Erwerbsminderungsrente

von
W*lfgang

Zitiert von: Texas T.
Die Ursache liegt aus der Sicht vieler Leute wie W*lfgang bei den kranken Menschen und deren geringen Einkünften vor der Rente.
...darf ich da dabei erinnern, dass es sich hier um ein Versicherungssystem handelt, welches auf Beitrag + Vorleistung ausgerichtet ist UND von allen Beitragszahlern finanziert wird. Die 'Waage' dieser (eingezahlten) Beiträge zugunsten der (empfangenden) Rentenempfänger zu halten ...ist rein finanzmathematisch für ALLE Versicherten zu gewährleisten.

'türlich tut es weh, wenn der kleine Kreis der EM-Rentner sich fühlt, als wäre er 'abgehängt' – mitnichten! Nicht bei Blick auf die zusätzlichen Leistungen der DRV/Zurechnungzeit ...für die er ja selbst Vorsorge hätte treffen können, seit Beginn seiner Beschäftigung – wenn Ihm daran gelegen/er sich dafür interessiert hätte!

Gruß
w.

von
Hans Huber

Zitiert von: W*lfgang
[quote=286194]Die Ursache liegt aus der Sicht vieler Leute wie W*lfgang bei den kranken Menschen und deren geringen Einkünften vor der Rente.
...darf ich da dabei erinnern, dass es sich hier um ein Versicherungssystem handelt, welches auf Beitrag + Vorleistung ausgerichtet ist UND von allen Beitragszahlern finanziert wird. Die 'Waage' dieser (eingezahlten) Beiträge zugunsten der (empfangenden) Rentenempfänger zu halten ...ist rein finanzmathematisch für ALLE Versicherten zu gewährleisten.

'türlich tut es weh, wenn der kleine Kreis der EM-Rentner sich fühlt, als wäre er 'abgehängt' – mitnichten! Nicht bei Blick auf die zusätzlichen Leistungen der DRV/Zurechnungzeit ...für die er ja selbst Vorsorge hätte treffen können, seit Beginn seiner Beschäftigung – wenn Ihm daran gelegen/er sich dafür interessiert hätte!

Gruß W

Herr Wolfgang wir drehen uns im Kreis

Mir geht es darum das der Gesetzgeber den Arbeitsmenschen die gleichen Abzüge für die Rente abziehen und dann doch später eine Gruppe (Bestandsrentner) mit immer wieder neuen Gesetzen benachteiligen.

Wenn man der Meinung ist es reicht für die 1,5 Millionen Bestandrentner braucht man nicht nachzubessern bei den neuen EM Rentnern die hatten die gleichen Voraussetzungen.

Und ja ich habe vorgesorgt und brauche nicht klagen außer meiner Gesundheit.

Wie gesagt für alle Gleichbehandlung und bitte nicht wieder mit vor 2000 kommen da in dieser Zeit auch die Berentungen anders gehabt wurden und gerade in meinen Fall hätte ich nach alten Recht keine Nachteile gehabt sondern wäre finanziell besser davongekommen.

Aber natürlich ist jeder Fall anders manche haben das Pech früher zu erkranken.

von
Rufus

Zitiert von: Texas T.

Durchschnittlich 736 Euro EM-Rente. Welcher Misanthrop gönnt diesen kranken Mitbürgern nicht etwas mehr?
T.T.

Bei Versicherungen geht es nicht ums gönnen, es geht darum, wie viel vorne eingezahlt wurde damit hinten Betrag XXX heraus kommt.

