G0100 / G0110 / G0600 / G0115

von
K

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Krankenkasse hat mir einen Brief geschickt mit den oben genannten Anträgen.

Im Brief steht.

Sie sind seit dem X X X arbeitsunfäig erkrankt. Infolge der fortgeschrittenen Dauer der AU wird diese auch durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung begleitet.

Ihr behandelnder Arzt XXX bestätigt aktuell die weitere Arbeitsunfähigkeit. Zur wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit und somit auch zur Sicherstellung der Erwerbsfähigkeit empfiehlt der MDK die Einleitung von medizinischen Rehabilationsmaßnahmen.
Der MDK sieht in einer stationären Rehabilationsmaßnahme einen geeigneten Weg, ihre gesundheitlichen Interessen zu sichern.

In der Anlage erhalten Sie deshalb die entsprechenden Antragsvordrucke.
lassen Sie den Arteil vom Arzt bestätigen.

Im Anschluss daran geben Sie bitte die vollständigen Unterlagen an uns zurück. Eine Erledigung haben wir uns bis zum 18.08.16 vorgemerkt.

Im Zusammenhang kommen wir nicht umhin, Sie auch auf Ihre Mitwirkungspflicht, sowie den Folgen einer fehlenden Mitwirkung(Versagen von Krankengeld) gemäß Sozialgesetzbuch Eins (§60ff SBGI)

Jetzt zu meiner Frage:

habe ich dafür nicht 10Wochen Zeit ?(Krankenkasse sagt, lt. Telefon NEIN)

2.
Des Weiteren ist auf dem Antrag G0100, bei der Frage"har die gesetztliche Krankenkasse...schriftlich aufgefordert, diesen Antrag zu stellen"

bereits bei NEIN, ein Kreuz mit Kuli gemacht.(verstehe ich nicht, die Krankenkasse hat es mir doch geschickt)

auch bei der ersten Frage, ist bereits ein Kreuz gesetzt bei "Stationär"

3. Muss ich es an die Krankenkasse zurück schicken, oder reucht es wenn ich es direkt bei der Rentenversicherung abgebe.

Vielen Dank !!!
Bin etwas verzweifelt, bekomme auch immer anrufe von der KK und bin auf einen besserungsweg, aber die KK wirft mich immer zurück

von
Schorsch

Auch wenn tatsächlich 10 Wochen "Bedenkzeit" gewährt werden müssen, sollte doch eigentlich ein frühestmöglicher Reha-Beginn in Ihrem eigenen Interesse liegen.

Es ist mir auch schleierhaft, wer sich diese 10 Wochen-Frist überhaupt ausgedacht hat.
Normalerweise sollte "unverzüglich" selbstverständlich sein.

Wo die Krankenkasse Kreuze genacht hat, ist unerheblich.
Und ob Sie den Antrag an die Kasse zurückschicken oder direkt an die DRV senden, bleibt Ihnen überlassen.

Ich wünsche Ihnen baldige Genesung!

MfG

von
K

Zitiert von: Schorsch

Auch wenn tatsächlich 10 Wochen "Bedenkzeit" gewährt werden müssen, sollte doch eigentlich ein frühestmöglicher Reha-Beginn in Ihrem eigenen Interesse liegen.

Es ist mir auch schleierhaft, wer sich diese 10 Wochen-Frist überhaupt ausgedacht hat.
Normalerweise sollte "unverzüglich" selbstverständlich sein.

Ich bin in Psycholgischer Behandlung und auf einen Besserungsweg und dies will ich aktuell nicht unterbrechen, deshalb.
Naja und finde es doch komisch dass, die Kasse einfach dort ein Kreuz setzt.

von
Schorsch

Zitiert von: K

Naja und finde es doch komisch dass, die Kasse einfach dort ein Kreuz setzt.

