Höhe der Abzüge nicht nachvollziehbar

von
Siehe hier

Zitiert von: Ist das Ihr Ernst

Der Staat will doch beschi... werden.
Ich habe meine Rente doch schon versteuert, warum muss ich also von meiner Rente Steuern zahlen? oder warum muss ich von meiner Betriebsrente Krankenkasse und Pflegeversicherung zahlen, zahle ich doch schon von meiner DRV-Rente.
Und das sind nur 2 Beispiele.

Sofern Sie während Ihres Arbeitslebens eine Steuererklärung gemacht haben, wüssten Sie, dass die Beiträge zur Rentenversicherung Ihre steuerpflichtigen Einkünfte gemindert haben. Zu behaupten, Sie hätten Ihre Rente ja schon versteuert ist deshalb schlichtweg falsch.
Darüber hinaus hat sich Ihr Arbeitgeber (unversteuert bzw. gering versteuert) an den Beiträgen zur Rentenversicherung beteiligt.
Ob aber die aktuelle Rentenversteuerung tatsächlich so wie aktuell weiter angewendet werden kann, wird derzeit von den Gerichten überprüft und das Ergebnis bleibt abzuwarten.

Und da eine Betriebsrente während des Arbeitslebens ebenfalls meist un-/bzw. geringversteuert (und unversichert) vom Arbeitgeber drauf gepackt wurde bzw. durch Gehaltsumwandlung seinerzeit (teilweise) steuer- und versicherungsfrei war, ist nun auch diese (teilweise) KV/PV/steuerpflichtig. Wovon Sie letztendlich auch profitieren, denn dummerweise nehmen die Krankheiten im Alter ja eher zu als ab...

Der 'Staat' sind übrigens wir alle... oder haben Sie das in Ihren ersten Sozialkundestunden in der Schule seinerzeit leider gerade verpasst? Es steht Ihnen frei, jederzeit die entsprechenden 'Vertreter' (= 'Politiker') neu zu wählen. Oder den Lebensabend in einem anderen Land zu verbringen. Achten Sie dann aber darauf, dass dann der Einkommens-Grundfreibetrag (2020 = 9.408,00 EUR) der zu versteuernden Rente, die Ihnen auch in andere Länder ausbezahlt wird (auch wenn Sie dann HIER nichts mehr konsumieren) entfällt.

Ob das System hier oder in anderen Ländern besser oder schlechter ist, ist dennoch kein Thema für dieses Forum, sondern sollte an anderen Stellen diskutiert, durch Auswanderung hinter sich gelassen oder durch ankreuzen einer anderen Stelle im Wahlzettel 'korrigiert' werden.
Die DRV macht die Gesetze nicht, sie führt diese nur aus.

von
Siehe hier

Zitiert von: Selten so gelacht

Sie scherzen,

Geht er ins Ausland, erhält er nicht immer seine volle Rente, da gibt es Kürzungen u Fallstricke von der DRV mit Sozialabkommen ohne Ende. Bist hin zur Verweigerung des Krankenkassenzuschusses.
Dafür halten Rentner das Gebühren u Lohnsystm der DRV am laufen.
Denken Sie mal nach.

Habe ich.
Die DRV macht die Gesetze nicht. Und auch nicht die Sozialversicherungsabkommen.

Und irgendjemand ist eben für die "Anwendung der Gesetze, die Auszahlung, die Berechnungen etc." zuständig. Oder wollen Sie das machen?

Darüber hinaus zahlen auch die Mitarbeiter Beiträge in das Sozialversicherungssystem ein, von dem Sie Ihre Rente erhalten.

von
Marcel

War das jetzt die Antwort auf meine Frage? Ziemlich sinnfrei?!

Gute Besserung.

von
Siehe hier

Zitiert von: Selten so bitter gelacht

Es zahlen nicht alle Mitarbeiter Ihre Beiträge ein. Sie wissen das nicht. ?

Ach ja stimmt, wie dumm von mir, nicht die Mitarbeiter zahlen die Beiträge ein, die werden vor Auszahlung des Gehaltes abgezogen und vom Arbeitgeber an die KK (einziehende Stelle) überwiesen.

Und bevor Sie Ihre nächste Frage stellen: ich weiß auch, dass sogar einige der Mitarbeiter einen Beamtenstatus haben.

Aber da dies alles dem Fragesteller nicht wirklich weiter hilft, dürfen Sie jetzt alleine fürchterlich weiterlachen.

Einen schönen Abend!

von
W°lfgang

Zitiert von: Siehe hier
Und bevor Sie Ihre nächste Frage stellen: ich weiß auch, dass sogar einige der Mitarbeiter einen Beamtenstatus haben.

