Ganztägig ambulante Reha

von
Bauer

Sehr geeehrte Damen und Herren, ich habe von der Rentenversicherung eine ganztägig ambulante Reha bewilligt bekommen, die ich auch zeitnah antreten möchte. Mein Arbeitgeber meinte nun, ich solle darauf achten, dass die Termine eng zusammenhängen, damit ich abends und am Wochenende (arbeite Schicht)dann nach den Rehaterminen arbeiten kommen kann. Wie ist das rechtlich zu sehen? Ich weiß gar nicht, ob ich das zeitlich und körperlich schaffe...
Vielen Dank für Ihre Antwort.

von
Troll

Bist ein Troll oder ist der Arbeitgeber nicht klar im Kopf?

Experten-Antwort

Eine ganztätig ambulante medizinische Reha wird regelmäßig von Montag bis Freitag durchgeführt.
Während dieser Zeit erfolgt eine Freistellung von der Arbeit (analog einer Arbeitsunfähigkeit) grundsätzlich mit Anspruch auf Weiterzahlung vom Arbeitsentgelt bis maximal 6 Wochen (§ 9 Entgeltfortzahlungsgesetz). Bei längerer bzw. wiederholter Arbeitsunterbrechung kann während dieser Zeit auch ein Anspruch auf Übergangsgeld bestehen.
Eine parallele (Weiter-)Beschäftigung kann sicherlich nicht zu einem positiven Rehaverlauf beitragen.
Sollte der Arbeitgeber trotzdem darauf bestehen, wäre sicherlich die Einschaltung eines Fachanwaltes für Arbeitsrecht zu überlegen.
Dafür ist dieses Forum jedenfalls nicht geeignet.

von
=//=

Wie bei einer stationären Reha-Maßnahme besteht auch bei einer ambulanten Maßnahme ARBEITSUNFÄHIGKEIT. Ihr Chef kann und darf von Ihnen nicht verlangen, dass Sie nebenbei weiter arbeiten. Wenn Sie in einer Reha-Klinik wären, wäre das ja auch nicht möglich.

Wenn Ihr Chef die Weiterarbeit von Ihnen verlangt, vergisst er wohl, dass Sie die Reha nicht zum Vergnügen, sondern zum Erhalt Ihrer Arbeitskraft machen wollen/müssen. Das kommt doch letztendlich ihm bzw. seiner Firma zu Gute. Ich verstehe manche Arbeitgeber absolut nicht.