Und nochmals, der Abschlag ist durchaus gerecht, aber genau so ist es gerecht, die Rente auf das 63.Lebensjahr hochzurechnen, ohne dass aber die dafür notwendigen Beiträge eingezahlt werden.
Wer erkrankt und erwerbsunfähig wird, den trifft einfach ein persönliches Schicksal, das vom Staat aber in diesem Land, im Gegensatz zu den meisten Ländern dieser Erd,e durch unser Sozialversicherungssystem abgesichert wird. Nur darf man nicht erwarten, dann die gleich hohe Rente zu erhalten, wie diejenigen, die bis zum Renteneintrittsalter durcharbeiten und mit ihren Beiträgen die Zahlungen an diejenigen ermöglichen, die schon vorher in Rente gehen müssen.
Und zusätzlich sorgt der Staat auch dafür, dass zu niedere Renten durch Sozialhilfe nach SGB XII aufgestockt werden können.
Zusätzlich sollte jeder selbst vorsorgen und in jungen Jahren sofort eine BU-Versicherung abschließen, die zu diesem Zeitpunkt noch sehr günstig ist. Dann hat man im Fall des Falles bis zum Eintritt in die Altersrente 1000€ oder mehr zusätzlich auf dem Konto und wird sich nicht über "unfaire" EM-Renten auslassen müssen. Zusätzlich könnte man vom Betrag der BU-Versicherung auch noch freiwillige Beiträge in die gesetzliche RV einzahlen, dann ist auch die Altersrente höher.
Aber Eigenverantwortung scheint mehr und mehr ein Fremdwort zu werden.

von
Kuno Klötzer I.

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Texas T.
Die Ursache liegt aus der Sicht vieler Leute wie W*lfgang bei den kranken Menschen und deren geringen Einkünften vor der Rente.

'türlich tut es weh, wenn der kleine Kreis der EM-Rentner sich fühlt, als wäre er 'abgehängt' – mitnichten! Nicht bei Blick auf die zusätzlichen Leistungen der DRV/Zurechnungzeit ...für die er ja selbst Vorsorge hätte treffen können, seit Beginn seiner Beschäftigung – wenn Ihm daran gelegen/er sich dafür interessiert hätte!

Gruß
w.

W*lfgang, Du bist doch (ganz ehrlich!) ein kluges Köpfchen.
In den 70ern und 80ern und auch 90ern war eine zusätzliche Vorsorge doch überhaupt kein Thema!
Solche Produkte gab es doch kaum oder man konnte es sich nicht leisten.
Niemand, oder sagen wir mal realistisch 95 Prozent aller Arbeitnehmer haben versucht ein Leben aufzubauen und haben die staatliche Rente als ausreichende Vorsorge betrachtet.
Wer konnte ahnen, dass eine 3 Zimmer Wohnung in Stuttgart inzwischen 1.100,00 Euro kosten würde.
Wie soll man das mit 750 - 1.000 Euro EM-Rente bezahlen?
Das hat doch mit „Jammern“ nichts zu tun..
Es geht hier inzwischen um fast 2 Millionen Menschen mit ca. 700 Euro Durchschnittsrente.
Gleichzeitig werden innerhalb von drei Wochen 60 Milliarden Euro für „Fachkräfte“ aus Pakistan und dem Iran freigegeben.
Ignoranten wie Sie, W*lfgang, sorgen für den Aufstand in unserer Gesellschaft.

von
Genervter

Zitiert von: Kuno Klötzer I.
Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Texas T.
Die Ursache liegt aus der Sicht vieler Leute wie W*lfgang bei den kranken Menschen und deren geringen Einkünften vor der Rente.

'türlich tut es weh, wenn der kleine Kreis der EM-Rentner sich fühlt, als wäre er 'abgehängt' – mitnichten! Nicht bei Blick auf die zusätzlichen Leistungen der DRV/Zurechnungzeit ...für die er ja selbst Vorsorge hätte treffen können, seit Beginn seiner Beschäftigung – wenn Ihm daran gelegen/er sich dafür interessiert hätte!

Gruß
w.

W*lfgang, Du bist doch (ganz ehrlich!) ein kluges Köpfchen.

Ignoranten wie Sie, W*lfgang, sorgen für den Aufstand in unserer Gesellschaft.

