Hinzuverdienst bei voller Erwerbsminderung

von
RFL215

Ich bin seit 2009 Rentner und beziehe eine Rene wg. voller Erwerbsminderung, gehe aber nebenbei noch arbeiten. Hierfür wird mir meine Rente um 25% gekürzt.
Ab dem 01.01.2019 gehe ich nur noch als geringfügig Beschäftigter arbeiten. Die Hinzuverdienstgrenze liegt dann bei mtl. 450,00€, bzw. bei € 6.300,00 jährlich (bei zweimaligem überschreiten der Grenze) ohne das die Rente gekürzt wird.
Nun sagt mir mein Arbeitgeber, das die steuerliche Grenze für geringfügig Beschäftigte nur bei jährlich € 5.400,00 liegt.
Was bedeutet das für mich?
Welche jährliche Grenze ist zu beachten?
Welche Konsequenzen hat der Hinzuverdienst von jährl. € 6.300,00 steuerlich für mich bzw. für den Arbeitgeber?

von
W*lfgang

Hallo RFL215,

das eine ist die jährliche Hinzuverdienstgrenze (6.300 Brutto) für den Hinzuverdienst bei der Rente, das andere ist die SV-Minijobgrenze bei jährlich nur 5.400 EUR - die bei unzulässigem Überschreiten zu sozial- und steuerpflichtigen Abgaben führt. Na, und der AG sollte eigentlich selbst wissen, wie was aus seiner Sicht zu bewerten/abzuführen ist!

Natürlich können Sie auch einen Minijob um ein Vielfaches der 450 im Monat gelegentlich überschreiten, und es bleibt trotzdem ein steuer- und sozialversicherungsfreier Minijob für Sie – auch wenn dann im Jahr vielleicht 10.000 EUR als 'richtiges' Minijobeinkommen zu melden sind.

Info finden Sie/und Ihr Arbeitgeber dazu hier:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/node.html

Im Zweifelsfalle fragen Sie/Ihr Arbeitgeber die Einzugsstelle für die Abgaben, eben die Minijobzentrale, selbst. ...hat der denn keinen Steuerberater/der die SV-Meldungen/-Beurteilungen macht, der sich auch in diesem Bereich nach Neuregelung 01.07.2017 eigentlich schon auskennen sollte? ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo RFL215,

wird die Hinzuverdienstgrenze für den Rentenbezug i.H.v. jährlich 6300 Euro eingehalten erfolgt keine Rentenkürzung.
Die steuerrechtlichen Auswirkungen bei Überschreiten der Minijob-Grenze (mtl. 450 Euro) können Sie nur bei einem Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder dem Finanzamt klären.