Erwerbsunfähigkeit

von
Simone73

Hallo,
anfang letzten Jahres wurde ich arbeitsunfähig mit emfpehlung das ich eine Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente stellen soll aus einer Reha entlassen. Nach dem ersten Schock, weil ich mit der Absicht nicht in die Reha gegangen war, habe ich diesen Antrag gestellt.
Dieser wurde im November 2015 bewilligt. Allerdings auch nur bis ende November 2015.
Bei der DRV riet man mir dann in den Widerspruch zu gehen weil dort auch keiner sagen konnte warum man den Antrag nur über einen so kurzen Zeitraum bewilligt hat.
Der Widerspruch wurde somit gleich gestellt. Im Janur erhielt ich dann Post mit Befundberichte die meine Ärzte ausfüllen sollten. Bis auf mein Neurologe taten die Ärzte das auch. Mein Neurologe meinte nur das er kein Handlanger der DRV sei und er genug andere Dinge zutun hätte.
Somit schickte mich die DRV zu einem Gutachter. Der Termin war vor gut 6 Wochen.
Wie lange dauert es ungefähr erfahrungsgemäß bis ich was von der DRV höre?

Ich bin inzwische schon ins ALG2 gerutscht und muss sagen das ich vom Jobcenter förmilich fertig gemacht werde was meiner Psyche, die eh schon angekrazt ist, nicht gerade gut tut.

Danke schonmal
Simone

von
R. Fischer

Hallo Simone,

Ich kann Ihnen jetzt nur aus meiner Erfahrung schreiben.
Ich war zwischen Weihnachten und Neujahr 2013 beim Gutachter und letzte Januarwoche 2014 kam schon mein Rentenbescheid über eine unbefristete EWR-Rente. Es war aber kein Widerspruchsverfahren. Bei mir ging es also sehr schnell.
Alles Gute für Sie und ich hoffe, Sie bekommen nun mal bald einen positiven Bescheid.

LG R. Fischer

von
Herz1952

Rückfrage: Rentenantrag im November 2015 gestellt und nur bis Ende 2015 gewährt? Oder Bescheid Nov. 2015 erhalten mit Gültigkeit bis 2015?

Neurologe: frech und faul.

Jobcenter: AU vorlegen. die sind dann froh, weil Sie in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen und Ihre Ruhe haben oder einen eigenen Gutachter einschalten.

Jetzt heißt es: erst mal abwarten. Vielleicht wird Rente rückwirkend weitergewährt und mit dem Jobcenter aufgerechnet.

Oder Sie rufen die DRV an und schildern Ihre Not. Hilft vielleicht um mehr Klarheit zu haben oder sogar das "Problem" zu lösen. Insbesondere was passiert wenn Rente weitergewährt wird, dass/ob dann nachgezahlt wird.

von
Herz1952

gemeint ist: AU, damit das JC seine Ruhe hat. Die legen nämlich keinen Wert auf schwierige Vermittlungen. Vermasselt nämlich die Statistik für die Stellenvermittlung.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

gemeint ist: AU, damit das JC seine Ruhe hat. Die legen nämlich keinen Wert auf schwierige Vermittlungen. Vermasselt nämlich die Statistik für die Stellenvermittlung.

Und warum werden dann viele JobCenter-Kunden trotz AU-Bescheinigung einbestellt, sofern sie keine "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" ihres Arztes vorlegen können?

Diese Praxis wurde übrigens bereits vom BSG abgesegnet.

MfG

von
Herz1952

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: Herz1952

gemeint ist: AU, damit das JC seine Ruhe hat. Die legen nämlich keinen Wert auf schwierige Vermittlungen. Vermasselt nämlich die Statistik für die Stellenvermittlung.

Und warum werden dann viele JobCenter-Kunden trotz AU-Bescheinigung einbestellt, sofern sie keine "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" ihres Arztes vorlegen können?

Diese Praxis wurde übrigens bereits vom BSG abgesegnet.

MfG

Hallo Schorsch,

Sie sind wieder auf meinen Doppelgänger reingefallen. Ich schreibe nämlich nicht so unüberlegte Dinge, wie mein Doppelgänger (smile)

von
Simone73

Im März 2015 habe ich den Antrag gesestellt. Im November 2015 kam dann die Bewilligung allerdings bewilligt nur für den Zeitraum von Antragstellung - November 2015.
Es folgte dann ein Telefonat mit der Rentenversicherung warum die den Antrag nur über so einen kurzen Zeitraum genehmigt hätten. Konnten die leider auch nicht beantworten und rieten zum Widerspruch.

