Freiwillige Einzahlung für bessere Altersrente

von
W.Glaus

Hallo,
ich beziehe eine unbefristete volle Erwerbsminderungsrente.
Ich bin Jahrgang 1968 und gehe davon aus in 13 Jahren in die Altersrente mit 63 Jahren zu wechseln.
Ist es möglich durch freiwillige Rentenzahlungen die zukünftige Altersrente zu verbessern?
Falls ja, würde das auch Sinn machen?
Meine Erwerbsminderungsrente ist relativ hoch und ich zahle darauf jährlich rund 400,00 Euro Einkommenssteuer.
Gruss
W.Glaus

von
Schade

Wegen der Zurechnungszeit eher nicht sinnvoll.
Beiträge müssten schon zu mehr Punkten führen als die hochgerechneten Monate haben.

Gehen Sie mit dem Rentenbescheid zur DRV Beratung

von
W.Glaus

Info: Zurechnungszeit meiner Rente ist bis 60 Jahre.

Experten-Antwort

Hallo W.Glaus,

wie bereits von Schade angeregt, sollten Sie sich in Ihrem Einzelfall persönlich beraten lassen, ob und inwieweit freiwillige Zahlungen sinnvoll sind.

von
Texas

Hätte nicht gedacht, dass es hier dazu keine Experteneinschätzung gibt.
Ist das sooo außergewöhnlich?

von
Schade

Nein, ist nicht soooo ausergewöhnlich, aber ohne nähere Info schlicht nicht beantwortbar.

Man müsste nämlich den Wert der ZZ kennen, dann könnte man sagen, dass freiwillige Beiträge höher sein müssen als es Beiträgen entspricht, die zu diesem Wert führen.

Da käme man eventuell zum Ergebnis, dass Beiträge die ein heute 50 jähriger zahlen müsste schon über 600 € monatlich liegen müssten um die spätere Rente eventuell - man kennt ja die Entwicklung nicht - zu erhöhen. Der Fragesteller schreibt immerhin was von eine relativ hohen Rente (was immer das auch ist).

Würden Sie das zielführend nennen?

von
senf-dazu

Außerdem kann im Gespräch geklärt werden, ob eine Voraussetzung für eine Zahlung nach §§ 187, 187a, 187b zu leisten und damit einen Beitrag zu Altersrente zu leisten.
Ob und wie gleichzeitig die Steuer gesenkt werden kann, steht auf einem ganz anderen Blatt, welches vom Steuerberater kommen sollte ...

von
W.Glaus

Ich hatte bis zum 44. Lebensjahr 30 Rentenpunkte erworben.
Hochgerechnet bis zum 60 Lebensjahr ergaben sich 56 Rentenpunkte abzgl. 10,8 Prozent Abschlag.
50 Rentenpunkte ist meine Brutto-Erwerbsminderungsrente.

von
Der Rote

Zitiert von: W.Glaus
Ich hatte bis zum 44. Lebensjahr 30 Rentenpunkte erworben.
Hochgerechnet bis zum 60 Lebensjahr ergaben sich 56 Rentenpunkte abzgl. 10,8 Prozent Abschlag.
50 Rentenpunkte ist meine Brutto-Erwerbsminderungsrente.

Von 17 bis 44 Jahren sind es 30 EP..
Und von 44 bis 60 Jahren sind es 26 EP..??
Was für eine krude Geschichte ist das denn?

von
Foxi

Zitiert von: Der Rote
Zitiert von: W.Glaus
Ich hatte bis zum 44. Lebensjahr 30 Rentenpunkte erworben.
Hochgerechnet bis zum 60 Lebensjahr ergaben sich 56 Rentenpunkte abzgl. 10,8 Prozent Abschlag.
50 Rentenpunkte ist meine Brutto-Erwerbsminderungsrente.

Von 17 bis 44 Jahren sind es 30 EP..
Und von 44 bis 60 Jahren sind es 26 EP..??
Was für eine krude Geschichte ist das denn?

Ja ich denke da müssen Sie eine Menge Geld an die Rentenversicherung zurück zahlen.

von
Fix

Zitiert von: Foxi
Zitiert von: Der Rote
Zitiert von: W.Glaus
Ich hatte bis zum 44. Lebensjahr 30 Rentenpunkte erworben.
Hochgerechnet bis zum 60 Lebensjahr ergaben sich 56 Rentenpunkte abzgl. 10,8 Prozent Abschlag.
50 Rentenpunkte ist meine Brutto-Erwerbsminderungsrente.

Von 17 bis 44 Jahren sind es 30 EP..
Und von 44 bis 60 Jahren sind es 26 EP..??
Was für eine krude Geschichte ist das denn?

Ja ich denke da müssen Sie eine Menge Geld an die Rentenversicherung zurück zahlen.