Wenn im Reha-Antrag angegeben wird, dass die Krankenkasse zur Antragsstellung aufgefordert hat, dann könnte das die Bewilligungschancen erhöhen.
Dass Ihre Kasse "NEIN" angekreuzt hat, kann ein Versehen gewesen sein, ist aber auch nicht so wichtig.

MfG

von
K

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: K

Naja und finde es doch komisch dass, die Kasse einfach dort ein Kreuz setzt.

Wenn im Reha-Antrag angegeben wird, dass die Krankenkasse zur Antragsstellung aufgefordert hat, dann könnte das die Bewilligungschancen erhöhen.
Dass Ihre Kasse "NEIN" angekreuzt hat, kann ein Versehen gewesen sein, ist aber auch nicht so wichtig.

MfG

Ok danke, mit den 10Wochen da sind Sie sicher?

von
Schorsch

Zitiert von: K

Ok danke, mit den 10Wochen da sind Sie sicher?

Diese 10 Wochen-Frist ist gesetzlich geregelt.
Allerdings wird Ihre Krankenkasse wenig Verständnis dafür haben, wenn Sie diese Frist ohne wichtigen Grund unbedingt voll ausschöpfen wollen und sie wird sie das auch spüren lassen.

Zu Ihrer Beruhigung kann ich Ihnen mitteilen, dass es erfahrungsgemäß mehrere Wochen dauern kann, bis so ein Reha-Antrag bewilligt wird.
Und dann vergeht häufig noch eine Weile, bis die Reha-Maßnahme beginnt.

MfG

von
Herz1952

Hallo K,

ich habe selber einen ähnlichen Fall gehabt. Vielleicht hilft Ihnen meine Schilderung weiter:

Unser Sohn war auch in ambulanter psychischer Behandlung (Tagesklinik). Da hat ihn die Krankenkasse aufgefordert - mündlich und ohne Absprache mit dem Arzt (dieser war richtig sauer) - nochmal eine Reha zu machen, obwohl die gleiche Art sogar fehlgeschlagen war.

Er war auch AU-geschrieben. Die Krankenkasse hat die Krankheit auch falsch eingeschätzt. Ich habe der Dame aber das erklärt. Erst war sie pampig, (bevor ich Ihr das erklärte) dann hat sie es aber eingesehen und gemeint, er müsste das nicht machen.

Wenn Sie meinen, wieder arbeiten zu können, ist eine Reha durch die RV eigentlich nicht berechtigt. Da wäre gegebenenfalls auch die Krankenkasse zuständig für eine Heilbehandlung. Sprechen Sie mit Ihren Ärzten mal darüber.

Notfalls nehmen Sie sich Rechtsrat. Hier sind noch 2 Links, was die Krankenkasse machen darf und was nicht:

https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/sommer-sgb-v-51-wegfall-des-krankengeldes-antrag-auf-rehabilitation_idesk_PI10413_HI531086.html

https://www.anwalt.de/rechtstipps/wegfall-des-krankengeldes-bei-aufforderung-zum-reha-antrag_064473.html

Jeder Fall liegt allerdings anders. Laut Reha-Bericht liegt eigentlich keine Indikation für eine Reha durch die RV. Allerdings sind Reha-Berichte stark geschönt. Wie die KK auf die Einschätzung kommen kann, dass bei Ihnen eine berufliche Reha angebracht wäre kann man nur dadurch verstehen, dass die Krankenkasse Ihnen kein Krankengeld mehr zahlen möchte, andererseits läuft das Krankengeld auch nicht ewig.

Bei unserem Sohn hat die KK zweimal versucht ihn zu einer Reha zu bewegen. Beim ersten Mal hat es sogar die RV abgelehnt, weil nicht vorauszusehen war, dass eine Erwerbsminderung möglich ist. Beim zweiten Mal hat die Krankenkasse eine Reha vorgeschlagen, die nicht zum Gesundheitszustand gepasst hat.

