Höhe der Abzüge nicht nachvollziehbar

von
scobis

Guten Morgen.

Am Montag dieser Woche habe ich einen Termin bei der Rentenberatung Hamburg gehabt. Mein Thema: Ich bin Jahrgang 58 und möchte zum 1.2. 22 mit 63 J+ 3 Mon. in Rente gehen.
Nach dem jetzigen Stand bekäme ich, wenn ich die Regel Arbeitszeit voll erfülle und mit 66 in Rente gehen würde, eine Brutto- Rente von 1540 Euro. Naiv habe ich angenommen, dass man jetzt davon pro nicht gearbeitetem Monat 0,3% abzieht. Das wären dann 9,9% Abzug von 1540,- Euro gewesen, also 152,- Euro. es bliebe mir eine Bruttorente von 1388,- Euro. Alle Zahlen abgerundet.
So ist es aber NICHT!
Tatsächlich bekam ich die Auskunft, meine Bruttorente sei dann ca. 1270,- Euro, also deutlich weniger. Versanden habe ich das nicht, worauf beziehen sich denn nun die 0,3% Abzug pro Monat, den man eher in Rente geht, von denen überall die Rede ist?
Und wenn die Auskunft so stimmt, dann frage ich mich, warum überall mit diesem Wert von 0,3% laboriert wird, wenn der tatsächliche Abzug nach meiner Rechnung bei ca. 0,53 % liegt (immer abgerundet!)

Für eine Antwort bedanke ich mich herzlich.
Mit freundlichen Grüßen, Scobis

von
Student

Das ist ziemlich einfach zu beantworten.

Die 1540 Euro beziehen sich auf den Fall, dass Sie noch mehrere Jahre länger Beiträge zahlen. Das ist KEINE Angabe, wenn Sie JETZT in Rente gehen, sondern wenn Sie mit 66+ in Rente gehen und bis dahin so weiterarbeiten.

Wenn Sie aber mehrere Jahre früher in Rente gehen fehlen diese Beiträge und Ihre Rente fällt geringer aus. Von diesem eh schon verringerten Betrag müssen Sie die 0,3 % pro Monat abziehen.

von
Berater

Die Abschläge von 0,3% pro Monat sind schon korrekt, allerdings wird in einer Rentenauskunft und Renteninformation mit der Weiterzahlung der Beiträge des Durchschnitt der letzten 5 Jahre bis zu Ihrer Regelaltersgrenze gerechnet.
Wenn Sie also vorzeitig in eine Altersrente gehen, fehlen die Beitragszahlungen bis zur Regelaltersrente.
Diese fehlenden Beiträge und die Abschläge ergeben dann die Ihnen berechnete Rente.
Sind Sie sicher, dass man Ihnen das nicht auch so erklärt hat? Das gehört zum Grundwissen eines Beraters der Deutschen Rentenversicherung.

von
Sascha

Bitte nicht vergessen, dass nach den Abzügen durch die Abschläge auch noch Beiträge zur Kranken- sowie Pflegeversicherung abgezogen werden müssen.

Experten-Antwort

Guten Morgen,

eine Altersrente ist für jeden Kalendermonat, den diese vorzeitig in Anspruch genommen wird, um 0,003 niedriger als 1,0. Konkret heißt das: Die Minderung des Zugangsfaktors löst eine Kürzung des Monatsbetrages der Rente um 0,3 vom Hundert für jeden Kalendermonat zwischen dem Monat des vorzeitigen Rentenbeginns und dem Folgemonat der Vollendung des Referenzlebensalters aus.
Das bedeutet, die Minderung des Zugangsfaktors bemisst sich bei ihnen vom 01.02.2022 bis zur Regelaltersgrenze. Außerdem werden im Gegensatz zur Rentenauskunft/Renteninformation( fiktive Hochrechnung der Beiträge bis zur Regelaltersgrenze),nur die tatsächlichen Beiträge bis zum Rentenbeginn berücksichtigt.

von
Werner H.

Zitiert von: Thorsten W.
Meine Güte, was sind das für kleine Renten in Deutschland.
Erbärmlich bei den Kosten für Wohnen etc.
1.270 Euro Brutto!!

