fehlerhafter Eintrag im grünen SV Buch, was kann ich tun?

von
Lola

Hallo Leute, bei der Beschäftigung mit meinem Rentenverlauf bin ich dahintergekommen, dass in meinem grünen Arbeitsbuch für ein komplettes Arbeitsjahr (1971) und 2 Monate von 1972 die Höhe des beitragspflichtigen Gesamtarbeitsverdienstes nicht korrekt eingetragen wurde. Ich habe noch den Arbeitsvertrag aus dieser Zeit, aber den alleine erkennt der Rententräger als Beweis für einen fehlerhaften Eintrag nicht an. Eine Recherche in einem zuständigen Archiv blieb erfolglos, weil die Unterlagen aus dieser Zeit bereits vernichtet sind. Was kann ich noch tun?????????? Ich bin gerade dabei, konkret meinen Rentenantrag zu stellen, die Höhe des tatsächlichen Arbeitsverdienstes dieser 14 Monate geht mir ohne Eure Hilfe sonst bei Rentenberechnung verloren. Ich danke Euch schon mal!!!!!!!!!!!!Lola

von
Feli

Viel mehr als Sie bisher getan haben eigentlich nicht.
Um wieviel Unterschied im Entgelt handelt es sich denn? Lohnt sich weiterer Aufwand?

von
Galgenhumor

Nichts kann diesbezüglich mehr getan werden.....
der Fehler liegt bei Ihnen...Sie hätten in den fraglichen Zeiten die Eintragungen überprüfen müssen....und das die Lohnunterlagen nunmehr der Vermichtung zugeführt wurden, wurde mehr oder weniger sehr ausführlich in der bunten Welt der Presse berichtet...

von
....

Entweder sie haben noch Ihre Gehaltsstreifen oder der RV-Träger muss doch anhand des Arbeitsvertrages prüfen ( http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_256AR6.1.2.2 ). So sieht es zumindest die Arbeitsanweisung recht eindeutig vor. Viel Erfolg.

von
....

Zitiert von: Galgenhumor

Nichts kann diesbezüglich mehr getan werden.....
der Fehler liegt bei Ihnen...Sie hätten in den fraglichen Zeiten die Eintragungen überprüfen müssen....und das die Lohnunterlagen nunmehr der Vermichtung zugeführt wurden, wurde mehr oder weniger sehr ausführlich in der bunten Welt der Presse berichtet...

Es wird wohl eher um die Anerkennung von Überentgelten gehen und deshalb -> http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_256AR6.1.2.2

... ansonsten ist's tasächlich Pech.

von
....

Zitiert von: ....

Entweder sie haben noch Ihre Gehaltsstreifen oder der RV-Träger muss doch anhand des Arbeitsvertrages prüfen ( http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_256AR6.1.2.2 ). So sieht es zumindest die Arbeitsanweisung recht eindeutig vor. Viel Erfolg.

UPS im Jahr geirrt ... mein geschriebenes gilt nur bis 28.02.1971.

von
galwien

wer zu spät kommt wie die alt Fastnacht, den straft das Leben.

ich kann es nicht verstehen, wenn sich Leute erst beim Rentenantrag mit ihrem Versicherungsverlauf beschäftigen. Denen geschieht es dann recht, wenn sie Arbeitszeiten nicht mehr nachweisen können und die Rente entsprechend niedriger ausfällt.

ich sage meinen Kindern immer, sie sollen alles regelmäßig überprüfen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Lola,

ich empfehle Ihnen den zuständigen Sachbearbeiter zu fragen, welche Möglichkeiten sie noch haben, ihren tatsächlichen Verdienst nachzuweisen. Evtl. ist eine Anerkennung aber auch deshalb nicht möglich, weil die Beitragsbemessungsgrenze überschritten wurde und ggf. keine Beiträge zur Freiwilligen Zusatzrentenversicherung (FZR; Einzahlung ab 01.03.1971 möglich) geleistet wurden.

Überentgelte, die ausschließlich wegen Überschreitens der seinerzeit in der DDR geltenden Beitragsbemessungsgrenze von 600,00 M monatlich nicht beitragspflichtig waren, können in der Regel nur für Zeiten bis zum 28.02.1971 anerkannt werden.

von
Ist ähnlich passiert

Ich konnte mit Hilfe meiner noch vorhandenen FDGB-Mitgliedskarte nachweisen, wie hoch mein Verdienst annähernd war. Dieser Gewerkschaftsbeitrag war ja immer einkommensabhängig.
Auch hatte ich meinen damaligen Vorgesetzten ausfindig gemacht, der mir in einer vom Notar beglaubigten Erklärung, dieses Einkommen bescheinigte.