Bleiben Sie ganz cool. Der W*lfgang hält sich nur an Recht und Gesetz. Seine seltsam verschachtelten Sätze versteht nur er selbst und er ist ganz sicher auch asozial veranlagt. Aber es sind ja letztlich die Gesetzmässigkeiten unserer christlichen und sozialen Parteien die für den Status Quo der kranken Frührentner sorgen.
Warum 98 Prozent der EM-Rentner 10,8 Prozent Abschläge haben wird ein Rätsel bleiben.
Es wird aber immer mehr zum Thema, sogar einem Jens Spahn von der CDU ist das jetzt mal aufgefallen.
Meine realistische Prognose:
Es wird in absehbarer Zeit eine stufenweise Herabsetzung der Abschläge für Neurentner geben (ähnlich der stufenweisen Anhebung der Zurechnungszeit von 62 auf 65 Jahre).
Wir haben dann demnächst bis zu 10 verschiedene Erwerbsminderungsrenten.
Das gibt es nur in Deutschland.

von
Genervter

Zitiert von: Genervter
Zitiert von: Kuno Klötzer I.
Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Texas T.
Die Ursache liegt aus der Sicht vieler Leute wie W*lfgang bei den kranken Menschen und deren geringen Einkünften vor der Rente.

'türlich tut es weh, wenn der kleine Kreis der EM-Rentner sich fühlt, als wäre er 'abgehängt' – mitnichten! Nicht bei Blick auf die zusätzlichen Leistungen der DRV/Zurechnungzeit ...für die er ja selbst Vorsorge hätte treffen können, seit Beginn seiner Beschäftigung – wenn Ihm daran gelegen/er sich dafür interessiert hätte!

Gruß
w.

W*lfgang, Du bist doch (ganz ehrlich!) ein kluges Köpfchen.

Ignoranten wie Sie, W*lfgang, sorgen für den Aufstand in unserer Gesellschaft.

Bleiben Sie ganz cool. Der W*lfgang hält sich nur an Recht und Gesetz. Seine seltsam verschachtelten Sätze versteht nur er selbst und er ist ganz sicher auch asozial veranlagt. Aber es sind ja letztlich die Gesetzmässigkeiten unserer christlichen und sozialen Parteien die für den Status Quo der kranken Frührentner sorgen.
Warum 98 Prozent der EM-Rentner 10,8 Prozent Abschläge haben wird ein Rätsel bleiben.
Es wird aber immer mehr zum Thema, sogar einem Jens Spahn von der CDU ist das jetzt mal aufgefallen.
Meine realistische Prognose:
Es wird in absehbarer Zeit eine stufenweise Herabsetzung der Abschläge für Neurentner geben (ähnlich der stufenweisen Anhebung der Zurechnungszeit von 62 auf 65 Jahre).
Wir haben dann demnächst bis zu 10 verschiedene Erwerbsminderungsrenten.
Das gibt es nur in Deutschland.

Hallo Pseudogenervter!
Zunächst mal ist es uncool unter dem Nicknamen eines anderen seine abwegigen Prognosen zu verbreiten.
Dann sei nochmal daran erinnert, dass dieses Forum nicht als Diskussionsgrundlage für gerechte oder ungerechte bestehende Gesetze dient.
Gerade alte Hasen hier im Forum sollten nicht auf diesen Zug aufspringen. Es sei denn man hat den Zwang sich mitteilen zu müssen, nicht wahr W*lfgang?

von
Unfair

Hallo Zusammen,

war mir garnicht bewusst, dass mein Beitrag solche Wellen schlagen würde. Wichtig dabei ist, dass wir sachlich dabei bleiben und nicht ausfallend werden. Ganz nüchtern gesehen, glaube ich das wir daran nichts änder können. Machen wir das Beste daraus.

Mit besten Empfehlungen und einen Schönen Sonntag.

