keine Eingangsbestätigung - keine Reaktion

von
Fragender

Hallo,

ich habe vor paar Monaten im Online-Portal einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Eine postalische Eingangsbestätigung habe ich nicht erhalten. Vor über einem Monat habe ich im Online-Portal mal nach dem Bearbeitungsstand gefragt - keine Reaktion, weder im Portal noch im realen Briefkasten.
In meiner Online-Renteninformation lese ich nur seltsame Dinge wie: "Aktivitäten aufgrund des Erfassungsverfahrens
Eingangsbestätigung nicht versandt (entsprechend GPB 011.20.30.00, Abschnitt 2.3).
Es ist ein offener Geschäftsvorfall vorhanden"

Kann mir das bitte jemand erklären?

von
Schade

Wenn ein Geschäftsvorfall offen ist, wird das wohl der Rentenantrag sein, der gerade bearbeitet wird.

Was soll jemand von außen sonst dazu sagen?

Müssen Sie notfalls direkt beim Versicherungsträger erfragen (wenn es online nicht geht, halt auf klassische Art, z.B. Telefonat)

Experten-Antwort

Hallo, Fragender,

wie „Schade“ bereits mitteilte, wäre es eine Möglichkeit mit der Sachbearbeitung telefonisch in Kontakt zu treten. Die Durchwahl erhalten Sie von der Zentrale. Ferner könnten Sie über die Service-Telefonnummer 0800 1000 4800 die Fragen zum Sachstand ebenfalls beantwortet bekommen.
Dass ein „offener Geschäftsvorfall“ vorhanden ist könnte darauf hinweisen, dass der gestellte Antrag vorliegt, aber noch keine Entscheidung getroffen wurde.
Dass Sie keine Eingangsbestätigung erhalten haben ist natürlich unbefriedigend.

von
Werner67

Das würde ich jetzt mal folgendermaßen übersetzen:
1. "Aktivitäten aufgrund des Erfassungsverfahrens" - Antrag ist eingegangen und wurde erfasst
2. "Eingangsbestätigung nicht versandt (entsprechend GPB 011.20.30.00, Abschnitt 2.3" - bei elektronisch übermittelten Anträgen wird grundsätzlich keine postalische Antragsbestätigung versandt (das Programm hat Ihnen ja schon angezeigt, dass der Antrag erfolgreich übermittelt wurde)
3. "Es ist ein offener Geschäftsvorfall vorhanden" - Ihr Antrag ist in Bearbeitung. Ein Bescheid wurde noch nicht erteilt.

von
Steven

Der Hinweis, Sachverhalte, insbesondere fehlende Eingangsbestätigungen im online Portal oder nicht stattfindende Bearbeitungen von online gestellten Anträgen telefonisch zu klären, läuft ins Leere, weil die telefonische Erreichbarkeit gegen Null geht. Manchmal denke ich, die DRV gibt es gar nicht mehr und ich habe das nur nicht mitbekommen.

von
Kaktus

Ich habe für meine Frau vor etlichen Wochen einen Antrag (Anerkennug der Erziehungszeit) gestellt. Seitdem sehe ich im Onlie Portal beim Aufruf eines Dokuments (z.B. Rentenauskunft) ebenfalls den genannten Hinweis. Daraus folgerte ich bereits, dass der Antrag eingegangen ist. Man könnte das aber auch mal etwas benutzerfreundlicher formulieren. Zudem frage ich mich warum man deshalb keine Rentenauskunft mehr abrufen kann. Zumindest mit den alten Daten wäre das doch nett. Es wäre auch schön zu erfahren, wann mit der Bearbeitung gerechnet werden kann, damit man nicht ständig nachschaut, nur um immer wieder die selbe Info zu lesen.

von
Schade

Welchen Sinn würde denn eine Rentenauskunft machen solange über den Antrag auf Erziehungszeit noch nicht entschieden wurde?

Da wäre die Rentenhöhe doch auf jeden Fall nicht zutreffend, oder?

Wenn die DRV in so einem Fall eine "falsche Auskunft rausjagen/anzeigen würde" wäre es wohl auch nicht recht? Da würde sich auch wieder ein Neunmalkluger beschweren.

