Höhe Altersrente ab 63 nach befristeter EM-Rente - kein nahtloser Übergang

von
Noch ein Gast

Hallo Zusammen,

ich beziehe zur Zeit eine volle befristete EM-Rente, als "Arbeitsmarktrente".
Die Teil-EM-Rente wurde unbefristet bis zum Beginn der regulären Altersrente bewilligt.
Sollte die Arbeitsmarktrente nach Ablauf der Bewilligung zum 31.12.2018 nicht verlängert werden, hätte ich die Möglichkeit, ab dem 01.02.2020 in die vorgezogene Altersrente mit 63 Jahren zu gehen.
Wie verhält es sich dann mit den Abschlägen? Erhalte ich dann die doppelte Teil-EM-Rente als Altersrente, bzw. den Betrag, den ich vorher als Arbeitsmarktrente erhalten habe oder werden aufgrund der vorzeitigen Innanspruchnahme nochmals Abzüge vorgenommen, da die Rente nicht nahtlos an die volle EM-Rente anschliesst?

Wünsche allen ein schönen sonniges Wochenende

von
W*lfgang

Zitiert von: Noch ein Gast
Wie verhält es sich dann mit den Abschlägen? Erhalte ich dann die doppelte Teil-EM-Rente als Altersrente, bzw. den Betrag, den ich vorher als Arbeitsmarktrente erhalten habe oder werden aufgrund der vorzeitigen Innanspruchnahme nochmals Abzüge vorgenommen, da die Rente nicht nahtlos an die volle EM-Rente anschliesst?

Hallo Noch ein Gast,

Ihre volle befristete EM/Arbeitsmarktrente hat einen max. Abschlag von 10,8 %. Sollte innerhalb von max. 2 Jahren - nach Auslaufen der vollen 'Arbeitsmarktrente'/nur noch Teil-EM-Rente - dann eine Altersrente beginnen, haben Sie Besitzschutz in die alten/gekürzten Entgeltpunkte (den Abschlag) aus der vollen Arbeitsmarktrente und bei der Altersrente wird kein höherer Abschlag auf die nicht gezahlte EM-Teilrente berechnet ...falls die volle EM-Rente tatsächlich wg. örtlichem Teilzeitarbeitsmarkt, der dann ungeahnte Perspektiven bietet, und Sie zu den ersten Kandidaten für eine Teilzeitarbeit gehören würden, wegfällt.

Im Prinzip würde sich die halbe EM-Rente verdoppeln und bekommt nur einen neuen Namen 'Altersrente an langjährig Versicherte'.

Ob das im Detail zutrifft /was ist noch an Versicherungszeiten während der Zurechnungszeit entstanden/neu zu bewerten, erfahren Sie im Rahmen eines Beratungsgesprächs bei der DRV mit einer punktgenauen Probeberechnung, wenn 'wenn/dann/tatsächlicher Versicherungsverlauf bis dahin' zum Tag X/Altersrentenbeginn zu berechnen ist.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo User Noch ein Gast,

wie User W*lfgang richtig mitgeteilt hat, werden mindestens die Entgeltpunkte zu Grunde gelegt, die bei der vollen Erwerbsminderungsrente berücksichtigt wurden. Sie genießen den Besitzschutz des § 88 Abs. 1 SGB VI, wenn innerhalb von zwei Jahren nach Wegfall der vollen EM-Rente die Altersrente bezogen wird.
Es werden zwar die Entgeltpunkte bei der Umwandlung neu bestimmt, es wird aber der Besitzschutz berücksichtigt.
Sollten Sie während des Bezuges der Erwerbsminderungsrente weitere Zeiten zurückgelegt haben, werden diese Entgeltpunkte bei der Altersrente erstmalig berücksichtigt, jedoch dann ggfs. mit einem Abschlag behaftet, da die Rente vor der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen wurde.