Unfair

von
Genervter

Zitiert von: Unfair
Hallo Zusammen,

war mir garnicht bewusst, dass mein Beitrag solche Wellen schlagen würde. Wichtig dabei ist, dass wir sachlich dabei bleiben und nicht ausfallend werden. Ganz nüchtern gesehen, glaube ich das wir daran nichts änder können. Machen wir das Beste daraus.

Mit besten Empfehlungen und einen Schönen Sonntag.

Unfair

Kein Problem, der W*lfgang ist Beamter. Der kann das ab.

von
Schorsch

Zitiert von: Kuno Klötzer I.

In den 70ern und 80ern und auch 90ern war eine zusätzliche Vorsorge doch überhaupt kein Thema!
Solche Produkte gab es doch kaum oder man konnte es sich nicht leisten.
Niemand, oder sagen wir mal realistisch 95 Prozent aller Arbeitnehmer haben versucht ein Leben aufzubauen und haben die staatliche Rente als ausreichende Vorsorge betrachtet.

Was ist das denn für ein Schmarrn?

Als ich ende der siebziger Jahre meine erste Berufsausbildung begann, predigte bereits mein Großvater, dass die zu erwartende Altersrente nicht lebensstandardsichernd sein würde und dass ich unbedingt privat vorsorgen sollte, auch wenn das von meiner Lehrlingsvergütung nur schwer möglich war.

"Produkte" gab es damals auch schon.
Es gab zwar noch keine staatlich geförderten "Riester- und Rürup-Renten", dafür aber Kapitallebensversicherungen und Rentensparpläne mit beachtlichen Renditen.

Und dass damals 95 Prozent aller Arbeitnehmer so dachten wie Sie heute, ist völliger Nonsens.
Denn gerade damals waren, im Gegensatz zu heute, Kapital bildende Lebensversicherungen und Rentensparpläne riesengroße Renner.
Mein Schwager verdiente damals als Versicherungsmakler enorme Provisionen mit diesen privaten Vorsorgeprodukten.

MfG

von
Irene U.

Denn gerade damals waren, im Gegensatz zu heute, Kapital bildende Lebensversicherungen und Rentensparpläne riesengroße Renner.
Mein Schwager verdiente damals als Versicherungsmakler enorme Provisionen mit diesen privaten Vorsorgeprodukten.

MfG

Ihr Schwager sicher und auch viele Sparkassenmitarbeiter aber die Kunden waren bei der Auszahlung enttäuscht da ihnen bei Abschluss ganz andere Beträge genannt wurden als dann ausgezahlt wurden.

MfG

von
Bestandsrentner

Es blickt einfach so langsam keiner mehr durch... und es gibt gewissermaßen EM Rentner 1., 2., 3.,... x., Klasse, je nachdem wann sie erwerbsgemindert wurden.

Dass da einige das nicht verstehen können, ist eigentlich logisch. Und ich sage das auch nicht aus persönlichen Gründen, mir reicht meine EM Rente dank Zusatzversorgung. Aber die hat nun mal nicht jeder, und viele können sich zumindest in heutiger Zeit, keine großen Sprünge in Sachen private Vorsorge, erlauben.

Bevor man ständig neue versicherungsfremde Leistungen sponsort, sollte man da ansetzen! Aber da wird sich ... wenn ich mir die Möchtegern-Koalitionäre so ansehe, wohl sehr wenig ändern! Lieber wird rumgemurkst statt mal den Mumm für eine richtige REFORM aufzubringen.

von
Cheap Fagott

Zitiert von: Bestandsrentner
Es blickt einfach so langsam keiner mehr durch... und es gibt gewissermaßen EM Rentner 1., 2., 3.,... x., Klasse, je nachdem wann sie erwerbsgemindert wurden.

Dass da einige das nicht verstehen können, ist eigentlich logisch. Und ich sage das auch nicht aus persönlichen Gründen, mir reicht meine EM Rente dank Zusatzversorgung. Aber die hat nun mal nicht jeder, und viele können sich zumindest in heutiger Zeit, keine großen Sprünge in Sachen private Vorsorge, erlauben.

