Freiwillige Rentenbeiträge?

von
Hysterie

Hallo
Ich habe einen Rentenbescheid erhalten und bekomme rückwirkend ab Januar eine volle EM-Rente, die bis Herbst nächstes Jahr befristet ist.
Ich habe den Antrag vor gut 1,5 Jahren, nach einer schweren Erkrankung gestellt.
Anfang des Jahres habe ich wieder angefangen zu arbeiten, obwohl ich noch Anspruch auf Krankengeld gehabt hätte.
Ich hatte noch 65 Tage Urlaub abzufeiern und war bis Anfang Juli insgesamt wieder 12 Wochen krank.
Von 171 Arbeitstagen habe ich nur 29 Tage effektiv gearbeitet, an manchen Tagen nicht mal die vollen 8 Stunden.
Nun hat sich mein Gesundheitszustand wieder verschlimmert.
Ich war wieder im Krankenhaus und habe den Bescheid kurz vor Antritt einer AHB bekommen.
Da ich ja normal verdient habe, mit Lohnfortzahlung und bezahltem Urlaub, bekomme ich 0 Euro Rente im Monat, bis zur nächsten Beurteilung der Zuverdienstgrenze.
Das ist natürlich fürchterlich, weil ich nicht so viele Rücklagen habe.
Nun kann ich durch Gutachtenerstellung für Gerichte Geld verdienen.
Dafür kann ich immer mal wieder für 1 Stunde an den PC, das scheint mir hoffentlich machbar.
Frage: muss ich da von dem Einkommen Renten- und Krankenversicherungsbeiträge zahlen?
Muss ich Freiwillige Beiträge bezahlen?

von
KSC

Über Steuern entscheiden die Finanzämter, beraten ist das Geschäft von steuerberatenden Stellen.

Ob das KV pflichtig ist, entscheidet Ihre Krankenkasse.

Wenn Sie ab und an mal ne Stunde Gutachten schreiben, spielt sich das wahrscheinlich im Bereich der Geringfügigkeit ab und RV Beiträge dürften da nicht anfallen (allerdings fehlen Angaben zum genauen Zeitaufwand und Verdienst).

Freiwillige Beiträge könnten Sie als EM Rentner prinzipiell zahlen - das wird sich aber in aller Regel nicht rechnen.

Konkreteres können Sie im Forum auf diese "magere Informationslage" nicht erwarten, schönen Abend

von
Maik

Bekommen Sie dann nicht ab Januar 2023 wieder Rente. Ggf. Rückwirkend? In 2023 haben Sie doch keinen Hinzuverdienst?

von
Maik

Und hätte man nicht die Rente ablehnen können? Müssen Sie sich jetzt selbst Krankenversichern ohne Einkommen?
Wenn das bei mir auch so kommt, muss ich die Rente ablehnen, denn ohne Geld geht es nicht.

von
Hysterie

Zitiert von: KSC
Über Steuern entscheiden die Finanzämter, beraten ist das Geschäft von steuerberatenden Stellen.

Steuern zahle ich sowieso dafür

Ob das KV pflichtig ist, entscheidet Ihre Krankenkasse.

O.k., frag ich da mal nach

Wenn Sie ab und an mal ne Stunde Gutachten schreiben, spielt sich das wahrscheinlich im Bereich der Geringfügigkeit ab und RV Beiträge dürften da nicht anfallen (allerdings fehlen Angaben zum genauen Zeitaufwand und Verdienst).

Wenn ich für 22000 Euro Gutachten schreibe sind das 245 Stunden im Jahr

Freiwillige Beiträge könnten Sie als EM Rentner prinzipiell zahlen - das wird sich aber in aller Regel nicht rechnen.

Konkreteres können Sie im Forum auf diese "magere Informationslage" nicht erwarten, schönen Abend

Helfen die Angaben weiter?

von
Hysterie

Zitiert von: Maik
Bekommen Sie dann nicht ab Januar 2023 wieder Rente. Ggf. Rückwirkend? In 2023 haben Sie doch keinen Hinzuverdienst?

Die Hinzuverdienstgrenze wird erst im Juli berechnet.

Dann wird also das nächste Jahr berechnet. Eventuell bekomme ich die Rente bis Januar 23 rückwirkend erstattet.

Aber dieses Jahr steht mir nichts zu.

von
Hysterie

Zitiert von: Maik
Und hätte man nicht die Rente ablehnen können? Müssen Sie sich jetzt selbst Krankenversichern ohne Einkommen?
Wenn das bei mir auch so kommt, muss ich die Rente ablehnen, denn ohne Geld geht es nicht.

