Erwerbsminderungsrente + minijob

von
Rena

@Ahnungslos

Ich arbeite auch 4,5 Stunden die Woche bei unbefristeter EU-Rente und es tut mir gut, noch gebraucht zu werden, Anerkennung gibt es dazu.

von
Ahnungslos

Leider gibt es immer die Vorurteile, man kann oder sollte neben einer vollen EM-Rente nicht arbeiten gehen(können). Das können nur Leute sagen oder schreiben, welche selbst nicht in diesem Prozess und "Anerkennung" der Krankheit(en) vor den Sozialbehörden (Rente, GdB und Pflege) stecken und man trotz der Einschränkungen nicht einfach nur zu Hause bleibt und nichts mehr tut.
Ich habe einen Spruch, den ich gelernt habe, bei allem was ich auch schon durch hatte, mit Gutachtern, Widersprüchen und zum Ende auch Klageverfahren. "Man kann alles machen, aber nicht aufgeben"
Und nach dieser Regel lebe ich. Wenn man wirklich davon überzeugt ist, man hat die Einschränkungen und damit ein Recht auf bestimmte Leistungen, dann sollte er, (es müssen die Ärzte und ggf der Anwalt genauso sehen) nicht aufgeben und seine Ziele verfolgen.
Genauso ist das mit dem bisschen arbeiten gehen. Es ist sicher auch anstrengend, aber man hat dadurch so viele positive Aspekte, die das Leben (was man oftmals auch kaum noch als "Leben" bezeichnen kann) um vieles bereichert. Ich vergebliche es manchmal mit dem Fitnessstudio. Da bin ich vor der Krankheit auch immer regelmäßig gewesen. Der Weg dorthin ist meist eine kleine Überwindung, dort fühlt man sich wohl, und danach ist man stolz auf sich und obendrein erntet man Anerkennung und es stärkt den Körper, bei der Arbeit, den Geist.
Und was hat mein Arbeitgeber sich gegen die paar Stunden gesträubt, obwohl ich vorher fast 15 Jahre dort schon war und immer gut gearbeitet habe. Auch da musste ich es durch die Schwerbehinderung "durchdrücken". Jetzt ist man dort auch froh, dass ich da bin, auch wenn es mit Assistenz und Homeoffice ist.
Ich hoffe es lässt sich hier keiner von den Sprüchen abschrecken, wenn er einen wirklich passenden Minijob annehmen möchte. Natürlich nicht 2, 59 Stunden, um unter 3 zu bleiben, dies sind die Dinge, die schwer Kranke in Verruf bringen...

von
Unwichtig

Zitiert von: Ahnungslos
Leider gibt es immer die Vorurteile, man kann oder sollte neben einer vollen EM-Rente nicht arbeiten gehen(können). Das können nur Leute sagen oder schreiben, welche selbst nicht in diesem Prozess und "Anerkennung" der Krankheit(en) vor den Sozialbehörden (Rente, GdB und Pflege) stecken und man trotz der Einschränkungen nicht einfach nur zu Hause bleibt und nichts mehr tut.
Ich habe einen Spruch, den ich gelernt habe, bei allem was ich auch schon durch hatte, mit Gutachtern, Widersprüchen und zum Ende auch Klageverfahren. "Man kann alles machen, aber nicht aufgeben"
Und nach dieser Regel lebe ich. Wenn man wirklich davon überzeugt ist, man hat die Einschränkungen und damit ein Recht auf bestimmte Leistungen, dann sollte er, (es müssen die Ärzte und ggf der Anwalt genauso sehen) nicht aufgeben und seine Ziele verfolgen.
Genauso ist das mit dem bisschen arbeiten gehen. Es ist sicher auch anstrengend, aber man hat dadurch so viele positive Aspekte, die das Leben (was man oftmals auch kaum noch als "Leben" bezeichnen kann) um vieles bereichert. Ich vergebliche es manchmal mit dem Fitnessstudio. Da bin ich vor der Krankheit auch immer regelmäßig gewesen. Der Weg dorthin ist meist eine kleine Überwindung, dort fühlt man sich wohl, und danach ist man stolz auf sich und obendrein erntet man Anerkennung und es stärkt den Körper, bei der Arbeit, den Geist.
Und was hat mein Arbeitgeber sich gegen die paar Stunden gesträubt, obwohl ich vorher fast 15 Jahre dort schon war und immer gut gearbeitet habe. Auch da musste ich es durch die Schwerbehinderung "durchdrücken". Jetzt ist man dort auch froh, dass ich da bin, auch wenn es mit Assistenz und Homeoffice ist.
Ich hoffe es lässt sich hier keiner von den Sprüchen abschrecken, wenn er einen wirklich passenden Minijob annehmen möchte. Natürlich nicht 2, 59 Stunden, um unter 3 zu bleiben, dies sind die Dinge, die schwer Kranke in Verruf bringen...

