Flexirente

von
privat

hallo zusammen,

habe gehört das es im rahmen der neuen flexirente sinnvoll sein kann nur 99 Prozent der rente in anspruch zu nehmen (also auf 1 Prozent zu verzichten).

kann hier vielleicht jemand erklären in welchen fällen das sinnvoll wäre ??
scheint wohl ziemlich kompliziert die neue flexirente

vielen dank für eure hilfe!!

von
Schade

....beispielsweise dann wenn jemand ab Regelalter noch pflegebedürftige Angehörige pflegt. Dann müsste bei einem Teilrentner die Pflegekasse weiterhin Beiträge zahlen......

Ist so ziemlich die einzige "offentsichtliche Konstellation" für die 99% Teilrente......

von
privat

hallo schade,

danke für die antwort.

wie sieht es beim thema freiwillige versicherung aus??

könnte mir vorstellen das die neue flexirente durchaus interessante
konstellationen eröffnet

von
Schade

.....mit freiwilligen Beiträgen kann man Beispielsweise die Entgeltpunkte der letzten 15 Jahre erhöhen, damit erhöht sich der Hinzuverdienstdeckel und höhere Teilrenten sind möglic.....

Aber es macht m.E. jetzt keinen Sinn immer neue Schlagworte hier ins Forum einzustellen....ich zumindest habe keine Lust einen umfassenden "Fachaufsatz zu Flexi und Co" hier einzustellen.

Schökern Sie doch ganz einfach die Flexirentenbeiträge der letzten 5 Monate durch - dann sind Sie im Bild....:)

von
W*lfgang

Zitiert von: privat
könnte mir vorstellen das die neue flexirente durchaus interessante
konstellationen eröffnet
privat,

tut sie /leider, für die Beratung ein (neues) Gräuel ...da hat der Gesetzgeber glatte vergessen, eine Erschwerniszulage für die Berater mit einzubauen – reicht es, wenn man Ihnen den blanken Gesetzestext und eine aktuelle SGB6-Ausgabe in die Hand drückt? ;-)

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Bei Bezug einer Regelaltersrente kann ab 01.07.2017 eine flexible Teilrente von mindestens 10 % der Vollrente gewählt werden. Durch die Wahl einer Teilrente in Höhe von 99 % können die Versicherten erreichen, dass die Beiträge für die Pflegezeiten gezahlt werden (bei der bisherigen Teilrente mussten sie mindestens auf 1/3 der Rente verzichten).
Zum nächsten 01.07. werden die Zuschläge für das vorangegangene Kalenderjahr berücksichtigt.
Nach Beendigung der Pflegetätigkeit sollte dann die Vollrente beantragt werden.

Freiwillige Beiträge können bis zur Regelaltersgrenze gezahlt werden, auch wenn bereits eine Vollrente wegen Alters bindend bewilligt oder bezogen wird. Nach derzeitiger Auffassung ist ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht möglich, wenn dies lediglich die Zahlung freiwilliger Beiträge ermöglichen soll.

von
W.Jost

Zitiert von: privat

Bei Bezug einer Regelaltersrente kann ab 01.07.2017 eine flexible Teilrente von mindestens 10 % der Vollrente gewählt werden. Durch die Wahl einer Teilrente in Höhe von 99 % können die Versicherten erreichen, dass die Beiträge für die Pflegezeiten gezahlt werden (bei der bisherigen Teilrente mussten sie mindestens auf 1/3 der Rente verzichten).
Zum nächsten 01.07. werden die Zuschläge für das vorangegangene Kalenderjahr berücksichtigt.
Nach Beendigung der Pflegetätigkeit sollte dann die Vollrente beantragt werden.

Freiwillige Beiträge können bis zur Regelaltersgrenze gezahlt werden, auch wenn bereits eine Vollrente wegen Alters bindend bewilligt oder bezogen wird. Nach derzeitiger Auffassung ist ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht möglich, wenn dies lediglich die Zahlung freiwilliger Beiträge ermöglichen soll.

Sehr geehrter Experte,
dies ist nach meinem Dafuerhalten leider wieder nur ein Teilsapekt der freiwilligen Beitraege.
In meinem Fall warte ich auch zum Beispiel dringend auf den Rentenanteil aus Italien (12 Jahre).
Durch die permanenten Gesetzesaenderungen und Verschlechterung dort muss ich jetzt hier in DE dafuer sorgen, dass max. "BEITRAGSJAHRE" zusammenkommen, sonst gibt das nichts mehr mit
42 Beitragsjahren, nur diese werden dort bewertet, keine DE Ausbildungszeiten etc.
Daher ueberlege ich auch mich freiwillig mit dem Mindestbeitrag weiterzuversichern, und zwar bis deutlich ueber die Regelarbeitsgrenze DE hinaus ....
Ich hatte die REgelungen hier in DE bisher so verstanden dass ich mich als Selbstaendiger zumindest mit dem Mindestbeitrag weiterversichern kann.. ?

W.Jost