Freiwillige Zahlungen in die DRV um Abschlage auszugleichen

von
doubleUGee

Hallo,

ich bin noch nichtselbständig tätig und nicht gekündigt.
Um Abschläge bei der Rente (z.B. wenn ich früher mit ATZ bis 63 Jahre das arbeiten aufhöre) abzufangen, möchte ich in diesem Jahr (und ggf. in den Folgejahren) freiwillig eine Zahlung tätigen.

Ich habe dazu heute mit das Formular "V0210 - Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters" online abgeschickt. Zudem habe ich meinen Arbeitgeber gebeten das Formular V0211 auszufüllen.

Jetzt "stolpere" ich über das Formular "V0060 - Antrag auf Beitragszahlung für eine freiwillige Versicherung". Das passt irgendwie für mich nicht. Ich möchte keine monatlichen Zahlungen leisten (um Rentenzeiten nicht zu verlieren).
Ich möchte in diesem Jahr (und ggf. in den Folgejahren) eine eine jährliche Zahlung tun.

Meine Frage: Muss ich zu einem Vorhaben überhaupt das Formular "V0060" überhaupt ausfüllen oder überweise ich einfach den Betrag an die DRV? Falls ja, wäre ich dankbar um Nennung der Bankdaten und wie ich eine Bestätigung dafür bekomme.

Ich freue mich schon auf eine Rückmeldung.

Herzlichen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
doubleUGee

von
Schade

Für Sie ist der V0210 das richtige Formular - damit werden die Ausgleichszahlungen für Abschläge beantragt.

Das Formular V0060 betrifft einen ganz anderen Sachverhalt, nämlich den dass jemand (z.B. weil er Hausfrau ist) freiwillige Rentenbeiträge einzahlen will.
Das ist aber ein ganz anderer Sachverhalt!

von
Schade

Ergänzung: Und wenn das Formular V0210 bearbeitet ist bekommen Sie Nachricht dass Sie zahlen dürfen und in diesem Bescheid steht dann auch alles Wichtige, z.B. IBAN, etc.

von
doubleUGee

Hallo Hr./Fr. Schade,

alles klar. Herzlichen Dank für die Rückmeldung.
Dann ist das weitere Vorgehen:
1) Warten bis mein Arbeitgeber das Formular V0210 ausgefüllt hat
2) das vom AG ausgefüllte Formular V0210 sende ich dann an die DRV
3) Warten bis ich von der DRV die Rückmeldung bekommen habe.

Ich habe noch eine Frage: Nachdem ich noch in diesem KJ eine Zahlung vornehmen möchte (damit die noch bei den Sonderausgaben bei der EKST-Erklärung für 2018 wirkt) ist das noch zu schaffen? Ich weiß nicht wie lange bei der DRV die Durchlaufet eines solchen Antrages ist.

Mit freundlichen Grüßen
doubleUGee

von
Realist

Zitiert von: doubleUGee
Hallo Hr./Fr. Schade,

alles klar. Herzlichen Dank für die Rückmeldung.
Dann ist das weitere Vorgehen:
1) Warten bis mein Arbeitgeber das Formular V0210 ausgefüllt hat
2) das vom AG ausgefüllte Formular V0210 sende ich dann an die DRV
3) Warten bis ich von der DRV die Rückmeldung bekommen habe.

Ich habe noch eine Frage: Nachdem ich noch in diesem KJ eine Zahlung vornehmen möchte (damit die noch bei den Sonderausgaben bei der EKST-Erklärung für 2018 wirkt) ist das noch zu schaffen? Ich weiß nicht wie lange bei der DRV die Durchlaufet eines solchen Antrages ist.

Mit freundlichen Grüßen
doubleUGee

Das dürfte eng werden, da Sie erst jetzt die Auskunft angefordert haben.

von
W°lfgang

Zitiert von: Realist
Zitiert von: doubleUGee
Hallo Hr./Fr. Schade,

alles klar. Herzlichen Dank für die Rückmeldung.
Dann ist das weitere Vorgehen:
1) Warten bis mein Arbeitgeber das Formular V0210 ausgefüllt hat
2) das vom AG ausgefüllte Formular V0210 sende ich dann an die DRV
3) Warten bis ich von der DRV die Rückmeldung bekommen habe.

Ich habe noch eine Frage: Nachdem ich noch in diesem KJ eine Zahlung vornehmen möchte (damit die noch bei den Sonderausgaben bei der EKST-Erklärung für 2018 wirkt) ist das noch zu schaffen? Ich weiß nicht wie lange bei der DRV die Durchlaufet eines solchen Antrages ist.

Mit freundlichen Grüßen
doubleUGee


Das dürfte eng werden, da Sie erst jetzt die Auskunft angefordert haben.

Ergänzend:

Falls es terminlich eng werden sollte (es liegt rechtzeitig kein Bescheid zur Ausgleichszahlung vor), hilft eine 'Blindeinzahlung' an die DRV ...es geht ja nur um den Beleg 2019 für das Finanzamt.

Bankverbindungen der DRV lassen sich per Suchmaschine finden "drv 'XYZ' bankverbindung". Auf das Überweisungsformular "Ausgleichszahlung wegen Altersrentenminderung + eigene VersicherungsNR" ...überweisen/fertig.

Die Rechtmäßigkeit der Ausgleichszahlung wird quasi im Nachhinein geprüft/bestätigt und Sie erhalten auch eine Bestätigung über die Zahlung.

Sofern Sie den (heutigen) Abschlag in etwa einschätzen können - grob ist zwischen 100-400 EUR alles möglich - , sowie die möglichen Jahre bis zu dieser Rente berücksichtigen, können Sie pro 100 EUR Abschlag rd. 25000 EUR kalkulieren und die 'passende' Rate danach (insbesondere auch aus steuerlicher Sicht) ansetzen.

