hinzuvedienst bei rente mit 63 und 45 beitragsjahren

von
e.müller

hallo geb 8/1951 habe 580 beitrags monate
möchte 9/2014 in rente ohne abschläge gehen
wie ist hier die zuverdienst grenze ohne meine rente zu kürzen
m.f.g e.müller

von
H.Schneider

Sorry, das verstehe ich nicht, wenn man in Rente ist, kann man doch unbegrenzt verdienen. Wieso soll das bei Rente mit 63 anders sein als bei Rente mit 65?

von Experte/in Experten-Antwort

Unbegrenzt erst ab Erreichen der Regelaltersgrenze

von
Jonny

Zitiert von: H.Schneider

Sorry, das verstehe ich nicht, wenn man in Rente ist, kann man doch unbegrenzt verdienen. Wieso soll das bei Rente mit 63 anders sein als bei Rente mit 65?

Sorry, aber hier wird glaube ich einiges durcheinander gebracht.
1. Einen unbegrenzten Hinzuverdienst zur Altersrente gibt es seit Jahrzehnten erst, wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist. Die war früher 65 und ist für jemanden, der 1951 geboren ist, auf 65 Jahre und 5 Monate angehoben worden.
2. Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente geht, erhält für jeden Monat einen Abschlag von 0,3 % (auf Ausnahmen soll hier nicht eingegangen werden).
3. Besonders langjährig Versicherte können seit der Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 Jahren auf 65 Jahre + x Monate dennoch schon mit 65 Jahren und 0 Monaten abschlagsfrei in Rente gehen, weil die Initianten meinten, dass man mit 45 Jahren Arbeit keine Weiterarbeit mehr verlangen könne.
4. Und jetzt wollen diese Initianten den "nicht erwerbsgeminderten" mit besonders langer Arbeitszeit (demnächst sogar mit kurzfristiger Arbeitslosigkeit) noch ein Stück entgegenkommen und die Rente bereits ab 63 Jahren (Jahrgang 1951, für jüngere später!) abschlagsfrei zahlen.
Offenbar sind aber darunter einige, die - entgegen den Intentionen, endlich aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu können, daneben dennoch unbegrenzt weiterarbeiten wollen.
Da bleibt dann nur noch die Frage: Warum nicht schon Altersrente mit 50 und volle Weiterarbeit (und wer das finanzieren soll).
Wer etwa überlegt, kommt selbst drauf, dass ein unbegrenzter Hinzuverdienst wohl erst ab einem Alter möglich sein sollte, in dem spätestens eine ungekürzte Versicherungsleistung einsetzen sollte. Und das ist eben das Alter 65 + bis 67
meint jedenfalls
Jonny

von
W*lfgang

Hallo Jonny,

stimme Ihnen ja in fast Allem zu (bis auf Intriganten ...jahrelang falsch Informierte würde ich sie nennen ;-)

Merkwürdig ist allerdings schon, das die vor 2 Jahren in die Diskussion geworfene/beabsichtigte Änderung/Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen - die eigentliche allseits begrüßt worden ist, auch von der DRV - kein Zugang in den aktuellen Gesetzentwurf gefunden hat. Im Hinblick auf Demographie hielt ich das für eine sinnvolle Überlegung - von Arbeitsplatzverlusten zu Ungunsten der jüngeren Generation kann hier kaum die Rede sein, wenn gewachsenes Wissen weiter genutzt wird, an die jüngere Generation weitergegeben werden kann.

Gruß
w.

von
e.müller

Zitiert von: Jonny

Zitiert von: H.Schneider

Sorry, das verstehe ich nicht, wenn man in Rente ist, kann man doch unbegrenzt verdienen. Wieso soll das bei Rente mit 63 anders sein als bei Rente mit 65?

