Fragen zum Übergangsgeld

von
beppo

Ich bin gesetzlich rentenversicherungspflichtiger, privat versicherter Arbeitnehmer und derzeit arbeitusunfähig. Nach der Entgeltfortzahlung erhalte ich derzeit Krankentagegeld meiner privaten Krankentagegeldversicherung. Nun wurde mir eine medizinische, stationäre Reha bewilligt, die ich bald antrete.

Während der Reha habe ich Anspruch auf Übergangsgeld der DRV, richtig? (Mein Krankentagegeld stoppt jedenfalls laut Aussage der Versicherung).

Wenn sich in der Reha herausstellt, dass ich danach wieder über eine Wiedereingliederung schrittweise arbeiten soll, bekomme ich dann auch Übergangsgeld vor der DRV oder ist dann wieder meine Krankenversicherung zuständig?

von
Adriano

Zitiert von: beppo
Ich bin gesetzlich rentenversicherungspflichtiger, privat versicherter Arbeitnehmer und derzeit arbeitusunfähig. Nach der Entgeltfortzahlung erhalte ich derzeit Krankentagegeld meiner privaten Krankentagegeldversicherung. Nun wurde mir eine medizinische, stationäre Reha bewilligt, die ich bald antrete.

Während der Reha habe ich Anspruch auf Übergangsgeld der DRV, richtig? (Mein Krankentagegeld stoppt jedenfalls laut Aussage der Versicherung).

Wenn sich in der Reha herausstellt, dass ich danach wieder über eine Wiedereingliederung schrittweise arbeiten soll, bekomme ich dann auch Übergangsgeld vor der DRV oder ist dann wieder meine Krankenversicherung zuständig?

Erste Frage=Ja
Zweite Frage=Ja

von
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Zitiert von: Adriano
Zitiert von: beppo
Ich bin gesetzlich rentenversicherungspflichtiger, privat versicherter Arbeitnehmer und derzeit arbeitusunfähig. Nach der Entgeltfortzahlung erhalte ich derzeit Krankentagegeld meiner privaten Krankentagegeldversicherung. Nun wurde mir eine medizinische, stationäre Reha bewilligt, die ich bald antrete.

Während der Reha habe ich Anspruch auf Übergangsgeld der DRV, richtig? (Mein Krankentagegeld stoppt jedenfalls laut Aussage der Versicherung).

Wenn sich in der Reha herausstellt, dass ich danach wieder über eine Wiedereingliederung schrittweise arbeiten soll, bekomme ich dann auch Übergangsgeld vor der DRV oder ist dann wieder meine Krankenversicherung zuständig?

Erste Frage=Ja
Zweite Frage=Ja

Damit das ÜG von der DRV weitergezahlt wird, muss aber die stufenweise Wiedereingliederung zwingend innerhalb von 4 Wochen nach Ende der Reha-Maßnahme BEGINNEN! Und sie sollte bereits in der Reha-Klinik vorgeschlagen und alles Erforderliche eingeleitet werden (Checkliste der Klinik, ob WE sinnvoll ist und nach Beendigung wieder mit einer Vollbeschäftigung gerechnet wird, weitere AU-Bescheinigung und Zustimmung des Arbeitgebers auf dem Stufenplan).

Bei gesetzlich Krankenversicherten ist es nicht so problematisch, wenn die Frist von 4 Wochen versäumt wird. Dann zahlt die KK das KG weiter. Wie es aber bei privat Versicherten dann weitergehen würde, dürfte schwierig sein. Ob der Krankenversicherer in diesem Fall auch das Krankentagegeld zahlt, ist mir nicht bekannt. Steht evtl. im Vertrag.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Beppo,

während einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation auf Kosten der Rentenversicherung haben Sie Anspruch auf Übergangsgeld, wenn Sie unmittelbar vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder, wenn sie nicht arbeitsunfähig sind, unmittelbar vor Beginn der Leistung Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen erzielt und Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben. Nach Ihren Ausführungen, dürfte es somit wahrscheinlich sein, dass Sie einen Anspruch auf Übergangsgeld haben werden.
Bezüglich einer evtl. von der Reha-Klinik für erforderlich gehaltenen anschließenden Stufenweisen Wiedereingliederung verhält es sich so, dass wenn sie diese innerhalb von 4 Wochen nach dem Ende der Leistung antreten und während der Leistung zur medizinischen Rehabilitation der Grundanspruch auf Übergangsgeld von der Rentenversicherung gegeben ist, Sie auch für die Dauer der Stufenweisen Wiedereingliederung einen grundsätzlichen Anspruch auf Übergangsgeld haben.
Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger über Ihren tatsächlichen Anspruch, da diesem alle entscheidungsrelevanten Daten vorliegen dürften.

von
(x)

Wie das (die Höhe)bei der privaten Versicherung aussieht, weiss ich nicht.
Bei der gesetzlichen ist es allerdings so, dass das Krankengeld höher als das Übergangsgeld ist. Wird die Wiedereingliederung von der Rehaklinik angeleiert, bekommt man weiterhin Übergangsgeld, somit verliert man Geld. Sagt einem leider vorher auch niemand.
Läßt man sich direkt nach der Reha weiter krankschreiben (lückenlos)und macht dann über den Hausarzt die Wiedereingliederung, zahlt die KK wieder Krankengeld.
Ich hab das erst kapiert, als ich die 1. Wiedereingliederung (über Rehaklinik) abbrechen musste und später über den Hausarzt einen neuen Versuch gestartet habe.

von
beppo

Vielen Dank für die Antworten.

