Erwerbsminderungsrente + minijob

von
madonna1962

Falls jemand Erwerbsminderungsrente
bezieht und nebenbei noch einen minijob hat, von dem Arbeitnehmeranteile Rentenversicherung gezahlt wird,
werden diese Beiträge später bei der Altersrente berücksichtigt oder sind diese Zahlungen für die katz.

Danke im voraus

von
W°lfgang

Hallo madonna1962,

ja, und zu 99% meist nein.

Beiträge (seiens auch nur AG oder sogar zusätzliche AN-Beiträge) neben der Zurechnungszeit in Ihrer EM-Rente auf Minijob-Basis sind grundsätzlich für die 'Katz'.

Erst 'neue Beiträge' nach Ende der Zurechnungszeit könnten zu einem minimalen Rentenplus führen.

Ihre nächste Beratungsstelle wird Sie 'aufschlauen', was es für die Zukunft/Altersrente bringen/nicht bringen kann.

Gruß
w.

von
madonna1962

Danke für die schnelle Antwort

Experten-Antwort

Hallo madonna1962,

sowohl geringfügige Beschäftigungen (Minijob) ohne Befreiung von der Versicherungspflicht als auch andere versicherungspflichtige Beschäftigungen neben dem Bezug einer Erwerbsminderungsrente werden bei späteren Leistungsfällen (Altersrente, Hinterbliebenenrente) berücksichtigt.
Diese Versicherungszeiten werden auf die Wartezeiten (Anspruchsvoraussetzungen) der verschiedenen Rentenarten angerechnet. Auch bei der Berechnung der Folgerente werden die Zeiten berücksichtigt, Allerdings werden auch die Rentenbezugszeiten (der Erwerbsminderung) mit Zurechnungszeit und die Zurechnungszeit vor Rentenbeginn bei der Folgerente bewertet. Dabei werden Entgeltpunkte für zeitgleiche Beitragszeiten in der Gesamtleistungsbewertung für beitragsgeminderte Zeiten abgezogen.

Freundliche Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Valzuun

Ich werf‘ mal nur so vier Worte ins Forum:
Grundrenten(bewertungs)zeit(en).

Ist natürlich nur so ein Gefühl- aber eventuell wird da nächste Woche etwas beschlossen.

von
Gefühl

Zitiert von: Valzuun
Ich werf‘ mal nur so vier Worte ins Forum:
Grundrenten(bewertungs)zeit(en).

Ist natürlich nur so ein Gefühl- aber eventuell wird da nächste Woche etwas beschlossen.

Ihr "Gefühl" in Ehren.
Zeiten einer geringfügigen Beschäftigung sollen aber keine Grundrentenzeiten sein. Und jetzt?
Besser den geplanten Gesetzestext lesen und dann erst Vermutungen anstellen.

von
Valzuun

Soweit ich den Entwurf richtig lese wären es sehr wohl Grundrentenzeiten (wovon ich mind. 33 Jahre) brauche. Allerdings keine Grundrentenbewertungszeiten.

Beides ist derzeit alles andere als sicher. Was aber sicher ist: Wenn ich mich jetzt von der Versicherungspflicht befreien lasse, kann ich das im Falle eines Falles nicht mehr rückgängig machen.
Und das ist dann aus Sicht vieler Betroffenen unglaublich ungerecht und die Schuld liegt bei „den Anderen“ oder „der böswilligen Rentenversicherung“.