Ich hab mir das auch schon überlegt die Rente abzulehnen und meine Arbeitszeit dafür zu reduzieren.

Aber ich bin zu krank. Ich habe mich überschätzt, als ich wieder angefangen habe zu arbeiten dieses Jahr .

Ich schaue, dass ich so viel arbeite wie ich halt eben kann.
Das werden nächstes Jahr nicht mehr als 1 bis 2 Stunden täglich sein.
Mehr Gutachtensaufträge werde ich sicherlich nicht bekommen, wenn überhaupt.
Wenn das die Hinzuverdienstgrenze wieder überschreitet, ist das halt so. Dann bekomme ich keine Rentenzahlungen, habe aber entsprechendes Einkommen.
Nur dieses Jahr bekomme ich nichts mehr, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mehr Rücklagen gebildet.
Ich hab mich einfach überschätzt und dachte ich könnte wieder Vollzeit arbeiten.
Hatte bis August einen guten Verdienst obwohl ich nicht viel gearbeitet hab ( Lohnfortzahlung für 12 Wochen, Urlaub 65 Tage)

Das war ja gerade meine Frage ob ich Renten- und Krankenversicherung davon zahlen muss, wenn ich arbeite neben der EM- Rente

von
Abschläge

Zitiert von: Hysterie
Zitiert von: Maik
Bekommen Sie dann nicht ab Januar 2023 wieder Rente. Ggf. Rückwirkend? In 2023 haben Sie doch keinen Hinzuverdienst?

Die Hinzuverdienstgrenze wird erst im Juli berechnet.

Dann wird also das nächste Jahr berechnet. Eventuell bekomme ich die Rente bis Januar 23 rückwirkend erstattet.

Aber dieses Jahr steht mir nichts zu.

Wenn aber die Differenz zwischen bisherigem Gehalt (inkl. Krankengeld etc.) des Jahres 2022 und dem neuen Gehalt (nur ein paar Gutachten) mehr als 10% Unterschied ausmacht, müssen Sie nicht bis Juli warten, bis neu berechnet wird, sondern können/sollten dies zeitnah Ihrer zuständigen DRV mitteilen, dann muss diese Änderung auch bereits vorher (ab Januar 2023) berücksichtigt werden.

Klären Sie das mal lieber rechtzeitig mit der zuständigen DRV :-)

von
Maik

Muss man sich selber Krankenversichern, wenn die Rente auf 0 gekürzt wird? Kriegt man da trotzdem den halben Zuschuss?

von
Hysterie

Zitiert von: Abschläge
Zitiert von: Hysterie
Zitiert von: Maik
Bekommen Sie dann nicht ab Januar 2023 wieder Rente. Ggf. Rückwirkend? In 2023 haben Sie doch keinen Hinzuverdienst?

Die Hinzuverdienstgrenze wird erst im Juli berechnet.

Dann wird also das nächste Jahr berechnet. Eventuell bekomme ich die Rente bis Januar 23 rückwirkend erstattet.

Aber dieses Jahr steht mir nichts zu.

Wenn aber die Differenz zwischen bisherigem Gehalt (inkl. Krankengeld etc.) des Jahres 2022 und dem neuen Gehalt (nur ein paar Gutachten) mehr als 10% Unterschied ausmacht, müssen Sie nicht bis Juli warten, bis neu berechnet wird, sondern können/sollten dies zeitnah Ihrer zuständigen DRV mitteilen, dann muss diese Änderung auch bereits vorher (ab Januar 2023) berücksichtigt werden.

Klären Sie das mal lieber rechtzeitig mit der zuständigen DRV :-)

Oh, Danke, wertvoller Hinweis

von
Abschläge

Zitiert von: Maik
Muss man sich selber Krankenversichern, wenn die Rente auf 0 gekürzt wird? Kriegt man da trotzdem den halben Zuschuss?

hmmm... 50 % von 0,00 EUR ergibt???

Und wenn die Rente tatsächlich auf 0,00 EUR gekürzt wird, erfolgt dies doch vermutlich aufgrund eines zu hohen anderen Einkommens.
Sofern dies ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitseinkommen ist, wäre man dadurch krankenversichert.