Vielleicht läuft das ganze auf eine Erwerbsminderung raus, wenn Sie nicht mehr in der Lage wäre zu arbeiten. Es kommt auch darauf an, wie Sie es selbst einschätzen. Bei Schmerzen und Depression wird normalerweise eine Psychosomatische Reha angeraten, die allerdings wenig nützt, solange die Schmerzen nicht weggehen. Wenn die Ärzte nicht weiterwissen wie die Schmerzen weggehen, gehen sie fälschlicherweise davon aus, dass es von der Psyche kommt.

Alles gute für Ihre Gesundheit.

von
K

Zitiert von: Herz1952

Hallo K,

ich habe selber einen ähnlichen Fall gehabt. Vielleicht hilft Ihnen meine Schilderung weiter:

Unser Sohn war auch in ambulanter psychischer Behandlung (Tagesklinik). Da hat ihn die Krankenkasse aufgefordert - mündlich und ohne Absprache mit dem Arzt (dieser war richtig sauer) - nochmal eine Reha zu machen, obwohl die gleiche Art sogar fehlgeschlagen war.

Er war auch AU-geschrieben. Die Krankenkasse hat die Krankheit auch falsch eingeschätzt. Ich habe der Dame aber das erklärt. Erst war sie pampig, (bevor ich Ihr das erklärte) dann hat sie es aber eingesehen und gemeint, er müsste das nicht machen.

Wenn Sie meinen, wieder arbeiten zu können, ist eine Reha durch die RV eigentlich nicht berechtigt. Da wäre gegebenenfalls auch die Krankenkasse zuständig für eine Heilbehandlung. Sprechen Sie mit Ihren Ärzten mal darüber.

Notfalls nehmen Sie sich Rechtsrat. Hier sind noch 2 Links, was die Krankenkasse machen darf und was nicht:

https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/sommer-sgb-v-51-wegfall-des-krankengeldes-antrag-auf-rehabilitation_idesk_PI10413_HI531086.html

https://www.anwalt.de/rechtstipps/wegfall-des-krankengeldes-bei-aufforderung-zum-reha-antrag_064473.html

Jeder Fall liegt allerdings anders. Laut Reha-Bericht liegt eigentlich keine Indikation für eine Reha durch die RV. Allerdings sind Reha-Berichte stark geschönt. Wie die KK auf die Einschätzung kommen kann, dass bei Ihnen eine berufliche Reha angebracht wäre kann man nur dadurch verstehen, dass die Krankenkasse Ihnen kein Krankengeld mehr zahlen möchte, andererseits läuft das Krankengeld auch nicht ewig.

Bei unserem Sohn hat die KK zweimal versucht ihn zu einer Reha zu bewegen. Beim ersten Mal hat es sogar die RV abgelehnt, weil nicht vorauszusehen war, dass eine Erwerbsminderung möglich ist. Beim zweiten Mal hat die Krankenkasse eine Reha vorgeschlagen, die nicht zum Gesundheitszustand gepasst hat.

Vielleicht läuft das ganze auf eine Erwerbsminderung raus, wenn Sie nicht mehr in der Lage wäre zu arbeiten. Es kommt auch darauf an, wie Sie es selbst einschätzen. Bei Schmerzen und Depression wird normalerweise eine Psychosomatische Reha angeraten, die allerdings wenig nützt, solange die Schmerzen nicht weggehen. Wenn die Ärzte nicht weiterwissen wie die Schmerzen weggehen, gehen sie fälschlicherweise davon aus, dass es von der Psyche kommt.

Alles gute für Ihre Gesundheit.

Danke für Ihre Antwort, dann werde ich evtl. einfach mit der Kasse mal reden.
Ich kann schon wieder arbeiten nur aktuell nicht, evtl. 1-2Monate noch. Bin Seit Ende April Krank.

