderungsrente.

Beweis: Urteil vom Bundessozialgericht vom 31. Oktober 2012

Aktenzeichen: B 13 R 107/12 B

Tipp:

Weisen Sie bereits bei der Beantragung der Erwerbsminderungsrente, auf dieses verbindliche BSG-Urteil hin.

Dies könnte vermutlich, die Bewilligung der Erwerbsminderungsrente beschleunigen.

Alles Gute und viel Erfolg!

Ergänzend, ein Kommentar zum genannten Urteil von Herrn Rechtsanwalt (!) Sönke Nippel, aktualisiert am 21. Januar 2021.

Das Urteil vom Bundessozialgericht vom 31. Oktober 2012 mit dem Aktenzeichen B 13 R 107/12 B ist also weiterhin gültig.

https://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/erwerbsminderungsrente-arbeitsunfaehigkeit-verweisungstaetigkeit/

von
Siehe hier

Hallo Anke,

bitte ignorieren Sie zunächst einmal die Beiträge von 'Martin' und 'Jürgen'.

Denn eine einmalige 26-wöchige Arbeitsunfähigkeit führt keinesfalls automatisch zu einer Erwerbsminderungsrente.

Dies würde nämlich dazu führen, dass jeder Hobbyskifahrer nach dem Skiurlaub und einem dort erlittenen komplizierten doppeltem Beinbruch dann erwerbsgemindert ist. Und das ist trotz dieses Urteils eben gerade nicht der Fall

Lesen Sie zunächst einmal diese Broschüre:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.html

Hier wird ausführlich beschrieben, unter welchen Voraussetzungen (versicherungsrechtlich und gesundheitlich) ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente gegeben sein kann.

Und sollten Sie (und Ihre Ärzte) der Meinung sein, dass bei Ihnen die Voraussetzungen erfüllt sind, dann stellen Sie einen Antrag, reichen alle relevanten Befunde der letzten Jahre (ca. drei) mit ein und warten das Ergebnis ab.

Die Rentenversicherung prüft dabei automatisch, ob in Ihrem Fall auch die Voraussetzungen dafür vorliegen, ob eine 'Verweisungstätigkeit' (und nur um die geht es in diesem Urteil) möglich ist oder eben nicht. Dafür brauchen Sie auch nicht in Ihrem Antrag auf dieses Urteil zu verweisen, denn es wird längst in der Anwendung des §43 SGB VI mit berücksichtigt.

Alles Gute und ein schönes Wochenende!

von
Helge

Zitiert von: Siehe hier
Hallo Anke,

bitte ignorieren Sie zunächst einmal die Beiträge von 'Martin' und 'Jürgen'.

Denn eine einmalige 26-wöchige Arbeitsunfähigkeit führt keinesfalls automatisch zu einer Erwerbsminderungsrente.

Drei Anmerkungen zu Ihrer Antwort:

1. Es ist richtig, dass eine einmalige 26-wöchige Arbeitsunfähigkeit, keinesfalls automatisch zu einer Erwerbsminderungsrente führt.

2. Ist die Arbeitsunfähigkeit jedoch länger (!) als 26 Wochen, führt Sie nach Antragstellung (!), unter Beachtung des genannten BSG-Urteils (!), sehr wohl zu einer Erwerbsminderungsrente.

3. Sollte die DRV, das genannte BSG-Urteil nicht beachten und die Erwerbsminderungsrente verweigern, kann kostenlos Widerspruch eingelegt und ggf. kostenlos Klage beim Sozialgericht eingereicht werden. Sozialverbände (z.B. VdK, SoVD) können für "kleines Geld" Widerspruch einlegen und danach (wenn die DRV weiterhin die Erwerbsminderungsrente verweigern sollte) Klage beim Sozialgericht einreichen.

von
KSC

@helge, das ist Blödsinn was Sie schreiben, halten Sie die User bitte nicht für dumm!

Wenn ein mehr als 26 wöchige Arbeitsunfähigkeit plus Rentenantrag zwangsläufig zur Berentung führen würde, hätte jeder Profifussballer mit Kreuzbandriss oder Riss der Achillessehne einen Rentenanspruch.
Der ist mit so einer Verletzung nämlich mehr als ein halbes Jahr außer Gefecht!

Und würde dann nach der von Ihnen verbreiteten Theorie eine Rente bekommen......daran glauben Sie doch selbst nicht, oder?

