Gutachten / EMR

von
Jörg Königswinter

Guten Tag sehr geehrte Experten,

ich habe die EMR beantragt. Daraufhin wurde ich von der DRV zu zwei Gutachter geschickt. Anschließend bekam ich die volle befristete EMR für max. 3 Jahre aus med. Gründen. Ich habe mir beide Gutachten als Kopie zuschicken lassen. In dem einen Gutachten stand Leistungsfähigkeit über 6 Stunden und in dem anderen Leistungsfähigkeit unter 3 Stunden. Nach welchen Maßstäben bzw. Gewichtung hat der sozialmedizinischen Dienst der DRV entschieden? Welche Möglichkeiten habe ich noch, um explizit zu erfahren, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist.
Danke.

Mit freundlichen Grüßen

von
Marco

Das weiß nur die DRV und Gott.

Spaß. Es ist tatsächlich etwas merkwürdig mit den Gutachtern.

Ich lese gerade einen Artikel im Spiegel aus 2011. Dort hatte die DRV intern eine Qualitätskontrolle durchführt und einen fiktiven Fall an über 100 Gutachter geschickt die für die DRV normalerweise Gutachten erstellen. Diese wussten nichts von dem Test es wurde eine Fakepatientin genommen, sogar Videos von angeblichen psychologischen Gesprächen und Therapien angefertigt und stapelweise Befunde usw.

Die Patientin war seit 20 Jahren depressiv mit steigender Schwere bis hin zum Suizidversuch geschlossene Anstalt usw. Der Leiter des medizinischen Dienstes hat gesagt der Fall wurde so gestrickt dass es zwingend zu einer vollen EM kommen muss.

Von den über 100 Gutachtern haben 90 eine Erwerbsfähigkeit ÜBER 6 h festgestellt, 15 zwichen 3-6 h und nur 4 die volle EM.

Der Kommentar des Leiters äh ja da müssen wir wohl nochmal besser kommunizieren wann eine volle EM zutrifft wir wissen seit längerem das es Nachholbedarf bei der Qualifizierung der Gutachter gibt.

Bum.

Daher sagt einer deiner Gutachter volle EM der andere sagt besteht keine Einschränkung. Die Probleme bestehen damals wie heute.

Wonach die DRV dann bei dir konkret gegangen ist weiß keiner außer derjenige der es entschieden hat.

Experten-Antwort

Hallo Jörg Königswinter,

bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage direkt an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger. Im Forum können medizinische Auswertungen von Gutachten nicht erläutert werden.

von
???

Hatten die Gutachter vielleicht verschiedene Fachgebiete?

Das könnte für mich die Lösung sein. Wenn z.B. der Orthopäde sagt, vom Rücken her kann man noch arbeiten, der Kardiologe aber feststellt, dass da halt nichts mehr geht.
Dann reicht halt die eine Erkrankung aus.

Und ich fände es mal grundsätzlich seltsam zu zwei Gutachtern der selben Fachrichtung geschickt zu werden.

von
Mini

Bei mir ist es ähnlich abgelaufen, Orthopäde über 6 Stunden und Neurologe unter 3 Stunden. Bekommen hab ich eine Arbeitsmarktrente. Haha

von
Rentenuschi

Der Grund dafür wurde schon genannt, es waren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Gutachten aus 2 verschiedenen Fachrichtungen.

Es ist natürlich sehr wohl möglich, dass ein Antragstellet´r aus orthopädischer Sicht noch vollschichtig leistungsfähig ist, aus neurologischer Sicht aber nur noch unter 3 Stunden täglich.

MfG