Ist das normal: zum gleichen Vorgang (V0410) nach 3 Monaten, weitere Fragen?

von
Roger B.

Hallo zusammen,

am 01.01.22 gehe ich in die normale Altersrente. Den Rentenantrag (Bund) habe ich auf Anraten des hiesigen Versicherungsamtes bereits diesen Monat gestellt und auch die von dort die schriftliche Bestätigung dafür bekommen.

Allerdings hatte ich auch bereits im Februar die ausführliche
Rentenauskunft angefordert und Antrag V0100 Kontoklärung und Anrechnungszeiten V0410 gestellt.

Nach einigem Hin und Her gab es Mitte Mai "nur noch" zu den Anrechnungszeititen 410 eine Frage zu meiner Berufsausbildung. Alles klar - beantwortet - ich dachte, die Rentenauskunft kommt ann bald.

Heute (3 Monate später!) kommt wieder ein Brief und ein Fragebogen, zum gleichen (!) Vorgang (Anrechnungszeiten V410). Dieses Mal geht es um die wöchentliche Dauer der Abendschule meines Abis.

Zum gleichen Vorgang? Nach 3 Monaten, wieder weitere Fragen?
Kommt dann in 3 Monaten nochmals eine Frage dazu?

Ich habe nichts gegen Wartezeiten. Ich weiß, da ist im Moment viel zu tun. Aber so langsam mache ich mir Sorgen, ob ich bis zum Jahresende überhaupt in Renten komme?

Kann ich irgend etwas tun?
Sollte ich irgendetwas tun?
Sehe ich zu schwarz?

Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit

Viele Grüße
Rofer B.

von
Ironie off

Ihre Angst ist berechtigt. Sie werden keine Rente bekommen, wenn Ihr Konto nicht geklärt ist. Sie sollten sich schon mal auf ein längeres Arbeitsleben einstellen. Die User wie @siehe hier und @W°lfgang sowie der Experte haben hellseherische Fähigkeiten und können Ihnen detailliert erläutern, aus welchen Gründen die Bearbeitung in Ihrem Fall so lange dauert.
Das haben Sie wirklich Pech gehabt

von
Schmidt

Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

von
W°lfgang

Zitiert von: Roger B.
Dieses Mal geht es um die wöchentliche Dauer der Abendschule meines Abis.
Zum gleichen Vorgang? Nach 3 Monaten, wieder weitere Fragen?

Hallo Roger B.,

ist durchaus normal (ist nicht ganz Inhalt des V0410), wenn der zeitliche Ausbildungsumfang einer NICHT tagsüber erfolgten Vollzeitausbildung/allein /mit/ohne parallele Beschäftigung (hey, Abendschule, was war aber tagsüber zeitlich gesehen die 'Haupttätigkeit/Zeitaufwand dafür') nachgefragt wird, um sie überhaupt als Anrechnungszeit aus rentenrechtlicher Sicht einordnen/anerkennen zu können.

Hätte eine wissende Antragaufnehmende Stelle (DRV/Versicherungsamt) bereits IM Antrag entsprechend ergänzt/kommentiert, um hierzu weitere Nachfragen aus der Hauptverwaltung DRV zu vermeiden ;-)

> Sollte ich irgendetwas tun?

Schlicht nur wahrheitsgemäß die Zeitfragen grob/gefühlt beantworten. Ein Nachweis ist nicht erforderlich - wird dann 'aus der Natur der Sache heraus/Lebenswirklichkeit abgeleitet, ob es stimmt/wahrscheinlich ist.

Gruß
w.
> Aber so langsam mache ich mir Sorgen, ob ich bis zum Jahresende überhaupt in Renten komme?
...hey, wir sind im August. Sorgen machen Sie sich erst, wenn am 01.01.2022 noch kein Rentenbescheid vorliegt!!!

von
Schade

Bis Ihre Januarente am 31.01. fällig ist dauert es noch 5 Monate! Also heute noch kein Grund zur Sorge.

PS:Die Rechenwerte für 2022 werden wohl erst im November eingepflegt (ist jedes Jahr so), vor November kann der Bescheid eh nivht kommen. Und wenn Sie noch arbeiten kann auch die gesonderte Meldung erst Ende Oktober kommen.

von
Roger B.

@Wolfgang

Herzlichen Dank! Das hilft :)
Mein Problem ist (war) ganz einfach, die jetzt nach 3 Monaten gestellten Fragen, hätte der Sachbearbeiter doch bereits nach der ersten Durchsicht meines Antrages sehen, erkennen, stellen müssen. Ist ja nix kompliziertes. Da fragt man (ich) sich halt, was noch alles kommen kann ... oder auch nicht ...

@andere
Hilft ebenfalls. Nimmt den Druck ;)
Man ist halt nur Mensch ...

Experten-Antwort

Hallo Roger B.,

die Rückfragen zu Ihrer Schulausbildung sind erforderlich, um über diese Zeiten entscheiden zu können. Natürlich hätte man die notwendigen Sachverhalte auch schon bei der Antragsaufnahme oder direkt beim Antragseingang abschließend klären können. Der zeitliche Rahmen bis zu Ihrem Rentenbeginn ist aber durchaus ausreichend, um zeitnah den Rentenbescheid zu erstellen. Wie Schade auch schon geschrieben hat, müssen die Rechenwerte für 2022 erst technisch verarbeitet werden. Somit kann Ihr Rentenbescheid erst im November erstellt werden.

von
Roger B.

Herzlichen Dank auch für die Experten-Antwort!

Dann warte ich mal noch ein wenig :)

Roger

von
Roger B.

Herzlichen Dank auch für die Experten-Antwort!

Dann warte ich mal noch ein wenig :)

Roger

Interessante Themen

Altersvorsorge 

Steuererklärung in Corona-Zeiten

Wie sich die Corona-Pandemie auf Ihre Steuererklärung auswirkt, worauf Sie achten müssen und wo Sie Steuern sparen können.

Altersvorsorge 

Was die Dax-Erweiterung für Sparer bedeutet

Von 30 auf 40: Deutschlands wichtigster Börsenindex wird erweitert. Für Anleger lohnt es sich, deshalb einmal genau auf den Dax zu schauen.

Gesundheit 

Berufsunfähig: tückische 50-Prozent-Klausel

Die 50-Prozent-Klausel erweist sich oft als Hürde, wenn es um die Anerkennung einer Berufsunfähigkeit geht. Was es mit der Klausel auf sich hat.

Rente 

Erwerbsminderungsrente rechtzeitig verlängern

Eine Erwerbsminderungsrente wird meist nur befristet gewährt. Das Ende des Bewilligungszeitraums sollten Sie immer im Blick haben und rechtzeitig...

Rente 

Per Versorgungsausgleich zur Frührente

Eine Scheidung bringt manchen Versicherten einen vorzeitigen Rentenanspruch. Wie sich der Versorgungsausgleich auswirkt.