Am liebsten wäre mir die Kasse, ist der Meinung ist muss es nicht ausfüllen, nicht falsch verstehen, aber auch mein Psychologe meint dass es aktuell nicht sinnvoll wäre, eine Reha zu machen. (Hilft bestimmt vielen)

Zu den 10Wochen, ich will es nicht kommplett verfallen lassen, aber die Woche pack ich es Kopf mäßig nicht...sind ja soch ein Paar mehr fragen

Eine Farge noch...

Wenn der Antrag bewilligt wird und ich Arbeite aber wieder, muss ich dann teilnehmen ?

von
W*lfgang

Hallo K,

drehen Sie den Spieß doch einfach um: bedanken Sie sich schriftlich zunächst bei der KK für den Erhalt der Vordrucke. Fragen Sie nach, ob es für die Antragstellung gesetzliche Fristen gibt (Sie haben da was von 10 Wochen gehört) und nach in welchen Vorschriften das geregelt ist. Sie wundern sich natürlich, dass es keine Vordrucke der KK sind, sondern der Rentenversicherung. Da Sie sich mit dem Ausfüllen der Vordrucke überfordert fühlen, fragen Sie natürlich auch, ob Sie die DRV-eigenen Vordrucke nicht auch von einem Mitarbeiter der DRV ausfüllen lassen können - kann die KK natürlich nicht verneinen.

Anschließend lassen Sie sich einen Termin in der nächsten Beratungsstelle geben - nicht gleich morgen - und eine Terminbestätigung aushändigen, die Sie der KK vorlegen. DAS muss sie bereits als wirksame Antragstellung akzeptieren, egal wann/wie spät die schriftliche Antragsaufnahme erfolgt.

Und ja, es gibt schon (gute) Gründe, der 'beschleunigten' Arbeitsweise der KK nicht nachzukommen und seine gesetzlichen Rechte wahrzunehmen - an die komischerweise die KK ja selbst gebunden ist ;-)

Gruß
w.

von
K

Zitiert von: W*lfgang

Hallo K,

drehen Sie den Spieß doch einfach um: bedanken Sie sich schriftlich zunächst bei der KK für den Erhalt der Vordrucke. Fragen Sie nach, ob es für die Antragstellung gesetzliche Fristen gibt (Sie haben da was von 10 Wochen gehört) und nach in welchen Vorschriften das geregelt ist. Sie wundern sich natürlich, dass es keine Vordrucke der KK sind, sondern der Rentenversicherung. Da Sie sich mit dem Ausfüllen der Vordrucke überfordert fühlen, fragen Sie natürlich auch, ob Sie die DRV-eigenen Vordrucke nicht auch von einem Mitarbeiter der DRV ausfüllen lassen können - kann die KK natürlich nicht verneinen.

Anschließend lassen Sie sich einen Termin in der nächsten Beratungsstelle geben - nicht gleich morgen - und eine Terminbestätigung aushändigen, die Sie der KK vorlegen. DAS muss sie bereits als wirksame Antragstellung akzeptieren, egal wann/wie spät die schriftliche Antragsaufnahme erfolgt.

Und ja, es gibt schon (gute) Gründe, der 'beschleunigten' Arbeitsweise der KK nicht nachzukommen und seine gesetzlichen Rechte wahrzunehmen - an die komischerweise die KK ja selbst gebunden ist ;-)

Gruß
w.

Danke und ja, muss auch sagen dass ich kein Freund mehr von der KK bin.

Vorher nie Krank gewessen, immer sehr gut bezahlt die letzten 10Jahre.
Und teilweisse bin ich der Meinung, dass es mir besser gehen würde, wenn ich nicht jede Woche ein Brief bekomme.

von
Claudia

Zitiert von: K

Vorher nie Krank gewessen, immer sehr gut bezahlt die letzten 10Jahre.

