Erwerbsminderungsrente während der Berufsausbildung

von
Jenny

Ich bin während meiner Berufsausbildung schon erwerbsgemindert. Wie berechnet sich diese Rente, wenn nur knapp 2 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt wurde?

von
Answer

Da wirst du nichts bekommen....
Nicht genug eingezahlt das wird ein Fall für das Sozialamt.....

Experten-Antwort

Hallo Jenny,

die Rente würde sich aus den Entgeltpunkten für Versicherungszeiten bis zum Eintritt der Erwerbsminderung und den Entgeltpunkten für die sog. Zurechnungszeit errechnen.

Die Zurechnungszeit beginnt mit dem Eintritt der Erwerbsminderung und endet bei Beginn der Rente im Jahr 2020 mit einem Lebensalter von 65 Jahren und 9 Monate (Rentenbeginn 2021: 65 Jahre und 10 Monate). Diese Zeit wird mit einem Durchschnittswert des bisherigen Versicherungslebens bewertet. Für dieses Versicherungsleben wird grundsätzlich die Zeit vom 17. Lebensjahr bis zum Eintritt der Erwerbsminderung zugrunde gelegt. Dabei ist es möglich, dass Zeiten der Berufsausbildung unter Umständen höher bewertet werden. Dies ist jedoch noch von anderen Faktoren abhängig.

Für eine genaue Berechnung wenden Sie sich bitte an den zuständigen Rentenversicherungsträger.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Lol

Zitiert von: Answer
Da wirst du nichts bekommen....
Nicht genug eingezahlt das wird ein Fall für das Sozialamt.....

Genau anders, Auszubildende können unter Umständen sogar „Glück“ haben und eine weit weit überdurchschnittliche EM Rente zu erhalten.

von
Tommi

Die Frage ist, ob hier auch die 60/36 Monatsregel gilt?
Denn wenn es ab 17 zählt aber man erst 19 z. B. ist, dann hat man noch keine 36 Monate zusammen...

von
Ihr Wunschname

§ 53 Abs. 2,3 SGB VI

von
Drops

Zitiert von: Tommi
Die Frage ist, ob hier auch die 60/36 Monatsregel gilt?
Denn wenn es ab 17 zählt aber man erst 19 z. B. ist, dann hat man noch keine 36 Monate zusammen...
Nein, gilt nicht. 12 Monate reichen schon, bzw. ein Beitrag, wenn die Erwerbsminderung durch die Berufstätigkeit selbst oder einem Arbeitsunfall geschuldet ist. So habe ich das zumindest im Hinterkopf.

von
KSC

Wenn Sie voll erwerbsgemindert sind reichen im Zweifel 12 Monate Beitragszeit und die Rente wird so bewertet als ob Sie bis 65+10 gearbeitet hätten.

Da niedrige Lehrlingsbeiträge hochbewertet werden, kann da wirklich eine vernünftige Rente rauskommen....vielleicht rechnen @W*lfgang, johnny und Co da noch etwas aus, ich bin da zu faul.....wichtig wäre noch mit welchem Alter Sie begonnen haben zu arbeiten und ob es außer der kurzen Lehrzeit vorher noch andere Zeiten gab.....

Die volle EM wäre zu prüfen, bzw. ob dies durch berufliche Maßnahmen vermieden werden kann.

Stellen Sie im Zweifel den Antrag!

von
W°lfgang

Zitiert von: Experte
Dabei ist es möglich, dass Zeiten der Berufsausbildung unter Umständen höher bewertet werden. Dies ist jedoch noch von anderen Faktoren abhängig.

Hmm ...es gibt hier (zunächst) keine (anderen) Faktoren, als die hier nachgefragten:

Heißt zunächst:
- 'kaputt'/EM in der Berufsausbildung
- diese mit üblicherweise 15/16/17 Jahren begonnen

= Durchschnittswert bis zum EM-Rentenbeginn damit hochgerechnet, ergibt eine ausgezahlte Rente (KV/PV schon angezogen) von rd. 1300 €

Da die Anfrage "Ich bin während meiner Berufsausbildung schon erwerbsgemindert." offen lässt, wie alt @Jenny ist, ob nicht bereits weitere/rentenrechtliche Jahre nach 17 bis zum Beginn der Berufsausbildung vergangen sind, ist die @Experten-Aussage grundsätzlich richtig: "Dabei ist es möglich, dass Zeiten der Berufsausbildung unter Umständen höher bewertet werden. _Dies ist jedoch noch von anderen Faktoren abhängig_." !!

Ergo, konkretes Ergebnis nur im Rahmen einer Beratung vor Ort anhand der verifizierbaren Versicherungsdaten möglich und hier nicht im Rahmen einer Best-Off-Spekulation.

Gruß
w.

von
Anti-Wolle

Ob der Experte auf Deine unmaßgebliche Bestätigung seiner Aussage Wert legt, sei mal dahingestellt.