Gutachten

von
Mini

Ist es üblich, bei Anforderung eines orthopädischen Gutachtens bei der DRV, erstenmal ein OK eines Amtsarztes einzuholen?

Bei psychosomatischen Gutachten kann ich das ja nachvollziehen, aber orthopädisch, zumal zwei Jahre zuvor die Anforderung aller Gutachten kein Problem war auch ohne Zustimmung eines Amtsarztes.

Haben sich die Regeln geändert in den letzten zwei Jahren?

Experten-Antwort

Hallo Mini,
Die Gutachtenanforderung und der Weg dorthin obliegt dem medizinischen Dienst des Rententrägers.
Welche individuellen Einzelfaktor für die Arztauswahl, die Gutachtenbeauftragung etc. von Bedeutung waren, kann natürlich aus der Ferne nicht beurteilt werden.

von
Mini

Zitiert von: Experte/in
Hallo Mini,
Die Gutachtenanforderung und der Weg dorthin obliegt dem medizinischen Dienst des Rententrägers.
Welche individuellen Einzelfaktor für die Arztauswahl, die Gutachtenbeauftragung etc. von Bedeutung waren, kann natürlich aus der Ferne nicht beurteilt werden.

Ich weiß nicht, ob meine Frage richtig formuliert war, das Gutachten ist bereits geschrieben und zur DRV geschickt worden und ich hatte es vor sechs Wochen angefordert für meine Unterlagen. Nach telefonischer Rücksprache soll es beim ÄD liegen zur Genehmigung des Versands an mich. Das finde ich merkwürdig, da vor zwei Jahren dies nicht so war und das die ganze Sache ins unermessliche verzögert und die Warterei immens zermürmend ist.

von
Klarheit

Vielleicht können Sie das noch mal konkretisieren. Was möchten Sie zugesandt bekommen, bzw. was wird hier noch "zurückgehalten"?

Geht es um ein fertig erstelltes Gutachten, oder eines Bescheids für das dieses Gutachten herangezogen wird?

von
Mini

Zitiert von: Klarheit
Vielleicht können Sie das noch mal konkretisieren. Was möchten Sie zugesandt bekommen, bzw. was wird hier noch "zurückgehalten"?

Geht es um ein fertig erstelltes Gutachten, oder eines Bescheids für das dieses Gutachten herangezogen wird?

Es geht nur um das Gutachten selbst.

von
Klarheit

Zitiert von: Mini

Es geht nur um das Gutachten selbst.

Dann gibt es jetzt wohl 3 Möglicheiten:

- Sie warten bis man Ihrer Anforderung nachkommt

- Sie machen eine erneute Anfrage und hoffen das man es dann macht

- Sie fordern das Gutachten unter einer angemessenen Fristsetzung von 4 Wochen nach §630g BGB an und weisen auf Ihre rechtlich möglichen Schritte hin

von
Rando

Zitiert von: Mini
Zitiert von: Experte/in
Hallo Mini,
Die Gutachtenanforderung und der Weg dorthin obliegt dem medizinischen Dienst des Rententrägers.
Welche individuellen Einzelfaktor für die Arztauswahl, die Gutachtenbeauftragung etc. von Bedeutung waren, kann natürlich aus der Ferne nicht beurteilt werden.

Ich weiß nicht, ob meine Frage richtig formuliert war, das Gutachten ist bereits geschrieben und zur DRV geschickt worden und ich hatte es vor sechs Wochen angefordert für meine Unterlagen. Nach telefonischer Rücksprache soll es beim ÄD liegen zur Genehmigung des Versands an mich. Das finde ich merkwürdig, da vor zwei Jahren dies nicht so war und das die ganze Sache ins unermessliche verzögert und die Warterei immens zermürmend ist.