...und, von deren Steuern sogar Renten mitfinanziert werden, ohne damit selbst Rentenansprüche zu generieren. Im Detail interessiert das sowieso niemanden ;-)

@Hans: "also ich denke, das 1/2 Jahr stimmt. Anfangs wird das ALG 1 für 12 Wochen (also 1/4 Jahr) gesperrt und gleichzeitig (was wieder schön im Gesetzestext versteckt bzw. verschwurbelt formuliert wird) die Anspruchsdauer um (weitere) 3 Monate verkürzt. Also insgesamt um 1/2 Jahr gekürzt."

Nicht denken, sondern im SGB 3 selbst nachlesen (Sie scheinen sich da ja bereits umfänglich 'eingelesen' zu haben, so dass ich auf einen Quellenangabe verzichten kann ;-)) ...die max. Anspruchsdauer (ab Alter 58) beträgt 24 Monate, die 'Sperrfrist'/keine Leistung betrifft die ersten 12 Wochen. Ein Verkürzung um weitere 3 Monate hintenraus gibt es nicht!

Gruß
w.
PS: Rente in Österreich, gerade in Feierabendlaune gelesen:

https://www.t-online.de/finanzen/geld-vorsorge/id_88508612/renten-modell-in-oesterreich-paradies-fuer-rentner-so-funktioniert-es-.html

...ohne weiteren Kommentar - wer's versteht, kommt selbst drauf ;-)

von
Grün

Zitiert von: Hans
Hallo,

also ich denke, das 1/2 Jahr stimmt. Anfangs wird das ALG 1 für 12 Wochen (also 1/4 Jahr) gesperrt und gleichzeitig (was wieder schön im Gesetzestext versteckt bzw. verschwurbelt formuliert wird) die Anspruchsdauer um (weitere) 3 Monate verkürzt. Also insgesamt um 1/2 Jahr gekürzt.

@Hans,

in der FA zum §159 SGB III wichtige Gründe nachlesen, damit eventuell Sperr - und Ruhezeitvermeidung möglich.

von
Scobis

Guten Morgen.

es ist ja interessant, was in so einem Thread dann alles losgetreten wird:
Unter anderem dies:

Zitiert von: Interessent
Zitiert von: Hans
Hallo,

dann einfach ALG 1 kassieren und fertig. Somit "überbrücken" Sie noch einmal 1,5 Jahre (eigentlich 2 Jahre, aber wer selbst kündigt bekommt einen Abzug von 1/2 Jahr "aufgebrummt"). Und das Gute: In den 1,5 Jahren zahlt das Arbeitsamt noch Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 80% des ehemaligen Lohnes.

Es werden drei Monate, nicht ein halbes Jahr gekürzt.

Davon abgesehen ist es allerdings ein guter Tipp.
Außer der Mann kann gesundheitlich nicht mehr, dann kann er auch versuchen, einen GdB zu bekommen und dann die Behindertenrente oder eine EM-Rente zu bekommen...

Für mich sind das alles Anleitungen den Staat zu beschei....
Ich möchte aber nur eine faire Rente mit etwas weniger Abschlag.

Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass dieser Beitrag NICHT von mir verfasst wurde. Hier benutzt jemand meinen Alias, um irgendwelche Statements abzusondern. Das finde ich überflüssig und nicht nachvollziehbar. Der/-diejenige möge das unterlassen!

Einmal zurück zum Ursprung dessen, was ich am in meinem zweiten Beitrag geschrieben habe:

Ich habe mich nicht differenziert genug ausgedrückt. Tatsächlich bezweifle ich nicht, dass die Rentenversicherung meine zu erwartende Rente korrekt und fehlerfrei ausgerechnet hat. Auch den Modus der Berechnung habe ich mittlerweile verstanden.
Wenn ich schreibe: "Meine Vorstellung von Korrektheit ist eine andere", dann meine ich damit den, ich möchte sagen "moralisch/ethischen Aspekt" der Sache. Also: Welchen Einfluss hat die sich immer weiter zuspitzende Regelung der Rente auf die Rentenempfänger, ist das, was da passiert, gerecht? Und: Entsprechen diese Regelungen den (un)geschriebenen Regeln des Umgangs miteinander? Warum erhebt sich(meine Meinung!) der Gesetzgeber über diese Regeln?
Konkret: Ich finde es UNKORREKT, wenn ich nach 42 Jahren in Rente gehen möchte und dann für eine fehlende Restarbeitszeit von ca 6,5% bis zum Alter von 66 Jahren Abzüge von 17% zu meiner vollen Altersrente habe! Da passt etwas nicht zusammen und das kann man zwar formal begründen und erklären, in Ordnung ist es deswegen noch lange nicht. "Es gehört sich nicht" ist das, was ich empfinde.
Ich möchte hier niemandem auf die Nerven gehen, dies ist ein sachorientiertes Forum und das ist auch gut so. Aber bedenken Sie bitte, wie viele Menschen davon betroffen sind. Da lohnen sich m.E. ein paar kritische Gedanken über das deutsche Rentensystem.

