Ist man während der " beruflichen" Reha weiterhin AU bzw. kann man weiterhin Au sein?

von
Otto

Hallo,

sollte man, wenn man eine LTA-Maßnahme der RV antritt, weiterhin arbeitsunfähig krankgeschrieben sein?

Gruß Otto

von
KSC

Macht es denn Sinn dass jemand Dachdecker zu lernen beginnt wenn er für 6 Monate arbeitsunfähig ist, weil er gerade beide Beine gebrochen hat?

Man kann natürlich auch eine Grippe haben und 10 Tage krank - was soll also diese Frage?

von
Otto

Das ist bei mir der Fall. Ich bin jetzt schon über einen geraumen Zeitraum krankgeschrieben, also auch AU.

so wie ich das in einem anderen Beitrag hier schon einmal gelesen habe, war das auch ein fast ähnlicher Fall.

Ich war nun schon zum BfW und habe dort eine Gezielte Arbeitserprobung durchgeführt, mit dem Ergebnis das ich meinen ausgewählte Weiterbildung machen kann über die RV im Rahmen der LTA.
Nun war ich beim Reha-Fachberater und der sagte zu mir, das ich erst wieder Gesundgeschrieben sein muß, um diese Weiterbildung zu absolvieren. Auch das es keine Fernlehrgänge und Wochenendlehrgänge genehmigt werden. Nur Vollzeitlehrgänge in einer freien Bildungsstätte. Weil dieser Lehrgang in keinem BfW ausgebildet bzw. gelehrt wird.

Nun hatte ich aber hier irgendwo in einem Beitrag gelesen, das eine/ein Expertin/en eine Experten-Antwort gegeben hat dazu.
Zitat: " Voraussetzung für eine erfolgreiche LTA ist natürlich, dass Sie auch in der Lage sind, überhaupt teilzunehmen, also schulungsfähig sind. Wenn Sie Zweifel haben, ob - zum jetzigen Zeitpunkt - diese Schulungsfähigkeit vorliegt, sollten Sie dieses umgehend, noch vor Antritt der LTA, mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. "

Das habe ich alles schriftlich von meinen Ärzten, ob Ärzte der Uniklinik und auch von meiner Hausärztin.
Leider wollte der Reha-Fachberater nichts davon wissen. Er blieb bei seinem Standpunkt, das ich erst keine Krankschreibung mehr habe und nicht mehr AU bin.

Irgendwas ist hier komisch.

Gruß Otto

von
Otto

Ergänzung noch dazu.

Bin jetzt genau 20 Monate Krankgeschrieben und werde es noch eine Weile sein.
Habe von den Ärzten die Erlaubnis, das ich jetzt schon ein Lehrgänge Teilnehmen kann, und das diese aus medizinischer Sicht keine Bedenken sehen. Bliß der Fachberater sieht das etwas anders. Auch in dem Abschlußbericht vom BfW in das selbe Beinhaltet, das ich diese Weiterbildung machen kann und das ich dieses auch im Fernlehrgang absolvieren kann. So wurde das Empfohlen.
Ich denke, der Abschlußbericht des BfW ist Maßgebend, oder?

Gruß Otto

von
bahnhof

Zitiert von: Otto
Ich denke, der Abschlußbericht des BfW ist Maßgebend, oder?

Gruß Otto

Und genau das sieht die RV anders. Es gibt Spielregeln/Eckdaten und wenn die nicht erfüllt sind, dann gibt es keine Reha.

Hier lautet die Spielregel: Arbeitsfähig zu sein.

Da ist doch kein Spielraum für Interpretation, auch wenn man im Einzelfall Argumente für eine andere Lösung hat. Das ist die Vorgabe und da ist dann auch schon Ende.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Otto,