Blubbs, Blubber!

von
Modi1969

Hallo,

zur Ausgangsfrage: was bringt ein Vers.pfl. Minijob neben der EM-Rente?
Zunächst sammelt man weitere Pflichtbeiträge, die für die Wartezeit von 45 Jahren relevant sein können. Auch die 35 Jahre für eine vorzeitige Altersrente können aufgebaut werde, sofern die Zurechnungszeit der EM-Rente dies nicht schon ermöglicht.
Isoliert betrachtet bringt 1 Jahr Minijob ca. 4,50 Euro Monatsrentenzuwachs -die Altersrente KÖNNTE also steigen. Zu beachten ist aber, dass die Minijobzeiten ggf. neben einer besser bewerteten Zurechnungszeit liegen und somit doch kein Zuwachs entsteht. Aus dem EM-Rentenbescheid mit Anlagen kann man den "virtuellen Bruttolohn", der der Zurechnungszeit entspricht, errechnen( Entgeltpunkte mal derzeitiger Durchschnittsbruttolohn). Liegt dieser Brutto oberhalb des Minijobbruttos, dürfte der Zuwachs illusorisch sein. Auch kann sich durch Minijob-Pflichtbeiträge der Wert, mit dem beitragsfreie und beitragsgemindette Zeiten bewertet werden, verschlechtern und somit der Zuwachs an der Stelle Beschäftigung durch die schlechteren Zuschläge für beitragsfreie/beitragsgemindette Zeiten wieder aufgefressen werden.Die Rentenformel ist hochkomplex und könnte sowohl positive, als auch negative Überraschungen enthalten. Immerhin ist eine Rentenminderung durch die spätere Umwandlung in Altersrente wegen des Besitzschutzes ausgeschlossen. Sinnvoll wäre zum möglichen Umwandlungszeitpunkt (z.B. 63) eine Probeberechnung mit Anlagen zur Umwandlung in Altersrente anzufordern -dann weiss man, wohin die Reise geht.
Die Neuregelungen zur Grundrente sind ebenfalls zu bedenken (vorheriger Post). Dann kommt joch die Flexirente ins Spiel: bei vers.pflichtigem Minijob kann über die Regelaltersgrenze hinaus eine Steigerung der Rente erreicht werden (Verzicht auf Vers.freiheit wegen Altersvollrentenbezugs..), was beim befreiten Job nicht geht. Auch im Hinblick auf mögliche Hinterbliebenenrentenansprüche ist die Ausgestaltung des Minijobs wichtig: zahlt der Minijobber seinen Anteil, hat er die bessere Einkommensanrechung (da Pauschalabzug vom Lohn) und damit ggf. höhere Hinterbliebenenrente. Es spricht aus meiner Sicht sehr viel für die Vers.pflich des Minijobs -es kommt auf den jeweiligen Einzelfall an. Daher macht Vorsprache bei der DRV-Beratungsstelle Sinn..