Also gefühlt: abwarten.

von
Paul

Du erhältst dir durch diese Zahlungen die Rehaleistungen und evtl Zurechnungszeit für die Grundrente

von
Gefühl

Zitiert von: Paul
Du erhältst dir durch diese Zahlungen die Rehaleistungen und evtl Zurechnungszeit für die Grundrente

Ach so? Zurechnungszeit für die Grundrente?
Wo steht das denn in der Gesetzesvorlage?
Es wird immer absurder. Hier äußern sich wirklich völlig Unwissende.

von
Ahnungslos

Hallo, ich habe leider noch nicht so ganz die Antwort vom Experten verstanden.
Sagen wir mal, ich habe mit 40 eine volle EM Rente bis zur Altersrente zugesprochen bekommen. Bekomme z. B. 1 Rentenpunkt als Zurechnungszeit berechnet und in der Zeit der EM Rente gutgeschrieben. Nebenbei gehe ich einem Minijob mit 450 € monatlich nach, für rund 25 Jahre, ohne die Versicherungspflicht abzuwählen, also bezahle meinen Beitrag auch. Würde sich dann die spätere Altersrente (ob als Schwerbh. oder normal sei jetzt auch mal dahingestellt) erhöhen?

https://www.ihre-vorsorge.de/rente/gesetzliche-rente/rentenbeitraege-bei-minijobs-bringen-vorteile.html#c3049

Hier steht etwas bei rund 4,50 bei 450 €!?
Oder kann man das bei der EM Rente wegen der hochgerechneten Entgeltpunkte nicht so übernehmen, bzw. erst nach der Zurechnungszeit (vor 2014 nur bis 60 Jahre)?

Es wäre schön, wenn ich das kurz mit einfachen Worten erklärt bekommen könnte, danke.

MfG

von
Glaskugel

Hallo und ein guten Tag hier im Forum.

@Ahnungslos: sind Sie wirklich im Glauben, dass eine Ihnen zugestandene volle EWR - mit 40 Jahren - es Ihnen erlaubt eine 450-Euro-Tätigket, bis zur Altersrente, ohne eine weitere Nachprüfung, nachzugehen?

Die Praxis sieht anders aus.

Glaskugel

von
Ahnungslos

Es geht nicht darum, ob und wann geprüft wird.
Ich habe seit 5 Jahren den Minijob und seit 7 Jahren die volle EM Rente. Die Verlängerungen gingen ohne jegliche Gutachten Rehas ect durch und beim nächsten Mal sind die 9 Jahre um und damit wird entfristet. Rechtlich ist es auch überhaupt kein Problem, einen Minijob zu machen. Das ändert ja nicht die Einschränkungen, man kann halt nur 6 Stunden die Woche und nicht mind. 15.
Es geht hier nur darum, ob es dazu gerechnet wird oder es z. B. bei der Umstellung in die Altersrente bei der Summe bleibt, welche man als EM Rentner erhalten hat...

von
Frauke

Zitiert von: Ahnungslos
Es geht nicht darum, ob und wann geprüft wird.
Ich habe seit 5 Jahren den Minijob und seit 7 Jahren die volle EM Rente. Die Verlängerungen gingen ohne jegliche Gutachten Rehas ect durch und beim nächsten Mal sind die 9 Jahre um und damit wird entfristet. Rechtlich ist es auch überhaupt kein Problem, einen Minijob zu machen. Das ändert ja nicht die Einschränkungen, man kann halt nur 6 Stunden die Woche und nicht mind. 15.
Es geht hier nur darum, ob es dazu gerechnet wird oder es z. B. bei der Umstellung in die Altersrente bei der Summe bleibt, welche man als EM Rentner erhalten hat...

Kann alles gut gehen, muss aber nicht. Auch unbefristete Rente kann jederzeit entzogen werden bei Besserung des Zustandes. Und meine Erfahrung ist derzeit, gerade wenn die 9 Jahresfrist ansteht, wird äußerst genau hingeguckt. Kannte ich früher so nicht, aber heute sind Erwerbsgeminderte, die nach vielen Jahren Rente plötzlich keine Verlängerung mehr bekommen, alltäglich.

