Hilfe bei Erwebsminderungsrente

von
Mimi

Hallo habe bezüglich EU Rente Frage
Würde mich freuen wenn jemand mir mit Hinweise helfen könnte
Bin 45 Jahre alt immer in ein und das selber Betrieb seid 27 Jahren beschäftigt.Nun ist es so das ich mich nicht mehr in der Lage fühl das ich weiter arbeiten kann.
Letztes Jahr Nervenzusammenbruch 4wochen Arbeitsunfähig
Dieses Jahr Vergewaltigung und bin seid 2 Wochen und werde weiter Arbeitsunfähig sein.
Nächste Woche hab ich Termin bei einem Psychosomatische Kilinik Vorgesprächstermin.Möglich das ich Stationer oder auch Ambulant behandelt werde.Habe auch ein Reha Antrag zu Händen wo mein
Psyhiatrie Arzt ausfüllen wird.Was meint ihr kann ich EU Antrag stellen und wie sind die Erfolgsaussichten.
PS.mein Vergewaltiger ist auch im gleichen Betrieb.
Vielen Dank für die Hinweise

von
Robääärt

Guten Morgen!

Vorab: die Erfolgsaussichten für eine Rentenantragstellung lassen sich nicht prognostizieren, gerade nicht in diesem Forum, und auch sonst gibt es keine Kriterien, anhand derer man Ihre Vorgeschichte auf Erfolgsaussichten prüfen kann. Man kann nur allgemein sagen, dass sich Ihre gesundheitlichen Einschränkungen derart auf Ihre Erwerbsfähigkeit auswirken müssen, dass Sie weniger als 6 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbsfähig sein können, um teilweise erwerbsgemindert zu sein. Bei unter drei Stunden liegt volle Erwerbsminderung vor. Spekulationen oder Prognosen vor den Hintergrund des Erlebten wären nicht seriös.

Zunächst sollten Sie in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt festlegen, welcher Behandlungsweg nun für Sie eingeschlagen werden soll. Das anstehende Vorgespräch in der Klinik ist sicher der erste richtige Weg. Den angedachten Reha-Antrag sollten Sie parallel stellen. Es wird dann „parallel“ geprüft, ob eine Reha-Maßnahme als ausreichend erachtet wird oder ob die Akut-Behandlung in der Klinik, mit der das Vorgespräch anberaumt ist, vorgehen sollte; diese kann dann auch einen längeren Zeitraum, soweit notwendig, umfassen. Vielleicht müssen auch zunächst die ambulanten Maßnahmen vor Ort ausgeschöpft werden.

Mit dem Reha-Antrag haben Sie dann indirekt auch schon das Rentenverfahren eingeleitet, denn dieser wird – abhängig von der nun anstehenden Behandlung – zu gegebener Zeit auch dahingehend überprüft, ob er in einen Renten-Antrag umgedeutet werden muss. Entweder wird der Reha-Antrag bewilligt, dann wird nach der Behandlung ein Entlassungsbericht erstellt, anhand dessen auch Erwerbsminderung geprüft wird. Oder er wird abgelehnt, weil Sie aktuell aufgrund des anstehenden Klinikaufenthaltes nicht reha-fähig sind oder weil ambulante Maßnahmen vor Ort vorgehen sollten. Auch dann sollte von Amts wegen der weitere Behandlungserfolg überwacht werden.

Unabhängig davon steht es Ihnen natürlich frei, auch so einen (formellen) Rentenantrag zu stellen, denn wenn die Überprüfung (irgendwann) ergibt, dass eine Umdeutung nicht stattzufinden hat, weil eine rentenrelevante Erwerbsminderung nicht gesehen wird, bekommt man das als Versicherter in der Regel nicht mit. Falls Sie den Rentenantrag zunächst nicht stellen, wäre natürlich auch zu gegebener Zeit eine Nachfrage zum Umdeutungsverfahren möglich, wenn Sie nach einer gewissen Zeit hierüber noch nichts gehört haben.

Eine Frage zum Schluss: dass Ihr „Schädiger“ im gleichen Betrieb arbeitet, hat aus rentenrechtlicher Sicht erstmal keine „Bedeutung“, ich könnte mir aber (als medizinischer Laie!) vorstellen, dass dieses mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf Ihre Behandlung und deren Erfolg haben kann. Ist dieser Vorwurf denn angezeigt worden, dass straf- (und ggf. auch arbeits-) rechtliche Folgen geprüft werden? Haben Sie sich juristische Unterstützung bzw. Beratung eingeholt?

