Höchstbetrag der steuerfreien Einzahlung in die Rentenversicherung

von
Um Hilfe Bittender

Hallo zusammen,

ich würde gerne den Höchstbetrag der steuerfreien Einzahlmöglichkeit in die (gesetzliche) / eine (private) Rentenversicherung abschätzen.

Dazu habe ich hier: https://www.finanztip.de/vorsorgeaufwendungen/

ein Beispiel gefunden. Ich übernehme die Daten von dieser Seite einmal für den Fall, dass die Seite mit den Daten später einmal weg sein sollte:

"Beispiel Altersvorsorge absetzen für 2020

Arbeitnehmerbeitrag 4.650 Euro
Arbeitgeberbeitrag 4.650 Euro
Rürup-Rente 3.000 Euro
insgesamt 12.300 Euro
Höchstbetrag 25.064 Euro
90 Prozent von 12.300 Euro 11.070 Euro
abzüglich steuerfreier Arbeitgeberanteil 4.650 Euro
verbleibender Betrag 6.420 Euro

Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: 3. September 2020)

In dem Beispiel für das Jahr 2020 hat der rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer ein Jahresbruttoeinkommen von zirka 50.000 Euro. Er kann Altersvorsorgeaufwendungen in Höhe von 6.420 Euro als Sonderausgaben geltend machen."

Wenn ich die Seite richtig verstehe, errechnen die Autoren von Finanztipp hier einen Betrag von lediglich 6.420 Euro, der steuerfrei noch in die (gesetzliche oder private) RV einbezezahlt werden könnte.

Aus meiner Sicht muss die obenstehende Rechnung falsch sein. Aus dem einfachen Grunde, dass der Höchstbetrag von 25.064 Euro ersichtlich in der Beispielsrechnung gar nicht vorkommt.

Dass die Berechnung an sich schon wirr erscheint, ist dagegen kein Indiz für die Unrichtigkeit, denn mir ist absolut klar, dass steuerliche Rechenformeln rein gar nichts mit gesundem Menschenverstand oder Alltags-Logik zu tun haben müssen.

Warum erscheint die Berechnung wirr? Weil im obigen Beispiel erst der AG-Anteil in die erbrachten Vorsorgeaufwendungen eingerechnet wird, um dann später wieder aus der Summe der Vorsorgeaufwendungen herausgerechnet zu werden und um dann den resultierenden Differenzbetrag als den steuerfrei noch einzahlbaren Betrag auszuweisen. Diese Methodik führt dazu, dass jemand, der deutlich mehr in die GKV einzahlt, deutlich mehr steuerfrei aufzahlen könnte. Das widerspricht aber doch völlig der Logik eines Höchstbetrags der steuerfreien Anrechenbarkeit der Vorsorgeaufwendungen? Wer von Haus aus mehr einzahlt, müßte doch weniger zusätzlich steuerfrei einzahlen dürfen?

Kann mir hier jemand helfen, indem er mir einen Link auf die tatsächlich richtige Formel der Berechnung sendet oder eine Musterrechnung hier einstellt, in der auch der Höchstbetrag vorkommt?

Ich zahle selbst als Pflichtversicherter in die GKV ein (und ich würde gerne wissen, welchen Betrag ich CIRCA steuerfrei weiter als Vorsorgeaufwendung geltend machen kann.

Welcher steuerfrei ansetzbare Betrag würde konkret resultieren bei zB jährlich 6.500 Euro hohem Arbeitnehmer-Anteil und entsprechend identischem AG-Anteil und einer Einzahlung von rund 3.000 Euro in eine betriebliche Altersvorsorge (Unterstützungskasse)?

Nach obiger Beispielrechnung wären das 7.900 Euro - also mehr als die im Beispiel errechneten 6.420 Euro. Aus meiner Sicht ein absurdes Ergebnis, weil dann bei höheren Pflichtbeiträgen ein höherer steuerfrei einzahlbarer Betrag resultierte. Das widerspricht aber der Logik eines Höchstbetrags. Und selbst, wenn es so wäre: Wo wäre denn dann Schluß bzw. wann würde der Höchstbetrag kappen?

