Frage zur Mindestsicherung

von
Genervter

Zitiert von: Toddel

Moin,
bezugnehmend auf das was Rent er schulz geschrieben hat:
Sollte es diese Mindestversorgung von 1.050, 00 Euro auch für alle anderen geben, egal ob Hartzer, Rentner, Kranke, Schutzsuchender, Jugendarbeitslose usw.
Das würde funktinieren denke ich.
Glaube nicht, dass der Sozialstaat daran kaputt ghen würde, jedenfalls nicht mehr als er schon kaputt ist. Diese ganze Horror Verwaltungsmaschine mit tausend Behörden, Gutachtern etc. - Alles weg!!!

Auch die Menschen wären dann nicht fauler.
Ein hässliches, ungerechtes und schrecklich bürokratisches System haben wir in Deutschland.
Toddel

Hallo Toddel!
Die Deutschen sind Weltmeister im Stöhnen auf hohem Niveau!
Wenn Sie das Deutsche Sozialsystem anprangern, dann nennen Sie mir mal mindestens 5 bessere Sozialsysteme in der Welt, die nicht auf Bodenschätzen, wie z.B. Erdgas oder Öl aufgebaut sind!
Merken Sie was?
Meckern und Jammern, ohne umsetzbare Lösungen anzubieten, kann jeder!

von
Franz-Josef

Zitiert von: Toddel

Sollte es diese Mindestversorgung von 1.050, 00 Euro auch für alle anderen geben, egal ob Hartzer, Rentner, Kranke, Schutzsuchender, Jugendarbeitslose usw.
Das würde funktinieren denke ich.

Dann erklären Sie doch mal, wo die vielen Steuergelder herkommen sollen, mit denen außer dieser märchenhaften Mindestsicherung auch noch Schulen, Kindergärten, Straßen, Krankenhäuser, Flughäfen, Eisenbahnanlagen, Feuerwehren, Polizei, Bundeswehr, usw., usw. finanziert werden sollen, wenn kaum noch jemand Vollzeit arbeiten würde, wenn er 1.050 Euro fürs Nichtstun bekäme.

Die Allermeisten würden dann nur noch Teilzeit arbeiten, wenn sie sich ab und zu etwas außer der Reihe kaufen wollen.
Und wenn keine Sanktionen für Arbeitsunwillige mehr zu befürchten wären, würden die allermeisten Geringverdiener sofort kündigen, da sie ja keinerlei Konsequenzen mehr befürchten müssten.

Die Arbeitgeber würden dann entweder pleite gehen oder sie müssten, um überhaupt noch arbeitswilliges Personal zu bekommen, ihre Löhne dermaßen erhöhen, dass ihre Waren und Dienstleistungen auf dem internationalen Markt nicht mehr wettbewerbsfähig wären.

Anstatt den "Null Bock auf Arbeit-Typen" ein sorgenfreies Leben auf Staatskosten zu ermöglichen, sollte man sich besser auf die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren!

von
Toddel

Es gibt kaum ein Land mit einem strengerem "Kastenwesen" als Deutschland, unsozial und fern jeder Chancengleichheit.
1.050 Euro kosten die sogenannten "faulen Nichtstuer" jetzt auch schon.
Gleichzeitig gilt Deutschland mit Billionen Euro Privatvermögen als drittreichstes Land der Welt.
Ausserdem könnte viel verschwendetes Steuergeld wie z.B. für die sinnlose Rüstung und bescheuerte Kriegseinsätze verwendet werden.
An einer Mindestversorgung ohne diesen gewaltigen Verwaltungsapparat würde Deutschland ganz sicher nicht untergehen. Teurer würde es nicht werden als jetzt.
Toddel

von
KSC

Toddel, man kann vieles diskutieren.

Aber diese Forum ist dafür nicht gedacht.

Wir wissen doch alle: es geht um Fragen zu Rente und Altersversorgung, nicht um Wünsche, träume und politische Vorstellungen jeglicher Art.

von
Wünsch Dir was

Zitiert von: Franz-Josef

Zitiert von: Toddel

Sollte es diese Mindestversorgung von 1.050, 00 Euro auch für alle anderen geben, egal ob Hartzer, Rentner, Kranke, Schutzsuchender, Jugendarbeitslose usw.
Das würde funktinieren denke ich.

Dann erklären Sie doch mal, wo die vielen Steuergelder herkommen sollen, mit denen außer dieser märchenhaften Mindestsicherung auch noch Schulen, Kindergärten, Straßen, Krankenhäuser, Flughäfen, Eisenbahnanlagen, Feuerwehren, Polizei, Bundeswehr, usw., usw. finanziert werden sollen, wenn kaum noch jemand Vollzeit arbeiten würde, wenn er 1.050 Euro fürs Nichtstun bekäme.