Es heißt nicht umsonst Augen auf bei der Berufswahl. Das wusste ich schon damals mit 15 Jahren und konterte das mit entsprechenden Schulabschlüssen, Weiterbildung und jeweils Wechsel der Arbeitgeber. Es war schon vor 50 Jahren bekannt, dass die zu erwerbenden Entgeltpunkte mit dem jeweiligen Brutto Jahresverdienst unmittelbar zusammen hängen. Wenn dann noch Unterbrechungen (Fehlzeiten) dazu kommen, wirkt sich das negativ auf die spätere Rente aus. Um irgendwelchen Missverständnissen vorzubeugen: Nein ich bin kein Beamter im Ruhestand, sondern ein ehemaliger ATZ‘ler der mit 63 + 4 in den Vorruhestand ging und deutlich mehr wie ein Tausender zu den genannten 1.270 Brutto hat. Kann mich nicht beschweren! „Learning by doing“ hat sich eben ausgezahlt. Man kann alles im Leben erreichen, wenn man es wirklich will!

von
Scobis

Vielen Dank für die Antworten.

Man hat mir das bei der Rentenberatung schon so mitgeteilt bzw. erklärt. Ich habe es allerdings nur ansatzweise verstanden, daher meine Nachfrage.
Trotz aller Erklärungen bin ich ausgesprochen verärgert darüber, dass die allgemein gehandelte Auskunft :" Und wenn Sie eher in Rente gehen, müssen Sie mit einem Abzug von 0,3 % pro Monat rechnen" ja, gelinde gesagt, missverständlich ist.
In meinem Fall ist es konkret so:

Ich möchte nach einer Lebensarbeitszeit von durchgehend 42 Jahren mit 63 Jahren und 3 Monaten (mit Ausnahme von 7 Wochen Arbeitslosigkeit immer Vollzeit in Beschäftigung) in Rente gehen. Es fehlen mir also 2 3/4 Jahre zum Regelalter von 66 Jahren.
Es werden mir nun ca 17%(!) Prozent meiner Bruttorente abgezogen, für eine Zeitspanne (2 3/4 Jahre), die nur ca 6,5%(!) meiner gesamten Lebensarbeitszeit entspricht.
Mein Verständnis von Korrektheit und ist ein anderes, wobei mir natürlich klar ist, dass meine Verärgerung nichts ändern wird.

Vielen Dank nochmals für die Antworten!
Beste Grüße!

von
Hans

Hallo,

dann einfach ALG 1 kassieren und fertig. Somit "überbrücken" Sie noch einmal 1,5 Jahre (eigentlich 2 Jahre, aber wer selbst kündigt bekommt einen Abzug von 1/2 Jahr "aufgebrummt"). Und das Gute: In den 1,5 Jahren zahlt das Arbeitsamt noch Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 80% des ehemaligen Lohnes.

von
John-Doe

Zitiert von: Scobis
Vielen Dank für die Antworten.

Man hat mir das bei der Rentenberatung schon so mitgeteilt bzw. erklärt. Ich habe es allerdings nur ansatzweise verstanden, daher meine Nachfrage.
Trotz aller Erklärungen bin ich ausgesprochen verärgert darüber, dass die allgemein gehandelte Auskunft :" Und wenn Sie eher in Rente gehen, müssen Sie mit einem Abzug von 0,3 % pro Monat rechnen" ja, gelinde gesagt, missverständlich ist.
In meinem Fall ist es konkret so:

Ich möchte nach einer Lebensarbeitszeit von durchgehend 42 Jahren mit 63 Jahren und 3 Monaten (mit Ausnahme von 7 Wochen Arbeitslosigkeit immer Vollzeit in Beschäftigung) in Rente gehen. Es fehlen mir also 2 3/4 Jahre zum Regelalter von 66 Jahren.
Es werden mir nun ca 17%(!) Prozent meiner Bruttorente abgezogen, für eine Zeitspanne (2 3/4 Jahre), die nur ca 6,5%(!) meiner gesamten Lebensarbeitszeit entspricht.
Mein Verständnis von Korrektheit und ist ein anderes, wobei mir natürlich klar ist, dass meine Verärgerung nichts ändern wird.

Vielen Dank nochmals für die Antworten!
Beste Grüße!

Lieber Scobis,

bei allem Verständnis für Ihre Entäuschung, gestatten Sie mir, es Ihnen mit Ihren eigenen Zahlen, näherungsweise zu veranschaulichen:

Sie schreiben, 6,5% weniger von Ihrer Lebensarbeitszeit.

Wenn Sie nun diese 6,5 von 17 abziehen, landen Sie bei 10,5.
10,5 gegenüber Ihrem genannten Abschlag von 9,9 ist leider der Vergleich, den Sie bemühen müssen.

Anders ausgedrückt:
Sie nehmen als Maßstab die Bruttorente die Sie erhalten würden, wenn Sie die 6,5 % Ihrer Lebensarbeitzeit noch voll arbeiten würden.
Wenn Sie Ihren Rentenanspruch berechnen, mit Arbeitszeit abzüglich 6,5 %, auf diese Renten wird der Abschlag berechnet und das wird dann sehr sicher 9,9 % entsprechen.