Vielen Dank für Euere Hilfe!

von
Klugpuper

1.
Bleiben Sie beim Thema Rente, Altersvorsorge oder Reha. Bei Fragen etwa zum Arbeitslosengeld, zur Krankenversicherung oder bei Steuerfragen müssen unsere Experten leider passen.

2.
An Vorsorge kann man betreiben was man lustig ist, es ist immer steuerfrei, weil eine Ausgabe. Den Rest sollte ein Steuerberater beaufsichtigen.

von
Hinweis

Hallo dies ist ein Renten- und kein Steuerforum.

von
Um Hilfe Bittender

Ok, schade oder Entschuldigung. Ich dachte, meine Frage wäre hier richtig platziert, weil ich gesehen habe, dass zum einen andere Fragen hier auch steuerliche Aspekte betrafen und anderen, weil es ein wichtiger Aspekt im Falle einer Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung ist. Im Falle einer Einzahlung in die gesetzliche RV stellt sich doch die Frage, ob sich das überhaupt lohnt oder nicht. Es ist leider nicht so, dass ich "nicht weiß, wohin mit dem Geld" wie "Reicher Rentner" möglicherweise mit seinem scherzhaft-ironischen Link zu unterstellen scheint - ?
Ein Rentenberater meinte zu mir, dass die steuerliche Erstattungsfähigkeit die zentrale Frage sei, an der sich entscheide, ob eine Einzahlung in die GKV überhaupt Sinn mache.
Grundsätzlich ist es wohl so, dass man ohnehin in etwa fast 20 Jahre Rente beziehen muss, um überhaupt zurückzubekommen, was man einbezahlt hat. Im Falle der Regelrente mit 67 muss man also schon die 87 Jahre erreichen.

Allerdings denke ich nicht derart gewinnorientiert bei der GKV...Nur umgekehrt möchte ich natürlich nicht, dass Rot-Grün, wenn sie jetzt drankommen, eine Art Agenda 2010 2.0 fahren und dieses Mal die Rente und die Sozialhilfe "zusammenlegen" wie sie das "verlogenerweise" das letzte Mal mit der Arbeitslosenversicherung und der Sozialhilfe getan haben (und damit faktisch rein gar nichts "zusammengelegt haben", sondern die Arbeitslosenversicherung (genaue Bezeichung: Arbeitslosenhilfe) faktisch abgeschafft hatten....

von
Reicher Rentner

Es ist leider nicht so, dass ich "nicht weiß, wohin mit dem Geld" wie "Reicher Rentner" möglicherweise mit seinem scherzhaft-ironischen Link zu unterstellen scheint - ?

Wenn sie die Empfehlung nicht annehmen wollen ist das ihre Entscheidung. Bei privatier.com finden sie die benötigten Rechenschritte, Hinweise und Beispiele.

von
Reicher Rentner

Nachtrag und Nachschlag:

Bei ca.6500€/Brutto/Monat (Ledig) liegt ihr Steuersatz bei vielleicht ca.40%.

Die 40% vom Zahlbetrag erhalten sie mit der nächsten Steuererklärung zurück.

Und ihr Betrag zur U-Kasse zählt hier nicht mit rein, da die U-Kasse ein Durchführungsweg der bAV darstellt.

von
Siehe hier

Zitiert von: Um Hilfe Bittender
...weil ich gesehen habe, dass zum einen andere Fragen hier auch steuerliche Aspekte betrafen und anderen, weil es ein wichtiger Aspekt im Falle einer Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung ist. ...

Dann haben Sie sicher auch die immer gleichlautenden Antworten der DRV-Experten gesehen
"Steuerrechtlich Fragen können hier im Forum nicht beantwortet werden. Wenden Sie sich an einen Steuerberater, einen Lohnsteuerhilfeverein oder Ihr zuständiges Finanzamt."