Die Allermeisten würden dann nur noch Teilzeit arbeiten, wenn sie sich ab und zu etwas außer der Reihe kaufen wollen.
Und wenn keine Sanktionen für Arbeitsunwillige mehr zu befürchten wären, würden die allermeisten Geringverdiener sofort kündigen, da sie ja keinerlei Konsequenzen mehr befürchten müssten.

Die Arbeitgeber würden dann entweder pleite gehen oder sie müssten, um überhaupt noch arbeitswilliges Personal zu bekommen, ihre Löhne dermaßen erhöhen, dass ihre Waren und Dienstleistungen auf dem internationalen Markt nicht mehr wettbewerbsfähig wären.

Anstatt den "Null Bock auf Arbeit-Typen" ein sorgenfreies Leben auf Staatskosten zu ermöglichen, sollte man sich besser auf die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren!

Lieber Franz-Josef,

Sie sprechen Realitäten an, die man in unserem mittlerweile sozialistisch besetzten Land, nicht gerne hören will und am liebsten durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzen würde. Hört sich gut an, würde aber nie dauerhaft funktionieren, aus Gründen, wie Sie es bereits beschrieben.

Alles hat seine Schattenseiten, so ist es in Deutschland schwieriger einen Beruf zu wechseln. Eben wegen der starren Ausbildungssysteme. Dabei bewegen wir uns auf dem gleichen Weg wie die USA. Jeder verkauft alles. Der Discounter verkauft Käse, Strümpfe, Schlagzeuge, Schraubstöcke und Reizwäsche. Welche Ausbildung braucht man dafür eigentlich? Früher arbeiteten da mal Lebensmittelfachverkäufer, heute sind es Scannerkassenbediener mit einer Spezialausbildung im Karton aufreißen.

Mit anderen Worten, wir exportieren die Arbeitsplätze nach China weil wir da einen Computer 4 € billiger bauen können und schmeißen die Sachen einfach weg wenn sie nichts sind. Da braucht man höchstens noch Entsorgungsfachkräfte.

Beispiel aus der Werbung "Schlagbohrmaschine 19,95 €". Abzüglich Mwst, Transport, Gewinn für den Händler bleibt nichts mehr über. So subventioniert China den Verkauf, bis unsere Industrien kaputt sind. Dann können sie vernünftige Preise machen, und in wenigen Jahrzehnten ist Deutschland ein Billiglohnland wo China produzieren lässt.

Die junge Generation sollte schon mal anfangen mit Stäbchen zu essen, vielleicht bekommen sie eines Tage einen Job in einer chinesischen Firma, macht einen guten Eindruck, bei Job, Karriere und Re/Integration. Ob es dann noch mit einer auskömmlichen Rente im Alter klappt, steht in den Sternen.

Danke für die Aufmerksamkeit beim Lesen.

von
Herz1952

Wahrscheinlich werden in naher oder ferner Zukunft wohl (geschätzt) 18 Millionen Jobs durch Kollege Elektronik wegfallen. Man sollte mal eines Bedenken: in den 70er Jahren, noch vor den Pc's kostete ein Rechner der sog. mittleren Datentechnik 120.000 DM. Die Festplatte hatte ca 1 Megabyte Speicherkapazität. Heute kostet ein PC ca. 600 Euro mit einer Festplatte von 1 Terrabyte. 1 Million hat 6 Nullen. 1 Terabyte hat 12 Nullen, also 1000 x 1000 mehr (1 Million mal mehr).

Eine interessante Umfrage hat ergeben, dass 80 % der Befragten mit einem Grundeinkommen von 1500 Euro weiter arbeiten würden. Die gleichen 80 % haben auf die Frage "Würden auch die anderen arbeiten?" mit nein geantwortet. Mit 1500 Grundeinkommen würde es aber keine Rente mehr geben und auch die Arbeitgeber müssten nichts mehr dazu zahlen und noch vieles mehr.

Aber ein kleiner Fehler in der Berechnung des Systems, bzw. eine Änderung im System selbst, könne das Kartenhaus wieder zusammenbrechen lassen.

Dem derzeitigen "Kartenhaus" könnte dies natürlich auch passieren. Renten werden sich nie wieder aus Arbeitsleistung alleine finanzieren können, sondern es muss auch die Wertschöpfung berücksichtigt werden. Es gib zwar mehr Arbeitsplätze derzeit, aber die geleisteten Stunden sind gesunken. Da passt was nicht. Die Arbeitsplatzmehrung ist durch Teilzeit-Jobs und Geringverdiener Jobs (geringe Entlohnung, keine Minijobs) entstanden. Bei den geleisteten Arbeitsstunden werden allerdings auch die Minijober Stunden dazugerechnet.

