Hinzuverdienst vor Regelaltersrente

von
Thomas Bach

Guten Morgen!

Annahme:
Man bezieht eine Teilrente mit Abschlag und arbeitet parallel weiter. Vor (!) der Regelaltersgrenze (z.B. zum frühesten Rentenbeginn ohne Abschlag) hört man dann ganz auf zu arbeiten und beantragt die Vollrente.

Frage:
Erhöhen die zusätzlich erworbenen Entgeltpunkte schon vor der Regelaltersgrenze die Rente oder erst ab der Regelaltersgrenze?

Ich freue mich über die Antworten!

von
Fastrentner

Die Erhöhung der Rente durch Beitragszahlungen neben einer vorgezogenen Altersrente wirken sich erst ab dem Erreichen der Regealtersgrenze aus!

Experten-Antwort

Durch die Rechtsänderung zum 01.07.2017 werden Zuschlagentgeltpunkte für eine Beschäftigung neben einer Rente erstmals zum Folgemonat des Erreichens der Regelaltersgrenze berücksichtigt. Eine Berücksichtigung der Zuschlagentgeltpunkte mit Beschäftigungsaufgabe und Bezug einer Vollrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze ist nicht mehr vorgesehen.

von
suchenwi

Gilt dieser Zeitplan auch für freiwillige RV-Beiträge mit V0210 (Ausgleich Abschläge) oder V0060 (nach Endeder Versicherungspflicht)?

Experten-Antwort

Zitiert von: suchenwi
Gilt dieser Zeitplan auch für freiwillige RV-Beiträge mit V0210 (Ausgleich Abschläge) oder V0060 (nach Endeder Versicherungspflicht)?

Hallo suchenwi,

das gilt für "normale" freiwillige Beiträge nach § 7 SGB VI (V0060), die neben einer Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze gezahlt werden, ebenfalls. Zuschläge an Entgeltpunkten werden für diese Beiträge zum Folgemonat des Erreichens der Regelaltersgrenze zur Rente ermittelt.

Anders sieht es aus bei Beiträgen zum Ausgleich einer Rentenminderung (§ 187a SGB VI bzw. V0210). Diese werden mit dem Folgemonat der Beitragszahlung bei einer laufenden, abschlagsbehafteten Altersrente berücksichtigt, wenn die Zahlung vor Erreichen der Regelaltersgrenze erfolgt. Als Zeitpunkt der Beitragszahlung gilt dabei ausnahmsweise der Zeitpunkt der Antragstellung auf Erteilung einer Auskunft zur Zahlung der Beiträge, wenn die Beiträge - gegebenenfalls auch in Teilbeträgen - innerhalb einer angemessenen Frist (3 Monate bei Wohnsitz im Inland, 6 Monate bei Wohnsitz im Ausland) nach Auskunftserteilung gezahlt wurden.