Höchstbetrag der steuerfreien Einzahlung in die Rentenversicherung

von
W*lfgang

Zitiert von: Jonny
Hast Du denn dafür keine Exceltabelle? Oder reicht der Taschenrechner?
P.S. Wir schaffen noch die 100

...natürlich reicht der alte Brain-Abakus dafür nicht mehr punktgenau, um mehr als 1+1 in der Birne zu rechnen/Excel-Oldscool eben, um die gesetzlichen Rechenwerte zu ermitteln *) - und *Makro sitzt offensichtlich auf der Latrino, um das auf den Pup genau zu bringen ;-))

*) defacto aber auf den ausgleichsbezogenen Wert als solchen - die Summe allein 'schockt' schon gering Kapitalhaltende, um 'Tschüss' von dieser Idee des Gesetzgebers zu sagen.

Gruß
w.
PS: 100? ...300 war eine interessante/kurzweilige Filmklamotte ;-)

von
UHB

Hallo Rentenversicherung :-), liebe/r Experte/in!

super, einmal mehr lieben Dank für die Antworten!

Eine praktische Frage habe ich noch:

Wie lange gilt eigentlich die Auskunft über die Höhe des einzahlbaren Ausgleichsanspruch?

Ich habe verstanden, dass die Aussage über den "Preis" der gekauften Entgeltpunkte nur 3 Monate gilt.

Was ist, wenn man in 6 Monaten einen weiteren Teilbetrag als Ausgleichsbetrag in die Rentenkasse einzahlen will? Mir ist klar, dass die Aussage zum Preis der erworbenen EP dann nicht mehr gilt.

Bedarf es dann aber auch eines neuerlichen Antrags VA0210 mit einer neuerlichen Aussage der DRV zur Höhe des zugelassenen Einzahlungsbetrags, oder gilt der einmal berechnete zugelassene Ausgleichsbetrag bis zur Rente, solange man keinen neuen Antrag stellt?

Die aktuelle Reduktion bei den angeblichen Durchschnittseinkommen 2022 hätten ja auch zur Folge, dass mein Antrag zur Auskunft über die Höhe der zugelassenen Ausgleichszahlung nächstes Jahr (mehr als 3 Monate nach der aktuellen Auskunft) wohl mit einem um 6,x% niedrigeren Betrag verbeschieden würde?

Wenn einfach nur weiter eingezahlt wird, in den nächsten Jahren, ohne jeweils einen neuen Antrag zu stellen: geht das?

Lieben Gruß

UBH

von
W°lfgang

Zitiert von: UHB
Wie lange gilt eigentlich die Auskunft über die Höhe des einzahlbaren Ausgleichsanspruch?
Ich habe verstanden, dass die Aussage über den "Preis" der gekauften Entgeltpunkte nur 3 Monate gilt.

@UHD, das haben Sie richtig verstanden, wenn es bei dieser Auskunft um den gesamten Ausgleichsbetrag jetzt/sofort geht ...bei 'Ratenzahlungen'/Folgezahlungen in den nächsten Jahren, ist ggf. 'nachzujustieren', um im Rahmen veränderter Bemessungswerte mit dem 'steigenden' Abschlag (u. a. im Rahmen künftigen Rentenerhöhungen/Beitragssatzsteigerungen/...) Schritt zu halten. Packen Sie 3-5 % jedes Jahr auf die Rate drauf und lassen die 'Schlussrate' nochmal nachrechnen, dann legen Sie eine Cent-genaue Ausgleichszahlung für die faktisch abschlagsfreie Rente hin.

> "Bedarf es dann aber auch eines neuerlichen Antrags VA0210"

Nein, das können Sie nach Gusto im Rahmen der selbst gewählten Raten entscheiden - die DRV will dafür nicht Jahr für Jahr einen neuen V0210-Antrag haben. Wichtig nur: die Daten auf der Überweisung müssen sachbezogen stimmen.

Gruß
w.

von
UHB

Hallo W0lfgang,

vielen Dank für die Antwort.

Ich verlasse mich einmal darauf, dass Deine Antwort auch wirklich stimmt und dass ich also auch in z.B. fünf Monaten eine weitere Teilzahlung auf den Ausgleichsbetrag an die DRV leisten kann, ohne einen neuerlichen V0210-Antrag stellen zu müssen (bei dem vermutlich eine niedrigere Einzahlerlaubnis-Summe resultieren würde wegen der stark gefallenen festgesetzten Durchschnittseinkommen 2022).

Es wundert mich, dass der deutsche Staat an dieser Stelle ausnahmsweise nicht so pedantisch-bürokratisch unterwegs ist und nicht auch alle drei Monate einen neuen V0210-Antrag verlangt, wie sonst üblich.

Was wenn jemand zu diesem Zeitpunkt von Vollzeit auf Teilzeit umgestiegen sein sollte? Oder sogar ohne Job sein sollte? Dann dürfte er ja eigentlich viel weniger einzahlen?

Klar: Der Staat würde auch bei diesen Varianten gewinnen. Der Staat gewinnt immer - wie die Spielbank. Denn kein oder ein niedrigeres Arbeitseinkommen würde auch deutlich weniger steuerliche Abschreibemöglichkeit bedeuten. Man würde sich bei einem Teilzeitjob mit geringer Abschreibemöglichkeit ja selbst schaden im Falle einer Einzahlung in die Rentenkasse. Man würde deutlich mehr für einen Rentenpunkt zahlen als für die normalen Entgeltpunkte.

Und wenn man ganz ehrlich ist, dann stellt sich wohl selbst bei hoher steuerlicher Absetzbarkeit ein großes Fragezeichen, ob der (zusätzlich) einzahlende Arbeitnehmer nicht am Ende der Dumme ist.

Ich bin unverändert - wie die meisten Deutschen leider - sehr unwissend in Sachen RV / SV.

Wir werden bekanntlich auch gezielt dumm gehalten, überflutet mit Bullshit wie Fußballergebnissen und vergleichbarem Shit - aber über den Rentenkürzung-Nachholfaktor oder das generelle Armutsrenten-Niveau oder gar böse Vergleiche mit anderen westlichen Ländern wird kaum in den MSM brichtet. Ein Schelm, wer Böses...

Ich habe meine Entscheidung vorläufig getroffen. Wenn Deine Aussage richtig ist - vielleicht mag die DRV das ja noch bestätigen - ist für mich der Thread hier abgeschlossen.

LG

UHB

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.12.2021, 12:16 Uhr]

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