Zu Ihrer Frage, welche Auswirkungen es auf Ihre Rentenhöhe haben würde, sind Sie aber zunächst einmal bei Ihrer zuständigen Rentenversicherung besser aufgehoben, denn dort liegen auch Ihre Zahlen vor und dort kann man Ihnen dann auch sagen, was Sie persönlich in die gesetzliche RV einbezahlen könnten.

Und wenn Sie diese Zahlen dann konkret kennen, können Sie sich sinnvoll um den steuerlichen Aspekt an die richtige Stelle dafür wenden.

Der Rentenberater, den Sie konsultiert hatten, war ja anscheinend sein Geld nicht wirklich wert, sonst hätte er Ihnen die Berechnungen der Vorsorgeaufwendungen anhand Ihrer Zahlen erklären können.
Hoffentlich hat er Ihnen wenigstens dennoch gesagt, dass Sie seine Rechnung trotz erfolgloser Bemühungen dennoch steuermindernd geltend machen können :-)

von
Um Hilfe Bittender

Hallo reicher Rentner,

die Seite privatier.com existiert nicht. Error 1001 - ganz gleich, welches VPN und welchen Browser ich nutze. Zitat:

"You've requested a page on a website (www.privatier.com) that is on the Cloudflare network. Cloudflare is currently unable to resolve your requested domain (www.privatier.com). There are two potential causes of this:"

Ansonsten waren die 6.500 Euro nicht Monatsbrutto, sondern der AG-Anteil der Einzahlungen in die GKV pro Jahr. Bei einem Monatseinkommen von 6.500 Euro liegt man übrigens (perverserweise) shon längst im Bereich des sogenannten "Spitzensteuersatzes" von 42%. Der Speitzensteuersatz greift ab in etwa 55.000 Euro Jahreseinkommen, also schon weit unter 6.500,-- Euro Monatseinkommen.

Ansonsten stimmt aber Deine Aussage zunächst auch nach meinem Verständnis, dass man die 42% (ab 55.000 Euro Jahreseinkommen) von der Einzahlung in die GKV zurückbekommt.

Nur gilt das eben nicht unbegrenzt. Wenn man bspw. 40.000 Euro in die GKV einzahlen dürfte, könnte man nach meinem bisherigen Wissen dies wohl sofort in einem Betrag. Pro Jahr sind aber nur deutlich niedrigere Zahlungen in die Vorsorge steuerabzugsfähig.

Grundsätzlich können 24.000 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Davon sind aber die Pflichtbeiträge in die GKV abzuziehen. Und hier beginnen die Rechenprobleme. Nach normalem Menschenverstand würde man hier zB. 24.000 - 2 x 6.5000 - 3000 = 8.000 Euro rechnen.

Finanztip rechnet aber:
(6500 + 6500 + 3000) x 90% - 6500 = 7.900 Euro. Eine völlig absurde Rechenmethode, bei der der steuerlich maximal steuerfreie Betrag iHv. 24.000 Euro gar keine Rolle spielt....

Ok, in diesem Fall WÄRE es Korinthenk***, wie man rechnet, da am Ende fast der gleiche Betrag resultiert.

Allerdings bin ich mir keinem der beiden Rechenwege sicher. Es scheint, als würden nur 90% des einbezahlten Betrags steuerlich berücksichtigungsfähig. Dann wäre die Rechnung aber eine andere:

24.000 - 6500 - 6500 - 3000 = 8000 Euro

Diese müßten dann noch durch 90% geteilt werden:

8000 / 90% = 8.889,-- Euro

Demnach könnte man 8.889 Euro einzahlen, von denen aber nur 8.000 Euro steuerlich abzugsfähig wären.

Keine Ahnung. Ich verstehe es nicht...