Ich muss doch nicht täglich mein Rentenkonto anschauen. So gesehen ein "Luxusproblemchen", meine ich.

von
Siehe hier

Zitiert von: Kaktus
...damit man nicht ständig nachschaut, nur um immer wieder die selbe Info zu lesen.

da gibt's doch bestimmt nen Haken, den man nur anklicken muss, damit eine automatische Benachrichtigung im 'Hausmailpostfach' erscheint:
'Sie haben Post'

von
Kaktus

Ich finde es einfach unschön, dass ich die vorhandenen Daten nicht einsehen kann solange ein Antrag bearbeitet wird. Wenn das einen Tag dauern würde, wäre das ja noch irgendwie "logisch", aber dass man jetzt über Monate seine "Werte" nicht einsehen kann finde ich schon unschön. Ich habe mir die letzte Rentenauskunft als PDF lokal gespeichert, aber wenn ich das nicht getan hätte, könnte ich sie jetzt halt auch über Monate nicht einsehen. Finde ich schon blöd irgendwie.

von
?

Sach-Mitarbeiter sind alle im HomeOffice und dort nicht erreichbar.
Es gibt auch keine Anrufweiterschaltung, da die Sach-Mitarbeiter auch nicht zurückrufen würden, denn dann sind ja auch ihre pers. Telefonnummern sichtbar! Rufnummern-Unterdrückung ist natürlich nicht bekannt, zumal die DVR nicht in der Lage ist ...

von
Schade

Was bringt Ihnen das wenn Sie die letzte Rentenauskunft vom xx.xx.xxxx täglich anschauen können?

Davon wird es auch nicht mehr.

Unterm Jahr ändert sich da doch normalerweise nichts und erst wenn über die Kinder entschieden ist, ändert sich der Betrag.

Wie gesagt eigentlich kein Problem, frage mich immer wieder wie man früher ohne dieses ständige "online sein" überhaupt überleben konnte. Ende der Ironie!

von
Kaktus

Zitiert von: Schade
Was bringt Ihnen das wenn Sie die letzte Rentenauskunft vom xx.xx.xxxx täglich anschauen können?

Davon wird es auch nicht mehr.

Unterm Jahr ändert sich da doch normalerweise nichts und erst wenn über die Kinder entschieden ist, ändert sich der Betrag.

Wie gesagt eigentlich kein Problem, frage mich immer wieder wie man früher ohne dieses ständige "online sein" überhaupt überleben konnte. Ende der Ironie!

Unterm Jahr ändert sich i.d.R. natürlich nichts, aber wie gesagt... wenn man sich das Dokument nicht lokal abgespeichert hat, kommt man halt über Monate nicht erneut an die Info heran. Kann mir doch keiner sagen, dass das gut ist. Es geht doch also gar nicht um *täglich*!

Im übrigen... wenn ich einen Antrag zum Ende des Jahres stelle und dann vom Arbeitgeber doe Meldungen an die DRV gehen, kann man die neue Info ja dann auch nicht einsehen.

von
W°lfgang

Hallo Fragender,

eine Bearbeitungsdauer von 3-6/auch 12 Monaten wäre normal, daher einfach abwarten. Eine (zusätzliche) Eingangsbestätigung ändert nichts am zeitlichen Bearbeitungsablauf.

@Experte: "Dass Sie keine Eingangsbestätigung erhalten haben ist natürlich unbefriedigend."

Das wäre aber für die 'Seele' des Antragstellers auch nicht gerade beruhigend, wenn das bereits unmittelbar nach Antragstellung schon vor Monaten erfolgt wäre (erfolgt die etwa nicht/keine Sendebestätigung zum Antrag zum eigenen Ausdruck/Ablage?).

Insofern/gleichwohl geben die oben genannten eHinweise doch vollumfänglich Aufschluss darüber, dass der Antrag sich im Bearbeitungsstadium befindet, also ANGEKOMMEN/eingegangen ist ...was will man da noch mehr??

Wer das digital/das eKonto nutzt, weiß das doch zu deuten, dass da nicht extra noch der berittene DRV-Bote eine Notiz in den Briefkasten wirft ...doppelte Absicherung mit dreifachem Durchschreibesatz an die nächsten Verwandten/Haupt-Erben + und bitte noch eine für die eigene Papierakte ;-))

Gruß
w.

von
W°lfgang

Zitiert von: Kaktus
Im übrigen... wenn ich einen Antrag zum Ende des Jahres stelle und dann vom Arbeitgeber doe Meldungen an die DRV gehen, kann man die neue Info ja dann auch nicht einsehen.

