Erwerbsminderungsrente

von
Katja Kummer

Sehr geehrtes Team, ich bin 59 Jahre und seit fast 18 Monaten krank geschrieben. Im Februar habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Im Sommer 2018 war ich wegen meiner Beschwerden in einer Reha. Es war eine fürchterliche Klinik. Mein Zustand hat sich durch die Umstände dort so verschlechtert so dass ich nach Beendigung noch in eine Akutklinik musste. Die Rehaklinik hat in ihrem Bericht geschrieben, daß ich mehr als sechs Stunden arbeiten gehen könnte. Ich bin von dem Rententräger zum Rentengutachter geordert worden. Dieser Arzt hat befürwortet, dass ich die Rente unbefristet bewilligt bekommen soll und der Rehaantrag nicht als Rentenantrag bewertet werden darf. Der Rententräger setzt sich über das Gutachten des MDK hinweg und wertet den Rehaantrag, als Rentenantrag. In dem Rehabericht steht jedoch, dass ich voll belastbar bin. Darf der Rententräger sich über das Gutachten des MDK hinwegsetzen? Für mich hätte das, bedingt durch das neue Gesetz, vergebliche finanzielle Nachteile. Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen dankbar, da meine Nerven blank liegen.
Mit freundlichen Grüßen

von
k-o-r

Zitiert von: Katja Kummer
Sehr geehrtes Team, ich bin 59 Jahre und seit fast 18 Monaten krank geschrieben. Im Februar habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Im Sommer 2018 war ich wegen meiner Beschwerden in einer Reha. Es war eine fürchterliche Klinik. Mein Zustand hat sich durch die Umstände dort so verschlechtert so dass ich nach Beendigung noch in eine Akutklinik musste. Die Rehaklinik hat in ihrem Bericht geschrieben, daß ich mehr als sechs Stunden arbeiten gehen könnte. Ich bin von dem Rententräger zum Rentengutachter geordert worden. Dieser Arzt hat befürwortet, dass ich die Rente unbefristet bewilligt bekommen soll und der Rehaantrag nicht als Rentenantrag bewertet werden darf. Der Rententräger setzt sich über das Gutachten des MDK hinweg und wertet den Rehaantrag, als Rentenantrag. In dem Rehabericht steht jedoch, dass ich voll belastbar bin. Darf der Rententräger sich über das Gutachten des MDK hinwegsetzen? Für mich hätte das, bedingt durch das neue Gesetz, vergebliche finanzielle Nachteile. Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen dankbar, da meine Nerven blank liegen.
Mit freundlichen Grüßen

Ein bisschen verwirrend das Ganze, vielleicht kann man das noch mal richtig aufklären.
MDK = Medizinischer Dienst der Krankenversicherung und es wird nicht ganz klar was dieser hier in der Geschichte sucht?!

Prinzipiell ist die DRV auf keinen Fall an Gutachten des MDK gebunden, eher umgekehrt wäre der Fall richtig.

H.

von
Katja Kummer

Der Rententräger hat mich zum Gutachter geschickt. Dieser hat per Gutachten bestätigt, dass der Rehaantrag nicht als Rentenantrag gewertet werden darf. Der Rententräger setzt sich darüber hinweg und wertet diesen doch als Rentenantrag. Geht das. Der Rehabericht sagt, ich bin mehr als sechs Stunden einsatzfähig

von
Katja Kummer

Der Rententräger hat mich zum Gutachter geschickt. Dieser hat per Gutachten bestätigt, dass der Rehaantrag nicht als Rentenantrag gewertet werden darf. Der Rententräger setzt sich darüber hinweg und wertet diesen doch als Rentenantrag. Geht das. Der Rehabericht sagt, ich bin mehr als sechs Stunden einsatzfähig

von
Katja Kummer

Sehr geehrte Damen und Herren, können Sie mir zu meiner letzten Frage eine kurze Antwort geben. Ich habe Angst, dadurch bzum Sozialfall zu werden. Danke bin voraus

