Jahresarbeitszeitkonto

von
Marisa

Guten Morgen,

ich beziehe volle EM Rente bis zur Altersrente. Jetzt hat mit mein früherer Arbeitgeber angeboten, noch etwas zu arbeiten.

Da es sich aber eher um saisonal notwendige Einsätze handelt, ist die Frage, wie man das am besten handelt.

01. Generell nur bei Bedarf, was ich so nicht für ideal empfinde, da ich mich da dann auf nichts verlassen kann

02. über ein Jahresarbeitszeitkonto, damit bekäme ich monatlich regelmässig ein kleines Gehalt, mit der Massgabe, das dann im Laufe des Jahres auszugleichen.

Man hat mir schon ausgerechnet, wieviele Stunden ich monatlich arbeiten dürfte, um die Grenze von 6300 Euro im Jahr einzuhalten. Das sind gerade mal knapp 4 Stunden in der Woche. Lohnt sich so natürlich nicht.

Aber es wäre sinnvoll, dies mit einem Jahreszeitkonto auszugleichen, zumal es sich ja um saisonale Tätigkeiten handelt. Natürlich, habe ich schon so meinem Chef gegenüber kommuniziert, wird es auch in Zeiten meines Einsatzes, nicht über die zeitliche Grenze von unter 15 Wochenstunden hinausgehen.

Ich werde selbsstverständlich auch bei der DRV das mitteilen bzw genehmigen lassen, aber vielleicht gibt es dazu gültige Vorgaben, die ich lediglich nicht gefunden habe auf die Schnelle.

von
Valzuun

Sie müssen den Hinzuverdienst beachten, dass haben sich insofern zutreffend beschrieben.

Was die Arbeitszeit müssen „andersherum“ denken:

Sie bekommen die volle EM (unbefristet) weil Sie nicht in der Lage sind 3 Stunden am Tag regelmäßig zu arbeiten. So lange diese medizinische Einschätzung aufrecht erhalten bleibt änder sich auch nichts an der Rente.

Die DRV hat aber das Recht dies in medizinischer Hinsicht zu überprüfen.
Es gibt also keinen Automatismus dass die Rente bei einer bestimmten Arbeitszeit (egal wie diese verteilt wird) entzogen wird.
Natürlich keine die Aufnahme einer Beschäftigung eine solche Prüfung auslösen. Und natürlich werden die Ärzte umso genauer hinschauen, je mehr Sie arbeiten.
Letztendlich kommt es dann nicht darauf an, was Sie tatsächlich tun sondern was Sie tun könnten ohne sich zu selbst zu schaden. Das kann mehr (in seltenen Fällen aber auch weniger) sein als tatsächlich tun.

Fazit: Eine konkrete Grenze oder (unter Rentengesichtspunkten) optimale Verteilung der Arbeitszeit gibt es nicht.

von
Marisa

Ja, danke, das ist mir alles bekannt. Es geht ja wirklich nur um saisonale Sachen, also alles andere als regelmässig. Werde versuchen, die DRV zu erreichen.

Experten-Antwort

Guten Tag Marisa,

während des Bezuges einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ist ein Hinzuverdienst möglich. Die Erwerbstätigkeit, aus der Hinzuverdienst erzielt wird, darf jedoch dem Rentenanspruch dem Grunde nach nicht entgegenstehen. Daher kann Ihr Rentenversicherungsträger prüfen, ob unter Berücksichtigung dieser Beschäftigung weiterhin volle Erwerbsminderung vorliegt. Solange die ausgeübte Beschäftigung die vorliegende volle Erwerbsminderung nicht beseitigt, besteht Ihr Rentenanspruch zumindest dem Grunde nach.
Die Prüfung des Hinzuverdienstes erfolgt bezogen auf das Kalenderjahr. Das heißt, der kalenderjährliche Hinzuverdienst wird der kalenderjährlichen Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro gegenübergestellt. Wird diese Hinzuverdienstgrenze nicht überschritten, kann die Rente in weiterhin in voller Höhe gezahlt werden. In welcher Form das Arbeitsentgelt ausgezahlt wird, ist damit unerheblich.
Zur Klärung Ihres individuellen Sachverhaltes sollten Sie mit Ihrem Rentenversicherungsträger Kontakt aufnehmen.