IWR Maßnahme beim BFW nach Burnout

von
Fliegenfischer

Hat jemand Erfahrungen mit Burnout und anschließender IWR Maßnahme beim BFW? Wie wurde auf Euch eingegangen? Wie verhält es sich mit der Wahrnehmung von Therapiestunden während der Praktikumsphase? Ich hatte eine Diskussion mit einer Mitarbeiterin vom BFW, die mich sehr nachdenklich stimmt, ob ich in diesem Verein wirklich gut aufgehoben bin. Ich habe gerade das Gefühl, meine Ansprechpartner vom BFW kennen die Diagnose Burnout nicht. Ich fühle mich alles andere als für voll genommen, genau genommen sogar diskriminiert. Mich würde interessieren, ob es da ähnliche Erfahrungen gibt.

von
Fliegenfischer

um es etwas genauer zu beschreiben. Nach meiner medizinischen Reha stellte ich einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben und erhielt dann den Bewilligungsbescheid über eine IWR Maßnahme beim BFW. Bereits aus meinem Antrag geht hervor, dass ich weiterhin eine Verhaltenstherapie machen soll. Leider ist es gar nicht so einfach, am letzten Zipfel Deutschlands einen freien Therapieplatz zu finden und so habe ich nun zwar endlich einen Therapeuten, dieser hat jedoch nur tagsüber Zeiten, so dass ich diese Therapie nicht in meiner Freizeit wahrnehmen kann. Die Mitarbeiterin vom BFW scheint die Problematik wohl nicht zu kennen, ebensowenig scheint ihr bekannt zu sein, wie wichtig die Verhaltenstherapie für meine Wiedereingliederung ins Berufsleben ist. Ihrer Meinung nach hätte ich ja zuerst die Langzeittherapie machen können und danach die IWR Maßnahme (!!!???!!!). Soll ich für 60 Sitzungen à 45 Minuten 60 Wochen zu Hause sitzen und die übige Zeit Däumchen drehen?? Einem Schmerzpatienten rät man ja auch nicht, all seine Tabletten auf einmal zu schlucken und dann erst weiter zu arbeiten, und welcher Gehbehinderte parkt seinen Rollstuhl in der Tiefgarage und hüpft dann fröhlich die Treppen in den dritten Stock hinauf zu seinem Arbeitsplatz? Fakt ist ebenso, dass das anschließende Praktikum in einer 40 Stunden Woche stattfinden muss und ich die Therapie nach Möglichkeit in die Freizeit legen soll. Was aber kann ich tun, wenn dann kein Therapeut mehr verfügbar für mich ist. Ich kenne leider keinen, der für mich einmal in der Woche einen Abendtermin freihält, ganz im Gegenteil, ich kann froh sein, nach vier Monaten Wartezeit überhaupt einen Therapieplatz gefunden zu haben. Ich versuche wirklich, alle Termine in die Freizeit zu legen, aber hier kann ich nicht viel beeinflussen und bin schon dankbar für einen Nachmittagstermin. Es gibt Gründe, weshalb diese Maßnahme für mich bewilligt wurde. Nach der Ansage von der BFW Mitarbeiterin bleibt mir jedoch nun wirklich die Spucke weg.

von
Fliegenfischer

um es etwas genauer zu beschreiben. Nach meiner medizinischen Reha stellte ich einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben und erhielt dann den Bewilligungsbescheid über eine IWR Maßnahme beim BFW. Bereits aus meinem Antrag geht hervor, dass ich weiterhin eine Verhaltenstherapie machen soll. Leider ist es gar nicht so einfach, am letzten Zipfel Deutschlands einen freien Therapieplatz zu finden und so habe ich nun zwar endlich einen Therapeuten, dieser hat jedoch nur tagsüber Zeiten, so dass ich diese Therapie nicht in meiner Freizeit wahrnehmen kann. Die Mitarbeiterin vom BFW scheint die Problematik wohl nicht zu kennen, ebensowenig scheint ihr bekannt zu sein, wie wichtig die Verhaltenstherapie für meine Wiedereingliederung ins Berufsleben ist. Ihrer Meinung nach hätte ich ja zuerst die Langzeittherapie machen können und danach die IWR Maßnahme (!!!???!!!). Soll ich für 60 Sitzungen à 45 Minuten 60 Wochen zu Hause sitzen und die übige Zeit Däumchen drehen?? Einem Schmerzpatienten rät man ja auch nicht, all seine Tabletten auf einmal zu schlucken und dann erst weiter zu arbeiten, und welcher Gehbehinderte parkt seinen Rollstuhl in der Tiefgarage und hüpft dann fröhlich die Treppen in den dritten Stock hinauf zu seinem Arbeitsplatz? Fakt ist ebenso, dass das anschließende Praktikum in einer 40 Stunden Woche stattfinden muss und ich die Therapie nach Möglichkeit in die Freizeit legen soll. Was aber kann ich tun, wenn dann kein Therapeut mehr verfügbar für mich ist. Ich kenne leider keinen, der für mich einmal in der Woche einen Abendtermin freihält, ganz im Gegenteil, ich kann froh sein, nach vier Monaten Wartezeit überhaupt einen Therapieplatz gefunden zu haben. Ich versuche wirklich, alle Termine in die Freizeit zu legen, aber hier kann ich nicht viel beeinflussen und bin schon dankbar für einen Nachmittagstermin. Es gibt Gründe, weshalb diese Maßnahme für mich bewilligt wurde. Nach der Ansage von der BFW Mitarbeiterin bleibt mir jedoch nun wirklich die Spucke weg.

von
Therapeut

Wer soll denn in einem Forum auf Ihre persönliche Situation eingehen können?
Wenden Sie sich an die Leute, die Sie kennen und auch zuständig sind, wie z.B. Ihr Rehafachberater.
Es gibt eben Dinge, die können nicht in einem Forum behandelt und beantwortet werden.

Experten-Antwort

Hallo,

um Ihr konkretes persönliches Problem zu lösen wenden Sie sich bitte an Ihren Rehafachberater.

von
???

Ziel der IWR ist, dass Sie am Ende einen Arbeitsplatz haben. Dazu sollen Sie Praktika machen, in der Hoffnung vom Praktikumsgeber übernommen zu werden. Wenn Sie jetzt regelmäßig im Praktikum wegen Ihrer Therapiestunden fehlen, hängt es natürlich viel von der konkreten Fehlzeit ab, ob überhaupt ein Arbeitgeber Sie einstellen würde.
Wenn Sie z.B. 2x die Woche 3 Stunden deswegen nicht im Praktikum sind, macht die Aussage Ihres Kursleiters für mich durchaus Sinn. Sollten Sie dagegen nur einmal im Monat für 2 Stunden ausfallen, dürften die wenigsten Arbeitgeber ein Problem damit haben, vor allem, wenn Sie vielleicht bereit wären, die Zeit vor- oder nachzuarbeiten.
Worüber Sie also nachdenken sollten, ist, ob Sie es für realistisch halten, trotz der anfallenden Fehlzeiten einen einstellungswilligen Arbeitgeber zu finden. Falls nein, dann sollten Sie die IWR wirlkich lieber erst mal sein lassen.