von
Silvia

Zitiert von: Katja Kummer
Sehr geehrtes Team, ich bin 59 Jahre und seit fast 18 Monaten krank geschrieben. Im Februar habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Im Sommer 2018 war ich wegen meiner Beschwerden in einer Reha. Es war eine fürchterliche Klinik. Mein Zustand hat sich durch die Umstände dort so verschlechtert so dass ich nach Beendigung noch in eine Akutklinik musste. Die Rehaklinik hat in ihrem Bericht geschrieben, daß ich mehr als sechs Stunden arbeiten gehen könnte. Ich bin von dem Rententräger zum Rentengutachter geordert worden. Dieser Arzt hat befürwortet, dass ich die Rente unbefristet bewilligt bekommen soll und der Rehaantrag nicht als Rentenantrag bewertet werden darf. Der Rententräger setzt sich über das Gutachten des MDK hinweg und wertet den Rehaantrag, als Rentenantrag. In dem Rehabericht steht jedoch, dass ich voll belastbar bin. Darf der Rententräger sich über das Gutachten des MDK hinwegsetzen? Für mich hätte das, bedingt durch das neue Gesetz, vergebliche finanzielle Nachteile. Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen dankbar, da meine Nerven blank liegen.
Mit freundlichen Grüßen

Hallo Frau Katja Kummer

Wurden Sie durch die KK zur Rehaantragstellung aufgefordert?

Der Rententräger hat zur Klärung des Sachverhalts demnach eine gutachterliche Stellungnahme eingeholt.
War es der med. Dienst des Rententrägers oder ein unabhängig benannter Facharzt.

Unabhängig der Meinung/Feststellung dieses durch den Rententräger beauftragten Gutachters, liegt die abschließende Entscheidungsfindung zur Feststellung/zum Vorlieger einer EM grundsätzlich dem med./ärztl. Dienst des Rententrägers, der aus sämtlichen ihm vorliegenden Befunderhebungsdokumentionen/Gutachten abschließend eine Entscheidung mit Bescheiderstellung trifft.

Eine eingeholte gutachterliche Stellungnahme ist lediglich eine weitere zusammenfassende Information an den medizinischen/ärztlichen Dienst über den aktuellen und prognostisch einzustufenden Gesundheitszustand.

Eine Äußerung/Festellung von ihm, "der Rehaantrag darf nicht als Rentenantrag gelten", hat keine rechtliche Grundlage, gegen die Sie nun argumentativ vorgehen könnten.

Es ist so geregelt, dass der Grundsatz "Reha vor Rente" lautet und der Rehaantrag als Rentenantrag ggf. Umdeutung finden kann.

Eine Äußerung/Feststellung, dass seiner Meinung nach volle unbefristete EMR vorliegt, ist ebenfalls lediglich eine Meinung/Empfehlung/Feststellung seinerseits, nach seiner gutachterlichen Untersuchung.

Diese Meinung muss nicht vom Rententräger (med./ärztl. Dienst zwangsläufig übernommen/geteilt werden.

In Summe hat, wie oben schon dargelegt, der med./ärztl. Dienst des Rententrägers die Auswertung sämtlicher Befunderhebungen zum Antrag auszuwerten und über den Sachstand zu entscheiden, den Leistungsfallbeginn dann auch festzusetzen, falls positiv zu bescheiden wäre.

Ihnen obliegt es, gegen diese Entscheidung in Widerspruch zu gehen bzw. anschließend ein Klageverfahren anzustreben.

Gruß Silvia

von
KSC

Liebe gute Frau Kummer,

ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten aber einiges an Ihrem Bericht passt nicht so ganz.

Dass ein Gutachter (also ein Arzt) sich zu der verwaltungsrechtlichen Frage äußert ob ein Rehaantrag als Rentenantrag zu werten ist, verweise ich in den Bereich Märchen/Fabeln.
Sorry, aber ein Arzt wird gefragt ob und seit wann er den Patienten für erwerbsgemindert hält, aber nicht ob ein Rehaantrag als Rentenantrag gewertet werden kann.

Und nun zum Grundproblem: Sie sind seit längerer Zeit (mehr als 1,5 Jahre) arbeitsunfähig und sind auch erwerbsgemindert, dieser Meinung sind Sie wohl auch - sonst hätten Sie ja keine Rente beantragt.
Das einzige Problem ist doch dass sich 2019 Gesetze geändert haben und die Rente um einiges höher wäre wenn sie erst 2019 und nicht bereits 2018 beginnen würde.