von
Frauke

Zitiert von: Ahnungslos
Leider gibt es immer die Vorurteile, man kann oder sollte neben einer vollen EM-Rente nicht arbeiten gehen(können). Das können nur Leute sagen oder schreiben, welche selbst nicht in diesem Prozess und "Anerkennung" der Krankheit(en) vor den Sozialbehörden (Rente, GdB und Pflege) stecken und man trotz der Einschränkungen nicht einfach nur zu Hause bleibt und nichts mehr tut.
Ich habe einen Spruch, den ich gelernt habe, bei allem was ich auch schon durch hatte, mit Gutachtern, Widersprüchen und zum Ende auch Klageverfahren. "Man kann alles machen, aber nicht aufgeben"
Und nach dieser Regel lebe ich. Wenn man wirklich davon überzeugt ist, man hat die Einschränkungen und damit ein Recht auf bestimmte Leistungen, dann sollte er, (es müssen die Ärzte und ggf der Anwalt genauso sehen) nicht aufgeben und seine Ziele verfolgen.
Genauso ist das mit dem bisschen arbeiten gehen. Es ist sicher auch anstrengend, aber man hat dadurch so viele positive Aspekte, die das Leben (was man oftmals auch kaum noch als "Leben" bezeichnen kann) um vieles bereichert. Ich vergebliche es manchmal mit dem Fitnessstudio. Da bin ich vor der Krankheit auch immer regelmäßig gewesen. Der Weg dorthin ist meist eine kleine Überwindung, dort fühlt man sich wohl, und danach ist man stolz auf sich und obendrein erntet man Anerkennung und es stärkt den Körper, bei der Arbeit, den Geist.
Und was hat mein Arbeitgeber sich gegen die paar Stunden gesträubt, obwohl ich vorher fast 15 Jahre dort schon war und immer gut gearbeitet habe. Auch da musste ich es durch die Schwerbehinderung "durchdrücken". Jetzt ist man dort auch froh, dass ich da bin, auch wenn es mit Assistenz und Homeoffice ist.
Ich hoffe es lässt sich hier keiner von den Sprüchen abschrecken, wenn er einen wirklich passenden Minijob annehmen möchte. Natürlich nicht 2, 59 Stunden, um unter 3 zu bleiben, dies sind die Dinge, die schwer Kranke in Verruf bringen...

Die unterschiedlichen Sichtweisen dürften sich simpel erklären durch unterschiedliche Vorgehensweisen der Rentenversicherung. Ich habe lange in Süddeutschland gelebt und kannte dort auch EM-Rentner, die unbehelligt einige Stunden arbeiteten. Heute gehöre ich im Norden einem Verband jüngerer neurologisch Erkrankter an. Etwa 500 Personen sind in unbefristeter EM-Rente, von denen haben 18 zeitweise gejobbt. Alle, nochmal, alle 18 haben ein außerordentliches Überprüfungsverfahren für die Rentenberechtigung gekriegt mit Gutachter und in zwei Fällen stationärer Reha. Am Ende ist nur in einem einzigen Fall die Rente entzogen worden. Aber allein diese Aufregungen will hier niemand nochmal haben.

Unter der Hand hat uns eine nette Mitarbeiterin am Ort in der Sprechstunde verraten, dass es eine regionale Dienstanweisung gibt, die zwingend die Einleitung eines Prüfverfahrens vorsieht bei Erwerbsgeminderten plus Job, sofern sie jünger als 55 Jahre sind.

von
Ahnungslos

Erst einmal vielen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage, zum Thema Auswirkung Höhe auf die Altersrente, durch den Hinzuverdienst.

Mit der Überprüfung der Rente habe ich keine Probleme. Ich mache das schon seit kurz nach Renten Beginn und bin auch immer nur befristet. Da ich mich weit unter dem zeitlichen und Hinzuverdienst Rahmen halte, kann mir keiner etwas anhaben. Zumal au h meine Ärzte in die Briefe schreiben, der Minijob dient dazu nicht dauerhaft Bettlägerig zu sein und schützt vor Selbstaufgabe.
Ich kenne auch die Erniedrigung, die man bei Gutachten erfährt, musste auch gerade beim GdB bis vor Gericht ziehen. Dabei habe ich gemerkt, wer kämpft hat gute Chancen seinen Anspruch durchzusetzen und man sollte sich einen Anwalt nehmen. Das Geld ist er wert und man hat höhere Chancen und keinen Stress, den kann man nämlich gar nicht mehr gebrauchen, wenn man schon krank ist und es geht leider fast alles nur noch um rechtliche Dinge, sobald man im Sozialrecht etwas braucht.
Zumal auch diese Überprüfungen jederzeit kommen/können. Ich lasse mich davon nicht beeindrucken, da die Arbeit mir so viel gibt und mich wenigstens noch ein bisschen am Leben teilhaben lässt.
Leider gibt es aber nur wenige, die auch überhaupt die Möglichkeit bekommen, einen Minijob zu bekommen, der machbar ist.

von
Gast

@Frauke

Sie projizieren Ihre eigenen Ängste auf andere Menschen und verstecken sich hinter anderen Menschen.

von
Frauke

Zitiert von: Gast
@Frauke

Sie projizieren Ihre eigenen Ängste auf andere Menschen und verstecken sich hinter anderen Menschen.



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