Im Übrigen stimmt Dein Hinweis auch: Einzahlungen in eine bAV sind ja im gesetzlichen Rahmen steuerfrei. Vielleicht gehört die Einzahlung in die bAV daher gar nicht in die Rechnung.

von
V0210

Hoffentlich hat er Ihnen wenigstens dennoch gesagt, dass Sie seine Rechnung trotz erfolgloser Bemühungen dennoch steuermindernd geltend machen können :-)[/quote]

Volltreffer :-)

von
Reicher Rentner

https://der-privatier.com

von
Wolke

Habe in den Pfad reingesehen, da gibt es Beispiele mit AN und AG Anteil wegen der Berechnung des maximalen Höchstbetrags, damit man nicht zuviel bezahlt und das Finanzamt das nicht mehr anerkennt.

Experten-Antwort

Hallo Um Hilfe Bittender,

auch in diesem Fall bitten wir, steuerliche Fragen mit einem Steuerberater oder entsprechenden Beratungsstellen zu klären.

von
Um Hilfe Bittender

Zitiert von: Wolke
Habe in den Pfad reingesehen, da gibt es Beispiele mit AN und AG Anteil wegen der Berechnung des maximalen Höchstbetrags, damit man nicht zuviel bezahlt und das Finanzamt das nicht mehr anerkennt.

Danke Euch nochmals. ich habe zwar keine Berechnungen auf der Privatier-Seite zu den Höchstbeträgen bzw. zur Berechnung der maximal steuerlich geltend machbaren Beträge gefunden, aber sehr wohl die Formel zur Berechnung des Resultats der Einzahlung in die GKV, siehe hier: https://der-privatier.com/kap-6-8-2-freiwillige-einmalzahlungen-in-die-rentenversicherung/

Das Ergebnis ist niederschmetternd. Ich habe ausgerechnet, dass ich 150.000 Euro einzahlen müsste, um 14,4% Abzug auszugleichen. Dafür bekäme ich dann 320 Euro BRUTTO mehr. Die in etwa 215,-- Euro NETTO mehr bedeuten würden.

Heißt, dass ich 51 Jahre lang den Betrag beziehen müßte, um den Betrag wieder herauszubekommen. Da ist der steuerliche Vorteil bereits eingerechnet, der entstünde, wenn man den Betrag in 5 Jahren einzahlte und solchermaßen nur grob 50.000 Euro steuerlich ansetzen könnte und also rund 20.000 Euro Steuern "sparte"...

Natürlich muss man einrechnen, dass die Rente immerhin eine läppische Anpassung erfahren würde, wohingehend die verbrecherische Niedrigzinspolitik bei Cash natürlich zu einem noch größeren Abrieb der Ersparnisse führt...

von
Siehe hier

Zitiert von: Um Hilfe Bittender
...

Das Ergebnis ist niederschmetternd. Ich habe ausgerechnet, dass ich 150.000 Euro einzahlen müsste, um 14,4% Abzug auszugleichen. Dafür bekäme ich dann 320 Euro BRUTTO mehr. Die in etwa 215,-- Euro NETTO mehr bedeuten würden...

hmmm... irgendwas haben Sie falsch berechnet?

Als Faustformel sagt man 'um 100 EUR Rentenabschlag auszugleichen, müssen ca. 25.000,00 EUR einbezahlt werden'.

Das wäre also ca. die Hälfte von dem, was Sie errechnet haben....

Und man hat dann 'normalerweise' eine Amortisationszeit von ca. 17 Jahren plus/minus....

Hier z.B. ein online Rechner für einen 'Gegencheck':

https://www.n-heydorn.de/rentenausgleich.html

von
Reicher Rentner

Zitiert von: Um Hilfe Bittender
Zitiert von: Wolke
Habe in den Pfad reingesehen, da gibt es Beispiele mit AN und AG Anteil wegen der Berechnung des maximalen Höchstbetrags, damit man nicht zuviel bezahlt und das Finanzamt das nicht mehr anerkennt.

