Hinterbliebenenabsicherung

von
Katrin Neumann

Verliert ein früherer Angestellter, der nun seit 5 Jahren selbständig ist, seinen Anspruch EMR und die Hinterbliebenen auch den Anspruch Hinterbliebenenabsicherung?

Lediglich die Entgeltpunkte für seine Altersrente sind gesichert, oder?

von
Malte

Bei einer Lücke von mehr als 3 Jahren geht der Erwerbsminderungsschutz verloren.

Mindestvoraussetzung für die (Regel-)Altersrente sowie Hinterbliebenenrenten sind 5 Jahre an Beitragszeiten.

von
senf-dazu

Zitiert von: Katrin Neumann

... der nun seit 5 Jahren selbständig ist, ...

Es ist die Frage, ob er als Selbständiger weiterhin versicherungspflichtig war und Beiträge gezahlt hat.
Ohne weitere Pflichtbeiträge ist nach etwas mehr als zwei Jahren der EM-Rentenanspruch nicht mehr erfüllt (36 Monate Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren, ggf. verlängerter Zeitraum).
Wie Malte schon schrieb, ist die Voraussetzung für Altersrenten und Hinterbliebenenrenten anders. Hier müssen 60 Monate an Beiträgen im bisherigen Versicherungsleben vorhanden sein.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Katrin Neumann,

die Hinterbliebenenabsicherung bleibt erhalten. Bei einem Todesfall vor dem vollendetem 62. Lebensjahr kämen durch die Zurechnungszeit noch Entgeltpunkte hinzu.
Beispiele: Todesfall im Alter von 40 Jahren bedeutet 22 Jahre Zurechnungszeit
Todesfall im Alter von 50 Jahren bedeutet 12 Jahre Zurechnungszeit
Todesfall im Alter von 62 Jahren bedeutet keine Zurechnungszeit
Diese Beispiele sollen verdeutlichen, dass die Hinterbliebenenabsicherung im Laufe der Zeit betragsmäßig geringer wird, wenn der Selbständige keine Beiträge zahlt.