Offene Stellen wurden um 75000 erhöht. Darunter aber 65000 Stellen im sog. MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologien). Dafür ist aber ein Hochschulstudium erforderlich.

Ich erwarte gefälligst Lösungen ohne Mindestsicherung :-).

von
Groko

Zitiert von: Herz1952

Wahrscheinlich werden in naher oder ferner Zukunft wohl (geschätzt) 18 Millionen Jobs durch Kollege Elektronik wegfallen. Man sollte mal eines Bedenken: in den 70er Jahren, noch vor den Pc's kostete ein Rechner der sog. mittleren Datentechnik 120.000 DM. Die Festplatte hatte ca 1 Megabyte Speicherkapazität. Heute kostet ein PC ca. 600 Euro mit einer Festplatte von 1 Terrabyte. 1 Million hat 6 Nullen. 1 Terabyte hat 12 Nullen, also 1000 x 1000 mehr (1 Million mal mehr).

Eine interessante Umfrage hat ergeben, dass 80 % der Befragten mit einem Grundeinkommen von 1500 Euro weiter arbeiten würden. Die gleichen 80 % haben auf die Frage "Würden auch die anderen arbeiten?" mit nein geantwortet. Mit 1500 Grundeinkommen würde es aber keine Rente mehr geben und auch die Arbeitgeber müssten nichts mehr dazu zahlen und noch vieles mehr.

Aber ein kleiner Fehler in der Berechnung des Systems, bzw. eine Änderung im System selbst, könne das Kartenhaus wieder zusammenbrechen lassen.

Dem derzeitigen "Kartenhaus" könnte dies natürlich auch passieren. Renten werden sich nie wieder aus Arbeitsleistung alleine finanzieren können, sondern es muss auch die Wertschöpfung berücksichtigt werden. Es gib zwar mehr Arbeitsplätze derzeit, aber die geleisteten Stunden sind gesunken. Da passt was nicht. Die Arbeitsplatzmehrung ist durch Teilzeit-Jobs und Geringverdiener Jobs (geringe Entlohnung, keine Minijobs) entstanden. Bei den geleisteten Arbeitsstunden werden allerdings auch die Minijober Stunden dazugerechnet.

Offene Stellen wurden um 75000 erhöht. Darunter aber 65000 Stellen im sog. MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologien). Dafür ist aber ein Hochschulstudium erforderlich.

Ich erwarte gefälligst Lösungen ohne Mindestsicherung :-).


Alles wird gut.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Eine interessante Umfrage hat ergeben, dass 80 % der Befragten mit einem Grundeinkommen von 1500 Euro weiter arbeiten würden.

Aber garantiert nicht Vollzeit und in unbeliebten Jobs.
Außerdem würde das Leben in Deutschland aufgrund der zwangsläufig steigenden Preise für Waren und Dienstleistungen dermaßen teuer, dass man mit 1500 Euro Grundeinkommen nicht weit kommen würde.

Das "Bedingungslose Grundeinkommen" oder die "Sanktionsfreie Mindestsicherung" ist ein unrealisierbares Hirngespinnst irgendwelcher naiven Traumtänzer.

Zitiert von: Herz1952

Wahrscheinlich werden in naher oder ferner Zukunft wohl (geschätzt) 18 Millionen Jobs durch Kollege Elektronik wegfallen.

Das wurde für die achtziger/neunziger Jahre auch schon prognostiziert.
Sollte man also nicht so ernst nehmen.

MfG

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

Sie kennen die Geldgier der Menschen nicht. :-). Natürlich würden sie nicht in unterbezahlten Jobs arbeiten. Es wird aber immer mehr "Schrott" produziert, den die meisten nicht brauchen. Und was alles weggeworfen wird.

Im übrigen gibt es sogar weniger Vollzeitjobs als im Vergleichsjahr 1991. In den Anfang der 70er gab es 500000 offene Stellen und nur 250000 Arbeitslose.

Für Otto-Normal Arbeitslose wird es eng, weil diese Stellen zum größten Teil wegfallen würden und mit Mindestlohn von 8,50 Euro müsste man 67 Jahre arbeiten um nicht unter Sozialhilfe zu fallen.

Übrigens will das Amt für Arbeit jetzt die Arbeit subventionieren, das die Arbeitslosigkeit zurückgeht. Das wäre eigentlich eine Subvention für Unternehmen, von denen Volkswirtschaftler sagen, dass diese abgeschafft gehören.