Hallo Kaktus,

...eine Info mit unveränderten/ggf. veralteten/unvollständigen Bestandsdaten = ok.

Wenn ich neue Sachverhalte/Zeiten ins Rentenkonto einbauen lasse /Antragsverfahren dazu eingeleitet (Feststellungsbescheid nach rechtlicher Prüfung dazu erforderlich), muss ich nicht ständig der Sachbearbeitung über die Schulter schauen wollen - wenn fertig, dann fertig, und dann richtig/vollständig/aktuell. Was ist ein Versicherungskonto von gestern/unvollständig wert? - nüscht! ;-) wenn Sie aufgrund neuer Datenlage die künftigen Rentenansprüche checken wollen, sowohl im Hinblick auf die/alle Rentenansprüche allgemein, wie letztendlich auch auf die Rentenhöhen und Prognose-Ableitungen im Detail dazu.

Gruß
w.

von
Kaktus

Zitiert von: W°lfgang
Was ist ein Versicherungskonto von gestern/unvollständig wert? - nüscht! ;-)

Das sehe ich nicht so. Man könnte zum Beispiel nachschauen wollen wie viele Monate Wartezeit einem noch fehlen, oder prüfen wollen, ob die Ausbildungszeit auch als solche eingetragen ist oder sonst was... Da fallen mir viele Gründe ein, wenn man sich nun mal gerade mit dem Thema beschäftigt. Zumal man eine RentenAUSKUNFT ja auch erst ab einem bestimmten Alter per Post bekommt. Ich KANN also nicht einmal an meinen Aktenschrank gehen und die letzte postalischen Benachrichtigung anschauen. An einige Infos kommt man dann halt leider über Monate nicht heran, bloß weil man einen Antrag gestellt hat. Ich finde es wirklich verwunderlich, dass das hier so als "Edge Case" oder "Luxusploblemchen" abgetan wird.

von
Servicegedanke

Das Grundproblem ist und bleibt, dass der DRV weitgehend die Sicht des Kunden (ähm ... des Antragstellers) fehlt. Ein Servicegedanke, wie ich ihn z.B. von der BA kenne, ist nicht erkennbar, was in Anbetracht der immensen Beitragsgelder welche der DRV monatlich zugeteilt werden und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Verantwortung (Stichwort "sozialer Fiede") nicht nur unerfreulich sondern auch unverständlich ist. Wie kann ein solch großer Bürokratieapparat nur so starr und unflexibel agieren und keine Notwendigkeit erkennen, daran etwas zu ändern? Die Kommunikation mit dem Kunden (!) bleibt doch weitgehend auf der Strecke. Etliche Kommentare und Beiträge von Kunden in diesem Forum machen es doch jeden Tag deutlich. Sachbearbeiter sind nicht erreichbar, niemand kann einem eine qualifizierte Sachstandsmitteilung geben. Bezeichnend dafür ist wiederum, dass diese Ratsuchenden hier regelmäßig klein gemacht werden nach dem Motto, das habe schon alles seine Richtigkeit, man solle nur keine lästigen Nachfragen stellen. Hallo DRV, bewegt euch mal! Nehmt die Kundensicht ein und agiert kundenbezogen, denn es sind unsere Gelder die ihr verwaltet!

von
Schlaubi

Zitiert von: Servicegedanke
Das Grundproblem ist und bleibt, dass der DRV weitgehend die Sicht des Kunden (ähm ... des Antragstellers) fehlt. Ein Servicegedanke, wie ich ihn z.B. von der BA kenne, ist nicht erkennbar, was in Anbetracht der immensen Beitragsgelder welche der DRV monatlich zugeteilt werden und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Verantwortung (Stichwort "sozialer Fiede") nicht nur unerfreulich sondern auch unverständlich ist. Wie kann ein solch großer Bürokratieapparat nur so starr und unflexibel agieren und keine Notwendigkeit erkennen, daran etwas zu ändern? Die Kommunikation mit dem Kunden (!) bleibt doch weitgehend auf der Strecke. Etliche Kommentare und Beiträge von Kunden in diesem Forum machen es doch jeden Tag deutlich. Sachbearbeiter sind nicht erreichbar, niemand kann einem eine qualifizierte Sachstandsmitteilung geben. Bezeichnend dafür ist wiederum, dass diese Ratsuchenden hier regelmäßig klein gemacht werden nach dem Motto, das habe schon alles seine Richtigkeit, man solle nur keine lästigen Nachfragen stellen. Hallo DRV, bewegt euch mal! Nehmt die Kundensicht ein und agiert kundenbezogen, denn es sind unsere Gelder die ihr verwaltet!