Gruß
w.

von
suchenwi

In V0210-Auskünften wird auch beschrieben, wie der Verwendungszweck aussehen sollte (nur, um die Buchung zu erleichtern):
"RM"
"VSNR" (+11-stellige Versicherungsnummer)
Vor- und Zuname des Versicherten
Damit sind meine freiwilligen RV-Beiträge 2018/19 zügig gebucht und bestätigt worden.

von
suchenwi

Korrektur: 12-stellige VSNR, z.B. bei mir 12****56S***

von
doubleUGee

Hallo Realist, W°lfgang und suchenwi,

herzlichen Dank für die wertvollen Hinweise und schnelle Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
doublUGee

von
memyself

Verstehe ich gerade nicht. ich hatte damals auch eine Renteninfo angefordert, in Bezug auf ausgleichszahlungen.

darin wurde mit die bankverbindung mitgeteilt und auch, dass ratenzahlungen nötig sind.

an ein formular für den arbeitgeber kann ich mich beim besten willen nicht erinnern. wozu auch?

von
memyself

also insgesamt ging das bei mir ganz formlos, habe auch den antrag auf ausgleichszahlung nicht ausgefüllt. alle ratenzahlungen wurden trotzdem meinem konto gutgeschrieben und werden jährlich bei der steuererklärung geltend gemacht

von
W°lfgang

Zitiert von: memyself
an ein formular für den arbeitgeber kann ich mich beim besten willen nicht erinnern. wozu auch?

Hallo memyself,

ist der Vordruck V0210, um das Einkommen entsprechend dieser AG-Einkommensbestätigung aus dem Vorjahr dann bis zum Rentenbeginn hochzurechnen. Kann man machen, kann das aber auch mit dem Hinweis "Geht den AG gar nichts an, DRV rechne bitte die EP aus dem Vorjahr bis Rentenbeginn hoch" unterbinden/läuft auch. *)

> also insgesamt ging das bei mir ganz formlos, habe auch den antrag auf ausgleichszahlung nicht ausgefüllt.

...da mache ich mal ein großes Fragezeichen hinter! Ohne irgendeinen formellen Antrag geht das gar nicht, damit die Ausgleichszahlungen so mirnichtsdirnichts in Ihr Rentenkonto geflossen sind ;-)

Der formelle Weg geht damals wie heute noch über den oben genannten Vordruck ...es sei denn (es gibt keinen Vordruckzwang in der DRV), Sie haben das im Wege eines handgeschriebenen 2-seitigen 'Aufsatzes'/formloser Antrag, mit allen relevanten Fragen/Antworten auch so beantragen können - kann man (immer noch) machen ...die Sachbearbeitung wird Sie dafür bei der Wahl zum 'Antragssteller des Monats' nicht mal auf die Ersatzbank setzen *g

*) Daneben hängt noch ergänzend der V0300 hintendran - geschenkt, ist meist

Zitiert von: memyself
an ein formular für den arbeitgeber kann ich mich beim besten willen nicht erinnern. wozu auch?

Hallo memyself,

ist der Vordruck V0210, um das Einkommen entsprechend dieser AG-Einkommensbestätigung aus dem Vorjahr bis zum Rentenbeginn hochzurechnen. Kann man machen, kann das aber auch mit dem Hinweis "Geht den AG gar nichts an, DRV rechne bitte die EP aus dem Vorjahr bis Rentenbeginn hoch" unterbinden/läuft auch. *)

> also insgesamt ging das bei mir ganz formlos, habe auch den antrag auf ausgleichszahlung nicht ausgefüllt.

...da mache ich mal ein großes Fragezeichen hinter! Ohne irgendeinen formellen Antrag geht das gar nicht, damit die Ausgleichszahlungen so mirnichtsdirnichts in Ihr Rentenkonto geflossen sind ;-)

Der formelle Weg geht damals wie heute noch über den oben genannten Vordruck ...es sei denn (es gibt keinen Vordruckzwang in der DRV), Sie haben das im Wege eines handgeschriebenen 2-seitigen 'Aufsatzes'/formloser Antrag, mit allen relevanten Fragen/Antworten auch so beantragen können - kann man (immer noch) machen ...die Sachbearbeitung wird Sie dafür bei der Wahl zum 'Antragssteller des Monats' nicht mal auf die Ersatzbank setzen *g

*) Daneben hängt noch ergänzend der V0300 hintendran - geschenkt, ist meist obsulet.

Gruß
w.
PS: Für die Ausgangsfrage eigentlich nur wichtig, wie es steuerrechtlich rechtzeitig in diesem Jahr 'aktiviert' werden kann - was oben schon nachzulesen ist.

Experten-Antwort

Das Verfahren ist nicht an die Vorlage des Vordrucks gebunden. Er hilft aber, eine möglichst zielgenaue Auskunft zu erteilen.
Sollte es mit der Auskunft zum Jahresende knapp werden (weil z.B. das Konto noch geklärt werden muss), dürfte eine persönliche/telefonische Anfrage sicher weiter bringen.
Mit der Antragstellung sind aber alle Fristen gewährt. Die Ausgleichbeiträge gelten mit diesem Zeitpunkt als gezahlt, wenn sie nach Auskunftserteilung innerhalb der gesetzten Fristen gezahlt werden.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.2019, 21:05 Uhr]

von
Feli

Die Beiträge gelten für die Rentenversicherung (für die Berechnung der Rente) im Zeitpunkt der Antragstellung als gezahlt, aber nicht für das Finanzamt! Dort gilt das Abflussprinzip, d.h. die Beiträge können steuerlich nur für das Jahr geltend gemacht werden, in dem sie bei Ihnen "abgeflossen" (vom Konto weg) sind.