Dann rechnen Sie mal dagegen, was Ihre Krankenkasse schon alles an Behandlungskosten und Krankengeld für Sie ausgegeben hat.
Sie werden staunen, wie wenig von Ihren bisher eingezahlten Beiträgen übrig geblieben ist.
Zitiert von: K

Und teilweisse bin ich der Meinung, dass es mir besser gehen würde, wenn ich nicht jede Woche ein Brief bekomme.

Das sagen Hatz4-Empfänger auch oft.
Aber es gibt nun mal Mitwirkungspflichten, zu denen auch die Kommunikation mit der Krankenkasse gehört.

Gruß Claudia

von
K

Zitiert von: Claudia

Zitiert von: K

Vorher nie Krank gewessen, immer sehr gut bezahlt die letzten 10Jahre.

Dann rechnen Sie mal dagegen, was Ihre Krankenkasse schon alles an Behandlungskosten und Krankengeld für Sie ausgegeben hat.
Sie werden staunen, wie wenig von Ihren bisher eingezahlten Beiträgen übrig geblieben ist.
Zitiert von: K

Und teilweisse bin ich der Meinung, dass es mir besser gehen würde, wenn ich nicht jede Woche ein Brief bekomme.

Das sagen Hatz4-Empfänger auch oft.
Aber es gibt nun mal Mitwirkungspflichten, zu denen auch die Kommunikation mit der Krankenkasse gehört.

Gruß Claudia

@Claudia, wenn Sie diese Meinung von mir haben, tut es mit leid.
Aber meinen Arzt 2x Anschreiben...
Per Telefon mehrmalls Auskünfte wie mein Psychologe Heißt(dass geht die nichts an) usw.
Jede Woche einen Brief mit fragen...nach meiner Arbeitsfähigkeit.
Sorry 78Wochen, sind Sie verpflichtet zu zahlen.
Und glauben Sie mir meine Beiträge haben gereicht.

Dass ist wirklich Terror den die KK betreiben, google Sie mal nach....
Aber ich will mich nicht streiten brauche, gerade nur Hilfe.

Sorry aber auch Patienten haben Rechte.
Bei der Krankenkasse, einen Tag zu spät die AU und schon kein krankengeld die nutzen ihre Möglichkeiten zu 100% und gehen häufig in den grauen Bereich.

von
Claudia

Zitiert von: K

Sorry 78Wochen, sind Sie verpflichtet zu zahlen.

MAXIMAL 78 Wochen aber nicht länger als unbedingt nötig.

Gruß Claudia

von
K

Und belogen haben Sir mich auch per Telefon. Als ich nach der Frist gefragt habe.

von
W*lfgang

Zitiert von: K
Und belogen haben Sir mich auch per Telefon. Als ich nach der Frist gefragt habe.
K,

auf telef. Anfragen sollten Sie gar nicht reagieren - einfach auflegen, schont die Nerven! Telef. Nachfragen ohne gegenseitige Zustimmung der Mithörerschaft - noch besser: ich schneide mal mit Zustimmung den Gesprächsinhalt mit - haben keinen Beweiswert/sind einfach nur aus dem 'Trieb' der Vorgesetzten der KK zu sehen - Ergebnisse, monetäre eben, der eigene Haushalt muss stimmen - die Gesundheit des Versicherten ist uns in dem Moment *scheißegal.

(nicht falsch verstehen - natürlich haben die KK eigene Interessen zu verfolgen, aber diese 'übertriebene Grauzone' gegen eigene Mitglieder im Krankheitsfall nervt einfach !!!)

Da verzweifeln sicher auch KK-Mitarbeiter/innen, diesen Weg auf Druck von oben gehen zu müssen ...nur, als 'Endkunde' Ihrer KK müssen Sie sich das nicht antun!