Bevor man ständig neue versicherungsfremde Leistungen sponsort, sollte man da ansetzen! Aber da wird sich ... wenn ich mir die Möchtegern-Koalitionäre so ansehe, wohl sehr wenig ändern! Lieber wird rumgemurkst statt mal den Mumm für eine richtige REFORM aufzubringen.

Genau so ist es! GENAU SO!!!

von
=//=

Zitiert von: Rufus
Zitiert von: Texas T.

Durchschnittlich 736 Euro EM-Rente. Welcher Misanthrop gönnt diesen kranken Mitbürgern nicht etwas mehr?
T.T.

Bei Versicherungen geht es nicht ums gönnen, es geht darum, wie viel vorne eingezahlt wurde damit hinten Betrag XXX heraus kommt.

Und nochmals, der Abschlag ist durchaus gerecht, aber genau so ist es gerecht, die Rente auf das 63.Lebensjahr hochzurechnen, ohne dass aber die dafür notwendigen Beiträge eingezahlt werden.
Wer erkrankt und erwerbsunfähig wird, den trifft einfach ein persönliches Schicksal, das vom Staat aber in diesem Land, im Gegensatz zu den meisten Ländern dieser Erd,e durch unser Sozialversicherungssystem abgesichert wird. Nur darf man nicht erwarten, dann die gleich hohe Rente zu erhalten, wie diejenigen, die bis zum Renteneintrittsalter durcharbeiten und mit ihren Beiträgen die Zahlungen an diejenigen ermöglichen, die schon vorher in Rente gehen müssen.
Und zusätzlich sorgt der Staat auch dafür, dass zu niedere Renten durch Sozialhilfe nach SGB XII aufgestockt werden können.
Zusätzlich sollte jeder selbst vorsorgen und in jungen Jahren sofort eine BU-Versicherung abschließen, die zu diesem Zeitpunkt noch sehr günstig ist. Dann hat man im Fall des Falles bis zum Eintritt in die Altersrente 1000€ oder mehr zusätzlich auf dem Konto und wird sich nicht über "unfaire" EM-Renten auslassen müssen. Zusätzlich könnte man vom Betrag der BU-Versicherung auch noch freiwillige Beiträge in die gesetzliche RV einzahlen, dann ist auch die Altersrente höher.
Aber Eigenverantwortung scheint mehr und mehr ein Fremdwort zu werden.

GENAU AUF DEN PUNKT GETROFFEN!

Außerdem muss ich jetzt mal was zu dieser "statistischen" Durchschnittsrente (allerdings meistens bei der Altersrente) sagen:

Sie ist völlig verfälscht, denn es zählen für den Durchschnitt auch die Mini-Renten der Beamten und der Selbständigen mit, die ab der Ernennung oder ab der Selbständigkeit KEINE Beiträge mehr in die gesetzliche RV eingezahlt haben!!! Oder die vielen Frauen eines gutverdienenden Akademikers oder Geschäftsmannes, die auch nicht mehr arbeiten mussten. DAS wird in den Medien immer verschwiegen.

Noch was zu den Bestandsrentnern:

Beispiel:
Ein EM-Rentner bezieht seit 01.01.2001 eine mtl. Netto-Rente von 1000,- EUR (nicht völlig unrealistisch!).
Ab 01.07.2014 wurde die Zurechnungszeit bis zum 63. Lebensjahr erhöht.
Der Bestandsrentner hat vom 01.01.2001 - 30.06.2014 insgesamt 162.000,- EUR Rente erhalten, während dieser Zeit hat der "Neurentner" (ab 01.07.2014) noch gearbeitet.

Kann man dem "Neurentner" nicht das bisschen Mehr an Rente "gönnen"?

Ich bin immer wieder entsetzt, wenn ich diese Neidgeschichten lese/höre. Die Bestandsrentner waren doch jahrzehntelang mit der Situation zufrieden, aber wehe, es gibt eine neue Regelung und sie sind nicht betroffen, artet es aus.