Nochmals: Jede Berentung ist eine Einzelfallentscheidung und ein in einem Einzelfall individuell gefertigtes Urteil heißt nicht, dass jeder ......aber was soll ich hier schreiben - Sie wollen es doch nicht annehmen.

von
Siehe hier

[quote=373802]

2. Ist die Arbeitsunfähigkeit jedoch länger (!) als 26 Wochen, führt Sie nach Antragstellung (!), unter Beachtung des genannten BSG-Urteils (!), sehr wohl zu einer Erwerbsminderungsrente.

/quote]

Auch das ist so leider falsch.

Aber das liegt wohl daran, dass viele, die sich hier zu diesem Urteil äußern, es entweder gar nicht gelesen haben oder wenn doch, dann nicht verstanden haben, worum es in diesem Urteil überhaupt geht.

Und dies scheinen sehr viele zu sein, denn regelmäßig so ca. jedes zweite Wochenende wird es wieder thematisiert und völlig aus dem Zusammenhang gerissen als Garant für eine EM-Rente dargestellt.

Bei der Überprüfung eines Anspruches auf Erwerbsminderungsrente werden seitens der DRV außer den Gesetzesvorgaben auch Urteile berücksichtigt, so natürlich im weitesten Sinne auch dieses.
Und dennoch ist dieses Urteil alleine kein Garant dafür, dass ein Widerspruch Erfolg haben würde.

Insofern ist es völliger 'Blödsinn', dies hier so zu verbreiten.

Im Übrigen kann man gegen jede Ablehnung eines EM-Rentenantrages Widerspruch einlegen und sollte sich dabei aber immer fachkundig unterstützen lassen.

von
Willst du uns veräppeln?

Zitiert von: KSC
@helge, das ist Blödsinn was Sie schreiben, halten Sie die User bitte nicht für dumm!

Wenn ein mehr als 26 wöchige Arbeitsunfähigkeit plus Rentenantrag zwangsläufig zur Berentung führen würde, hätte jeder Profifussballer mit Kreuzbandriss oder Riss der Achillessehne einen Rentenanspruch.
Der ist mit so einer Verletzung nämlich mehr als ein halbes Jahr außer Gefecht!

Und würde dann nach der von Ihnen verbreiteten Theorie eine Rente bekommen......daran glauben Sie doch selbst nicht, oder?

Nochmals: Jede Berentung ist eine Einzelfallentscheidung und ein in einem Einzelfall individuell gefertigtes Urteil heißt nicht, dass jeder ......aber was soll ich hier schreiben - Sie wollen es doch nicht annehmen.

@KSC, was das höchste deutsche Sozialgericht rechtskräftig entschieden hat ist Blödsinn??

Die DRV steht über dem BSG und muß dessen Urteile nicht umsetzen?

von
Helge

Zitiert von: Siehe hier
[quote=373802]

2. Ist die Arbeitsunfähigkeit jedoch länger (!) als 26 Wochen, führt Sie nach Antragstellung (!), unter Beachtung des genannten BSG-Urteils (!), sehr wohl zu einer Erwerbsminderungsrente.

/quote]

Und dennoch ist dieses Urteil alleine kein Garant dafür, dass ein Widerspruch Erfolg haben würde.

Dieses Urteil alleine ist kein Garant dafür, dass ein Widerspruch Erfolg haben würde?

Was bitte ist denn, Ihrer Meinung nach ein Garant dafür, dass ein Widerspruch Erfolg haben könnte??

von
KSC

Diese Urteil und seine Bedeutung lesen, inhaltlich zu verstehen und sinnvoll anzuwenden ist offenkundig nicht jedem hier im Forum gegeben. Zumindest nicht den einfachen Gemütern die nur scharz oder weiß kennen.

Zumindest ist das offenkundig so wenn hier behauptet wird dass mehr als 26 Wochen au für den Rentenanspruch ausreichen.

Aber glaubt was Ihr wollt - im Einzelfall muss eh jeder den Rentenantrag stellen und abwarten wie sein Fall entschieden wird. Bei Ablehnungen mag man sich dann im Widerspruchs- oder Klageverfahren auf seine Arztbericht und (meinetwege auch) auf SG Urteile berufen.

von
Kopfschüttel

Hallo,

demnach wäre ich 2 Mal erwerbsgemindert gewesen. Hätte dann bestimmt auch 2 Erwerbsminderungsrenten bekommen.