Ich habe übrigens, nur zur Vervollständigung, Zeit meines Lebens leicht bis gut überdurchschnittlich verdient. Ja, und meine Ex- Gattin hat 103 Euro meiner Rente für sich. Wäre das nicht der Fall, bekäme ich also mit 66 Jahren nach 45 Jahren Vollzeitarbeit 1643,-Euro Bruttorente. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Beste Grüße, Scobis

von
John-Doe

Zitiert von: Scobis
Guten Morgen.

es ist ja interessant, was in so einem Thread dann alles losgetreten wird:
Unter anderem dies:

Zitiert von: Interessent
Zitiert von: Hans
Hallo,

dann einfach ALG 1 kassieren und fertig. Somit "überbrücken" Sie noch einmal 1,5 Jahre (eigentlich 2 Jahre, aber wer selbst kündigt bekommt einen Abzug von 1/2 Jahr "aufgebrummt"). Und das Gute: In den 1,5 Jahren zahlt das Arbeitsamt noch Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 80% des ehemaligen Lohnes.

Es werden drei Monate, nicht ein halbes Jahr gekürzt.

Davon abgesehen ist es allerdings ein guter Tipp.
Außer der Mann kann gesundheitlich nicht mehr, dann kann er auch versuchen, einen GdB zu bekommen und dann die Behindertenrente oder eine EM-Rente zu bekommen...

Für mich sind das alles Anleitungen den Staat zu beschei....
Ich möchte aber nur eine faire Rente mit etwas weniger Abschlag.

Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass dieser Beitrag NICHT von mir verfasst wurde. Hier benutzt jemand meinen Alias, um irgendwelche Statements abzusondern. Das finde ich überflüssig und nicht nachvollziehbar. Der/-diejenige möge das unterlassen!

Einmal zurück zum Ursprung dessen, was ich am in meinem zweiten Beitrag geschrieben habe:

Ich habe mich nicht differenziert genug ausgedrückt. Tatsächlich bezweifle ich nicht, dass die Rentenversicherung meine zu erwartende Rente korrekt und fehlerfrei ausgerechnet hat. Auch den Modus der Berechnung habe ich mittlerweile verstanden.
Wenn ich schreibe: "Meine Vorstellung von Korrektheit ist eine andere", dann meine ich damit den, ich möchte sagen "moralisch/ethischen Aspekt" der Sache. Also: Welchen Einfluss hat die sich immer weiter zuspitzende Regelung der Rente auf die Rentenempfänger, ist das, was da passiert, gerecht? Und: Entsprechen diese Regelungen den (un)geschriebenen Regeln des Umgangs miteinander? Warum erhebt sich(meine Meinung!) der Gesetzgeber über diese Regeln?
Konkret: Ich finde es UNKORREKT, wenn ich nach 42 Jahren in Rente gehen möchte und dann für eine fehlende Restarbeitszeit von ca 6,5% bis zum Alter von 66 Jahren Abzüge von 17% zu meiner vollen Altersrente habe! Da passt etwas nicht zusammen und das kann man zwar formal begründen und erklären, in Ordnung ist es deswegen noch lange nicht. "Es gehört sich nicht" ist das, was ich empfinde.
Ich möchte hier niemandem auf die Nerven gehen, dies ist ein sachorientiertes Forum und das ist auch gut so. Aber bedenken Sie bitte, wie viele Menschen davon betroffen sind. Da lohnen sich m.E. ein paar kritische Gedanken über das deutsche Rentensystem.

Ich habe übrigens, nur zur Vervollständigung, Zeit meines Lebens leicht bis gut überdurchschnittlich verdient. Ja, und meine Ex- Gattin hat 103 Euro meiner Rente für sich. Wäre das nicht der Fall, bekäme ich also mit 66 Jahren nach 45 Jahren Vollzeitarbeit 1643,-Euro Bruttorente. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Beste Grüße, Scobis

Guten Morgen Scobis,

bei allem Respekt, Sie haben die Berechnung nicht verstanden.

Sie wollen 6,5 % weniger arbeiten und damit auch weniger einzahlen, aber 100 % Auszahlung. Das ist nicht korrekt.

Sie haben keine 17 % Abschläge.

Viele Grüße

JD

Experten-Antwort

Wir haben hier einige politische Einträge gelöscht, erinnern freundlich daran, dass wir moralische Diskussionn hier nicht führen können, schließen diesen Thread und danken den meisten Diskutanten für wertvolle Beiträge.

Schönes Wochenende!

Ihr Admin