Als ich mit der Lehre angefangen habe vor zig Jahren, gab es auch noch ganz andere Gesetze und Regelungen als heute. Sie waren auch besser. Aber was hilft denn da alles Jammern und Klagen? DAS hat noch nie und niemand geholfen, macht nur alt und pessimistisch. :-(

von
Schorsch

Zitiert von: Irene U.

Ihr Schwager sicher und auch viele Sparkassenmitarbeiter aber die Kunden waren bei der Auszahlung enttäuscht da ihnen bei Abschluss ganz andere Beträge genannt wurden als dann ausgezahlt wurden.

So ein Unfug!
In den siebzieger, achtziger und neunziger Jahren lagen die GARANTIE-Zinsen für kapital bildende Lebensversicherungen deutlich über 4 Prozent.
Dazu kam dann noch mal eine ordentliche Überschussbeteiligung.

Die meisten Versicherten waren positiv überrascht, als ihnen ihr Kapital ausgezahlt wurde.
Es sei denn, sie gehörten zu den unklugen Leuten, die ihre Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt haben anstatt sie beitragsfrei weiter laufen zu lassen.

SIE scheinen noch nie eine Kapitallebensversicherung oder einen privaten Rentensparplan abgeschlossen zu haben, sonst wären sie besser informiert und würden nicht so einen substanzlosen Unsinn behaupten.

MfG

von
=//=

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: Kuno Klötzer I.

In den 70ern und 80ern und auch 90ern war eine zusätzliche Vorsorge doch überhaupt kein Thema!
Solche Produkte gab es doch kaum oder man konnte es sich nicht leisten.
Niemand, oder sagen wir mal realistisch 95 Prozent aller Arbeitnehmer haben versucht ein Leben aufzubauen und haben die staatliche Rente als ausreichende Vorsorge betrachtet.

Was ist das denn für ein Schmarrn?

Als ich ende der siebziger Jahre meine erste Berufsausbildung begann, predigte bereits mein Großvater, dass die zu erwartende Altersrente nicht lebensstandardsichernd sein würde und dass ich unbedingt privat vorsorgen sollte, auch wenn das von meiner Lehrlingsvergütung nur schwer möglich war.

"Produkte" gab es damals auch schon.
Es gab zwar noch keine staatlich geförderten "Riester- und Rürup-Renten", dafür aber Kapitallebensversicherungen und Rentensparpläne mit beachtlichen Renditen.

Und dass damals 95 Prozent aller Arbeitnehmer so dachten wie Sie heute, ist völliger Nonsens.
Denn gerade damals waren, im Gegensatz zu heute, Kapital bildende Lebensversicherungen und Rentensparpläne riesengroße Renner.
Mein Schwager verdiente damals als Versicherungsmakler enorme Provisionen mit diesen privaten Vorsorgeprodukten.

MfG

Ich habe Anfang der 70iger auch eine LV abgeschlossen, weil mir damals schon vorgerechnet wurde, dass die Rente alleine nicht ausreichen wird, den Lebensstandard zu halten. Es war überall in den Medien, dass man sich ein 2. Standbein aufbauen soll. Wenn man halt das Geld lieber für Partys und Klamotten ausgegeben hat, hat man später das Nachsehen.
Übrigens: nicht dass da jemand auf falsche Ideen kommt, ich habe im ÖD seinerzeit weniger verdient als ein Angestellter in der freien Wirtschaft und wurde deswegen sogar bemitleidet.

von
Cheap Fagott

Wenn die EM-Rentner sich kein Brot leisten können sollen sie doch Kuchen essen.

von
Schorsch

Zitiert von: Cheap Fagott
Wenn die EM-Rentner sich kein Brot leisten können sollen sie doch Kuchen essen.

...oder Wohngeld bzw. ergänzende Sozialhilfe beantragen.
Dann können sie sich sogar Brötchen leisten.