Arbeit um der Arbeit willen macht so gut wie keiner. Beispiel: Ein gelernter Bäcker soll sich wieder an die "Arbeitszeit" gewöhnen. Aber er war noch gar nicht entwöhnt und er bäckt noch gerne Brötchen im Rahmen geförderter Beschäftigung. Auf der anderen Seite werden viele Brötchen und Brote zur Energiegewinnung verbrannt. Das nennt man Receicling.

Aber Teile dieser (angenommenen) 18000 Jobs, die wegfallen, werden durch unterbezahlte ersetzt. Ich warte nur noch drauf, bis eine GPS-gesteuerte autonom fahrende Straßenkehrmaschine kommt. :-). Rasenmähen geht ja schon und der Bauer sät, bearbeitet, und erntet GPS-gesteuert.

Die Produktivität des einzelnen hat ungeahnte Höhen erreicht. Gebraucht werden eigentlich noch mehr MINT-Arbeitskräfte. Ich hoffe, dass alles nicht so stark kommt, wie ich mitunter - oder auch "Experten" - "schwarz sehen". Apropos Bauer: Wer arbeitet bekommt am wenigsten, den Rest kassiert der Handel. :-(.

MfG

Experten-Antwort

Hallo Rentner Schulz,

es handelt sich lediglich um die Forderung einer Partei.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zur Umsetzung von Parteiprogrammen keine Einschätzungen bzw. Stellungnahmen abgeben können.

Bei Fragen zu aktuellen Gesetzen können wir Ihnen gerne weiterhelfen.

von
Robert Sieberth

Zitiert von: Herz1952

Hallo Schorsch,

Sie kennen die Geldgier der Menschen nicht. :-). Natürlich würden sie nicht in unterbezahlten Jobs arbeiten. Es wird aber immer mehr "Schrott" produziert, den die meisten nicht brauchen. Und was alles weggeworfen wird.

Im übrigen gibt es sogar weniger Vollzeitjobs als im Vergleichsjahr 1991. In den Anfang der 70er gab es 500000 offene Stellen und nur 250000 Arbeitslose.

Für Otto-Normal Arbeitslose wird es eng, weil diese Stellen zum größten Teil wegfallen würden und mit Mindestlohn von 8,50 Euro müsste man 67 Jahre arbeiten um nicht unter Sozialhilfe zu fallen.

Übrigens will das Amt für Arbeit jetzt die Arbeit subventionieren, das die Arbeitslosigkeit zurückgeht. Das wäre eigentlich eine Subvention für Unternehmen, von denen Volkswirtschaftler sagen, dass diese abgeschafft gehören.

Arbeit um der Arbeit willen macht so gut wie keiner. Beispiel: Ein gelernter Bäcker soll sich wieder an die "Arbeitszeit" gewöhnen. Aber er war noch gar nicht entwöhnt und er bäckt noch gerne Brötchen im Rahmen geförderter Beschäftigung. Auf der anderen Seite werden viele Brötchen und Brote zur Energiegewinnung verbrannt. Das nennt man Receicling.

Aber Teile dieser (angenommenen) 18000 Jobs, die wegfallen, werden durch unterbezahlte ersetzt. Ich warte nur noch drauf, bis eine GPS-gesteuerte autonom fahrende Straßenkehrmaschine kommt. :-). Rasenmähen geht ja schon und der Bauer sät, bearbeitet, und erntet GPS-gesteuert.

Die Produktivität des einzelnen hat ungeahnte Höhen erreicht. Gebraucht werden eigentlich noch mehr MINT-Arbeitskräfte. Ich hoffe, dass alles nicht so stark kommt, wie ich mitunter - oder auch "Experten" - "schwarz sehen". Apropos Bauer: Wer arbeitet bekommt am wenigsten, den Rest kassiert der Handel. :-(.

MfG

Offene Stellen gibt es immer. Doch leider sind es zumeist solche, in denen niemanden Arbeiten will, weil sie zum einen gesundheitsgefährdend sind oder unterbezahlt.

Arbeiten sie doch mal bei der DHL und füllen Container. Nach ein paar Jahren haben sie Probleme mit der Wirbelsäule und was machen sie dann? Dann will sie kein Arbeitgeber mehr und beim Arbeitsarmt werden sie auch merkwürdig beäugt. Oder sie am Arbeiten am Bau. Da ist die Situation ähnlich. So manch ein Fliesenleger oder Maurer spuckt heut Galle und Gift.

An die guten Jobs kommt man heutzutage nur noch über Vitamin B oder wenn man eine besonders gute Qualifikation hat.

Man sollte sich also davor hüten, Arbeitslose oder Harz-4-Empfänger pauschal zu verurteilen.