Tut mir leid.

Trotzdem alles Gute.

Viele Grüße

JD

von
Ich

Hallo.
Man kann doch den Abschlag nur von der erreichten Rentenanwartschaft abziehen und nicht von einer Hochrechnung.
Die erreichte Rente steht doch auch auf der Renteninformation.
Darum kann ich die Verärgerung nicht verstehen.

von
Siehe hier

Zitiert von: Scobis
Vielen Dank für die Antworten.

Man hat mir das bei der Rentenberatung schon so mitgeteilt bzw. erklärt. Ich habe es allerdings nur ansatzweise verstanden, daher meine Nachfrage.
Trotz aller Erklärungen bin ich ausgesprochen verärgert darüber, dass die allgemein gehandelte Auskunft :" Und wenn Sie eher in Rente gehen, müssen Sie mit einem Abzug von 0,3 % pro Monat rechnen" ja, gelinde gesagt, missverständlich ist.
In meinem Fall ist es konkret so:

Ich möchte nach einer Lebensarbeitszeit von durchgehend 42 Jahren mit 63 Jahren und 3 Monaten (mit Ausnahme von 7 Wochen Arbeitslosigkeit immer Vollzeit in Beschäftigung) in Rente gehen. Es fehlen mir also 2 3/4 Jahre zum Regelalter von 66 Jahren.
Es werden mir nun ca 17%(!) Prozent meiner Bruttorente abgezogen, für eine Zeitspanne (2 3/4 Jahre), die nur ca 6,5%(!) meiner gesamten Lebensarbeitszeit entspricht.
Mein Verständnis von Korrektheit und ist ein anderes, wobei mir natürlich klar ist, dass meine Verärgerung nichts ändern wird.

Vielen Dank nochmals für die Antworten!
Beste Grüße!

Hallo Scobis,
bereits seit Jahren steht aber in den Renteninformationen schon immer der gleiche Text.
Wenn heute Erwerbsminderungsrente dann Rentenanspruch xx
Wenn heute Altersrente dann Rentenanspruch xx
Wenn weiterhin bis Rentenalter Zahlungen wie in den letzten 5 Jahren dann (später) Rentenanspruch xx

Siehe auch dieses Muster mit Erklärungen:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Online-Dienste/Muster_Renteninformation_Markierungen.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Wenn Sie sich also ärgern wollen, dann nur darüber, dass Sie das offensichtlich nicht richtig gelesen haben....

Und es werden Ihnen nun also nicht ca. 17% Ihrer (hochgerechneten) Bruttorente abgezogen, da Sie ja nicht vorhaben, bis zur Regelaltersrente zu arbeiten. Entsprechend - aber das wurde hier schon mehrfach gesagt - fehlen also die hochgerechneten Jahre und Sie müssen also von dem im Muster mit 'Frage 3' gekennzeichneten Betrag ausgehen. Hierzu kommen dann allerdings noch die EP, die Sie bis zur vorgezogenen Altersrente erwirtschaften (ob mit Arbeit oder mit ALGI) und davon werden dann die 0,3 % pM abgezogen, die zwischen vorgezogener und Regelaltersrente liegen.

von
Marcel H.

Haben Sie denn die erforderlichen 540 Beitragsmonate für die Rente mit 63 noch nicht erfüllt? Denn dann hätten Sie gar keine Abzüge.

von
W°lfgang

Zitiert von: Marcel H.
Haben Sie denn die erforderlichen 540 Beitragsmonate für die Rente mit 63 noch nicht erfüllt? Denn dann hätten Sie gar keine Abzüge.

Kurz: noch so ein Ahnungsloser, der sich bisher allen Informationen zur Beratung über den individuelle Rentenbeginn /damit verbundene Voraussetzungen /Abschläge, widersetzt hat ...bzw. sich selbst verweigert hat, die letzte Rentenauskunft zu lesen/verstehen zu wollen, geschweige sich die Bedingungen mal kostenfrei erklären zu lassen ;-)

Gruß
w.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.2020, 11:01 Uhr]

von
Interessent

Zitiert von: Werner H.
Zitiert von: Thorsten W.
Meine Güte, was sind das für kleine Renten in Deutschland.
Erbärmlich bei den Kosten für Wohnen etc.
1.270 Euro Brutto!!