Und nun soll der Amtsarzt entscheiden, ob man Ihnen das Gutachten aushändigen darf? Weil Dinge drin stehen könnten, die nicht gut für Sie sind? Vielleicht ist es doch nicht rein orthopädisch?!

von
Mini

Zitiert von: Rando
Zitiert von: Mini
Zitiert von: Experte/in
Hallo Mini,
Die Gutachtenanforderung und der Weg dorthin obliegt dem medizinischen Dienst des Rententrägers.
Welche individuellen Einzelfaktor für die Arztauswahl, die Gutachtenbeauftragung etc. von Bedeutung waren, kann natürlich aus der Ferne nicht beurteilt werden.

Ich weiß nicht, ob meine Frage richtig formuliert war, das Gutachten ist bereits geschrieben und zur DRV geschickt worden und ich hatte es vor sechs Wochen angefordert für meine Unterlagen. Nach telefonischer Rücksprache soll es beim ÄD liegen zur Genehmigung des Versands an mich. Das finde ich merkwürdig, da vor zwei Jahren dies nicht so war und das die ganze Sache ins unermessliche verzögert und die Warterei immens zermürmend ist.

Und nun soll der Amtsarzt entscheiden, ob man Ihnen das Gutachten aushändigen darf? Weil Dinge drin stehen könnten, die nicht gut für Sie sind? Vielleicht ist es doch nicht rein orthopädisch?!

Was soll ich denn orthopädisch, die Wirbelsäule betreffend, geschrieben stehen, was ich nicht wissen sollte???

von
Rando

Tja, gute Frage. Schlechte Prognose, psychische Begleiterscheinungen, andere ärztliche Auffassungen, Offenheit in der Beurteilung des Patienten, vieles ist möglich!

von
Klarheit

Zitiert von: Rando
Tja, gute Frage. Schlechte Prognose, psychische Begleiterscheinungen, andere ärztliche Auffassungen, Offenheit in der Beurteilung des Patienten, vieles ist möglich!

Und selbst damit gibt es genau 0 Gründe das Gutachten nicht auszuhändigen.

von
Rando

Zitiert von: Klarheit
Zitiert von: Rando
Tja, gute Frage. Schlechte Prognose, psychische Begleiterscheinungen, andere ärztliche Auffassungen, Offenheit in der Beurteilung des Patienten, vieles ist möglich!

Und selbst damit gibt es genau 0 Gründe das Gutachten nicht auszuhändigen.

Das Gutachten eh nicht, lediglich eine Kopie. Die RV hat bei Akten, in denen gesundheitliche Beurteilungen stehen, eine besondere Fürsorgepflicht. Es kann auch hinterlegt werden, dass bspw. das Geschriebene nur von einem Arzt verlesen und erklärt wird. Der hier benannte Orthopäde könnte ja verschiedenes formuliert haben. Patientin ist wehleidig und ein Rentenjäger. Patienten mit diesem leiden landen im Rollstuhl. Oder bringen sich mit dieser Diagnose zu 90%um.Oder früher oder später müssen die Beine ab oder, oder,oder. Es wird schon einen gewichtigen Grund für das Vorgehen der RV geben. Vielleicht hilft es, wenn die FS um Zusendung der Kopie an ihren Hausarzt bittet.

von
Klarheit

Zitiert von: Rando
Vielleicht hilft es, wenn die FS um Zusendung der Kopie an ihren Hausarzt bittet.

Dann müssen Sie genau das mitteilen. Lediglich zurückhalten geht nicht, ich empfehle die aktuelle Gesetzeslage nachzulesen.

von
Rando

Zitiert von: Klarheit
Zitiert von: Rando
Vielleicht hilft es, wenn die FS um Zusendung der Kopie an ihren Hausarzt bittet.

Dann müssen Sie genau das mitteilen. Lediglich zurückhalten geht nicht, ich empfehle die aktuelle Gesetzeslage nachzulesen.

Sie?

von
Klarheit

Zitiert von: Rando
Sie?

Sorry, Autokorrektur. Sollte "sie" sein.