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag Mimi,

die ausführlichen Hinweise von Robäärt sind hilfreich.
Generell gilt, dass Sie jederzeit einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung stellen können. Über die Erfolgsaussichten dieses Antrages kann an dieser Stelle allerdings keine Aussage getroffen werden. Denn in jedem Einfall wird unter Gesamtwürdigung aller Umstände der Anspruch auf Rente wegen Erwerbminderung geprüft. Unter welchen Voraussetzungen eine Erwerbsminderung vorliegt, hat Robääärt bereits dargelegt.
Zu der Situation bei einem parallel laufenden Antrag auf Rehabilitationsleistungen bzw. der Möglichkeit der sogenannten „Umdeutung“ wird ebenfalls auf die ausführliche Darstellung von Robääärt verwiesen.

von
Mimi

Vielen Dank erstmals für die Antwort,
Jetzt weiß ich auch wo ich ansetzen mus.
Eine Anzeige wurde gemacht und es ist zu Gerichtsverhandlung gekommen .
Aussage gegen Aussage (Freispruch)allerdings ist jetzt Berufung eingelegt.
Im Betrieb hab ich die Probleme ,da ich auch als unangenehme Betriebsrat gelte, für Geschäftsleitung.möchte man mit restliche BR Hand in Hand mich los haben.
Das heißt ich gegen restliche 300 Personen.
Deshalb tun die meine Private Angelegenheiten im Betrieb aushandeln.Normalerweise ist es Mobbing,Rufmord,bis üble Nachrede.
Natürlich kann ich mir rechtliche Beistand holen.Nur der Zeitpunkt ist für Arbeitsrecht momentan nicht gegeben.
1. Linie möchte ich mich auf mein Gesundheit konzentrieren.
Danach werde ich schritt für Schritt es angehen.
Vielen Vielen Dank

von
Nahla

Wenn es im Betrieb zu Vorfällen gekommen ist, die als Mobbing bezeichnet werden können, dann sollten Sie diese dokumentieren (Name des Verursachers, Tag, Zeit, was ist passiert etc.), damit Sie diese Dokumentation bei einer Klage wegen Mobbings gegen Ihren Arbeitgeber heranziehen können.

Ist die Situation so wie geschildert, würde ich eine solche Klage unbedingt auf den Weg bringen, das geht relativ einfach, sie können das direkt beim Arbeitsgericht vor Ort aufnehmen lassen oder Sie schreiben einen Brief mit dem Sachverhalt und erheben somit Unterlassungsklage wegen Mobbings gegen Ihren Arbeitgeber (unbedingt in doppelter Ausführung hinschicken). Das geht sogar ohne Anwalt.

Ich finde der Zeitpunkt auch für arbeitsrechtliche Schritte ist bereits gegeben und sollte auch getan werden. Dass Ihr "Schädiger" im gleichen Betrieb arbeitet und der Umgang Ihres Arbeitgebers mit Ihnen so schlecht ist, steht Ihrer Gesundung sicherlich genug im Weg. Auch wenn es jetzt zu einem Freispruch gekommen ist, hat der Arbeitgeber Ihnen gegenüber eine Sorgfaltspflicht, die er nach Ihren Schilderungen bereits schwer verletzt hat.

Erst wenn Sie auch dagegen vorgehen, können Sie sich auf Ihre Genesung viel besser konzentrieren.

von
Mimi

Ich danke dir Nala
Mir ist Bewusst das ich da Arbeitsrechtliche Schritte einlegen muss.Nur ist es so das ich einige Klagen laufen hab.Meine Anwälte sind unterichtet.
Den ersten Schritt sollten die Wagen Bezüglich Mobbing habe ich einiges gesammelt.
Arbeitgeber wollte mich mit Zustimmung von BR kündigen.Heut hab ich meine Ganze BR Ausschüsse aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.Ich bin nur als BR zuständig.
Jetzt können sie fast nichts gegen mich machen.So wie aussieht bin ich lange von der Arbeit weg.
Alles andere warte ich ab.

von
Na sowas

Zitiert von: Mimi

Mir ist Bewusst das ich da Arbeitsrechtliche Schritte einlegen muss.Nur ist es so das ich einige Klagen laufen hab.Meine Anwälte sind unterichtet.

Alle Achtung, und Du wunderst Dich das du nicht von allen geliebt wirst?

von
Mimi

Na Sowas
Ich wüsste nicht was du mit Deinem Antwort bezwecken willst.
Ich spüre schon das es dir auch gesundheitlich nicht Besser geht.
Wünsche dir Gute Besserung