Deswegen: Auflegen - wenn die KK was will, muss sie das schriftlich machen/nachholen. Dann haben Sie einen Bescheid, der rechtlich richtig sein sollte und auch mit Rechtsbehelf Ihrerseits zumindest 'hinterfragt' werden kann – so ganz blöd ist die KK ja auch nicht, wenn es (dann) rechtssicher zu formulieren ist und das übliche 'Kundengesülze' in beinharte Bescheide zu formulieren ist :-)

Gruß
w.
PS: wenn es Ihnen einfach zu bunt wird, schalten Sie das Bundesversicherungsamt in das Verfahren ein/Aufsichtsbehörde der KK:

http://www.bundesversicherungsamt.de/bundesversicherungsamt/ueber-das-bva.html

wenn die Handlungsweisen Ihrer KK Anlass zu 'Bedenken' geben - und lassen das im nächsten 'Gespräch' mit Ihrer KK mal so nebenbei fallen - wetten, Sie kriegen keinen Anruf mehr :-)

von
Herz1952

Hallo K.

der erste Beitrag von Herz1952 stammt nicht von mir, sondern wurde von meinem Double aus anderen Beiträgen kopiert.

Richten Sie sich am besten nach dem Beitrag von W*lfgang. Was Claudia immer schreibt ist meistens Blödsinn, weil es den Krankenkassen wirklich nur in erster Linie um die Einsparungen beim Krankengeld geht, und erst in 2. Linie um Ihre Gesundheit.

Dieser § 51 SGB V hat nur 3 kleine Sätze, aber über 100 Urteile, oft gegen die KK. Ich habe Sie natürlich nicht alle gelesen aber bei einem ist mir aufgefallen, dass die KK sich auf diesen auch beruft, selbst wenn er nicht anwendbar ist. Bei Ihnen ist dies allerdings rechtlich schon so, dass dieser angewandt werden darf.

Die Krankenkasse ist schon verpflichtet - bei Bedarf - die vollen 78 Wochen zu zahlen. Sie tut es evtl. auch, wenn die Rentenversicherung den Antrag ablehnt. Das kann nämlich auch passieren. Nämlich aus gutem Grund, wenn die Erwerbsminderung noch nicht gefährdet ist oder auch weil es keine Maßnahme gibt, die - zumindest z. Zt. des Antrages - nicht angebracht ist.

Ansonsten hat mein "Double" eigentlich einen Fall von mir richtig wiedergegeben und auch die beiden Links könnten für Sie interessant sein.

Die Vorgehensweise der Krankenkassen ist sogar schon von Politikern kritisiert worden.

Die Krankenversicherung ist zum Glück noch eine Solidaritätsversicherung. Aber die Rentenversicherung auch.

Es könnte durchaus sein, dass Claudia in den letzten 6 - 8 Wochen ihres Lebens mehr als nur ihre Beiträge (AG und AN) braucht. Da könnte man auch sagen: "Lohnt sich das noch"? Das haben sich Krankenkassen manchmal auch gefragt. Aber die Hilfe steht ihr zu. Selbst in solchen Fällen mussten die Kassen schon verklagt werden.

Wenn ich mal tatsächlich eine großen Lottogewinn haben sollte, habe ich mir trotzdem geschworen, dass ich den Kassen alle meine Kosten ohne Berücksichtigung der bereits gezahlten Beiträge zurückzahlen werde.

Mir kommt es bei Claudia vor, als sei sie eine der Kassenvorstände (smile).

von
K

Danke an alle für die tollr Hilfe.
Und allen gute Besserung.

von
W*lfgang

Zitiert von: Herz1952
Mir kommt es bei Claudia vor, als sei sie eine der Kassenvorstände (smile).
... und wenn dem so sein sollte, auch diese Sichtweisen sind wichtig - gerade hier, wo 'wir' ja auch recht einseitig argumentieren. Kann immer zur gegenseitigen Befruchtung beitragen/eigene Beurteilungen aufweichen und letztendlich ein Mehrwert für alle Nachfragenden sein.

