Flexirente - Höherer Zuverdienst

von
Miss Moneypenny

Hallo, es soll für vorzeitig in Rente gegangene (also Rente ab 63) einen höheren Zuverdienst geben - stimmt das so? Ab wann gilt die höhere Zuverdienstgrenze? Gilt die für alle oder nur für Neurentner?
Danke und shcönes Wochenende noch!

von
SE

Die Regelung gilt erst ab 1.7.2017 siehe unter:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/097/1809787.pdf

von
Herz1952

Neueste Nachrichten:

Die Flexirente kann erst ab 1.7.2017 eingeführt werden. Das steht fest, da die Programmierung eines so komplexen Systems Zeit kostet.

Konkret: bisher wurde der Hinzuverdienst gestuft und wenn Sie auch nur einen Euro zu viel hatten, rutschten Sie in die nächste Stufe.

Dies wird jetzt durch eine "Gleitklausel" verhindert. Der Mehrverdienst wird nur um 40 % angerechnet, d.h. von einen Euro würde nur mit 40 Euro-Cent angerechnet.

Auch können die Abschläge durch Zahlungen ab dem 50. Lebensjahr ausgeglichen werden (bisher 55).

Des weiteren können Sie, wenn Sie weiterarbeiten auch selbst noch den RV-Anteil für den Arbeitslohn einzahlen. Bisher war nur der Arbeitgeber verpflichtet bei Rentnern den Arbeitgeberanteil zu zahlen.

Natürlich wird das ganze wohl nur für Neurentner gelten. Aber sicher kann man nie sein.

Die Experten werden wohl am Wochenende Überstunden mach müssen und für Auskünfte steuerfreie Nachtzuschläge erhalten, so komplex wie das insgesamt werden wird :-).

Miss Moneypenny, Sie sehen heute wieder bezaubernd aus. :-)

Gruß
James Bond 2017, mit der Lizenz nur unverbindliche Aussagen zu treffen. :-)

von
KSC

Liebe/r Herz 1952 - wieso soll das nur für Neurentner gelten? Das ist mal wieder so ein Gerücht das Sie streuen ohne jegliche Ahnung zu haben.

Und am Wochenende machen die Experten sicher noch keine Überstunden deswegen - das Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten, der flexiblere Zuverdienst soll erst ab 01.07. 2017 gelten. Warum dann heute schon Überstunden?

Die lieben Fragesteller werden sich da schon noch ein paar Wochen gedulden müssen, bis alles klar ist.

Keiner kann heute schon konkrete Berechnungen in seinem Einzelfall erwarten.....:)

von
Jonny

[quote=262042]
Keiner kann heute schon konkrete Berechnungen in seinem Einzelfall erwarten.....:)
[qoute]\
... und wird sie vermutlich auch nach der Umsetzung - insbesondere der endgültigen Berechnung der letzten Regelaltersrente auch kaum verstehen
Meint jedenfalls
Jonny

von
Herz1952

Hallo KSC,

ich habe doch geschrieben, dass man da nicht sicher sein kann :-).

Jetzt wollte ich den fleißigen Experten auch noch steuerfreie Zulagen bescheren, aber das war wohl nix :-(

von Experte/in Experten-Antwort

Bisher gibt es feste Hinzuverdienstgrenzen, die beim Überschreiten ggf. zu Teilrenten führen.
Mit dem Flexi-Rentengesetz soll die Möglichkeit, vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Teilzeitarbeit durch eine Teilrente zu ergänzen, verbessert werden. Teilrente und Hinzuverdienst sollen flexibel und individuell miteinander kombinierbar sein.
Der Hinzuverdienst soll im Rahmen einer Jahresbetrachtung bei der Rente berücksichtigt werden. Dabei soll die Hinzuverdienstgrenze für die volle Altersrente 6.300 Euro im Kalenderjahr betragen.
Wird diese überschritten, soll grundsätzlich ein Zwölftel des übersteigenden Betrages zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet werden.
Bezieher einer "Vollrente" sollen künftig in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig werden, bis sie die Regelaltersgrenze erreicht haben, wenn sie eine Beschäftigung ausüben. Wer eine vorgezogene Vollrente wegen Alters bezieht und weiterarbeitet, erhöht dadurch künftig den Rentenanspruch. Personen, die am Tag vor Inkrafttreten des Flexi-Rentengesetzes wegen des Bezugs einer Vollrente wegen Alters vor Erreichen der Regelaltersgrenze in einer Beschäftigung versicherungsfrei waren, sollen in dieser Beschäftigung versicherungsfrei bleiben. Für sie besteht die Möglichkeit für die Zukunft auf die Versicherungsfreiheit zu verzichten.
Das Flexi-Rentengesetz soll zum 01.07.2017 in Kraft treten.

