Erwerbsminderungsrente/ Minijobs/Ehrenamtspauschale

von
Elli

Ich beziehe eine befristete volle Erwerbsminderungsrente.
Seit 2 Monaten gehe ich einem Minijob nach, der max. 20 Stunden im Monat beträgt. Der Verdienst liegt bei 5400€ im Jahr, inkl. der Jahressonderzahlung.

Lt. Rentenbescheid darf ich max. 450 € je Monat, 2mal im Jahr das Doppelte, also 900 € verdienen. Das ergibt max. 6300€

Über eine ehrenamtliche Tätigkeit erhalte ich 2 mal im Jahr jeweils 320 € ( also 640 €) nach Paragraph 3 Nr. 26 EStG. Hier wäre der Höchstbetrag 2.400 €, den ich aber ja nicht ausschöpfe.

Nun meine Frage: Ist es möglich, zusätzlich über die Ehrenamtspauschale Paragraph 3 Nr. 26a EStG (720 €) eine ehrenamtliche Tätigkeit bei einer Hilforganisation aufzunehmen? Und, wenn ja, bis zu welcher Höhe?

Vielen Dank vorab
Elli

von
Fortitude one

Hallo Elli,

es bleibt bei den 6.300 Euro jährlichen Hinzuverdienstgrenze. Aber bedenken Sie Ihre Leistungsfähigkeit liegt unter 3 Stunden. Sie sind verpflichtet Ihre Nebentätigkeiten bei der DRV/RV mitzuteilen. Eventuell könnte überprüft werden ob überhaupt noch eine volle EMR vorliegt.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

Experten-Antwort

Hallo Elli,

die Hinweise von User „Fortitude one“ sind richtig und zu beachten. Zunächst sind sie verpflichtet alle Beschäftigungen Ihrem Rentenversicherungsträger mitzuteilen. Im ersten Schritt wird nun geprüft, ob die medizinischen Voraussetzungen, die zur Gewährung der vollen Erwerbsminderungsrente geführt haben, noch gegeben sind. Wird dies bestätigt, prüft die Deutsche Rentenversicherung, ob die Hinzuverdienstgrenzen eingehalten werden.

Bei der Höhe des anzurechnenden Einkommens, sind die Regelungen des Steuerrechts nicht zu berücksichtigen. Es kommt nur darauf an, ob sämtliche Einkünfte als Arbeitsentgelt nach § 14 SGB IV anzusehen sind. Wenn alle Einkünfte als Arbeitsentgelt berücksichtigt werden müssen, so gelten entweder die Regelungen des § 313 SGB (alte Regelung bis 30.06.2017) oder des § 96 a SGB VI (ab 01.07.2017).