Es heißt nicht umsonst Augen auf bei der Berufswahl. Das wusste ich schon damals mit 15 Jahren und konterte das mit entsprechenden Schulabschlüssen, Weiterbildung und jeweils Wechsel der Arbeitgeber. Es war schon vor 50 Jahren bekannt, dass die zu erwerbenden Entgeltpunkte mit dem jeweiligen Brutto Jahresverdienst unmittelbar zusammen hängen. Wenn dann noch Unterbrechungen (Fehlzeiten) dazu kommen, wirkt sich das negativ auf die spätere Rente aus. Um irgendwelchen Missverständnissen vorzubeugen: Nein ich bin kein Beamter im Ruhestand, sondern ein ehemaliger ATZ‘ler der mit 63 + 4 in den Vorruhestand ging und deutlich mehr wie ein Tausender zu den genannten 1.270 Brutto hat. Kann mich nicht beschweren! „Learning by doing“ hat sich eben ausgezahlt. Man kann alles im Leben erreichen, wenn man es wirklich will!


Auch für eine Rente von ca. 1300 brutto muss man heutzutage schon entweder ziemlich gut verdient oder sehr lang gearbeitet haben. Regelungen wie Mindest-EP etc. laufen ja auch aus bzw. sind eher bei noch kleineren Renten der Fall.
Früher war aber das Rentenniveau weitaus höher, dies wurde willkürlich abgesenkt was ja auch langjährige Bestandsrentner betrifft. Außerdem musste früher die Pflegeversicherung nur hälftig bezahlt werden aus der Rente.

Was hatten Sie denn für einen Beruf oder für eine Position, dass sie über 2300 brutto aus gesetzlichen(?) Renten haben?

Und außerdem gibt es nur eine begrenzte Anzahl gut bezahlter Jobs. Da kann ja gar nicht jeder so einen bekommen.
Es gibt auch viele gering bezahlte Jobs, wo man mit 500€ Rente dasteht nach jahrzehntelanger Arbeit.

von
Interessent

Normalerweise müsste sich im Rentenbescheid auch etwas zu den bereits erworbenen, d.h. definitiv vorhandenen Rentenansprüchen stehen.

Sofern schon längere Zeit wegen Nichterwerbstätigkeit/Langzeitarbeitslosigkeit o.ä. keine regelmäßigen Beiträge mehr zuflossen, geschieht auch keine Hochrechnung.

von
Interessent

Zitiert von: Hans
Hallo,

dann einfach ALG 1 kassieren und fertig. Somit "überbrücken" Sie noch einmal 1,5 Jahre (eigentlich 2 Jahre, aber wer selbst kündigt bekommt einen Abzug von 1/2 Jahr "aufgebrummt"). Und das Gute: In den 1,5 Jahren zahlt das Arbeitsamt noch Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 80% des ehemaligen Lohnes.


Es werden drei Monate, nicht ein halbes Jahr gekürzt.

Davon abgesehen ist es allerdings ein guter Tipp.

Außer der Mann kann gesundheitlich nicht mehr, dann kann er auch versuchen, einen GdB zu bekommen und dann die Behindertenrente oder eine EM-Rente zu bekommen...

von
scobis

Zitiert von: Interessent
Zitiert von: Hans
Hallo,

dann einfach ALG 1 kassieren und fertig. Somit "überbrücken" Sie noch einmal 1,5 Jahre (eigentlich 2 Jahre, aber wer selbst kündigt bekommt einen Abzug von 1/2 Jahr "aufgebrummt"). Und das Gute: In den 1,5 Jahren zahlt das Arbeitsamt noch Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 80% des ehemaligen Lohnes.


Es werden drei Monate, nicht ein halbes Jahr gekürzt.

Davon abgesehen ist es allerdings ein guter Tipp.

Außer der Mann kann gesundheitlich nicht mehr, dann kann er auch versuchen, einen GdB zu bekommen und dann die Behindertenrente oder eine EM-Rente zu bekommen...

Für mich sind das alles Anleitungen den Staat zu beschei....
Ich möchte aber nur eine faire Rente mit etwas weniger Abschlag.

von
Hans

Hallo,

also ich denke, das 1/2 Jahr stimmt. Anfangs wird das ALG 1 für 12 Wochen (also 1/4 Jahr) gesperrt und gleichzeitig (was wieder schön im Gesetzestext versteckt bzw. verschwurbelt formuliert wird) die Anspruchsdauer um (weitere) 3 Monate verkürzt. Also insgesamt um 1/2 Jahr gekürzt.

von
Siehe hier

Zitiert von: scobis

Für mich sind das alles Anleitungen den Staat zu beschei....
Ich möchte aber nur eine faire Rente mit etwas weniger Abschlag.