Sorry, aber hier wird glaube ich einiges durcheinander gebracht.
1. Einen unbegrenzten Hinzuverdienst zur Altersrente gibt es seit Jahrzehnten erst, wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist. Die war früher 65 und ist für jemanden, der 1951 geboren ist, auf 65 Jahre und 5 Monate angehoben worden.
2. Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente geht, erhält für jeden Monat einen Abschlag von 0,3 % (auf Ausnahmen soll hier nicht eingegangen werden).
3. Besonders langjährig Versicherte können seit der Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 Jahren auf 65 Jahre + x Monate dennoch schon mit 65 Jahren und 0 Monaten abschlagsfrei in Rente gehen, weil die Initianten meinten, dass man mit 45 Jahren Arbeit keine Weiterarbeit mehr verlangen könne.
4. Und jetzt wollen diese Initianten den "nicht erwerbsgeminderten" mit besonders langer Arbeitszeit (demnächst sogar mit kurzfristiger Arbeitslosigkeit) noch ein Stück entgegenkommen und die Rente bereits ab 63 Jahren (Jahrgang 1951, für jüngere später!) abschlagsfrei zahlen.
Offenbar sind aber darunter einige, die - entgegen den Intentionen, endlich aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu können, daneben dennoch unbegrenzt weiterarbeiten wollen.
Da bleibt dann nur noch die Frage: Warum nicht schon Altersrente mit 50 und volle Weiterarbeit (und wer das finanzieren soll).
Wer etwa überlegt, kommt selbst drauf, dass ein unbegrenzter Hinzuverdienst wohl erst ab einem Alter möglich sein sollte, in dem spätestens eine ungekürzte Versicherungsleistung einsetzen sollte. Und das ist eben das Alter 65 + bis 67
meint jedenfalls
Jonny
habe glücklicherweise 580 monate ununterbrochen gearbeitet und in die rentenkasse einbezahlt jetzt möchte ich kürzer tretten und wollte nur wissen ob meine rente dadurch geküzt wenn ich mir noch etwas dazu verdiene danke

von
Jonny

Zitiert von: W*lfgang

Hallo Jonny,

stimme Ihnen ja in fast Allem zu (bis auf Intriganten ...jahrelang falsch Informierte würde ich sie nennen ;-)

Merkwürdig ist allerdings schon, das die vor 2 Jahren in die Diskussion geworfene/beabsichtigte Änderung/Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen - die eigentliche allseits begrüßt worden ist, auch von der DRV - kein Zugang in den aktuellen Gesetzentwurf gefunden hat. Im Hinblick auf Demographie hielt ich das für eine sinnvolle Überlegung - von Arbeitsplatzverlusten zu Ungunsten der jüngeren Generation kann hier kaum die Rede sein, wenn gewachsenes Wissen weiter genutzt wird, an die jüngere Generation weitergegeben werden kann.

Gruß
w.


Hallo Wolfgang,
dies ist ja leider kein Diskusionsforum. Nur so viel:

Grundsätzlich ist gegen einen höheren oder besser flexibleren - allerdings nicht zu hohen - Hinzuverdienst nichts einzuwenden, insbesondere dann nicht, wenn Lebenserfahrung weitergegeben werden kann.

Im Übrigen habe ich nicht von Intriganten sondern Initianten gesprochen. Letztere zeichnen sich in diesem Fall aber dadurch aus, dass sie auch nicht den richtigen Durchblick haben, sondern nur auf die guten Ergebnisse für sich selbst achten. Oder wo ist der berühmte Dachdecker geblieben?
meint immer noch
Jonny

von
Jonny

Zitiert von: e.müller

ich habe glücklicherweise 580 monate ununterbrochen gearbeitet und in die rentenkasse einbezahlt jetzt möchte ich kürzer tretten und wollte nur wissen ob meine rente dadurch geküzt wenn ich mir noch etwas dazu verdiene danke

Das habe ich auch so verstanden, dass Sie nicht neben der vollen Rente voll hinzuverdienen wollen.
Wenn Sie aber die 450 € überschreiten, gibt es keine volle Rente mehr. Sie können aber je nach Höhe des Hinzuverdienstes eine 2/3, 1/2 oder eine 1/3-Rente bekommen. Hohe Teilrente bei geringem Mehrverdienst, niedrigste Teilrente bei hohem Hinzuverdienst bzw. gar keine Rente mehr.
Die maßgebliche Hinzuverdienstgrenze können Sie selbst berechnen. Zählen Sie die Entgeltpunkte aus den letzten 3 Kalenderjahren zusammen und vervielfältigen Sie diese für die 2/3 Rente * 11,7, die 1/2 Rente * 17,5 und die 1/3 Rente * 23,3 sowie noch zusätzlich mit dem für Ihren Wohnsitz maßgebenden aktuellen Rentenwert (z.Zt. WEST = 28,14, OST =
25,74) vervielfältigen.
Beispiel mit Wohnsitz WEST: Durchschnittsverdiener = 3,0000 Entgeltpunkte * 11,7 * 28,14 = 987,71 € monatlich erlauben noch eine 2/3-Rente; bei mehr als 1966,98 entfällt die Rente.
meint in diesem Fall auch
Jonny

von
W*lfgang

Zitiert von: Jonny
(...)

hmm ...ein neuer (?) 'Besucher', der etwas mehr/tiefer/fundiert in der Rentenmaterie drin steckt.

Herzlich willkommen von mir - mögen Sie dem Forum lange zum Nutzen Aller - auch Experten/der letzten Std. könnten davon lernern *g - erhalten bleiben!