von
Ahnungslos

Vielleicht sollte morgen ein Experte antworten.
Es fällt mir leider immer öfter hier auf, es kommen kaum Antworten auf die Frage, sondern eher Behauptungen, die sich immer wiederholen.
Ich weiß selber das Renten, selbst die unbefristeten, jederzeit nachgeprüft werden können. Und diese Prüfung erfolgt sogar unabhängig, zu dem bei Rentengewährung festgestellten Gesundheitszustand. Das ist auch alles okay. Trotzdem ist eine Arbeutsaufnahme unter den erlaubten Grenzen nicht schädlich. Auch wenn es immer wieder Einstellungen der Rente gibt. Diese würde es sicher auch in den meisten Fällen ohne einen Minijob und Co geben. Zumal es auch auf die Art des Minijob ankommt. Aber egal, ich würde gern wissen, ob die spätere Altersrente "aufgewertet" wird...

von
Frauke

Zitiert von: Ahnungslos
Vielleicht sollte morgen ein Experte antworten.
Es fällt mir leider immer öfter hier auf, es kommen kaum Antworten auf die Frage, sondern eher Behauptungen, die sich immer wiederholen.
Ich weiß selber das Renten, selbst die unbefristeten, jederzeit nachgeprüft werden können. Und diese Prüfung erfolgt sogar unabhängig, zu dem bei Rentengewährung festgestellten Gesundheitszustand. Das ist auch alles okay. Trotzdem ist eine Arbeutsaufnahme unter den erlaubten Grenzen nicht schädlich. Auch wenn es immer wieder Einstellungen der Rente gibt. Diese würde es sicher auch in den meisten Fällen ohne einen Minijob und Co geben. Zumal es auch auf die Art des Minijob ankommt. Aber egal, ich würde gern wissen, ob die spätere Altersrente "aufgewertet" wird...

Ja Ahnungslos, so ist das. Und wenn Sie in öffentlichem Forum dann eine Anfrage einstellen, die suggeriert, Erwerbsunfähige könnten locker nebenher jobben, ist das eben doch ein Problem. Nicht für Sie, aber für andere.
Realität von Erwerbsunfähigen sind heute lange Zeitrenten, und wenn dann unbefristet gewährt wird, fallen die Leute aus allen Wolken beim ersten Fragebogen zu Minijobs. Regelfall ist auch, dass Menschen, die unbefristete Rente bekommen, gar nicht in der Lage sind zum Jobben. Sogar bei Antragstellern, deren Rentenanträge abgelehnt wurden, spielt die Verzweiflung, sich eben nicht selber helfen zu können und evtl. sogar zum Sozialhilfeempfänger zu werden, eine große Rolle. Also Sie haben hier schon, ob bewusst, weiß ich nicht, ein Bild kranker Menschen gezeichnet, das unschön ist.

von
Ahnungslos

Das Bild setzen sich hier Leute zusammen, die halt auch das Bild vor sich haben, als EM Rentner kann oder soll man nicht mehr arbeiten können. Eine volle EM Rente erhält, wer täglich unter 3 Stunden nur noch auf dem allg. Arbeitsmarkt tätig sein kann. Das ist erst einmal die Definition.
Und warum sollte man nicht an 3 Tagen für 2 Stunden einer Arbeit im Homeoffice nachgehen können, weil die Rente so ein großes Loch geworfen hat, dass man sonst von Hartz 4 leben müsste oder auch weil man durch Gespräche noch etwas am Leben teilnehmen möchte? Zumal auch die Ärzte dies nicht nur unterstützen sondern sogar dazu ermuntert haben, damit man nicht das bisschen was noch übrig geblieben ist, an Ehre und Kräften auch noch zu Hause zu verlieren.
Ich kenne die Fragen vieler, die hier mit EM-Rente manchmal bis zu 8 Stunden täglich machen wollen und dann "Gewissheit" haben wollen, es kommt keiner und macht Ärger...
Da denke ich mir auch meinen Teil.
Aber ich habe 3x gefragt, ob es durch den Minijob zu einer höheren Altersrente kommt und 3x wird mir nur geantwortet, dass ich geprüft werde oder das ich ein Licht auf alle werfe.