Sofern Sie tatsächlich gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, bis zur Regelaltersrente zu arbeiten, waren die Hinweise der anderen User keine Anleitung zum... sondern das Aufzeigen von Möglichkeiten.

Unter anderem haben Sie eben die Möglichkeit, auch bereits vor der Regelaltersrente au dem vollen Erwerbsleben auszuscheiden. Sie dürfen dann aber bis zum Regelrentenalter auch hinzuverdienen. Aktuell sind es 6.300,00 EUR, die erlaubt sind, ohne die Rente zu mindern.

Eine 'faire' Rente.... ist natürlich immer Ansichtssache.
Aber vielleicht sollten Sie einfach Ihren Denkfehler über Bord werfen, dass eine vorgezogene Rente eben nicht auf dem Betrag basiert, der in der Renteninfo dargestellt wird, FALLS Sie bis zum Regelalter voll weiter arbeiten.
Sondern aus den Jahren bis zum Antritt der vorgezogenen Altersrente. Damit haben Sie 'weniger Abschlag', denn Ihre Berechnung mit ca. 17% auf den hochgerechneten Betrag kann nicht angewendet werden.
Vergleichen Sie dies mit der Frage an Ihren Arbeitgeber 'Ey Du, ich bekomme jetzt xxx EUR brutto. Ab Februar 2022 komme ich dann aber nicht mehr zur Arbeit. Ich verzichte auf eine Gehaltserhöhung, aber zahl mal schön weiter, bis ich das Regelrentenalter erreicht habe.' Wahrscheinlich wird er Sie dann von sich aus kündigen und Sie hätten zumindest keine Sperrzeit beim Arbeitsamt... ;-)
Aber die Beiträge zur Rentenversicherung, die monatlich von Ihrem Gehalt abgehen, sind so 'kalkuliert', als würden Sie bis 66+ arbeiten. Da Sie dies also nicht vorhaben, zahlen Sie auch keine Beiträge mehr ein. Bekommen dann aber bereits vorher schon Geld. Mit einem Abschlag auf den bis zum tatsächlichen Rentenantritt errechneten Betrag (NICHT auf die 1.570,00 EUR).
Lassen Sie sich ca. 6-8 Monate vor Rentenantrag eine Proberechnung von Ihrer zuständigen DRV ausstellen, dann erfahren Sie zeitnah die tatsächlichen Beträge.
Und informieren Sie sich auch über die Möglichkeit, die vorgezogene Altersrente als 'Flexirente', also als Teilrente zu beziehen, um dadurch bereits Rente zu erhalten, aber Ihre Arbeit, ggs. reduziert, noch etwas weiter auszuführen und diesen Gehaltsanteil also auch weiter zu verdienen. Der dann die spätere Regelaltersrente wieder erhöht.
Die entsprechenden Informationen erhalten Sie z.B. in dieser Broschüre:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexibel_in_den_ruhestand.html

von
Selten so gelacht

Zitiert von: Siehe hier
[quote=351204]wer 52 in Holland lebt bekommt etwa 1.200.-- Grundrente ohne je gearbeitet zu haben.
In Österreich, werden 15 x im Jahr die 800.-- Euro höhere Rente wie in Deutschland bezahlt.
Die DRV setzt sich für Ihre Verwaltung ein und nicht für die Rentner

Selten so gelacht ( bitter gelacht )

Und in welcher Form sollte nun dieser Beitrag dem Fragesteller helfen, der ja in Deutschland lebt und hier gearbeitet hat und seine Rente dann übrigens auch erhält, sofern er als Rentner auswandert.

Lesen Sie sich mal hierzu die genauen Bedingungen der von Ihnen aufgeführten Länder durch... Und dazu noch die Bedingungen all der Länder, die Sie vergessen haben aufzuführen, in denen es entweder gar keine oder eine wesentlich geringere 'Grundrente' gibt, ohne dass diese durch andere Sozialleistungen (Wohngeld, Grundsicherung) aufgestockt wird.

Aber behalten Sie dann Ihre Erkenntnisse doch besser für sich und teilen Sie Ihren 'Frust' lieber der Bundesregierung als der nur die Gesetze ausführenden DRV mit.

Ihre Beiträge widersprechen den Forenregeln und helfen vor allem dem Fragesteller nicht weiter.

Sie scherzen,

Geht er ins Ausland, erhält er nicht immer seine volle Rente, da gibt es Kürzungen u Fallstricke von der DRV mit Sozialabkommen ohne Ende. Bist hin zur Verweigerung des Krankenkassenzuschusses.
Dafür halten Rentner das Gebühren u Lohnsystm der DRV am laufen.
Denken Sie mal nach.