Verdammt, was habe ich doch Pech gehabt. Ich arbeite immer noch.

MfG

von
Is so

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!
Selbst in Schuld.

von
Wallo

Ich glaube die Threaderstellerin, sowie einige andere Personen sind ein und dieselbe Person, die wieder mal Erfolg hatte mit diesem wiederkehrenden Unsinn Reaktionen zu provozieren.

von
Siehe hier

Zitiert von: Helge

Was bitte ist denn, Ihrer Meinung nach ein Garant dafür, dass ein Widerspruch Erfolg haben könnte??

Da gibt es überhaupt keine Garantie. Denn selbst das BSG muss dieses Urteil noch nicht einmal angucken, wenn es für den Einzelfall in keinster Weise auch nur annähernd zutrifft.

Wenn es eine 'Garantie' gäbe, welche auch immer, würden beim BSG alle Klagen mit Ergebnis 'Erwerbsgemindert' durch gehen. Dem ist aber nicht so.

Aber was solls. Sie verstehen anscheinend weder dieses Urteil, noch überhaupt etwas von den Zusammenhängen oder wollen es auch gar nicht. Gehen Sie also lieber auf den Sportplatz und diskutieren Sie dort im Vereinsheim weiter, da können Sie dann behaupten, was Sie wollen, welchen Blödsinn auch immer.

Schönes Wochenende!

von
Sabine

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Helge

Was bitte ist denn, Ihrer Meinung nach ein Garant dafür, dass ein Widerspruch Erfolg haben könnte??

Da gibt es überhaupt keine Garantie. Denn selbst das BSG muss dieses Urteil noch nicht einmal angucken, wenn es für den Einzelfall in keinster Weise auch nur annähernd zutrifft.

Wenn es eine 'Garantie' gäbe, welche auch immer, würden beim BSG alle Klagen mit Ergebnis 'Erwerbsgemindert' durch gehen. Dem ist aber nicht so.

Aber was solls. Sie verstehen anscheinend weder dieses Urteil, noch überhaupt etwas von den Zusammenhängen oder wollen es auch gar nicht. Gehen Sie also lieber auf den Sportplatz und diskutieren Sie dort im Vereinsheim weiter, da können Sie dann behaupten, was Sie wollen, welchen Blödsinn auch immer.

Schönes Wochenende!

Das ist kein Blödsinn!

Ich war länger als 26 Wochen AU und habe, ohne Widerspruchsverfahren, Erwerbsminderungsrente erhalten!

Es gilt halt GLEICHES Recht für ALLE !!!

von
Bernd

Hallo,

ich möchte noch genüsslich auf ein weiteres, "gutes Urteil" des BSG vom 19. Oktober 2011, B 13 R 78/09 R hinweisen.

von
Siehe hier

Zitiert von: Sabine

Das ist kein Blödsinn!

Ich war länger als 26 Wochen AU und habe, ohne Widerspruchsverfahren, Erwerbsminderungsrente erhalten!

Es gilt halt GLEICHES Recht für ALLE !!!

Der überwiegende Teil derer, die eine Erwerbsminderungsrente erhalten, sind davor meistens erst einmal ziemlich lange, teilweise auch kürzer oder länger als 26 Wochen, Arbeitsunfähig, also AU.

Hat aber mit diesem Urteil trotzdem nichts zu tun.

Denn nicht jeder.... gehen Sie doch am besten gleich mit ins Vereinsheim und diskutieren dort mit @Helge weiter :-)

Auch Ihnen ein schönes Wochenende!

von
KSC

Es freut uns ja alle, dass irgendeine @Sabine oder @Uschi oder @Trulla die Rente bekam auch nach kurzer Krankheit.

Das heißt aber eben noch lange nicht dass irgendein Karl, Paul, Hans oder Franz die Rente bekommt nur weil er seit 30 Wochen krank ist.

Aber Argumente zählen ja in diesem Thread ohnhin nicht......

von
Peter T.

Wer schon die Unterschiede zwischen einer AU und EM nicht versteht, wie soll so jemand ein Urteil richtig lesen und verstehen können?
Ich glaube hier kann und braucht man nichts mehr zu schreiben. Ich freue mich auf die Gesichter, wenn sie in dem Widerspruchs und Klageverfahren verlieren und mit Kopfschütteln weiter auf das Urteil drängen.
Viel Erfolg...

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