von
Wundernase

Ich habe mich mal mit dem beschlossenen Flexi-Gesetz beschäftigt.
Kann es richtig sein, dass meine vorausberechnete AR ab SEP 2020 in Höhe von 2292,27 € monatlich bei dem höchsten Entgeltpunkt in 2006 von 2,1300 erst wegfällt, wenn ich im Jahr 75.068,10 € hinzuverdiene und bei z.B. "nur" 75.000,00 € noch 2,27 € monatlich zu zahlen wären?
Das wäre ja wundervoll. Nach geltendem Recht fiel die AR ja schon völlig unter den Tisch, wenn ich mehr als 2933,70 € monatlich bzw. 35.204,40 € verdienen würde.
Also wirklich ein Gewinner-Gesetz, wie jetzt jemand im Bundestag sagte, oder
erkundigt sich mal
Wundernase

von
Herz1952

Hallo Wundernase,

stellen Sie am besten die Frage noch einmal, damit sie ein Experte beantworten soll.

Ich sehe das jetzt so, dass bei einer gesetzlichen AR (ab dem normalen Altersjahr der Rente, die stufenweise angehoben wird) nichts wegfällt.

Bei einer vorgezogenen AR gilt in Zukunft eine "Geleitklausel". Vielleicht könne Sie das schon aus meinem ersten Beitrag erkennen, wie der Hase läuft :-).

Bei Ihnen sehe ich das so, dass, wenn 2020 in die Reguläre abschlagsfreie Rente gehen. Dass Sie zur Rente ja unbegrenzt hinzuverdienen können (wie bisher auch).

Nur das Finanzamt könnte Sie daran hindern, dass Sie zum Millionär werden, falls Sie es noch nicht sind. :-)

von
Wundernase

Hallo Herz 1952
ich gehe mal davon aus, dass Ihr letzter Beitrag auch unter
James Bond 2017, mit der Lizenz nur unverbindliche Aussagen zu treffen.
einzuordnen ist. Lesen Sie bitte erst einmal die beschlossene Fassung bevor Sie sich äußern
Viel neue Erkenntnisse dabei wünscht
Wundernase

von
Herz1952

Lesen Sie bitte mal den ersten genannten Link von "SE".

Ich habe da nur was gefunden, dass die Flexirente mit Hinzuverdienst von den Hinzuverdienstgrenzen betroffen ist.

Was anderes ist es, wenn Sie verbindlich die Altersrente bekommen. Dann dürfen Sie auch bei einem Hinzuverdienst Ihre Rentenversicherung nicht noch selbst zahlen um die Rente zu erhöhen, wie es bei der Flexirente der Fall ist.

Folglich würde auch bei Hinzuverdienst keine Hinzuverdienstgrenze bestehen.

Unverbindlich sind auch die Auskünfte von Rechtsanwälten. :-).

Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, schildern Sie Ihr Problem bei einer separaten Frage, mit Ihren persönlichen Wünschen/Voraussetzungen.

Auch in unserer Tageszeitung, die schon etwas ausführlicher berichtet, wurde nicht erwähnt, dass es bei der "normalen, verbindlichen" Altersrente Hinzuverdienstgrenzen gibt. Bei der Flexirente dürfen Sie ja auch weit über die normale Altersgrenze hinzuverdienen, nur sind aus den genannten Gründen (weiterversichern) Grenzen gesetzt. Da sind aber auch Grenzen gesetzt bis wie viele Jahre man das machen kann, bis man nicht mehr flexibel sein darf.

Über die meisten Gesetze werden sich allerdings die "Rechtsgelehrten" auch noch streiten, wie in allen Bereichen.

Sie sehen wahrscheinlich auch immer erst die (vermeintlichen) Haken, so wie ich :-).

von
KSC

Mann o Mann "Wundernase", Sie haben ja Probleme!

Wenn Sie 2020 in Rente gehen ist das Flex- Rentengesetz schon 3 Jahre alt, dann sind alle offenen Fragen geklärt.