nach § 33 Absatz 4 des Neunten Buches Soziagesetzbuch werden bei der Auswahl der passenden Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben Eignung, Neigung, bisherige Tätigkeit sowie Lage und Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt angemessen berücksichtigt. Damit ist die Durchführung von Bildungsmaßnahmen nur möglich, wenn der Gesundheitszustand dies zulässt. Des wird auch die Art der auszuwählenden Maßnahme nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung der genannten Kriterien vom zuständigen Rehabilitationsträger bestimmt. Fernunterrichtsmaßnahmen können dabei als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht kommen, wenn sie vom Bundesinstitut für Berufsbildung oder von der Zentralstelle für Fernunterricht der Länder anerkannt sind und nur so der Rehabilitationserfolg gesichert werden kann. Sie müssen eine erfolgreiche berufliche Bildung erwarten lassen und eine Maßnahme der beruflichen Anpassung, Weiterbildung (Fortbildung beziehungsweise Umschulung), Ausbildung vorbereiten und begleiten. Grundsätzlich übernehmen Fernunterrichtsmaßnahmen überwiegend berufsvorbereitende Funktionen und gehen einer Grund-Bildungsmaßnahme voraus. Fernunterricht kann auch als eigenständige Leistung - also ohne begleitenden Nahunterricht - gefördert werden, wenn der Antragsteller wegen Art und Schwere seiner Behinderung nicht an der beruflichen Grund-Bildungsmaßnahme teilnehmen kann. Der Fernunterricht tritt dann an deren Stelle.

Wir empfehlen Ihnen, sich nochmals an Ihren zuständigen Rehafachberater zu wenden. Gegebenenfalls kann durch einen entsprechenden Ablehnungsbescheid der Rechtsweg beschritten werden.

von
???

Auf gut Deutsch: Einen Fernlehrgang bekommen Sie nur, wenn es anders nicht geht. Solange es Alternativen gibt (Präsenzlehrgänge) werden Sie die wohl machen müssen

von
Otto

Gut bei diesem Lehrgang kann man wohl zwei Richtungen gehen. 1. ein Vollzeitlehrgang, 2. ein Fernlehrgang.

Bei diesem Weiterbildungslehrgang gibt es drei Teilgebiete:
Teil 1 , dann Teil 2 und Teil 3 = Hauptlehrgang.
Der Teil 1 kann in einem Fernlehrgang absolviert werden, dieser gilt auch Gleichzeitig als Einstiegsteil mit Zwischenprüfung.
Der Teil 2 ist der praktische Teil und Teil 3 ist der Hauptlehrgang.

Um Überhaupt in den teil 3 zu kommen muß man den Teil 1 mit Zwischenprüfung bestehen. In allen Teilgebieten gibt es im Vollzeitlehrgang genaue Zeitrahmen, wo man diese einzelnen Teilgebiete absolvieren muß.
Nun für mich wäre der Teil 1 als Fernlehrgang sehr günstig, weil ich dann mehr Zeit hätte und könnte den auf für die Zeit der Operation und Krankenhausaufenthalt unterbrechen. Was ich im Vollzeitlehrgang nicht kann.
Und ich kann im Teil 1 des Fernlehrganges, mit Absprache der Bildungseinrichtung, selber den Zwischenprüfungstermin wählen.
Teil 2 und Teil 3 würde ich dann in Vollzeit absolvieren.

Darum ging es mir nur. Aber der Fachberater spielte da nicht mit. Lies mir auch keine Gelegenheit dieses mal richtig zu erklären, wie der Ablauf des Lehrganges ist. Gut ich bin immer noch AU, aber ich könnte das jetzt schon machen, fühle mich dazu in der Lage und die Ärzte haben nicht dagegen, wurde auch von denen Bescheinigt. Das ich jetzt schon das machen kann, wenigstens den Teil 1. Der Hauptteil, sprich Teil 3 würde wieso erst nächstes Jahr laufen. Dann bin ich nicht mehr AU.

Nach Abschluß des Lehrganges bekomme ich ein Internationales anerkanntes Zertifikat zum Schweißtechniker. Das wird von der Gesellschaft für Schweißtechnik International Weltweit anerkannt.

Wie kann ich nun den Reha-Fachberater nochmals überzeugen.

Gruß Otto

von
Otto

Fernunterrichtsmaßnahmen können dabei als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht kommen, wenn sie vom Bundesinstitut für Berufsbildung oder von der Zentralstelle für Fernunterricht der Länder anerkannt sind und nur so der Rehabilitationserfolg gesichert werden kann.

Und dieser Fernunterricht ist ein anerkannter Lehrgänge.
Siehe Die von der GSI angebotenen Lehrgänge werden von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZfU), vom Personalzertifizierer DVS-PersZert und vom International Authorisation Board (IAB) des IIW (International Institute of Welding) zugelassen.

Und warum kann man da nicht jetzt schon von zu Hause aus das lernen, wenigsten den Teil 1

Gruß Otto