Nö, Sie müssen nur wissen welche Zeiten eine Rolle spielen. Vielleicht hat der W.Glaus ja z.B. 7 Jahre studiert?

von
egal (der Erste)

Zitiert von: Der Rote
Zitiert von: W.Glaus
Ich hatte bis zum 44. Lebensjahr 30 Rentenpunkte erworben.
Hochgerechnet bis zum 60 Lebensjahr ergaben sich 56 Rentenpunkte abzgl. 10,8 Prozent Abschlag.
50 Rentenpunkte ist meine Brutto-Erwerbsminderungsrente.

Von 17 bis 44 Jahren sind es 30 EP..
Und von 44 bis 60 Jahren sind es 26 EP..??
Was für eine krude Geschichte ist das denn?

Was genau soll an dieser Geschichte denn so krude sein???
Abitur bis 18 oder 19, anschließend ein Studium bis ungefähr 25, dann für durchschnittlich gute 1,6 EP beschäftigt und schon komme ich grob auf diese Werte. Sooo außergewöhnlich erscheint mir das jetzt nicht.

von
Schade

Um ca 1,6 EP zu erreichen bräuchte es freiwillige Monatsbeiträge von etwa 900 €. Einzahlungen unter diesem Betrag bringen vor 60 somit so gut wie gar nichts an mehr Altersrente.

von
Jonny

Zitiert von: W.Glaus
Ich hatte bis zum 44. Lebensjahr 30 Rentenpunkte erworben.
Hochgerechnet bis zum 60 Lebensjahr ergaben sich 56 Rentenpunkte abzgl. 10,8 Prozent Abschlag.
50 Rentenpunkte ist meine Brutto-Erwerbsminderungsrente.

Wenn Sie 1968 geboren sind und seit dem 44. Lebensjahr (=2012) eine volle EM-Rente mit einer Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr (=2028) erhalten, brauchen Sie sich vorher keine Gedanken über eine „normale“ freiwillige Beitragszahlung zu machen.
Denn die Zurechnungszeit hat einen recht hohen Wert, sagen wir jährlich von über 1,5 Entgeltpunkten. Freiwillige Beiträge, die für die Zurechnungszeit (und künftige Anrechnungszeit wegen Zurechnungszeit) gezahlt werden, wirken sich aber nur positiv aus, wenn dieser Wert überschritten wird. Wenn Sie dann in 2031 statt der bisherigen EM-Rente eine vorzeitige Altersrente beziehen wollen und z.B. für 2018 einen Jahresbeitrag von 7044 € zahlen, haben Sie zwar knapp einen Entgeltpunkt mehr an Beiträgen. Das Jahr 2018 wird aber nach wie vor nur insgesamt mit 1,5 Entgeltpunkten in die Berechnung einfließen, ein Entgeltpunkte aufgrund der gezahlten Beiträge und 0,5 Entgeltpunkte als Zuschlag für die „beitragsgeminderte“ Zurechnungszeit.
Mit anderen Worten: Sie haben das Geld zum Fenster rausgeworfen.
Anders sieht es aus, wenn Sie erst mit der freiwilligen Beitragszahlung nach dem Ende der Zurechnungszeit in 2018 beginnen.

von
W.Glaus

Vielen Dank für die vielen Antworten.
Jonny hat das besonders toll erklärt.
Gruß
W.Glaus

von
Angela

Ganz ehrlich, wieviele Bestandsrentner kommen denn auf 50 Punkte mit 60 Jahren Zurechnungszeit???
Das soll mir mal jemand sagen!
Sind das 0,1 oder 0,2 Prozent??

von
Quark

Zitiert von: Angela
Ganz ehrlich, wieviele Bestandsrentner kommen denn auf 50 Punkte mit 60 Jahren Zurechnungszeit???
Das soll mir mal jemand sagen!
Sind das 0,1 oder 0,2 Prozent??

Und selbst wenn dem so wäre: ist es dann untersagt, danach zu fragen???
Oder stört Dich einfach, dass du nischt weisst?

von
W*lfgang

Zitiert von: Angela
Ganz ehrlich, wieviele Bestandsrentner kommen denn auf 50 Punkte mit 60 Jahren Zurechnungszeit???
Das soll mir mal jemand sagen!
Sind das 0,1 oder 0,2 Prozent??

Hallo Angela,

es geht nicht um % oder ‰, sondern um das, was der Fragesteller inhaltlich für sich in seiner Situation wissen will! Wenn Sie solche möglichen Zahlen 'schockieren' - schauen Sie einfach weg, wenn Sie nach der Waldorfschule erfolgreich nur tanzen können, ohne Nährwert ...

Gruß
w.
PS: wie viele Antworten mit sinnvollen Beiträgen heißen hier schon Angela? ;-)
PPS: Jonny kann das/einfache Rentenmathematik, aber das haben Sie sicher nachvollziehen können/wie jede Beratungsstelle grundsätzliche auch... *g