Danke Euch nochmals. ich habe zwar keine Berechnungen auf der Privatier-Seite zu den Höchstbeträgen bzw. zur Berechnung der maximal steuerlich geltend machbaren Beträge gefunden, aber sehr wohl die Formel zur Berechnung des Resultats der Einzahlung in die GKV, siehe hier: https://der-privatier.com/kap-6-8-2-freiwillige-einmalzahlungen-in-die-rentenversicherung/

Das Ergebnis ist niederschmetternd. Ich habe ausgerechnet, dass ich 150.000 Euro einzahlen müsste, um 14,4% Abzug auszugleichen. Dafür bekäme ich dann 320 Euro BRUTTO mehr. Die in etwa 215,-- Euro NETTO mehr bedeuten würden.

Heißt, dass ich 51 Jahre lang den Betrag beziehen müßte, um den Betrag wieder herauszubekommen. Da ist der steuerliche Vorteil bereits eingerechnet, der entstünde, wenn man den Betrag in 5 Jahren einzahlte und solchermaßen nur grob 50.000 Euro steuerlich ansetzen könnte und also rund 20.000 Euro Steuern "sparte"...

Natürlich muss man einrechnen, dass die Rente immerhin eine läppische Anpassung erfahren würde, wohingehend die verbrecherische Niedrigzinspolitik bei Cash natürlich zu einem noch größeren Abrieb der Ersparnisse führt...

Was haben sie da gerechnet?

ganz grob überschlagen:

Rentenabschlag 4 Jahre: 63-67: Zugangsfaktor 0,856

pro Jahr könnten max. ca. 2 Rentenpunkte erkauft werden, wenn sie bei der BBG liegen.
1 Rentenpunkt (BBG West) kostet ca.7930€
7930€ x 8 (Rentenpunkte) : 0,856 (Zugangsfaktor) = ca.74200€

und Berechnung:

https://helfer-in-steuersachen.de/index.php/steuertipps/04-tipps-zur-anlage-vorsorgeaufwand-versicherungsbeitr%C3%A4ge/1151-02-10-h%C3%B6chstbetr%C3%A4ge-altersvorsorge-zeile-4-10.html

von
Siehe hier

Zitiert von: Reicher Rentner

Rentenabschlag 4 Jahre: 63-67: Zugangsfaktor 0,856

pro Jahr könnten max. ca. 2 Rentenpunkte erkauft werden, wenn sie bei der BBG liegen.
1 Rentenpunkt (BBG West) kostet ca.7930€
7930€ x 8 (Rentenpunkte) : 0,856 (Zugangsfaktor) = ca.74200€

und Berechnung:

https://helfer-in-steuersachen.de/index.php/steuertipps/04-tipps-zur-anlage-vorsorgeaufwand-versicherungsbeitr%C3%A4ge/1151-02-10-h%C3%B6chstbetr%C3%A4ge-altersvorsorge-zeile-4-10.html

Bestätigt doch aber nur, dass mit den rd. 150 Tsd, wie von Fragesteller errechnet, etwas nicht stimmt...

Also muss Fragesteller 'um hilfe bittender' einfach noch mal anhand seiner Zahlen neu rechnen.

Oder es sich von der DRV auf die persönlichen Zahlen passend (mit Antrag) ausrechen lassen. Das macht aber 'Extraarbeit' für die dortigen Mitarbeiter... und deshalb ist dies nur eine 'Notfall-Option', wie ich heute - immer wieder gern dazu lernend- mitbekommen durfte :-)

Schlimmstenfalls führt es aber zu einem realistischen Betrag, ohne weitere 'Vermutungen' ;-)

von
Reicher Rentner

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Reicher Rentner

Rentenabschlag 4 Jahre: 63-67: Zugangsfaktor 0,856

pro Jahr könnten max. ca. 2 Rentenpunkte erkauft werden, wenn sie bei der BBG liegen.
1 Rentenpunkt (BBG West) kostet ca.7930€
7930€ x 8 (Rentenpunkte) : 0,856 (Zugangsfaktor) = ca.74200€

und Berechnung:

https://helfer-in-steuersachen.de/index.php/steuertipps/04-tipps-zur-anlage-vorsorgeaufwand-versicherungsbeitr%C3%A4ge/1151-02-10-h%C3%B6chstbetr%C3%A4ge-altersvorsorge-zeile-4-10.html

Bestätigt doch aber nur, dass mit den rd. 150 Tsd, wie von Fragesteller errechnet, etwas nicht stimmt...