Natürlich hauen wir ihr aus möglicherweise 'unserer Sichtweise' auf den Hinterkopf, solange es rechtlich einwandfrei ist - vielleicht wechselt Sie mal das 'Lager' (wenn dem tatsächlich so sein sollte), besser nicht, kritische Stimmen aus anderen SV-Bereichen sind mehr wert und verbreitern die Erkenntnisse! :-))

Gruß
w.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Was Claudia immer schreibt ist meistens Blödsinn,.....

Und das schreiben ausgerechnet Sie?

Selbst nach nochmaligem Nachlesen kann ich nichts Verwerfliches an Claudias Beiträgen finden.
Und Ihre permanenten Hasstiraden gegen "die bösen Krankenkassen, die nur betrügen wollen", können einem ganz gewaltig auf den Keks gehen, weil ich aus eigenen Erfahrungen weiß, dass die Krankenkassen im Regelfall korrekt arbeiten.

MfG

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

leider kann ich Ihnen wieder einmal nicht zustimmen (smile)

Jetzt habe ich einen Fall, bei dem die RV-Klinik die Frau bis zu acht Wochen AU-schreiben wollte.
für Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt hat der AG LFZ geleistet. Kaum ist Sie über die 4 Wochen AU geschrieben, bittet die Krankenkasse um den Reha-Bericht. Sie will Ihr ja was Gutes tun, weil Sie vielleicht noch eine Reha-Maßnahme bräuchte. Wer soll diese dann wohl zahlen? Die Krankenkasse? bestimmt nicht. Wer soll das das Überbrückungsgeld zahlen? Die Krankenkasse als KG? Mit Sicherheit nicht, sondern wieder die RV.

Was würde ein Schwabe sagen? Das ganze hat ein Geschmäckle (smile).

Ich behaupte nur, dass die Krankenkassen das nicht im Sinne des Patienten und der Erwerbsminderung machen, sondern auf Kosten der RV z.B. 4 Wochen KG einsparen wollen.
Die Krankenkassen sind überhaupt nicht in der Lage dies zu beurteilen. Gut, deswegen haben sie auch den Rehabericht angefordert. Aber bis dieser kommt, wird sie mit Sicherheit wieder arbeiten. Allerdings liegt der Krankenkasse weder der Krankenkausbericht vor (Zeitgründe), noch eine Anfrage bei der Ärztin.

Sie wollte sogar unmittelbar nach der Reha wieder arbeiten. Davor haben Ihr die Ärzte aber abgeraten und sie musste es selbst einsehen. Sie geht seit dieser Zeit mal 2 Stunden in die Praxis um ihre Kollegin zu unterstützen. Mehr geht leider nicht.

Was die Krankenkasse macht ist zwar korrekt, aber medizinisch völlig unsinnig. (gebrochener Wirbel mit Gefahr der Querschnittslähmung, operiert mit Metallstütze).

Ihre Hausärztin hat Sie beruhigt und noch über den Betriebsurlaub AU- geschrieben. Sie darf in Urlaub fahren, weil das nicht so belastend ist, wie 8 Stunden sitzende Tätigkeit. Aber danach geht sie wieder "in die Vollen". Sie könnte auch schon in Rente gehen, will es aber nicht.

Ach ja, die Klinik war von der DRV, Note: "sehr gut" von der Betroffenen beurteilt, obwohl Sie gar nicht hin wollte, sondern dachte, sie könne danach sofort wieder arbeiten.

Im übrigen soll es öfter vorkommen, dass die Krankenkassen anders "denken" über eine drohende EM oder der einzusetzenden Maßnahme.

Ich glaube auch, dass der erste Link von meinem Fake interessant sein dürfte. In erster Linie ist nämlich die Krankenkasse für die Heilung/Genesung zuständig.

Aber, ob das in der Praxis überhaupt möglich ist, ist natürlich zweifelhaft. Der Patient hab außerdem in solchen Fällen auch keine finanziellen Nachteile (Nochmal "Urlaub", freie Kost und Logie und Übergangsgeld von der RV). Danach muss man weitersehen.

MfG