Für alle anderen Fälle (selbstständige Tätigkeit, Kapitalerträge etc.), fragen Sie bitte bei Ihrer zuständigen Krankenkasse nach, was dafür dann bezahlt werden müsste.

von
Maik

Ja, ich meine in den Monaten zum Beispiel September bis Dezember, wenn das Arbeitseinkommen wegfällt und man trotzdem null Euro Rente bekommt, weil man bis August viel zu viel verdient hat. Ich befürchte, dann muss man auch noch Krankenversicherung jeden Monat selber bezahlen oder bleibt man dann krankenversichert? Das frage ich bei der Krankenkasse.

von
Abschläge

Zitiert von: Maik
Ja, ich meine in den Monaten zum Beispiel September bis Dezember, wenn das Arbeitseinkommen wegfällt und man trotzdem null Euro Rente bekommt, weil man bis August viel zu viel verdient hat. Ich befürchte, dann muss man auch noch Krankenversicherung jeden Monat selber bezahlen oder bleibt man dann krankenversichert? Das frage ich bei der Krankenkasse.

Es ist immer etwas schwieriger, zu antworten, wenn sich 'jemand' an eine andere Frage 'dranhängt' :-(

Also grundsätzlich: Fragen zu Beitragspflicht Krankenversicherung bei der KK stellen.

Und aber warum fällt bei Ihnen das Arbeitseinkommen weg? Dann könnte dennoch zum Tragen kommen, dass die Rente auch vorzeitig neu berechnet werden muss und nicht erst zur Spitzabrechnung , die immer zum 01.07. eines Jahres stattfindet. Hier müssten Sie sich dann zeitnah an die zuständige DRV wenden, damit Lücken vorzeitig geschlossen werden können, d.h. vorzeitig neu berechnet werden kann. Und welche Rente beziehen Sie derzeit?
Es könnte evtl. hilfreich sein, (auch für den morgen antwortenden 'Experten', hierzu einen eigenen neuen Beitrag zu erstellen :-)

(Sind Sie 'Maik', der heute auch wegen Teil-EM-Rente mit Überstunden fragte? Da fällt doch dann erst einmal die EM-Rente nicht weg, und anscheinend auch nicht das Arbeitseinkommen)

von
Hysterie

Zitiert von: Abschläge
Zitiert von: Maik
Ja, ich meine in den Monaten zum Beispiel September bis Dezember, wenn das Arbeitseinkommen wegfällt und man trotzdem null Euro Rente bekommt, weil man bis August viel zu viel verdient hat. Ich befürchte, dann muss man auch noch Krankenversicherung jeden Monat selber bezahlen oder bleibt man dann krankenversichert? Das frage ich bei der Krankenkasse.

Es ist immer etwas schwieriger, zu antworten, wenn sich 'jemand' an eine andere Frage 'dranhängt' :-(

Also grundsätzlich: Fragen zu Beitragspflicht Krankenversicherung bei der KK stellen.

Ich bekomme rückwirkend eine volle EM-Rente rückwirkend ab Januar diesen Jahres, befristet bis Herbst nächsten Jahres.
Ich hatte dieses Jahr Lohnfortzahlung bei zweimal 6 Wochen Krankheit und 65 Tage Urlaub.
Ich arbeitete als Krankenschwester.
Seit ich den Rentenbescheid bekommen habe, arbeite ich nicht mehr, weil mein Arbeitgeber mich verständlicherweise nicht mehr will, weil ich selbst an den 29 Tagen, die ich dieses Jahr gearbeitet habe, fast nie den ganzen Tag durchgehalten habe.
Deshalb ist bei mir die Hinzuverdienstgrenze derart überschritten, dass mein monatlicher Rentenbetrag 0 Euro im Monat beträgt.
Da ich kaum Rücklagen habe, denke ich jetzt auf selbständiger Basis, mit Gutachtenerstellung dazuzuverdienen.
Meine Frage war, ob ich von diesem Zuverdienst Renten- und Krankenversicherung abführen muss.
Besteuern muss ich Das zusätzliche Einkommen ja sowieso.

Und aber warum fällt bei Ihnen das Arbeitseinkommen weg? Dann könnte dennoch zum Tragen kommen, dass die Rente auch vorzeitig neu berechnet werden muss und nicht erst zur Spitzabrechnung , die immer zum 01.07. eines Jahres stattfindet. Hier müssten Sie sich dann zeitnah an die zuständige DRV wenden, damit Lücken vorzeitig geschlossen werden können, d.h. vorzeitig neu berechnet werden kann. Und welche Rente beziehen Sie derzeit?
Es könnte evtl. hilfreich sein, (auch für den morgen antwortenden 'Experten', hierzu einen eigenen neuen Beitrag zu erstellen :-)

(Sind Sie 'Maik', der heute auch wegen Teil-EM-Rente mit Überstunden fragte? Da fällt doch dann erst einmal die EM-Rente nicht weg, und anscheinend auch nicht das Arbeitseinkommen)

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