Es ging um ein Jahr und wurde von der Rentenversicherung so akzeptiert.

von
Unwissender

Was ist denn das schon wieder:
Ein grünes SV-Buch????
Ich habe mein ganzes Arbeitsleben lang viel Geld in die RV einzahlen MÜSSEN, bekomme dafür kaum einen Gegenwert.
Aber ein grünes SV-Buch hatte ich nicht !.
Ist das wieder so etwas, mit dem Leute ihre Rente künstlich erhöhen lassen können ?? Einfach so , ohne vorherige Eigenleistung ??
Das gab es ja schon öfters.

von
W*lfgang

Zitiert von: Unwissender
Was ist denn das schon weder:
Ein grünes SV-Buch????
Ich habe mein ganzes Arbeitsleben lang viel Geld in die RV einzahlen MÜSSEN, bekomme dafür kaum einen Gegenwert.
Aber ein grünes SV-Buch hatte ich nicht !.
Ist das wieder so etwas, mit dem Leute ihre Rente künstlich erhöhen lassen können ?? Einfach so , ohne vorherige Eigenleistung ??
Das gab es ja schon öfters.
Unwissender,

das gelbe SV-Buch (SelbstVersorger) ist das Wertvollste: mehr Brutto vom Netto ;-)

Wenn Sie in der Lage sind zu googeln - ins Internet scheinens ja zu schaffen - werden Sie auch die Geheimnisse des 'grünen' SV-Ausweises' ergründen können.

Gruß
w.

von
LS

Die Art und Weise der Berücksichtigung von Verdiensten in der ehemaligen DDR hängt von vielerlei Sachverhalten ab.
.
Denke, dass die von mir folgend genannte die Ursache der Nichtberücksichtigung ist.
.
Sie haben sich von Ihrem Arbeitgeber nach der Wende eine Verdienstbescheinigung besorgt, in der für einen bestimmten Zeitraum ihre tatsächlich erzielten Verdienste eingetragen wurden, unabhängig davon, was im SV-Buch bescheinigt wurde.
.
Ab 01.03.1971 begann die Regelung mit der freiwilligen Zusatzrentenversicherung.
Wer nicht gewillt war für sein Einkommen oberhalb von 600 M mtl. Beiträge im Sinne der FZR-Regelung zu zahlen, dessen darüberliegender Teil wurde weder zu DDR-Zeiten für die Rente wirksam noch ist dies nach Bundesrecht der Fall.
.
Das Rentenrecht der BRD hat aber durch Neuregelungen erlaubt, das höhere Verdienste (solche oberhalb von 600 mtl. oder einem Vielfachen davon), auch für einen Zeitraum vor März 1971 berücksichtigt werden.
.
Diese Handhabung ist offensichtlich bei Ihnen bis Februar 1971 angewendet worden.
.
Ab 07.03.1971 war die Berücksichtigung von höheren Verdiensten nicht mehr möglich, wenn nicht dafür auch Beiträge gezahlt wurden.
.
Ich gehe davon aus, sie Sie den Verdienst für das Jahr 1971 aus der Bescheinigung mit den Eintragungen im SV-Buch verglichen haben, wodurch sich die Differenz ergeben hat.

von
LS

Die Art und Weise der Berücksichtigung von Verdiensten in der ehemaligen DDR hängt von vielerlei Sachverhalten ab.
.
Denke, dass die von mir folgend genannte die Ursache der Nichtberücksichtigung ist.
.
Sie haben sich von Ihrem Arbeitgeber nach der Wende eine Verdienstbescheinigung besorgt, in der für einen bestimmten Zeitraum ihre tatsächlich erzielten Verdienste eingetragen wurden, unabhängig davon, was im SV-Buch bescheinigt wurde.
.
Ab 01.03.1971 begann die Regelung mit der freiwilligen Zusatzrentenversicherung.
Wer nicht gewillt war für sein Einkommen oberhalb von 600 M mtl. Beiträge im Sinne der FZR-Regelung zu zahlen, dessen darüberliegender Teil wurde weder zu DDR-Zeiten für die Rente wirksam noch ist dies nach Bundesrecht der Fall.
.
Das Rentenrecht der BRD hat aber durch Neuregelungen erlaubt, das höhere Verdienste (solche oberhalb von 600 mtl. oder einem Vielfachen davon), auch für einen Zeitraum vor März 1971 berücksichtigt werden.
.
Diese Handhabung ist offensichtlich bei Ihnen bis Februar 1971 angewendet worden.
.
Ab 07.03.1971 war die Berücksichtigung von höheren Verdiensten nicht mehr möglich, wenn nicht dafür auch Beiträge gezahlt wurden.
.
Ich gehe davon aus, sie Sie den Verdienst für das Jahr 1971 aus der Bescheinigung mit den Eintragungen im SV-Buch verglichen haben, wodurch sich die Differenz ergeben hat.

von
LS

Bitte an die Redaktion.
.
Weil nach Betätigung des Button "Senden"
nichts passierte, habe ich nach einer geraumen Weile ihn noch einmal betätigt.
.
Ergebnis: er ist jetzt 2x vorhanden.
Bitte die 2. Darlegung mit gleichem Text löschen.