von
Ahnungslos

Dabei habe ich bewusst nichts geschrieben, zu der Arbeitstätigkeit oder dem Umfang.
Es gibt aber durchaus auch Menschen, die einer Arbeit neben der EM-Rente und auch neben einem Pflegegrad arbeiten gehen. Und wer das verwerflich findet, der steht in meinem Augen unter einem schlechten Licht.
Denn wir wollen auch noch etwas am Leben teilnehmen und nicht zu Hause verrotten, weil nämlich unsere Partner oder die Familie uns auch wenig verstehen, bzw. nicht nachvollziehen können, wie es ist immer Schmerzen zu haben. Oder bei psychischen Erkrankungen denken die Meisten sicher, der soll einfach mal aus seinem Tief kommen und dann wird das schon.
Es gibt zum Glück bei einer Schwerbehinderung auch Hilfen, gerade im Erwerbsleben, damit man auch als EM Rentner noch durch Assistenz oder durch einen leichten PC Arbeitsplatz noch etwas tun kann und nicht mit 40 schon sein Leben abschreiben muss, weil man nicht mehr "mehr und schwer" arbeiten kann.
Das hat sicher auch etwas mit Glück zu tun, solch eine Arbeit zu finden, dies muss ich zugeben.
Aber jeder hat eine andere Krankheit und die Meisten sind durch Psychische Probleme berentet worden. Da werden auch die Meisten die Erkrankung mit der Arbeit in Zusammenhang bringen und schon deshalb nicht mehr auf die Idee kommen, mit der EM-Rente dort z. B. reduziert weiter zu arbeiten.
Aber es gibt auch andere Krankheiten die einem aus dem Leben werfen und man möchte trotzdem noch ein soziales Umfeld haben, bei Menschen die man kennt.

Der eine möchte noch etwas teilhaben der Andere lieber seine Ruhe und viele sicher auch eine Arbeit im Minijob machen aber es gibt keine passende oder er hat Angst eine anzunehmen, weil immer solche Sprüche kommen.

Riesen Texte geschrieben aber meine einfach geschriebene Frage an die Experten ist immer noch unbeantwortet, leider typisch hier geworden...

von
Ahnungslos

Ich meine damit nicht die Experten, die machen hier einen guten Job. Es werden hier aber von anderen Forenteilnehmern leider immer mehr Antworten verfasst, die mit der Beantwortung der Frage nichts zu tun haben, sondern die eigenen (so denke ich mir das jetzt mal) Ansichten hier immer wieder vorbringen.

Toll, dass man ein Forum eingerichtet hat, wo man seine Fragen loswerden kann, ohne immer seine Sachbearbeiter befragen zu müssen und wo man auch andere Themen mitlesen kann.

von
Lotte

Hallo Ahnungslos,
bin keine Expertin, habe EM-Rente befristet wegen mehrerer schwerer Erkkrankungen. Und ja ich habe auch einen Minijob. Ich arbeite 2x die Woche 1,5 Std. - reine PC-Arbeit und ich finde es unglaublich wichtig etwas zu tun. Verdienst ist nebensächlich - die knapp 300 Euro im MOnat machen mich nicht reich. Aber noch etwas leisten zu können auch wenn es sehr wenig ist tut gut. Ich kann es jedem nur empfehlen. Wer krank ist und EM-Rente bekommt braucht sich vor "Prüfungen" auch nicht fürchten. Die DRV wird hier immer als der "Böse" dargestellt, das finde ich unfair - ich bin happy dass ich meine Rente bekommen habe und das ich den Minijob machen kann. LG Lotte

von
Ahnungslos

Da der Admin hier die letzten Posts gelöscht hat, sind auch leider die Informationen weg, wo ich vielleicht hätte lesen können, ob es die Altersrente verändert oder nicht!?