Fragen zu bereits gestelltem Antrag auf Erwerbsminderungsrente

von
Katja83

Hallo,

ich bin etwas ratlos und hoffe, hier etwas Klarheit zu bekommen.

Zu meinem "Fall":
Ich habe verschiedene chronische Krankheiten, weswegen ich im Februar 2017 einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt habe.
Ich arbeite an und für sich 60%, hatte aber seit Dezember 2015 viele krankheitsbedingte Ausfälle. Anfang November 2016 hatte ich deswegen eine größere OP. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits schwanger. Nun bin ich aktuell in der 23. Schwangerschaftswoche.
Nach der OP hatte ich eine Anschlussheilbehandlung begonnen (Kostenträger Dt. Rentenvers. Bund), die aber nach 9 Tagen mit Einverständnis der Ärzte abgebrochen werden musste. Mein Gesundheitszustand und familiäre Belastungen hatten dazu geführt.
Danach war ich bis Anfang Januar krank geschrieben, das ging dann nahtlos in ein Beschäftigungsverbot wegen der Schwangerschaft über. Das wurde mittlerweile bis zum Mutterschutzbeginn Ende Mai verlängert.

Nun zu meinen Fragen:
1) Sollte eine (halbe) Erwerbsminderungsrente rückwirkend genehmigt werden, dann würde mein Gehalt als Hinzuverdienst berechnet werden, richtig? Das habe ich wegen der Lohnfortzahlung bis Mitte November bezogen und dann wegen dem Beschäftigungsverbot wieder ab Anfang Januar.
Für welchen Zeitraum würde dann unter Umständen die Erwerbsminderungsrente gekürzt oder ausgesetzt werden? Oder würde das Gehalt während dem Beschäftigungsverbot sogar voll zurückgefordert werden?
2) Dazwischen habe ich 9 Tage Übergangsgeld und danach Krankengeld bezogen. Wie verhält es sich damit, falls die Erwerbsminderungsrente genehmigt werden sollte? Wie viel kann da zurückfordert werden?

Ich hoffe, es ist alles verständlich.

Bitte denken Sie nicht, dass es mir nur ums Geld geht.
Mein Mann ist seit Juni 2016 im Krankenstand. Es ist finanziell einfach eng geworden bei uns. Ob und wann er wieder arbeitsfähig wird, steht noch in den Sternen.
Ich hatte bisher auf eine halbe Erwerbsminderungsrente gehofft, weil ich meine Arbeitszeit nach der Elternzeit weiter reduzieren möchte. Ich bin aktuell nicht in der Lage zu arbeiten und später wird es mit dem zweiten Kind und meinen Krankheiten sicher auch nicht einfacher.

Nachdem ich zwischenzeitlich erfahren habe, dass eine Erwerbsminderungsrente auch rückwirkend genehmigt werden kann und dann evtl. Rückforderungen anstehen, bin ich mir nicht mehr sicher, ob es sinnvoll war, den Antrag jetzt zu stellen.

Danke für die Hilfe!

von
Schade

Ich schlage Ihnen vor das Ergebnis des Rentenverfahrens abzuwarten.
Sofern die volle oder eine teilweise EM Rente bewilligt wird können Sie sich den Bescheid in allen Einzelheiten erläutern lassen.

Ich glaube kaum dass sich irgendjemand im Forum hinsetzt und als Antwort einen Fachaufsatz verfasst, was alles theoretisch passieren kann.

Möglicherweise kommen die Ärzte ja zum Ergebnis dass Sie gar nicht EM sind, weil es grundsätzlich möglich ist 6 Stunden täglich zu arbeiten.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Katja83,

Ihr Arbeitsverdienst und auch bestimmte Sozialleistungen werden als Hinzuverdienst gewertet. Durch die Einkünfte kann Ihre Rente gekürzt werden oder sogar ganz ruhen.

Bei einem rückwirkend festgestellten Rentenanspruch werden bereits ausgezahlte Sozialleistungen grundsätzlich im Rahmen eines Erstattungsanspruches der jeweiligen Stellen mit der Rente verrechnet. Der Unterschiedsbetrag wird in der Regel nicht zurückgefordert.