Gruß
w.
...kleinere/sinnvolle Fach-Diskussionen sind schon erlaubt - ein Verweis auf besondere Kenntnisse seh ich nicht als Diskussion an ;-)

von
Jonny

@Wolfgang,
ja, ganz einfach "neuer Besucher".

Einen Zugang für VI z.A., kansliskrivare på SLAF, langjähriger bzw. fast besonders langjähriger Mitmischer in der Giftküche des Rentengesetzgebers fand ich nicht. Und professorale oder von anderen so genannte "Rentenexperten", mögen sie Kurt B., Meinhard M. oder Bert R. heißen oder ihren Nachnamen sogar für eine Rentenart zur Verfügung gestellt haben, gibt es schon zur Genüge und können hier sowieso nicht mitreden
meint jedenfalls
Jonny
und freut darauf, dann und wann einen Beitrag aus dem Land der direkten Demokratie beisteuern zu können.

von
sandra

Zitiert von: Jonny

Die maßgebliche Hinzuverdienstgrenze können Sie selbst berechnen. Zählen Sie die Entgeltpunkte aus den letzten 3 Kalenderjahren zusammen und vervielfältigen Sie diese für die 2/3 Rente * 11,7, die 1/2 Rente * 17,5 und die 1/3 Rente * 23,3 sowie noch zusätzlich mit dem für Ihren Wohnsitz maßgebenden aktuellen Rentenwert (z.Zt. WEST = 28,14, OST =
25,74) vervielfältigen.
Beispiel mit Wohnsitz WEST: Durchschnittsverdiener = 3,0000 Entgeltpunkte * 11,7 * 28,14 = 987,71 € monatlich erlauben noch eine 2/3-Rente; bei mehr als 1966,98 entfällt die Rente.
meint in diesem Fall auch
Jonny

Die von Jonny angegebene Formel für die Berechnung der Hinzuverdienstgrenze ist nicht (ganz) richtig: Für die Berechnung der Hinzuverdienstgrenze wird nicht der aktuelle Rentenwert sondern die monatliche Bezugsgröße angesetzt:
Die individuelle Hinzuverdienstgrenze beträgt (für Bezugszeiträume seit 01.01.2008) nach § 34 Abs. 3 Nr. 2 SGB 6 bei einer Teilrente in Höhe von
– einem Drittel der Vollrente das 0,25fache,
–der Hälfte der Vollrente das 0,19fache,
–zwei Dritteln der Vollrente das 0,13fache

der MONATLICHEN BEZUGSGRÖSSE nach § 18 SGB 4 (für das Beitrittsgebiet angepasst nach § 228a Abs. 2 SGB 6), vervielfältigt mit den Entgeltpunkten, die nach § 66 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 SGB 6 in den letzten drei Kalenderjahren vor Beginn der ersten Rente wegen Alters ermittelt wurden.
Die Bezugsgröße für 2014 beträgt monatlich 2765 EUR (Wohnsitz Ost: 2345 EUR).

von
Jonny

Sorry, das war leider noch die Formel vor der Umstellung von Entgeltpunkten für 1 auf 3 Jahre. Das kommt davon, dass man sich nicht uptodate hält.
Danke Sandra für die Korrektur
meint
Jonny

von
Udo Wetzel

Wie ist das mit dem Dazu-Verdienen dann, wenn ab 63 Jahre noch eine Unternehmensberatung besteht, die auch weiterhin fallweise weiter betrieben wird?

Udo

von
Udo Wetzel

Wie ist das mit dem Dazu-Verdienen dann, wenn ab 63 Jahre noch eine Unternehmensberatung besteht, die auch weiterhin fallweise weiter betrieben wird (angemeldetes Gewerbe)?

Udo

von
Hintermaier Anna

Mini Job und Übungsleiterpauschale kann dies gleichzeitig, in Anspruch genommen werden ,bzw.kombiniert werden, was muss beachtet werden ,damit es nicht zur Rentenkürzung kommt.
Danke Anna

von
Jahn Christel

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich erfülle alle Voraussetzungen um mit 63 Jahren ohne amAbschläge in Rente zu gehen. Ich bin am 23.02.1954 geboren und habe den Rentenantrag für den 01.17.2017 gestellt.wie hoch ist meine Zuverdienstgrenze ?

von
Jahn Christel

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich erfülle alle Voraussetzungen um mit 63 Jahren ohne amAbschläge in Rente zu gehen. Ich bin am 23.02.1954 geboren und habe den Rentenantrag für den 01.17.2017 gestellt.wie hoch ist meine Zuverdienstgrenze ?

von
Jonny

Um das beantworten zu können, müßte man die Höhe der Rente ab Juli 2017 und insbesondere den höchsten Entgeltpunktwert in den kalenderjahre von 2001 bis 2016 wissen
Meint jedenfalls
Jonny