Freiwillige Rentenbeiträge: Welche Variante?

von
Hubert

Ich werde im nächsten Jahr mit 63 die vorgezogene Rente mit Abschlägen beantragen.
Vorher möchte ich aber in diesem Jahr noch ein paar freiwillige Zahlungen leisten. Da ich nicht mehr berufstätig bin, habe ich zwei Möglickeiten:
a) Monatliche Beiträge für 01/2017 bis 12/2017 oder
b) Ausgleich (teilweise) meiner Abschläge von 9,9%

Meine Frage: Haben die beiden Varianten dieselbe Wirkung auf die spätere Rentenhöhe oder gibt es Unterschiede? Annahme: In beiden Fällen wird dieselbe Summe investiert.

Meine erste Überlegung war, dass man mit beiden Varianten letztlich Rentenpunkte kauft. Investiert man dieselbe Summe, ergibt sich damit dieselbe Anzahl von RP und somit später dieselbe Rentenhöhe.

Inzwischen habe ich aber Zweifel, da ich mit Variante a) ja Rentenpunkte kaufe, die dann aber später noch einem Abschlag von 9,9% unterworfen werden, während ich mit Variante b) ja dafür sorge, dass sämtliche bis gesammelten Rentenpunkte eine höhere Bewertung erhalten. Demnach könnte Variante b) u.U. besser sein...?

Ich bin da etwas verunsichert und bitte um Hilfe!

Danke und Gruß, Hubert
P.S.: Falls es zur Berechnung hilft: Ich habe vor, ca. 12.000€ einzuzahlen.

von
Knodt

Ja Hubert du verunsichert variante a oder b oder umgekehrt variante b oder a?
Was ist denn mit Variante c? Deine 12 T Euro würde ich auf den Putz hauen, also kauf dir was schönes. Viel Spaß!

von
Schade

Läuft bewertungstechnisch aufs Gleiche raus.

von
W*lfgang

Zitiert von: Hubert
während ich mit Variante b) ja dafür sorge, dass sämtliche bis gesammelten Rentenpunkte eine höhere Bewertung erhalten.
,

nöö, dem ist nicht so. Ihre AR wird auch weiterhin einen Abschlag auf die 'erarbeiteten' Punkte haben, Sie kaufen mit der Ausgleichszahlung nur so viele Punkte zusätzlich nach, dass Sie lediglich rechnerisch doch eine AR ohne Abschlag erhalten.

Variante a) halte ich doch für die bessere Lösung, da Sie mit hohen freiwilligen Beiträgen den Gesamtleistungswert/Durchschnittswert aller Zeiten beeinflussen und damit Einfluss auf andere damit zu bewertende Zeiten nehmen. Probeberechnungen zu a) und b) geben Aufschluss. Vielleicht kombinieren Sie das ja auch - 12 T in die Lücke + 12 T in die Ausgleichszahlung :-)

Zu denken geben sollte Ihnen aber auch, dass Sie mit 12 T Beitrag gerade mal einen mtl. Rentenbetrag von etwa 45 EUR netto nachkaufen, 22 Jahre reine 'Laufzeit' ...mit jährlichen Rentenanpassungen und steuerlicher Ermäßigung für 2017 geht es _vielleicht_ in Richtung 15 Jahre.

Nicht das ich dagegen bin, die 'Rendite' ist fantastisch ...wenn man die Amortisierungsphase erlebt und dann endlich mit dem Mehrbetrag der Sonne entgegen rollatieren kann ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Hubert,

dem Beitrag von „W*lfgang“ kann ich grundsätzlich zustimmen. Welche Variante in Ihrem konkreten Einzelfall am sinnvollsten ist, sollten Sie aus meiner Sicht in eine persönlichen Beratungsgespräch in einer Auskunfts- und Beratungsstelle eines Rentenversicherungsträgers erörtern. Dort kann man wesentlich besser auf die individuellen Umstände Ihres Einzelfalls eingehen und zielführender beraten, als dies im Rahmen dieses Forums möglich wäre.

von
Hubert

Vielen Dank an alle, die hier geantwortet haben. Insbesondere an W*lfgang, dessen Antwort im Grunde meine erste Einschätzung noch einmal bestätigt.

Einen Termin bei der Rentenberatung hatte ich übrigens bereits VOR meiner Fragestellung. Fazit der "Beratung": Das muss jeder selber entscheiden...
Das zum Thema "...individuelle Umstände Ihres Einzelfalls... und zielführende Beratung".

Danke und Gruß, Hubert