Verständlich dass Sie um einen Rentenbeginn 2019 kämpfen, ohne die Gesetzesänderung wäre es Ihnen vermutlich wurst-piep-egal ob der Rehaantrag als Rentenantrag zählt oder nicht.

Sie werden wohl Widerspruch einlegen, bzw klagen und versuchen zu beweisen, dass Sie nicht schon vor während und nach der Reha erwerbsgemindert waren......

Aber warum haben Sie dann nach der Reha nicht gearbeitet und waren weiter krankgeschrieben....????

von
Katja Kummer

Sehr geehrte Damen Bund Herren, ich konnte Bach der Reha nicht arbeiten, da mein Zustand sich in der Reha verschlechtert hat. Grund dafür war, dass nachts eine Fledermaus in meinem Bett war und mich gebisssen hat. Ich habe massive Angstzustände entwickelt, da diese Tiere Tollwut übertragen können. Das hat man in der Reha aber nicht erwähnt, sondern erst meine Hausärztin, als ich wieder zu Hause war. Für eine Impfung war es zu spät. Ich musste bin eine Akutklinik, weil ich meine Angst nicht mehr in den Griff bekam. Im Januar bin ich dann gegen Tetanus geimpft worden und habe einen impfschaden erlitten. Ich kann auf dem rechten Auge fast nichts mehr sehen. Darum bin ich nicht mehr arbeiten gegangen.. der Gutachter war vom Rententräger und kein externer. Dieser Gutachter hat mir mehrfach gesagt, dass der Rehaantrag nicht als Rentenantrag gewertet werden darf. Warum macht der Rententräger das denn doch! Und zu ihrer Frage bezüglich des Geldes: ich will nach 43 Jahren harter Arbeit nicht zum Sozialfall werden.

von
Katja Kummer

Also bleibt ihrer Meinung nach nur die Klage?

von
Schlaubi

Zitiert von: Katja Kummer
Also bleibt ihrer Meinung nach nur die Klage?

Die Sie jedoch verlieren werden!
Es entscheiden NUR die RV, wann der Leistungsfall eingetreten ist.
Liegt in diesem "Umfeld" ein RehaAntrag wird dieser IMMER umgedeutet!

von
Katja Kummer

Die Gutachterin sagte, ob Sie es nun glauben oder nicht, dass mein Rehaantrag nicht umgewandelt werden darf. Der Rententräger macht es aber. Warum? Ich weiß auch, dass Rehaantraege nicht immer gleich Rentenantrag sind. Irgendwie kann da was mit ihrer Auskunft nicht stimmen. Können Sie mich mal prüfen, worauf Sie sich dabei stützen?

von
Gabriele2504

Man kann einer Umdeutung des REHA Antrags widersprechen, sofern man nicht von anderer Stelle z. B. KK das Dispositionsrecht entzogen bekommen hat. Ich haben im Juni 2018 eine REHA beantragt ohne vorher krank geschrieben zu sein bzw. ohne von der KK aufgefordert zu werden. Von 21.08. bis 19.09.2018 war ich in REHA. Laut REHA Bericht voll erwerbsgemindert. Weitergearbeitet bis zum 04.01.2019. Am 02.01.2019 noch nichts von der DRV wegen Umwandlung gehört und einfach mal vorsorglich der Umwandlung widersprochen. Im Februar wurde mir von der DRV mitgeteilt, dass ich ab Juni 2018 befristet voll erwerbsgemindert bin und der REHA Antrag von Juni 2018 als Rentenantrag gilt. Da ich aber schon vorab widersprochen habe würde der REHA Antrag nicht umgewandelt und ich könnte jederzeit später einen neuen Antrag stellen. Am 12.04.2019 habe ich einen neuen Rentenantrag gestellt und heute den Bescheid erhalten: Volle befristete EMR ab 01.04.2019 - und somit die neue Zurechnungszeit ab 2019.