Also muss Fragesteller 'um hilfe bittender' einfach noch mal anhand seiner Zahlen neu rechnen.

Oder es sich von der DRV auf die persönlichen Zahlen passend (mit Antrag) ausrechen lassen. Das macht aber 'Extraarbeit' für die dortigen Mitarbeiter... und deshalb ist dies nur eine 'Notfall-Option', wie ich heute - immer wieder gern dazu lernend- mitbekommen durfte :-)

Schlimmstenfalls führt es aber zu einem realistischen Betrag, ohne weitere 'Vermutungen' ;-)

Genaue Zahlen errechnet die DRV auf Basis V0210 (besser noch V0210 + V0211) und ich habe geschrieben: ganz grob überschlagen

von
Gustav

Wenn Sie vor dem Renteneintritt sterben bekommen Sie NICHTS erstattet!!!
Solch ein Risiko werde ich nicht eingehen.
Ich hatte auch die Idee 2 Mio. einzuzahlen (Unternehmensanteile) - habe mir jetzt überlegt das Geld zu verprassen.
Mit freundlichen Grüßen
Gustav

von
W°lfgang

Zitiert von: Um Hilfe Bittender
Ich habe ausgerechnet, dass ich 150.000 Euro einzahlen müsste, um 14,4% Abzug auszugleichen.

...das passt keinesfalls zusammen!!

Die sehr hohen Renten tendieren aktuell zu einem Abschlag in Richtung 400/500 € für Jahrgang '64, die 'Brutto'-Ausgleichszahlung dafür geht dann knapp unter/über 100T €.

Gruß
w.

von
Um Hilfe Bittender

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure vielen Beiträge!

Sollte ich mich verrechnet haben?

Was Ihr schreibt, erscheint sehr schlüssig auch nach den mir vorliegenden Daten.

Ich habe die Formel auf der www.der-privatier.com zugrunde gelegt.

Und jetzt herausgefunden, worin mein Fehler bestand.

Die Formel dort lautet:

Ausgleichsbetrag = (Minderung der persönlichen Entgeltpunkte x Durchschnittsentgelt x Beitragssatz) / Zugangsfaktor

Ich habe dabei den Fehler gemacht, dass ich mein eigenes Durchschnittsgehalt eingerechnet habe, nicht das allgemeine offizielle Durchschnittsgehalt -

Mich hat schon gewundert, wieso das individuelle Durchschnittsgehalt in der Rechnung auftauchte.

Demnach hätte ich rechnen müssen:

9,4 Entgeltpunkte x 41.541 Euro/EP* x 18,7% / (100% - 14,4%) ~ 85.000 Euro.

*laut Handelsblatt vorläufig für 2021 (https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rentenpunkte-erklaert-so-errechnen-sie-2021-mit-rentenpunkten-die-hoehe-ihrer-gesetzlichen-rente/26969926.html?ticket=ST-148472-pbrmIwxCGKLRBLoyfcEi-cas01.example.org )

Danach sieht die Rechnung deutlich besser aus.

Allerdings bleibt es teuer:

Zahlt man das im Laufe von 5 Jahren ein, wären rund 40.000 Euro steuerlich absetzbar. Dafür gäbe es rund 17.000 Euro an Steuern zurück, so dass man insgesamt noch 68.000 Euro zahlte.

Dafür gäbe es dann mtl. grob 215,-- Euro netto mehr.

Nach rund 26 Jahren hätte man den einbezahlten Betrag also wieder heraus. Etwas fragwürdig. Man müsste schon fast 90 Jahre alt werden...

Andererseits eben: Bevor das Geld auf dem Konto verrotten bzw. gestohlen wird durch unsere "Eilten"...

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