Wer soll Ihnen heute schon berechnen ob Sie wirklich bei einem Zuverdienst von 75.000 € noch 2 Euro Rente kriegen oder gar nichts. Das ist doch heute noch weniger interessant als ein Sack Reis der in Vietnam umfällt.

Erkundigen Sie sich ein halbes Jahr vor Beginn der Rente, dann wird Ihnen das jeder DRV Kollege in 3,9 Sekunden per Knopfdruck aus seinem PC zaubern, bzw. X Beispiele stehen in den DRV Merkblättern.

Was soll denn diese Frage? Ich glaube die Experten haben derzeit besseres zu tun.

von
Wundernase

Hallo KSC,
Ich habe als Regelaltersrentner keine Probleme sondern nur mal nach dem Fast-Gesetz gerechnet.

Aber Sie werden Probleme haben, wenn im Mai 2017 der EM-Rentner mit der halben EM-Rente bei Ihnen auf der Matte steht und sich erkundigt, ob er denn weiterhin den gerade noch zulässigen Hinzuverdienst ohne Renteneinbußen erzielen darf. Viel Vergnügen beim Gewinnen neuer Erkenntnisse bis dahin (oder auch ohne mit Knopfdruck)
Wünscht
Wundernase

von
Jupiter Jones Jr

Zitiert von: Wundernase

Ich habe mich mal mit dem beschlossenen Flexi-Gesetz beschäftigt.
Kann es richtig sein, dass meine vorausberechnete AR ab SEP 2020 in Höhe von 2292,27 € monatlich bei dem höchsten Entgeltpunkt in 2006 von 2,1300 erst wegfällt, wenn ich im Jahr 75.068,10 € hinzuverdiene und bei z.B. "nur" 75.000,00 € noch 2,27 € monatlich zu zahlen wären?
Das wäre ja wundervoll. Nach geltendem Recht fiel die AR ja schon völlig unter den Tisch, wenn ich mehr als 2933,70 € monatlich bzw. 35.204,40 € verdienen würde.
Also wirklich ein Gewinner-Gesetz, wie jetzt jemand im Bundestag sagte, oder
erkundigt sich mal
Wundernase

Würde ein Hinzuverdienst von 75.067,99 Euro nicht auch schon zur Auszahlung "Null" führen?

von
Wundernase

@Jupiter Jones Jr
ja, da stimme ich Ihnen zu. Aber bei 75067,50 gäbe es noch zwei Cent, oder?

Und als Mathematiker werden Sie mir sicherlich diese Frage beantworten können:
Wo wäre bei 2292,27 € Rente mit dem höchsten Punktwert von 1,8000 EP die Grenze, ab der jeder weitere Euro, die Rente um einen Euro mindern würde, Mehrverdienst sich also nicht lohnt?

von
JustusJ

Zitiert von: Wundernase

@Jupiter Jones Jr
ja, da stimme ich Ihnen zu. Aber bei 75067,50 gäbe es noch zwei Cent, oder?

Und als Mathematiker werden Sie mir sicherlich diese Frage beantworten können:
Wo wäre bei 2292,27 € Rente mit dem höchsten Punktwert von 1,8000 EP die Grenze, ab der jeder weitere Euro, die Rente um einen Euro mindern würde, Mehrverdienst sich also nicht lohnt?

2Cent Berechnung gebongt

eine kniffelige Aufgabe aber mal ein Versuch
Wegfall bei 1,8000 x 35700 / 12 = 5355
Minus die Rente von 2292,27 = 3062,73
Minus 40% von 525 = 210
Somit 2852,73 / 60%
= 4754,55 x12 = 57054,60
Treffer?

Gegenfrage: Wunschrente von 47,11 Euro bei welchem Hinzuverdienst?
63694,68 oder so

Betrifft mich erst in über 50 Jahren bei der Einheitsrente mit 70

Jetzt weiter mit Stochastik, morgen Schulaufgabe

von
Jonny

Treffer!
Gegenfrage stellt sich nicht, da kein Recht, einen bestimmten Betrag zu bestimmen, nur einen prozentualen Anteil in Höhe von mindestens 10 %
Viel Spaß in 50 Jahren, wenn solche Berechnungen bei einer Einheitsrente nicht mehr erforderlich sind
meint jedenfalls Jonny