von
Unwissender

Aha, da werden wieder einmal die Leute "belohnt", die keine Vorleistung / Beitragszahlung erbracht haben und trotzdem eine Riesen-Rente erhalten.
Da kann man sehen, wie das Geld derjenigen verschwendet wird, die ihr Leben lang einzahlen mußten ( dafür wird dann bei ihnen gespart )
Es ist nicht zu fassen!

von
honk

Selten hat ein Name im Forum so gepasst...

von
Evi

Ich habe ein ähnliches Problem und besitze noch alle FDGB-Ausweise mit den eingeklebten und auch abgestempelten Beitragsmarken sowie der Abzeichnung des damaligen Kassierers. Allerdings fehlt mir für eine glaubhafte Argumentation gegenüber der RV der jeweils konkrete Beitragssatz für das jeweilige Jahr. Der Beitragssatz lag je nach Einkommen zwischen 1 % bis 1,5 % des monatlichen Gesamtbruttoverdienstes, aber wie hoch genau ist wohl nur aus den damaligen Beitragstabellen ableitbar, die ich leider nicht besitze. Im Internet ist da auch nichts zu finden, aber vielleicht standen ja die Beitragstabellen für das jeweilige Jahr in den FDGB-Taschenkalendern - Bin mir da aber nicht sicher ( solche findet man ab und an als Angebot bei ebay ).
Aber vielleicht hat jemand noch einen anderen Tip.
Auch mir fehlen für die letzten Jahre die Verdienstbescheinigungen des Arbeitgebers aus DDR-Zeiten und nun erkennt die RV nur das in den Arbeitsverträgen ausgewiesene Grundgehalt, aber nicht den dort ebenfalls ausgewiesenen leistungsabhängigen Zuschlag ( LOG bzw. LAG ) an.
Ich habe aber eine von Liquidator unterschriebene Verdienstbescheinigung für die Jahre 1972 - 1983 ( mit Gesamtbruttogehalt, SVA-Versicherungsanteil und FZR-Anteil ) und daraus läßt sich an Hand der geklebten FDGB-Marken und der zum Teil auch eingetragenen Jahresbeiträge der Prozentsatz für diese Zeiträume berechen. Im Umkehrschluß kann man dann mit diesem Prozentsatz ( ggf. Mittelwert der Jahre, da variabel zwischen 1,1 % bis 1,4 % ) das "tatsächlich" gezahlte Gesamtbruttoverdienst berechnen und so zu versuchen, der RV als glaubhaft erhalten vorzuschlagen. Wäre zumindestens einen Versuch Wert !
Wie stehen hier die Chancen - Gibt es da bereits Erfahrungen ?

von
LS

Hallo Lola,
Will ergänzend zu meinem Beitrag mit Datum 13.01.2014 folgendes noch mal ausführen.
a). .In den Ausweis für Arbeit und Sozialversicherung dürfen Arbeitsverdienste maximal nur bis
. . . 600,00 M monatlich oder 7200,00 M jährlich eingetragen werden.
b). .Wurde monatlich oder jährlich mehr verdient, können die höheren Verdienste bis einschließ-
. . . .lich 28.02.1971 berücksichtigt werden, wenn dafür Unterlagen vorhanden sind.
. . . .Ab 01.03.1971 ist eine Berücksichtigung für die Rente nur möglich, wenn man:
. . . .einem Sonder – u. oder Zusatzversorgungssystem angehörte und dies durch die DRV bestätigt
. . . .wurde. Nachweise sind auch hierfür erforderlich, oder
. . . .man zusätzliche Beiträge als FZR (Freiwillige Zusatzrentenversicherung) für den In-Frage-
. . . .kommenden Zeitraum gezahlt hat.
.
Eine fehlerhafte Eintragung durch die Lohnbuchhaltung ist wenig wahrscheinlich.
.
Arbeitsverträge sind durchaus ein Mittel der Glaubhaftmachung. Festzustellen wäre, ob darin für
die strittige Zeit ein höherer Lohn oder ein höheres monatliches Gehalt oberhalb 600,00 M
monatlich steht.
Ist das der Fall, ist ohne FZR eine Berücksichtigung grundsätzlich durch die DRV nicht möglich,
wurden auch zu DDR Zeiten dafür keine SV-Beiträge abgezogen.
Liegt der Wert lt. Arbeitsvertrag unter 600,00, muss von einer richtigen Eintragung im SV-Buch
ausgegangen werden.
Mit Bezug auf Übereinstimmung mit den Eintragungen im SV-Buch sind die Angaben im Arbeits-
Vertrag nur dann übernehmbar, wenn im relevanten Zeitraum keine Krankheit vorgelegen hat,
was festzustellen wäre.
Du darfst mich gern anrufen 0451-5028508, wir können uns dann konkreter zum Problem
unterhalten.
Da ich Tabellen von FDGB-Beiträgen und zugehörige Verdienste für alle Verdienste habe,
können wir uns auch darüber verständigen.