Sie sind dann auch sicherlich einverstanden höhere Beiträge zu zahlen, damit die DRV auch genügend Personal findet um die Anfragen sofort abarbeiten zu können, oder?

von
Kaktus

Zitiert von: Schlaubi
Zitiert von: Servicegedanke
Das Grundproblem ist und bleibt, dass der DRV weitgehend die Sicht des Kunden (ähm ... des Antragstellers) fehlt. Ein Servicegedanke, wie ich ihn z.B. von der BA kenne, ist nicht erkennbar, was in Anbetracht der immensen Beitragsgelder welche der DRV monatlich zugeteilt werden und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Verantwortung (Stichwort "sozialer Fiede") nicht nur unerfreulich sondern auch unverständlich ist. Wie kann ein solch großer Bürokratieapparat nur so starr und unflexibel agieren und keine Notwendigkeit erkennen, daran etwas zu ändern? Die Kommunikation mit dem Kunden (!) bleibt doch weitgehend auf der Strecke. Etliche Kommentare und Beiträge von Kunden in diesem Forum machen es doch jeden Tag deutlich. Sachbearbeiter sind nicht erreichbar, niemand kann einem eine qualifizierte Sachstandsmitteilung geben. Bezeichnend dafür ist wiederum, dass diese Ratsuchenden hier regelmäßig klein gemacht werden nach dem Motto, das habe schon alles seine Richtigkeit, man solle nur keine lästigen Nachfragen stellen. Hallo DRV, bewegt euch mal! Nehmt die Kundensicht ein und agiert kundenbezogen, denn es sind unsere Gelder die ihr verwaltet!

Sie sind dann auch sicherlich einverstanden höhere Beiträge zu zahlen, damit die DRV auch genügend Personal findet um die Anfragen sofort abarbeiten zu können, oder?

Es geht hier mit keinem Wort um sofortige Bearbeitung!

von
W°lfgang

[quote=378327]Sachbearbeiter sind nicht erreichbar, niemand kann einem eine qualifizierte Sachstandsmitteilung geben. Bezeichnend dafür ist wiederum, dass diese Ratsuchenden hier regelmäßig klein gemacht werden nach dem Motto, das habe schon alles seine Richtigkeit, man solle nur keine lästigen Nachfragen stellen. Hallo DRV, bewegt euch mal!/quote]

...fragen SIE doch mal bitte den Gesetzgeber/Politik, warum der 'kleine' Sachbearbeiter im Zuge von Pandemie UND GRUNDRENTEN-Ermittlung spontan ab 2021 nicht mehr in der Lage ist, in 24/7 im Homeoffice zeitnah auf die/Ihre unsäglichsten Wünsche/Ihr Anliegen für eine schnöde Rentenanfrage/Ihren Rentenantrag reagieren zu können! Ich verstehe Ihren Unmut völlig, was 'vernachlässigtes/vorausschauendes Verwaltungshandeln' von unten betrachtet betrifft!

'Lästige' Nachfragen verzögern jedes/weitere Verfahren für alle ...der Vorstand Ihrer DRV könnte Ihnen auf spezielle Nachfrage 'sicher' eine Erklärung liefern, warum man auf diese Situation/4.Welle intern nicht vorbeireitet war/ist - die Sachbearbeitung dafür vorbereiten konnte - und genau Sie von einer sonst/üblichen zeitnahen Antwort nicht profitieren konnten... DRV und bisher zuverlässig und schnell: Ade ;-)

BEDENKEN ohne Ende ...seis drum/kein weiterer Kommentar dazu ...

Gruß
w.

von
Kaktus

Nachfragen stören? Bin ich dabei. Ist auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung!

Dann versendet doch bitte einfach 'ne Eingangsbestätigung und sagt wie lange die Bearbeitung ca. dauert. Sagt weiterhin wie/ob man benachrichtigt wird wenn der Antrag bearbeitet wurde. Und gebt den Leuten zu jeder Zeit Zugriff auf ihre Akte, dann hättet ihr mehr Zeit für die eigentlich Arbeit.

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