Ja mein Neurologe ist faul. Hatte da schon einen ganzen stapel liegen.

Ich bin jetzt durchgehend AU geschrieben. So wie schon geschrieben wurden akzeptiert das Jobcenter keine AU`s. Die haben auch schonmal eine Bescheinigung erhalten. Ist denen alles total egal.

Simone

von
Herz1952

Hallo Simone73,

Bekommen Sie Stellenvorschläge oder müssen Sie nur erscheinen. Das macht auch einen Unterschied. "Schorsch" hat ja geschrieben, dass die Praxis, zumindest des Vorstellens, rechtmäßig ist. Gegen eine Vorstellung wäre eigentlich nichts einzuwenden. Aber, dass Sie sich noch bewerben sollen wäre ziemlich fies und vielleicht sogar unrechtmäßig. Bei mir wollte die Krankenkasse auch keine AU akzeptieren. Wenn ich keinen freien Renten und Sozialrechtsberater mit Zulassung bei einem Landgericht gehabt hätte, wäre mir wohl das Krankengeld gesperrt worden. Ganz blöd wäre eine Sperre in einem solchen Fall, dass Sie sich nicht bewerben. Sie müssen dem zukünftigen Arbeitgeber auch mitteilen, dass Sie nicht arbeitsfähig sind und vor allem, die Lücken im Lebenslauf erklären, sonst droht bei Einstellung und Ungeeignetheit sogar Schadensersatzpflicht.

Eine Vorstellungspflicht besteht nun mal. Ein ehemaliger Mitarbeiter von mir hat erzählt - er hat die Termine trotz Krankheit wahrgenommen - , dass das JC richtig erfreut war, wenn er eine AU vorgelegt hatte, weil er in dieser Woche nicht als vermittelbar galt und die Statistik geschönt werden konnte.

Der Staat wird leider immer krimineller und niemand geht dagegen vor und die Gerichte hängen ihre Fähnchen mittlerweile in den Wind.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass das BSG überstimmt worden wäre.

Was hat der Staat nicht schon alles ausgegeben um Arbeitslose erwerbsfähig zu machen. Verdient haben dabei die Lehrgangsveranstalter und mit z.B. könnte man mit Bürokaufleuten Straßen pflastern. Geldverschwendung nennt man dieses "Feigenblatt".

Wenn Sie aufgefordert werden zu einer Bewerbung und zu dieser Stelle hingehen können, machen Sie es halt. Sie haben so wie so keine Chance "genommen" zu werden und vermeiden vielleicht eine Sperre.

Die Mitarbeiter können auch nichts dazu. Es gab schon welche, die den Job aufgegeben haben, weil sie die Methoden nicht ertragen haben.

Mich wundert allerdings die verbale und mitunter körperliche Gewalt gegen die Mitarbeiter auch nicht mehr.

Eventuell kann Ihnen einer Ihrer Ärzte auch eine Wege-Unfähigkeitsbescheinigung ausstellen, aber diese würde Sie vielleicht an Ihr Haus binden.

Aber ich habe auch schon öfter festgestellt, dass Menschen in diesem "reichen Land" nicht zählen, wenn Sie nicht arbeiten können. Dann wundert man sich noch, dass AfD, Pegida und Co. so "stark" werden, auch wenn diese "das letzte" sind, was wir gebrauchen können.

Aber es geht in allen anderen Institutionen auch nicht "koscher" zu, wenn es um Geld geht. Das sehe ich in der Medizin immer deutlicher.

Jetzt sage ich es noch einmal ganz deutlich: Alles wird mehr und mehr zu einer "Sauerei". So, und jetzt gehe ich in den Wald um mich für diesen Vergleich bei der "wilden Steckdosenfraktion" zu entschuldigen (grunz).

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Simone73,

leider lässt sich zu der zu erwartenden Verfahrensdauer keine Angabe machen. Diese ist je nach Lagerung des jeweiligen Einzelfalls unterschiedlich und u. a. auch davon abhängig, ob ggf. noch weitere Unterlagen angefordert werden müssen. Hierauf hat u. U. auch der Rentenversicherungsträger nur begrenzten Einfluss.

Um etwas mehr Klarheit über den aktuellen Sachstand Ihres Widerspruchs zu bekommen, kann ich Ihnen daher nur empfehlen, sich direkt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen und dort nach dem aktuellen Verfahrensstand zu fragen.