Freibetrag lt. Betriebsrenten-Stärkungsgesetz bei Grundsicherung im Alter und voller Erwerbsminderung auf Dauer

von
Fragensteller

Hallo liebes Expertenteam,

auf Ihrer Seite lese ich folgendes:
Das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz ermöglicht es seit 2018 Beziehern von Grundsicherung im Alter, dass ein bestimmter Betrag anrechnungsfrei bleibt.
Die zusätzliche, freiwillige Altersvorsorge wird bis max. 212 Euro pro Monat nicht auf das Vermögen angerechnet.

Hier wird aber nur von einer zusätzlichen Altersvorsorge geschrieben, die VERRENTET wird und man deshalb monatlich einen bestimmten Betrag erhält.

Wie sieht das Ganze aus, wenn man eine DIREKTVERSICHERUNG IN EINEM BETRAG ausbezahlt bekommt?
Kann dann ein festzulegender Betrag monatlich ebenfalls anrechnungsfrei zugrunde gelegt werden?
Und wenn ja, wie würde sich das dann berechnen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

von
W°lfgang

Zitiert von: Fragensteller
Grundsicherung

Hallo Fragesteller,

da sind Sie hier im falschen Rechtsbereich/falschen Forum, hier geht es um Rente und nicht um "was wird bei der Grundsicherung im Alter?" angerechnet.

Vielleicht hilft Ihnen dieser Link zu Suchergebnissen weiter:

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=grundsicherung+schonverm%C3%B6gen+direktversicherung

https://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Sozialhilfe/grundsicherung-im-alter-und-bei-erwerbsminderung.html#a4

Wohl nicht, alles zielt auf laufende Leistungen bzw. geringes Vermögenseinkommen (bis 5000 €) ab, nicht auf einen höheren Einmalbetrag/ist der Auszahlungsbetrag höher? - den würde ich laienhaft als Vermögenseinkommen einstufen/ist bis zur Bedürftigkeitsgrenze/Schonvermögen zu verbrauchen.

Zielgenau klärt Sie Ihr örtliches Sozialamt über die anrechenbaren Einkünfte/zulässiges 'Schonvermögen' auf.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Fragensteller,

Leistungen der Grundsicherung sind abhängig von der Bedürftigkeit des Antragstellers. Nur wenn das Einkommen und Vermögen nicht zur Bestreitung des Lebensunterhaltes ausreicht, können Grundsicherungsleistungen beansprucht werden. Vorhandenes Einkommen oder Vermögen wird in die Bedarfsermittlung grundsätzlich einbezogen, wobei den Antragstellern ein angemessenes "Grundvermögen" zu belassen ist. Die Vermögensanrechnung der Hilfeempfänger richtet sich nach § 90 SGB XII und der dazu ergangenen Durchführungsverordnung zu § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII.

Wird die Direktversicherung als Einmalbetrag ausgezahlt, so liegt Vermögen vor, das grundsätzlich erstmal verbraucht werden muss, bevor wieder eine Grundsicherungsleistung bezogen werden kann.

Genaue Erläuterung können Sie aber nur bei Ihrem zuständigen Grundsicherungsamt erhalten.

von
Fragensteller

Danke für Ihre beiden Antworten.
Damit haben Sie mir weiter geholfen.