Nur zur Erläuterung (falls jemand durch Google mal hier landet): Das private Krankentagegeld ist so hoch, wie man es versichert (also ggf. - wenn man das bedacht hat - auch deutlich höher als das Nettoeinkommen, da man ja aus dem Krankentaggeld auch seine Krankenversicherung + Arbeitgeberanteile und ggf. auch die Rentenbeiträge + Arbeitgeberanteile bei der DRV bezahlen will - das ist im GKV-Krankengeld ja drin). Das Problem ist nur, dass die Definition von Arbeitsunfähigkeit je nach PKV-Vertrag unterschiedlich ist. So eine Wiedereingliederung ist bei meinem versicherten Krankentagegeld z.B. letztlich eine unsichere "Kulanz-/Gnadenleistung" der privaten Versicherung. Von daher ist das Übergangsgeld der DRV (wenn auch niedriger) dem Krankentagegeld vorzuziehen.

Ist also nicht immer alles besser als Privatversicherter. Aber von solchen "Feinheiten" und "Abstimmungsprblemen" zwischen gesetzlicher Rente und privater Krankenversicherugn erzählt einem ja bei Vertragsabschluss keiner was.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Beppo,
Krankentagegeld wird aus einer privaten freiwilligen Zusatzversicherung des Versicherten
gezahlt. Wenn man für die Zeit der Reha diesen Vertrag hat, dann wird das Übergangsgeld nicht auf das Krankentagegeld angerechnet oder umgekehrt. Beides wird nebeneinander gezahlt. Es kostet ja auch eine Prämie, die zusätzlich aufzubringen ist.
Freundliche Grüße

von
Angela

Zitiert von: beppo
Ich bin gesetzlich rentenversicherungspflichtiger, privat versicherter Arbeitnehmer und derzeit arbeitusunfähig. Nach der Entgeltfortzahlung erhalte ich derzeit Krankentagegeld meiner privaten Krankentagegeldversicherung. Nun wurde mir eine medizinische, stationäre Reha bewilligt, die ich bald antrete.

Während der Reha habe ich Anspruch auf Übergangsgeld der DRV, richtig? (Mein Krankentagegeld stoppt jedenfalls laut Aussage der Versicherung).

Wenn sich in der Reha herausstellt, dass ich danach wieder über eine Wiedereingliederung schrittweise arbeiten soll, bekomme ich dann auch Übergangsgeld vor der DRV oder ist dann wieder meine Krankenversicherung zuständig?

Wieso stoppt Dein Krankentagegeld?
Bei meiner AHB bekam Ich Übergangsgeld und Krankentagegeld.

von
beppo

Zitiert von: Angela
Zitiert von: beppo
Ich bin gesetzlich rentenversicherungspflichtiger, privat versicherter Arbeitnehmer und derzeit arbeitusunfähig. Nach der Entgeltfortzahlung erhalte ich derzeit Krankentagegeld meiner privaten Krankentagegeldversicherung. Nun wurde mir eine medizinische, stationäre Reha bewilligt, die ich bald antrete.

Während der Reha habe ich Anspruch auf Übergangsgeld der DRV, richtig? (Mein Krankentagegeld stoppt jedenfalls laut Aussage der Versicherung).

Wenn sich in der Reha herausstellt, dass ich danach wieder über eine Wiedereingliederung schrittweise arbeiten soll, bekomme ich dann auch Übergangsgeld vor der DRV oder ist dann wieder meine Krankenversicherung zuständig?

Wieso stoppt Dein Krankentagegeld?
Bei meiner AHB bekam Ich Übergangsgeld und Krankentagegeld.

Das scheint wohl recht unterschiedlich gehandhabt zu werden (In der Praxis sowie in den Versicherungsbedingungen). In meinen Versicherungsbedingungen steht jedenfalls: "Keine Leistungspflicht besteht bei Arbeitusunfähigkeit ... während Rehabiltationsmaßnahmen der gesetzlichen Rehabilationsträger". Das klingt leider recht eindeutig :-(

Verstehen kann ich ja, dass niemand durch seine Krankheit profitieren soll (will ich auch nicht), aber eine Aufstockung des Übergangsgeldes bis zum versicherten Krankentagegeld fände ich eigentlich schon angebracht. Das ist schon überraschend, wenn man denkt, dass man eigentlich top abgesichert ist und dann kommt das Kleingedruckte.

Aber egal. Für die paar Wochen wird das Übergangsgeld langen. Das ist nicht meine Hauptbaustelle. Wichtiger ist mir, dass ich grundsätzlich eine Wiedereingliederung bekommen kann und nicht plötzlich der Geldhahn völlig stoppt.