MfG

von
EM

Wenn man hier die rücksichtslosen Antworten liest, dann frage ich mich, wie mit kranken Menschen umgegangen wird.
Solidarität?
Es ist richtig durch die vielen Rentenkürzungen ab 2001 und zusätzlich das auslaufen der Erwerbsunfähigkeitsrente führt dies bei vielen zur Armut.
Das wird sich leider in der Zukunft noch mehr verschlechtern.
Kranke haben keine Lobby.
Das Rentenrecht ist ein großes Versagen der Politiker. Man will weiter die Rente privatisieren.
Jeder kann krank werden daran sollte man denken.

von
Hans Huber

Noch was zu den Bestandsrentnern:

Beispiel:
Ein EM-Rentner bezieht seit 01.01.2001 eine mtl. Netto-Rente von 1000,- EUR (nicht völlig unrealistisch!).
Ab 01.07.2014 wurde die Zurechnungszeit bis zum 63. Lebensjahr erhöht.
Der Bestandsrentner hat vom 01.01.2001 - 30.06.2014 insgesamt 162.000,- EUR Rente erhalten, während dieser Zeit hat der "Neurentner" (ab 01.07.2014) noch gearbeitet.

Kann man dem "Neurentner" nicht das bisschen Mehr an Rente "gönnen"?

Und was sagen Sie den EMR der am 25.06.2014 erkrankt ist und nicht die 2 Jahre Zurechnungszeit zusätzlich bekommt und das obwohl er schon 55 ist und sehr viel Geld in die Rentenkasse einbezahlt hat.

Es könnte aber der von ihnen genannte Neurentner auch nur 5 Jahre gearbeitet haben und sehr wenig in die Rentenkasse eingezahlt haben und wird dafür gegenüber denjenigen der z.B. 37 Jahre gearbeitet hat auch noch bei der Zurechnungszeit besser gestellt.

Wie Sie sehen jeder hat einen anderen Blickwinkel vor allen Dingen wenn man selbst betroffen ist.

Und zu ihrer Information ab 01.07.2014 wurde die Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr erhöht.

MfG

von
Hartzi der ersten Stunde

Zitiert von: EM
Wenn man hier die rücksichtslosen Antworten liest, dann frage ich mich, wie mit kranken Menschen umgegangen wird.
Solidarität?
Es ist richtig durch die vielen Rentenkürzungen ab 2001 und zusätzlich das auslaufen der Erwerbsunfähigkeitsrente führt dies bei vielen zur Armut.
Das wird sich leider in der Zukunft noch mehr verschlechtern.

"Armut" ist relativ.
Und wer, aus welchen Gründen auch immer, keine nennenswerten Rentenansprüche erworben hat, muss dann eben ergänzende Sozialhilfeleistungen beantragen.

Ab Januar steigen die Grusi-Regelsätze für Alleinstehende auf immerhin 416 Euro. Dazu kommen dann noch die angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung.

Das man damit keine großen Sprünge machen kann, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass dennoch ein menschenwürdiges Leben gesichert ist.

Selbst wer bereits in jungen Jahren krank wird, kann trotzdem aufgrund der Zurechnungszeiten auf eine beachtliche EM-Rente kommen.
Wer jedoch aufgrund eines niedrigen Arbeitseinkommens keine nennenswerten Beiträge in die DRV einzahlt, darf sich nicht beim Staat darüber beschweren, dass seine Rente so mager ausfällt, dass er ergänzende Sozialhilfe beanspruchen muss.

Stattdessen sollte er sich bei den SOLIDARISCHEN Steuerzahlern dafür bedanken, dass sie ihm eine auskömmliche Sozialhilfe finanzieren.

Und diese ewigen Neiddebatten darüber, dass für "Neurentner" Verbesserungen eingeführt werden, während es für "Bestandsrentner" unverändert bleibt, sind einfach nur nervig.

Man sollte auch gönnen können, ohne gleich in Selbstmitleid zu versinken!