von
Katja Kummer

Bei mir ist es so, dass ich den Rehaantrag selbst gestellt habe. In der Zeit bis zum Antritt der Reha aber dann krank würde. Laut Rehabericht bin ich nicht erwerbsgemindert. Steht auch so im Rehabericht. Erst nachdem ich den Antrag Bach der Behandlung in der Akutklinik im Februar gestellt habe, hat der Rententräger much zu seinem Gutachter geschickt. Der Gutachter hat entschieden, dass ich voll erwerbsunfähig bin und der Rehaantrag nicht als Rentenantrag gelten dürfte. Der Rententräger will diesen trotzdem umwandeln. Das ist genau das Problem. Und darauf habe ich bis Jetzt hier keine konkrete Antwort bekommen. Wäre dankbar für eine Antwort

von
Karl

Zitiert von: Katja Kummer
Sehr geehrte Damen Bund Herren, ich konnte Bach der Reha nicht arbeiten, da mein Zustand sich in der Reha verschlechtert hat. Grund dafür war, dass nachts eine Fledermaus in meinem Bett war und mich gebisssen hat. Ich habe massive Angstzustände entwickelt, da diese Tiere Tollwut übertragen können. Das hat man in der Reha aber nicht erwähnt, sondern erst meine Hausärztin, als ich wieder zu Hause war. Für eine Impfung war es zu spät. Ich musste bin eine Akutklinik, weil ich meine Angst nicht mehr in den Griff bekam. Im Januar bin ich dann gegen Tetanus geimpft worden und habe einen impfschaden erlitten. Ich kann auf dem rechten Auge fast nichts mehr sehen. Darum bin ich nicht mehr arbeiten gegangen.. der Gutachter war vom Rententräger und kein externer. Dieser Gutachter hat mir mehrfach gesagt, dass der Rehaantrag nicht als Rentenantrag gewertet werden darf. Warum macht der Rententräger das denn doch! Und zu ihrer Frage bezüglich des Geldes: ich will nach 43 Jahren harter Arbeit nicht zum Sozialfall werden.
Zum Sozialfall werden Sie eher ohne die Rente werden. Oder haben Sie sich falsch ausgedrückt, dass Sie diese nicht bekommen, weil der Gutachter die Umwandlung "ablehnt"?

von
Katja Kummer

Ich bekomme die Rente laut Gutachten, aber ich widerspreche der Umwandlung meines rehaantrags. Habe ich aber doch schon mehrfach geschrieben ich

von
Katja Kummer

Irgendwie bekomme ich hier keine konkrete Antwort auf meine Frage, die ich schon mehrfach wiederholt habe. Ich nehme mir einen Rechtsanwalt, der wird es dann wohl wissen danke erstmal

von
Gabriele2504

Ich würde an deiner Stelle formlos der Umwandlung des REHA Antrages widersprechen und mich auf den Rentenantrag vom Februar berufen. Aber eventuell kannst du auch noch eine Beratungsstelle der DRV in deiner Stadt aufsuchen. Dort war ich im Januar und aufgrund der Beratung dort habe ich der Umwandlung widersprochen und im April einen Rentenantrag gestellt. Die Beratung war sehr nett und hat wirklich klinentenfreundlich beraten.

von
Kaiser

Zitiert von: Katja Kummer
Irgendwie bekomme ich hier keine konkrete Antwort auf meine Frage, die ich schon mehrfach wiederholt habe. Ich nehme mir einen Rechtsanwalt, der wird es dann wohl wissen danke erstmal

Das ist auch besser für Dich, denn Deine Wunschantwort wirst Du hier nicht erhalten.

von
Schlaubi

Zitiert von: Katja Kummer
Ich bekomme die Rente laut Gutachten, aber ich widerspreche der Umwandlung meines rehaantrags. Habe ich aber doch schon mehrfach geschrieben ich

Es wurden die richtigen und konkreten Antworten gegeben.
Nur, sie gefallen ihnen nicht. Daran kann auch ein Anwalt nichts ändern!

von
KSC

Hier im Forum weiter "rumzueiern" macht m.E. keinen Sinn.

Die Rente ist bewilligt, der Bescheid erteilt.
Daher bleiben die ganz normalen Rechtsmittel wie Widerspruch und dann Klage, soweit die entsprechenden Fristen noch nicht abgelaufen sind.

Ob dann ein Richter in Ihrem Sinne entscheidet bleibt abzuwarten. Weitere Diskussionen hier führen zu nichts.