Freiwillige Nachzahlungen

von
Anders

Guten Tag,

kann man, grob geschätzt, sagen, dass sich eine freiwillige Nachzahlung in die Rentenkasse nach fünfundzwanzig Jahren Rentenbezug armortisiert?
Wenn ich 12.000 Euro netto für 2018 einzahle, erhalte ich 650 Euro mehr Rente im Jahr!
Brutto, vermute ich, bleiben dann also vielleicht 450 Euro im Jahr.
Würde also mit 90 Jahren in die "Gewinnzone" kommen..
Mal abgesehen von Guthabenzinsen für die 12.000 Euro und ohne Inflationseinflüsse oder steuerliche Geltungsmachung für das Jahr 2018...

Wie und für wen soll sich das lohnen?

Danke!

von
chi

Zitiert von: Anders
Wie und für wen soll sich das lohnen?

Für jemanden, der lange lebt. :-) Oder jemanden, der sich wohler fühlt mit dem Wissen, auf jeden Fall bis zum Lebensende eine Rente zu bekommen – wohingegen ihm das Geld auf dem Sparkonto irgendwann ausgehen könnte. Oder jemanden, der früh eine Rente wegen Erwerbsminderung bekommt. Oder jemanden, der bei einem frühen Tod Kinder oder einen Ehegatten hinterläßt, die dann Anspruch auf entsprechend höhere Hinterbliebenenrenten haben.

Experten-Antwort

Hallo Anders,

mit freiwilligen Beiträgen können z.B. auch Wartezeiten erfüllt werden. Informationen zum Thema Freiwillige Versicherung finden Sie in der Broschüre "Freiwillig rentenversichert: Ihre Vorteile" (auf Seite 11 finden Sie auch den Rentenzuwachs 2019)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.pdf?__blob=publicationFile&v=32

von
W*lfgang

Zitiert von: Anders
kann man, grob geschätzt, sagen, dass sich eine freiwillige Nachzahlung in die Rentenkasse nach fünfundzwanzig Jahren Rentenbezug armortisiert?

Hallo Anders,

könnten Sie eine bessere/gesicherte 'Anlagestrategie' bieten, als Sie die DRV derzeit/seit einigen Jahren, bietet? ;-)

Bedenken Sie dabei auch/zusätzlich die gesetzlichen 'Haltelinien' zum Nichtabsenken des allgemeinen Rentenniveaus bis Mitte der 20er Jahre.

'Marktschreierisch' könnten Sie in 20-15 Jahren schon wieder 'glatt' sein, wenn man daneben noch die steuerlichen Optionen kalkuliert, neben hohen Rentenanpassungen ...werden Sie von einem seriösen Berater so nicht absolut hören, da werden Sie an Steuerberater verwiesen - und aktuell mit den 'nackten' Zahlen (Einzahlung/Mehrbetrag) beglückt.

Ja, Prognose ist nicht unrealistisch ...einen Rechtsanspruch darauf haben Sie aber nicht ;-)

Was Sie einzahlen ist sofort weg/statt weiterhin auf dem Konto. Und erst Häppchenweise kommt das in Vorleistung eingezahlte Kapital wieder - Bedenken Sie die 'Laufzeit' bis zum Break-even ...dann sind Sie wie alt? ;-)

Ist natürlich aktuell viel schneller wieder im Portemonnaie, als das einem Bangster zu übergeben *g

DRV rechnen lassen, die Wahl haben Sie dann - wobei hier ggf. Randaspekte zu berücksichtigen sind, die neben der bloßen 'Rendite' ein Rolle spielen könnten.

Gruß
w.